Lasst uns über Filme klönen: Teutonischer Titel Terror (OT: Weird German Movie Title Translations)

Der Stummfilm galt als universell und weltweit verständlich. Sicherlich, Zwischentitel mussten in andere Sprachen übersetzt werden, doch verließen sich die wenigsten wirklich guten Stummfilme allzu sehr auf diese Krücke. So stürzte die Geburt des Tonfilms nicht wenige Filmemacher in ein Dilemma. Charlie Chaplin zum Beispiel wollte seinen Tramp keinesfalls sprechen lassen, würde ihn das doch auf eine bestimmte geografische Region festlegen. Doch all das ist mehr ein Thema für ein anderes Mal, will ich doch heute auf einen Punkt schauen, der auch beim Stummfilm eben nicht „universell“ war. Die Titel. Filmtitel wurden schon immer weltweit angepasst. Eben nicht nur übersetzt, sondern angepasst. „Eingedeutscht“, wie man das bei uns nennt. Kulturelle Anspielungen, Wortspielereien, all das muss den jeweiligen kulturellen und sprachlichen Gebräuchen angepasst werden. Ziel der Filmverleihe ist dabei natürlich so viele Leute wie möglich zum Lösen einer Eintrittskarte oder, in neuerer Zeit, zum Kauf von Heimmedien oder Stream-Angeboten zu bringen.

Und genau das hat hier in Deutschland (und sicherlich auch anderswo) zu manchen äußerst seltsamen und manchen reichlich ärgerlichen Titelschöpfungen geführt. Und diese möchte ich mir heute mit Euch zusammen ansehen. Für die Aufteilung dieses Artikels werde ich mich am Titel meines vermutlich liebsten Italo-Westerns orientieren: ‚Zwei glorreiche Halunken‘. Einen Moment, werdet ihr jetzt vermutlich sagen, wie kann man aus dem Titel denn eine vernünftige Aufteilung ableiten? Völlig richtig, da hat das Eindeutschen schon zugeschlagen und wir müssen dafür auf den Originaltitel schauen: ‚Il buono, il brutto, il cattivo‘, wörtlich „Der Gute, der Hässliche, der Böse“. Und das funktioniert doch ganz gut. Die englische Übersetzung ist übrigens näher am Original, vertauscht aber den Hässlichen und den Bösen. Ich werde auch ein wenig durchtauschen, denn um positiv zu enden, werde ich zuerst unter „der Böse“ einen Blick auf Titel werfen, die mich wirklich ärgern, dann unter „der Hässliche“ einige unterhaltsam-bizarre Kreationen beleuchten und schließlich unter „der Gute“ schauen, ob denn das Eindeutschen auch mal etwas wirklich Positives hervorgebracht hat.

Mindestens 90% aller Titelanpassungen (so sie, gerade aus dem Englischen, heute überhaupt noch stattfinden) sind natürlich völlig neutral zu sehen und tauchen daher hier gar nicht auf. Auch rechtlich begründete Anpassungen, wie kürzlich ‚Moana‘ zu ‚Vaiana‘ werde ich ignorieren, wenn Ihr aber was dazu zu sagen habt, ab damit in die Kommentare!

il cattivo

Wenn ich eine Sache nicht ausstehen kann, dann ist das Etikettenschwindel. Wenn sich im Restaurant der „Grillteller Naxos“ als Salat entpuppt, dann reagiere ich vermutlich ausgesprochen mürrisch. Nun passiert das in der Gastronomie doch eher selten, hat aber bei deutschen Filmtiteln fast schon Tradition. 1960 drehte Mario Bava sein Erstlingswerk ‚La maschera del demonio‘, einen gelungenen schwarz-weißen Horrorfilm, der sich in seiner Ästhetik am Stummfilm orientiert. Selbst mit meinen mangelnden Kenntnissen des Italienischen erkenne ich, dass die korrekte Übersetzung des Titels ‚Die Maske des Dämons‘ wäre. Nun hatte zwei Jahre zuvor der Brite Terrence Fisher mit seiner Neuverfilmung des ‚Dracula‘-Stoffes einen weltweiten Blockbuster gelandet und das Interesse am klassischen, gothischen Monster neu entfacht. Um auf dieser Welle mitzuschwimmen machte der deutsche Verleih aus Bavas Film kurzerhand ‚Die Stunde, wenn Dracula kommt‘. In der Synchronisation wird dann in einem Nebensatz sogar behauptet ein Charakter sei „in Wirklichkeit“ Dracula. Völliger Unsinn und es wird für einen eigentlich sehr guten Film eine falsche Erwartungshaltung geweckt, die sicher bei einigen Zuschauern zu Enttäuschung geführt hat. Ganz schlimm wurde es im Italo-Western, nach dem Erfolg von Sergio Corbuccis ‚Django‘ (1966) in Deuschland. Der hat zwar 1987 mit ‚Djangos Rückkehr‘ tatsächlich eine späte offizielle Fortsetzung bekommen, doch die Anzahl deutscher Titel in denen „Django“ vorkommt, ohne das Django drin ist, ist fast nicht zu zählen. Ein paar Beispiele ‚Zwei Trottel gegen Django‘, ‚Töte, Django‘, ‚Leg ihn um, Django‘, ‚Auf die Knie, Django‘, ‚Django – Die Bibel ist kein Kartenspiel‘ etc.. Und selbst, wenn Django Darsteller Franco Nero in anderen Genres auftauchte, verfolgte ihn in Deutschland seine bekannteste Figur: den Titel ‚Dschungel Django‘ hielt irgendjemand tatsächlich für eine gute Idee.

