Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Filme, die ich 2016 gesehen habe

Dieses Jahr war ich nicht besonders oft im Kino. Daher war ich durchaus froh zu sehen, dass Gorana bei den 5 Besten am Donnerstag nach den 5 besten Filmen, die wir dieses Jahr (zum ersten Mal) gesehen haben fragt. Egal von wann sie stammen. Das erleichtert das Ganze doch sehr. Ich vergesse mit absolut tödlicher Sicherheit irgendetwas, worüber ich mich später ärgern werde, aber das ist ja fast immer so. Wer noch mehr Worte von mir zu den Filmen lesen möchte, der klicke auf die jeweiligen Titel.

  1. Creed‚ (2015)

Im ollen, knorrigen ‚Rocky‘-Franchise steckte also doch noch ein guter Film. Wer hätte das gedacht? Ich nicht! Sylvester Stallone liefert eine seiner besten Darstellungen aller Zeiten ab, ohne dabei den Versuch zu unternehmen dem ebenfalls hervorragend aufgelegten Hauptdarsteller Michael B. Jordan die Schau zu stehlen. Mehr Sport-Filme von diesem Kaliber, bitte!

  1. Spotlight‚ (2015)

Ein Film über eine wichtige, journalistische Leistung der letzten zwanzig Jahre. Ein Oscar-Gewinner-Film, randvoll mit hervorragenden Darstellern. Es hätte sehr leicht sich-selbst-auf die-Schulter-klopf-Kino werden können. Die Art von Film, in der jeder der Darsteller seinen oder ihren Moment bekommt, in dem sie ihre Rede halten dürfen, dass Amerika vielleicht nicht perfekt ist, aber BLAH, BLAH und weiterhin BLAH. War es aber nicht. Es war ein sehr zurückgenommener, fast leiser Film, der seiner Geschichte und seinen Darstellern den nötigen Raum gegeben hat den Zuschauer zu fesseln.

  1. Spring‚ (2014)

‚Before Sunrise‘ mit Monstern. So habe ich ‚Spring‘ umschrieben, als ich ihn vor ein paar Monaten hier besprochen habe. Das klingt so clever, dass ich es vermutlich irgendwo abgeschrieben habe. Wahrscheinlich von der Hülle… Aber es funktioniert trotzdem wahnsinnig gut als kurze Umschreibung des Films der „wir machen überraschende Dinge mit Genre Filmen“-Filmemacher Benson und Moorhead. Aber wo zur Hölle ist Nadia Hilkers Durchbruch? Warum habe ich sie noch nicht in einer großen Hauptrolle gesehen? Wehe, wenn sie nach einer solchen Darstellung wieder für ‚Alarm für Cobra 11‘ arbeiten muss!

  1. Das Mädchen Wadjda‚ (2012)

Selbstbestimmte Mobilität ist ein nicht zu unterschätzender Teil von Freiheit. ‚Wadjda‘ ist der erste erzählende Kinofilm aus Saudi-Arabien. Regisseurin Haifa al-Mansoor musste teilweise Regie-Anweisungen aus dem Inneren eines Lieferwagens geben, da sie sich auf der Straße zu vielen Anfeindungen von tatsächlicher und selbsterklärter Religionspolizei ausgesetzt sah. Dennoch ist es ihr gelungen die Geschichte um die 11jährige Wadjda, die einen Koran-Rezitier-Wettbewerb gewinnen möchte, um ein Fahrrad zu gewinnen (siehe Satz 1), nicht zu einer einzigen zornigen Anklage werden zu lassen. Es ist ein berührender Film um Würde, Solidarität und Freundschaft.

  1. The Witch‚ (2016)

Black Phillip hat mir befohlen den Film auf die Nummer 1 zu setzen! Ich kann nix dafür! Absolut hervorragender Film mit einer nur bedingt passenden Marketing-Kampagne. Damit wird er vermutlich für viele Zuschauer zur Enttäuschung geworden sein. Für mich (nicht nur was die Erzählung angeht, auch was die Qualität betrifft) in einer Linie mit ‚Shining‘ und ‚Der Exorzist‘. Mein Topfilm des Jahres. Wobei ich bei weitem nicht alles gesehen habe.

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18 Gedanken zu “Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Filme, die ich 2016 gesehen habe

  1. „Spotlight“ hat es bei mir ganz knapp nicht mehr auf die Liste geschafft, den fand ich aber auch toll. Darf ich hier eigentlich erwähnen, dass ich noch nie einen „Rocky“-Teil gesehen habe? (Die Blu-ray-Box samt „Creed“ steht aber seit ein paar Wochen im Regal…)

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  2. Pingback: Die 5 Besten am Donnerstag #26 – Filme, die ich 2016 gesehen habe – filmexe

  3. Lach: ‚Before Sunrise‘ mit Monstern. Den muss ich sehen. Aber… Lieber Filmlichter… Nu erkläre mir mal bitte, was an Das Mädchen Wadjda so dolle war. Ok, gerade gelesen. Ich weiß nicht. Mich hat der überhaupt nicht abgeholt und ich fand die „Wir Frauen werden hier schlecht behandelt“-Tour so dermaßen aufdringlich. Hätte es schöner gefunden, wenn er sich mehr auf die Geschichte konzentriert hätte, statt mit diesen Schockern zu kommen. Den Teil mit dem Händler fand ich zum Beispiel auch grandios.

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    • Von den Interaktionen mit dem Händler und ihrem „Du wirst mich später heiraten“ Freund hätte ich auch gern mehr gesehen. Aber die „Wir Frauen werden hier schlecht behandelt“-Tour fand ich eben gar nicht aufdringlich, ganz im Gegenteil. Liegt aber viellich auch an der Erwartungshaltung. Ich hatte deutlich plakativeres/platteres erwartet und war *sehr* positiv überrascht.

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        • Ah, okay, ich habe ihn mit UT gesehen, das könnte wirklich einen Unterschied machen.
          Das Making Of war in der Tat sehr gut, insbesondere die Aufnahmen, die zeigten, wie irgendwelche Leute einfach mal stehenblieben und motzten und man sich nie sicher sein konnte ob es offizielle Religionspolizei inkognito oder nur Wichtigtuer waren. Puhah.

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  4. The Witch wollte ich nicht des Nachts im Kino sehen, denn wir standen vor der Wahl „Green Room“ oder „The Witch“, haben uns dann für „Green Room“ entschieden, der es auch in meine Liste geschafft hat. Aber „The Witch“ wird nachgeholt, denn ich erwarte viel von dem Film.

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