Horrortipps: Horror-Anthologie-Filme

So, nu ham wir Halloween. Ganz egal, ob ihr Spaß dran habt oder Euch, vor vermummten Kinderhorden im Zuckerrausch, in der abgedunkelten Wohnung versteckt, ein Film ohne allzu komplexe Handlung muss her, der trotzdem einen gewissen Gruselfaktor aber auch jede Menge Unterhaltung bietet. Was liegt da näher, als ein Anthologie-Film? Ich gehe hierfür in der Zeit etwas zurück, da ich von den Anthologien der letzten Jahre (den ‚VHS“s und ‚Tales of Halloween‘) nicht so richtig angetan war.

‚Creepshow‘ (1982)

George Romeros unterhaltsamster Film abseits von seinen ‚…of the Dead‘ Filmen (und besser, als viele von denen). Entstanden in enger Zusammenarbeit mit Stephen King, der alle Geschichten dieser Anthologie geschrieben hat. Die lose Rahmenhandlung dreht sich um einen Jungen (Joe King, Stephens Sohn), der einen Horrorcomic liest. Die Übergänge zwischen den Geschichten sind dementsprechend in Comicform gehalten. Und was für Geschichten das sind: hier verlangt ein bösartiger, untoter Patriarch nach dem Vatertagskuchen, den er nie bekommen hat, da wird die Farm eines Hillbillys (King selbst) von einem merkwürdigen Meteor-Gewächs überwuchert. Leslie Nielsen spielt einen mörderischen, steinreichen Psychopathen (eine äußerst denkwürdige Erfahrung, wenn man ihn nur aus den ‚Nackte Kanone‘ Filmen kennt), ein Professor will seine ungeliebte Frau mittels Arktismonster um die Ecke bringen. Und dann kommt die Geschichte, die am meisten in Erinnerung bleibt: die Wohnung eines Hygienikers wird von Abermillionen Kakerlaken überrannt. Wer da nicht das Gefühl hat etwas krabbele sein Bein hoch ist härter als ich.

Von vorne bis hinten gelungener, stilvoller Anthologie-Film, ohne jegliche Aussetzer aber auch ohne viel Tiefgang. Und er unterstützt meine These, dass King am besten ist, wenn er Kurzgeschichten schreibt.

legosi-port-klHerr Legosi meint: Ehrlich gesagt… haben Sie erstaunlicherweise Recht. Das ist ein ziemlich guter Film. Ich meine, ein oder zwei Vampire würden nicht schaden aber ansonsten: wirklich gut.

‚Trick ’r Treat‘ (2007)

Eine Rahmenhandlung im eigentlichen Sinne gibt es in diesem Film von Michael Dougherty nicht. Allerdings sind die Geschichten alle miteinander verbunden, da sie in der selben fiktionalen Kleinstadt spielen und sich die Protagonisten mehrfach über den Weg laufen. Ein weiteres verbindendes Element ist Sam. Eine Gestalt, in Form eines kleinen Jungen im orangenen Pyjama mit einem Jutesack über dem sehr runden Kopf. Dieser greift mit entschiedener Härte ein, wann immer jemand die Regeln von Halloween bricht. So lernt eine junge Frau (Leslie Bibb) eine endgültige Lektion, als sie auf die Idee kommt ihre Dekorationen zu früh abzunehmen. Ein mörderischer Schulrektor andererseits scheint zunächst unbehelligt zu bleiben. Aber nicht nur Sam ist in der Stadt unterwegs, auch die Geister eines verunglückten Schulbusses, sowie ein Rudel Werwölfe treiben ihr Unwesen. Doch den großen Showdown liefern sich schließlich Sam und ein alter Halloween hassender Mann (Brian Cox).

Es macht Spaß zu entdecken, wie die Geschichten miteinander verwoben sind und jede für sich ist unterhaltsam genug. Über seine recht kurze Laufzeit bietet ‚Trick ‚r Treat‘ quasi perfekte Halloweenunterhaltung.

Herr Legosi meint: …

Herr Legosi? Sie sind dran! Wo ist er denn?

fleder1

*flatter* *flatter**flatter*

Gah! Fledermaus! Nicht beißen!

Seltsam?

Aber so steht es geschrieben…

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s