Jetzt werdet Ihr sagen, was interessieren mich die 60er, so einen Quatsch gibt es heute doch gar nicht mehr und sollte es doch jemand versuchen, würde er von der schieren Anzahl der Klagen erdrückt. Und im Kino hättet ihr da vermutlich Recht, doch schauen wir mal auf den Direct to Video Markt. Da sind „falsche deutsche Fortsetzungen“ auch sehr beliebt. Aus dem Harvey Keitel Thriller ‚Copkiller‘ wird ‚Bad Lieutenant 2‘, aus dem Hong Kong Geballer ‚Just Heroes‘ wird ‚Hard Boiled 2‘ und so weiter und so fort. Nun kommt ihr wieder und sagt, naja, das waren halt die wilden 90er. Okay, sage ich, während wir alle noch mit banger Hoffnung auf ‚Blade Runner 2049‘ warten, gab es bereits 2012 ‚Die Entscheidung – Blade Runner 2‘ auf DVD. Na gut, in Wirklichkeit war das ein Film, der im Original ‚Earthkiller‘ heißt und sich vor allem dadurch auszeichnet, dass ein paar Androidinnen blankziehen und der mit dem Ridley Scott Klassiker nicht das Geringste zu tun hat. Ebenso wurde 2011 aus dem Film ‚Bangkok Knockout‘ in Deutschland ‚Ong Bak: The New Generation‘. Der Etikettenschwindel ist also keineswegs ein Ding von gestern und nach wie vor ärgerlich! Sicherlich verstehe sogar ich, dass ein Filmtitel nicht so deskriptiv sein kann (oder sein sollte) wie die Aufschrift „100g Butter“ aber absichtliche Fehlleitung des Publikums kann doch nicht wirklich das Ziel sein.

Aber das ist natürlich nicht alles was ärgerlich ist. Manchmal scheinen deutsche Filmverleihe ihr Publikum schlicht zu unterschätzen. Aus ‚Eternal Sunshine of the Spotless Mind‘ wird so nicht etwa ‚Der ewige Sonnenschein des unbefleckten Geistes‘ sondern ‚Vergiss mein nicht!‘. Toll, warum nicht gleich Mauerblümchen? Der Beatles-Film ‚Help!‘ (wie der Song, nech) wird im deutschen ‚Hi-Hi-Hilfe‘ (weil lustig, nech). Über den Vorgänger ‚A Hard Day’s Night‘ freute man sich aber offensichtlich so sehr, dass ‚Yeah, Yeah, Yeah‘ draus wurde. Yeah. Aus der Bill Murray-Militärfarce ‚Stripes‘ wurde ‚Ich glaub mich knutscht ein Elch‘, obwohl der Film keinerlei Großwild auf der Suche nach freundschaftlichem, oralen Körperkontakt enthält.

Besonders schlimm allerdings ist der Originaltitel plus angefügtem deutschen Untertitel. „N’abend, zweimal für ‚Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt‘ bitte“ ist ein Satz, der an keiner Kinokasse des deutschen Sprachraums jemals so geäußert wurde. Der schlimmste Vertreter dieser Gattung ist aber ohne jede Frage ‚Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis‘. So furchtbar ist der Zusatz, dass das ZDF den Film als ‚Hot Fuzz – Verbrechen verboten‘ gezeigt hat. Ich frage mich, was für ein abgewichster Profi diesen Untertitel zu verantworten hat. Ich hoffe für ihn und seine berufliche Situation, dass er mit dem Verleihboss eng genug verwandt oder befreundet ist.

Ebenfalls besonders „schön“ sind andere englische Titel für englische Filme. ‚Taken‘ wird zu ’96 Hours‘, dank seiner thematischen Ähnlichkeit zur Serie ’24‘. ‚Cradle 2 The Grave‘ wurde zu ‚Born 2 Die‘ aus… Gründen. Aus ‚Begin Again‘ machen wir ‚Can a Song Save Your Life?‘, denn länger ist besser! ‚Jack The Giant Slayer‘ wurde zu ‚Jack and the Giants‘ aus Rücksicht auf die Gefühle von Riesen(?). Und als ‚Horrible Bosses‘ auf der Liste stand, mochte irgendwer seinen Chef wirklich nicht und machte ‚Kill the Boss‘ draus. Das ist wirklich eine Liste, die sich endlos fortsetzen ließe, daher bin ich hier besonders auf Eure Favoriten gespannt.

il brutto

Hier wird es nun also auf unterhaltsame Weise blöd, ohne großen Ärger. Und, wenn ich ganz ehrlich bin, muss ich sagen, dass ich viele der Django-Titel, allem Etikettenschwindel zum Trotz, wahnsinnig unterhaltsam finde: ‚Andere beten – Django schießt‘, ‚Django spricht kein Vaterunser‘, ‚Django spricht das Nachtgebet‘ (Moment mal, ich dachte andere beten und Django schießt?), ‚Django – Die Geier stehen Schlange’… Überhaupt die ganze überzogene Symbolik von Staub, Dreck, Colts und Barbarei, die die deutsche Namensgebung für den Italo-Western durchzieht und oftmals wenig mit den Originaltiteln zu tun hat ist irgendwie sympathisch. Auch wenn sich eine gewisse Inflation feststellen lässt. War 1965 noch ‚Ein Loch im Dollar‘ mussten es zwei Jahre später schon ‚10.000 blutige Dollar‘ sein. Die Euro-Western Welle wurde dann in den 70ern vom Kung-Fu Film beerbt, hier hat zum Beispiel Jackie Chans ‚Fearless Hyena‘ gleich zwei wunderbare deutsche Filmtitel bekommen: ‚Zwei Dreschflegel schlagen alles kurz und klein‘ sowie ‚Zwei Schlitzohren in der Knochenmühle‘! Überhaupt ist bei vielen Hong-Kong Filmen der Wunsch zu erkennen sie zumindest titeltechnisch den ebenfalls hochbeliebten Spencer/Hill Kloppern anzupassen. ‚Der Dampfhammer von Send-Ling‘ (ja, das ist eine Anspielung auf den Münchener Stadtbezirk Sendling…) oder ‚Kleiner, laß die Fetzen fliegen‘ zum Beispiel. Auf der weniger unterhaltsamen Seite glitten diese klamaukigen Titel auch mal in rassistische Gefilde ab, das möchte ich hier aber nicht weiter wiedergeben.

Ich nehme mal an aus einem Titel etwas völlig Neues zu machen, dass weniger zum Inhalt passt als das Original, erfordert eine gewisse Unverfrorenheit. So kommen in ‚Evil Dead‘ schließlich durchaus zahlreiche bösartige Tote vor, doch machte der deutsche Verleih daraus einen ‚Tanz der Teufel‘, der sicherlich nicht stattfindet. Allerdings, und das imponiert mir, erwies man sich als willens seine Dreistigkeit voll auszuleben und verpasste dem zweiten Teil gar noch einen Untertitel ‚Tanz der Teufel 2 – Jetzt wird noch mehr getanzt‘. Und was soll ich sagen? Es stimmt. Im zweiten Teil wird tatsächlich mehr getanzt! Bravo!

Aber was tun, wenn eine Reihe nicht so toll wie erwartet läuft? ‚Captain America: The First Avenger‘ war im deutschen Sprachraum für Marvel-Verhältnisse ein Flop. ‚The Avengers‘ andererseits wurde ein durchschlagender Erfolg. Was dachte man sich also beim deutschen Verleih als ‚Captain America: The Winter Soldier‘ auf dem Programm stand? Vermutlich so etwas wie „Avengers war erfolgreich und wir haben ‚First Avenger‘ im Titel des ersten Films“ und so wurde im Deutschen ‚The Return of the First Avenger‘ geboren. Nicht wirklich Etikettenschwindel, weiß doch jeder wer gemeint ist, dennoch scheint der Plan aufgegangen zu sein und der Film spielte gut das 2,5fache seines Vorgängers in Deutschland ein.

„Hey Leute, die ‚Die Hard‘ Macher haben im neuen Filmtitel ein Wortspiel gemacht, dass mit ‚Stirb Langsam‘ nicht funktionieren kann! Er heißt ‚Live Free and Die Hard‘! Was sollen wir jetzt bloß machen?“ „Hm, ist doch der vierte Teil und es geht um Internet, Neuland und sowas alles. ‚Stirb Langsam 4.0‘. Siehste, einfach. Feierabend!“

Obwohl ich den Film nicht mal kenne hat mich die Übersetzung von ‚The Fault in Our Stars‘ zu ‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter‘ immer fasziniert. Der englische Titel spricht von einem „Fehler“ in einem scheinbar vertrauten aber nicht kontrollierbaren System („unsere“ Sterne), während der deutsche Titel von einem hinterhältigen Verrat durch ein offensichtlich bösartiges Schicksal spricht. Philosophisch sind diese beiden Titel eigentlich völlig unvereinbar. Der Englische geht von einem gleichgültigen Universum, dem wir nur scheinbaren Sinn entnehmen (und entsprechend nur scheinbare „Fehler“ entdecken) können aus, der Deutsche von unkontrollierbaren Kräften, die unser Leben zum Guten oder Schlechten leiten. Hey, Leute die den Film kennen, welcher Titel ist passender?

Nachdem mein philosophische Exkurs im letzten Absatz vermutlich auch den letzten interessierten Leser verscheucht haben dürfte, kann ich jetzt ja ein wenig schmuddelig werden! Hurra! ‚Kesse Bienen auf der Matte‘ Oh yeah, Spät-70er Softporno, was? Falsch! Früh-80er Comedy-Drama, um eine Frauen-Wrestling-Truppe mit Peter „Columbo“ Falk als Manager, Originaltitel: ‚All the Marbles‘. Oh, okay und wie sieht es mit ‚Das turbogeile Gummiboot‘ aus? Das ist der deutsche Titel zu ‚Up the Stream‘, College-Comedy-Meterware. Mist, letzter Versuch, was ist mit ‚Die Satansweiber von Tittfield‘? Das ist der deutsche Titel zu Russ Meyers ‚Faster, Pussycat! Kill! Kill!‘, wer seine Vorliebe für große Oberweiten und weibliche Dominanz teilt wird unter dem Titel definitiv fündig. Na also, geht doch.

Schön ist es auch, wenn der deutsche Titel mal direkt die Handlung verrät ‚Brügge sehen… und sterben‘ (OT: ‚In Bruges‘) oder den Inhalt völlig missversteht, wie bei ‚Quigley der Australier‘ (OT: ‚Quigley Down Under‘). Der ganze Inhalt ist gerade, dass Quigley eben kein Australier ist. Er ist ein amerikanischer Cowboy in Australien. Wer bis zum achten Film des ‚Amity Horror‘ Franchises durchgehalten haben sollte, der bekam 1996 ‚Amityville Dollhouse‘ geboten. In Deutschland wollte man uns wohl ein D für ein T vormachen und machte einfach ‚Amityville Tollhaus‘ draus. Das war dem Verleih wohl später peinlich und heute heißt er ‚Amityville: Das Böse stirbt nie‘ (Tollhaus war wenigstens nicht so generisch).

Doch da auch dies ein Thema ist, mit dem ich ewig weitermachen könnte, kommen wir lieber mal zum Guten.

il buono

Kann es für diese Kategorie überhaupt Material geben? Oh ja, durchaus. Die besten Beispiele sind die, bei denen die ursprüngliche Idee der Macher wieder hergestellt wird. 2010 drehte Nigel Cole einen Film über einen Streik der Mitarbeiterinnen der Ford Werke im britischen Dagenham 1968, bei dem gleiche Bezahlung für Frauen gefordert wurde. Während dieses Streiks machte ein Fotograf eine Aufnahme von einem nur teilweise entrollten Spruchband, dass vollständig „We Want Sex Equality!“ besagte. Auf dem Foto ist allerdings nur „We Want Sex“ zu sehen. Dieses Foto wurde von den Medien benutzt um die Frauen zu diffamieren. Cole wollte das Satzfragment zum Titel seines Films machen. Das war dem britischen Verleih aber wohl zu schlüpfrig, und so wurde ‚Made in Dagenham‘ aus dem Film. Der deutsche Verleih stellte den ursprünglichen Titel wieder her. Ob das nun aus Rücksicht auf die künstlerischen Wünsche von Herrn Cole geschehen ist, oder um eine „Made in was??“-Verwunderung beim Publikum zu verhindern, es bleibt meiner Meinung nach eine gute Sache.

Ein ähnliches Beispiel ist ‚Arac Attack‘, ein ganz unterhaltsamer B-Movie, um – man ahnt es – einen Angriff von riesigen Spinnen auf eine abgelegene US-Kleinstadt. Der Film erschien im Sommer 2002, also kaum 9 Monate nach dem Anschlag vom 11. September. Und der amerikanische Verleih fürchtete, dass das Publikum den Titel als ‚Arab Attack‘ oder ‚Iraq Attack‘ missverstehen und als unpassend empfinden könnte. Nun liegen b und c im Alphabet zwar nahe beieinander, trotzdem kann ich diese Sorge nicht wirklich nachvollziehen. Und ‚Iraq Attack‘? Vielleicht wenn man es nur gesprochen hört und jemand nuschelt ganz extrem. Auch hoffe ich, dass sich kein Amerikaner Araber als achtbeinig und neunäugig vorgestellt hat aber wer weiß. Wie auch immer, der Titel wurde in den USA zu ‚Eight Legged Freaks‘ geändert. Beim deutschen Verleih (und in einigen anderen Ländern) sah man diese Bedenken wohl als ähnlich absurd wie ich das tue und stellte den originalen Titel wieder her. Buono!

Wie soll man einen Film rund um ein internationales Dodgeball-Turnier mit Ben Stiller als fiesem Fitness-Fanatiker und David Hasselhoff als Trainer des deutschen Teams nennen? Soll man sich am Originaltitel orientieren und ‚Völkerball: eine wahre Außenseiter Geschichte‘ (OT: ‚Dodgeball: A True Underdog Story‘) daraus machen? Nee, so einen Film kann man nur ‚Voll auf die Nüsse‘ nennen und es ist verdammt albern, dass dieser Titel auf so vielen „Dämliche Deutsche Titel“ Listen auftaucht. Er ist treffend (höhö) und verrät exakt worum es in dem Film geht und welchen Ton er treffen möchte. Das ist doch genau, was eine gute Eindeutschung erreichen sollte und woran so viele weit dämlichere Titel scheitern!

Ich konnte hier natürlich nur einen winzigen Teil der bizarren Titelgebung anreißen, daher seid Ihr jetzt gefragt! Was sind für Euch ärgerliche, blöde oder auch wirklich gelungene, deutsche Filmtitel? Oder wisst ihr gar um namenstechnischen Unsinn aus anderen Ländern? Immer her damit!

Ihr könnt natürlich auch noch Eure Gedanken zu Gewalt im Film äußern.

Oder über die Faszination von Horror philosophieren.

Auch neue Themenvorschläge nehme ich gerne noch auf. Hier oder in den Kommentaren.

Dieses Thema wurde übrigens vom guten Ma-Go vorgeschlagen, dessen Blog immer einen Besuch wert ist!

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21 Gedanken zu “Lasst uns über Filme klönen: Teutonischer Titel Terror (OT: Weird German Movie Title Translations)

  1. Oh, welch schönes Thema! 😀

    Direkt mal ein dicker Widerspruch am Anfang. „Voll auf die Nüsse“ ist nicht ok. Du hast schon Recht. Der Titel fängt Inhalt und Herangehensweise des Film sehr treffend ein. Und trotzdem gehört sich das nicht. Sonst könnte jeder Zombie-Splatter-Film auch einfach „Zombies zerfleischen Menschen“ heißen. 😉

    Kommen wir zu den „guten“ Änderungen. Ein Beispiel, bei dem ich teilweise froh über die Änderung bin ist „Rapunzel – neu verföhnt“ [OT: Tangle]. Ich vermute mal, dass die Figur Rapunzel in Amerika nicht so bekannt ist wie z.B. Snowhite oder Red Riding Hood und dass man jenseits des großen Teichs deshalb auf den Namen im Titel verzichtet hat. Dass man in Deutschland dann nicht „Verheddert“ oder „Strubbelig“ genommen hat finde ich gut. Den Zusatz „Neu verföhnt“ finde ich dann jedoch schon wieder ziemlich albern.

    Deutsche Untertitel finde ich in der Tat auch zum Wegrennen!
    Einige Favoriten gefällig?

    Les Démons – Die Dämonen (Im Ernst?)

    The Drop – Bargeld (Wenn der OT langweilig klingt, macht es der deutsche Untertitel keinesfalls besser. Dabei ist der Film gar nicht so übel. Und um Geld geht es eigentlich nur am Rande)

    Nächster Halt: Fruitvale Station (Tja, dass es irgenwie um eine Haltestelle oder einen Bahnhof geht, könnte man auch aus dem OT „Fruitvale Station“ schließen)

    I Am Ali – (Du willst wissen welcher?) Muhammed Ali – (Den kennst du nicht?) Der Mann hinter der Box-Legende (Zwei Untertitel sind wohl besser als einer)

    Insidious Chapter 3 – Jede Geschichte hat einen Anfang (Und die meisten auch einen Mittelteil und einen Schluss…)

    Nun höre ich die ersten Kitiker wieder sagen: „Ma-Go, nicht alle Menschen haben wie du ein abgeschlossenes Anglistik Studium in der Tasche. Auch diesen Menschen muss man aktuelle Kinofilme näher bringen.“ Geläutert rudere ich also zurück. Was ich aber ohnehin noch viel schlimmer finde ist, wenn man Englische Titel in einen anderen englischen Titel umwandelt. „Taken“ und „Can a song safe your life“ hast du ja schon angesprochen. Warum aus „Thor – The dark world“ in Deutschland „Thor – The Dark Kingdom“ wurde, macht aus meiner Sicht noch weniger Sinn als den Film gleich „Thor 2 – Der nordische Donnergott erlebt ein weiteres Abenteuer“ zu nennen.

    Noch dümmer als das ist es dann noch, wenn man einem deutschen Titel einen Englischen Untertitel gibt. So weit ich weiß heißt der Film nämlich nicht „Planet der Affen: Revolution [sprich Rewoluzion – deutsch]“ sondern „Planet der Affen: Revolution [sprich Rewoluschn – englisch]. Der OT lautet übrigens Dawn of the planet of apes. Keine Revolution in Sicht. Zumindest im Titel…

    By the way – Ist dir schon mal aufgefallen wie oft in (deutschen) Titeln das „The“ weggelassen wird? Conjuring 2 (OT: THE Conjuring 2) Girl on the train (OT: THE Girl on the train) usw. Wenn der englische Artikel Aussprache Probleme bereitet, könnte man den Film doch auch „Das Mädchen im Zug“ oder im Zweifelsfall auch „Das Mädchen auf dem Zug“ nennen. „Traingirl“ wäre sicher eine Möglichkeit gewesen.

    Die Frage ist nun wie reagiert man als Filmfan auf diese geistigen Höchsleistungen? Ich hatte mir vor längerer Zeit mal vorgenommen, mich in meinen Artiklen nur noch auf die jeweiligen OT zu beziehen. Denn im Grunde halte ich es schon für unfair und, je nach Grad der Änderung, respektlos dem Künstler gegenüber, der sich in der Regel Gedanken darüber macht wie sein Werk denn nun heißen soll, wenn man als Verleihmensch denkt man hätte eine bessere Idee. Problem: Gilt dieser Vorsatz nur für englische Filme? Wenn ich über einen französischen Film sprechen will, ist das nicht so einfach wenn ich a) nicht weiß wie man den Titel „Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?“ (Monsieur Claude und seine Töchter) ausspricht und b) nicht mal weiß was das beudetet.

    Noch schwieriger wird es beispielsweise bei russischen oder gar asiatischen Filmen. „Janghwa, Hongryeon“ – Das ist der südkoreanische Titel für „A Tale of two sisters“ oder „Левиафан“ – Das ist der russische OT für Leviathan.
    In solchen Filmen macht eine Titeländerung aus meiner Sicht durchaus Sinn. Aber wie weit man dann vom Original weg geht und bei welchen Sprachen man eine Grenze zieht, ist natürlich sehr schwer zu sagen. Deswegen gebe ich diese Frage mal zur Diskussion frei.

    Jedenfalls ein sehr amüsanter Artikel. Danke für’s Aufgreifen 🙂

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    • Auf Deinen Vorschlag kamen mir damlas direkt so viele Ideen, dass sich das hier fast von selbst geschrieben hat. Also danke für die Idee!
      Nicht jeder Zombiefilm könnte „Zombies zerfleischen Menschen“ heißen aber einer doch wohl durchaus! Aber nur wenn das auch wirklich passiert! 😉
      Mir ist aber durchaus aufgefallen, dass ich mich teilweise so lese, als ob „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ der beste Titel aller Zeiten wäre.
      Rapunzel – neu verföhnt ist ein tolles Positivbeispiel! Ein niedlicher Titel und ohne dem Original was wegnehmen zu wollen, fast besser. Bei The Drop – Bargeld kann man fast fühlen, wie clever sich der Untertitelautor in dem Moment gefühlt haben muss: „es geht um Geld, in einer Bar… Bargeld! Whoa, ich bin ein Genie!!“ Die Thor World -Kingdom Veränderung ist mir nichtmal aufgefallen (ist halt Thor…), was soll das denn? Da finde ich jetzt auf Anhieb mal überhaupt keine Erklärung für. Erscheint mir völlig überflüssig. Aber letztlich egal, weil beide Titel ziemlich generisch sind. So, das war meine heutige Quote an Thor-Lästerei. 😉
      Die Hoffnung für die deutschen Titel der neuen Affenfilme habe ich gleich beim Ersten aufgegeben. Als ich das erste mal „Prevolution“ gelesen habe, habe ich ähnlich reagiert wie Charlton Heston im Original, wenn er die Freiheitsstatue sieht. Das „The“ fällt sicherlich weg, because TiÄitsch is a problem. Aber englisch im Titel ist halt immer noch cooler.
      Ich habe mir schon ähnliche Gedanen gemacht, wie Du, wie ich das hier in Besprechungen etc. handhabe und während ich den französischen Titel so gerade eben noch hinbrächte, wäre danach bei mir auch Schluß. Also nutze ich den deutschen Titel aber definitiv unter Weglassung aller Zusätze.
      Ich frage mich, ob man als Regisseur, wie Edgar Wright jemals erfährt, was die Verleihe in anderen Ländern so aus Deinen Titeln machen. Vermutlich nicht, sonst bin ich mir sicher er hätte bei Hot Fuzz ein Veto eingelegt.

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      • Ich glaube nicht, dass Regisseure von den ausländischen Eingriffen in ihre Werke erfaren. Ich glaube auch nicht, dass Bruce Willis weiß, dass er in der deutschen Fassung „Schweinebacke“ sagt 😉
        Einer meiner Literaturprofessoren hat uns mal von einem kurzen Treffen mit Margaret Atwood erzählt. In ihrem Roman „The Handmaids Tale“ findet die Protagonistin Offred unter ihrem Bett eine Notiz. Darauf steht „Nolite te bastardes carborundorum“. Das soll so viel heißen wie „Lass die Bastarde dich nicht zermahlen“ (oder so). Offred geht zu ihrem Vorgesetzten und fragt was das bedeutet. Dieser lacht sich halb tot, weil es sich bei der Phrase um sog. Küchenlatin handelt. Dies wiederum zeigt, wie ungebildet die Autorin der Zeile sein soll. Die überlegenen Männer machen sich über den Versuch eines weiblichen Widerstandes lustig.
        In der deutschen Fassung steht auf dem Zettel etwas anderes. „Hirundo maleficis evoltat“. Dieser Satz macht erst mal überhaupt keinen Sinn, weil es das Wort evoltat nicht gibt. Es handelt sich hierbei um einen Rechtschreibfehler. EVOLAT wäre richtig. Dann würde der Satz nämlich heißen. „Die Schwalbe entkommt dem Übeltäter“. So wie es die Autorin geschrieben hat liest sich der Satz auf deutsch wie „Hier und do ä Fick is ä Wohltat“. Als Offred ihrem Vorgesetzten den Zettel zeigt, lacht dieser sich tot, weil die dumme Frau etwas anderes schreiben wollte und durch ihren Mangel an Bildung sich selbst zum Sexualobjekt reduziert.
        Margaret Atwood soll die Idee ganz amüsant gefunden haben. Allerdings funktioniert das natürlich nur auf Deutsch. Angeblich soll Atwood so was gesagt haben wie „That’s a nice one. But I don’t want to know what stupid things my characters are forcced to say in other countries and languages.“
        Ich kann nur hoffen, dass es Wright auch so sieht 😉

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  2. Auf Anhieb fallen mir nur die in letzter Zeit diskutierten ein, die du schon angesprochen hast. Mir stellt sich in letzter Zeit die Frage, wie man mit Blogtiteln umgeht… Auf der einen Seite würde ich sofort sagen, unbedingt OT, auf der anderen Seite stelle ich fest, dass man oft einen (englischen) Konsens hat. Wie siehst du das?

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    • Wenn Du „Blogtitel“ sagst gehe ich mal davon aus, dass Du den Umgang mit Filmtiteln im Blog meinst und nicht den Blogtitel selbst („Filmlichtung“? was soll das denn sein?). 😉

      Wie ich im Text geschrieben habe, wird vieles, zumindest aus dem Englischen, gar nicht mehr übersetzt, da ist das kein Problem und mit den meisten „Eindeutschungen“ habe ich auch kein Problem. Ich würde den deutschen Titel verwenden, wo er sinnig oder, wie bei Klassikern, schlicht etabliert ist. Letztlich liest ja ein (großteils) deutsches Publikum. Die blöden Zusatztitel einfach weglassen, wie jeder andere das auch tut.
      Das wirkliche Problem ergibt sich für mich da wo neue englische Titel für englische (oder auch andere Filme, man beachte ‚Banlieu 13‘ zu ‚Ghetto Gangz – Die Hölle vor Paris‘, meine Fußnägel, sie rollen!) eingesetzt werden, die einfach schmerzhaft dämlich sind. In der Überschrift würde ich da den deutschen Titel verwenden, mit Hinweis auf den OT, im Text dann, vielleicht nach einem erklärenden Satz, den OT. Manchmal ist das aber vielleicht auch nicht nötig, weil, wie Du sagst, der deutsche Titel sich ohnehin nicht durchsetzt. Aus dem Russischen oder asiatischen Sprachen wird es dann eh schwierig den Originaltitel zu nutzen. In kyrillisch oder Kanji? Oder doch im westlichen Alphabet aber den Originaltitel? Da neige ich dann doch stark dem Deutschen zu, einfach weil ich im Original überhaupt keine Ahnung mehr hätte, was ich da mache.

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  3. Wirklich ein extrem guter und äußerst treffend geschriebener Beitrag…da gibt es stehende Ovationen von mir ;-)!

    Was nun das eigentliche Thema des Beitrags betrifft fällt mir ganz spontan ein sehr aktuelles Beispiel für einen völlig verhunzten deutschen Titel ein: aus „Thor: Ragnarok“ wurde im deutschen „Thor: Tag der Entscheidung“!?!?!?!?!
    Nicht nur das diese Umbenennung die vielen Ebenen, die der originale Titel beinhaltet mit einem Mal einfach so vom Tisch wischt, es handelt sich bei dem Wort Ragnarok nicht mal um eine englisches Wort sondern um die Bezeichnung der Götterdämmerung in der nordischen Sagenwelt! Das heißt, wenn ich den Titel als Verleiher schon unbedingt eindeutschen muss warum dann nicht einfach das bereits existente und etablierte deutsche Wort (nämlich Götterdämmerung) dafür verwenden!!!! Dagegen war das was sie beim zweiten Thor-Film aufgeführt haben zwar unerklärlich aber harmlos.

    Was das fehlende „The“ betrifft bin ich auch noch nie wirklich schlau aus dieser Marotte der deutschen Verleiher geworden. Vor allem da es oft essentiell wäre zB ist Darjeeling Limited eigentlich der Name des Zuges der im Film vorkommt, ein Umstand den das Original durch den kleinen Zusatz „The“ sofort klarstellt…und auch Grand Budapest Hotel hört sich ohne „The“ recht eigen an (ich sage ja auch auf deutsch nicht „Ich gehe in Hotel“ sondern „Ich gehe in DAS Hotel“).

    Was die Titelangaben in meinen Beiträgen angeht verwende ich trotzdem eigentlich immer den deutschen Titel, da ich nunmal für eine vorwiegend deutschsprachige Leserschaft schreibe und die Filme in unseren Breitengraden nunmal unter diesem Titel vermarktet werden – nur „Thor: Tag der Entscheidung“ werde ich ganz bewusst boykottieren und meine Gründe dafür auch in dem Beitrag ausführlich erläutern ;-).

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    • Erstmal danke fürs Lob! 🙂

      Tja, Marvel und seine Titel… „Götterdämmerung“ nehmen sie vermutlich nicht, weil es irgendeine Wagner-Verfilmung mit dem Titel geben dürfte und da scheint Disney ja geradezu übervorsichtig zu sein. Warum nicht einfach Ragnarök. Sicher, da weiß nicht sofort jeder was gemeint ist, aber es steht ja immer noch Thor auf dem Poster und da weiß jeder was er bekommt. So könnte ein unbekanntes Wort in Zusammenhang mit etwas Bekanntem sogar neugierig machen. Umgangssprachlich wird es ja eh „Thor 3″/“Der dritte Thor-Film“, ich merke mir diese Untertitel jedenfalls selten.
      Das dürfte ein Punkt sein, in dem DC konsequenter ist. Originaltitel ist da auch deutscher Titel. Der „Dark Knight“ war nicht nur kein „Dunkler Ritter“, er durfte sogar sein „The“ behalten. 😉

      Wenn man es ganz konsequent eingedeutscht hätte und „Grand Hotel Budapest“ draus gemacht hätte, dann hätte es wieder funktioniert.

      Und auf dem Blog halte ich es wie Du, deutsche Titel verwenden, bis es zu schmerzhaft wird…

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      • Ja, da muss man echt mal eine Lanze für die deutschen Verleiher von den DC-Filmen brechen…auch BvS blieb im deutschen mit dem Untertitel Dawn of Justice!
        Stimmt auch wieder…bei Wagner sind die Filmemacher immer sehr auf der Hut aber wie du sagst, dann halt Rangnarök!

        Bei The Grand Budapest Hotel war ja gerade das Problem, dass das Hotel tatsächlich genau so heißt…somit wäre die Wortdreherei dann auch sinnlos bzw verwirrend gewesen ;-)!

        Ja, manche Titel sind dann schon echt schwer an der Schmerzgrenze 😉

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      • „Warum nicht einfach Ragnarök. Sicher, da weiß nicht sofort jeder was gemeint ist, aber es steht ja immer noch Thor auf dem Poster und da weiß jeder was er bekommt.“

        Genau das halte ich nicht nur bei Filmtiteln für ein großes Problem. Meiner Meinung nach sind mittlerweile zu wenig Menschen bereit eigenständig nachzudenken oder sich zu informieren, wenn etwas nicht expliziert erklärt wird. Ich habe neulich „Only lovers left alive“ gesehen und fand es toll danach gewisse Dinge zu recherchieren zu müssen. Stichwörter: Shakespeare, Identität, Urheberschaft, Marlowe. Mit diesen neuen Infos machte der Film dann auch mehr Sinn. Ich mag so etwas 🙂

        Ragnarok/ök würde viele wohl überfordern.

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        • Klar und Thor ist gerade so ein Fall des Kopfabschalt-Blockbusters. Aber wie gesagt, jeder weiß, dass er Thor bekommt, jeder der in den letzten drei Monaten im Kino war hat den trailer gesehen und über „den kenn ich von der Arbeit“ gelacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Anblick des Wortes Raganrök hier abschreckend wirken soll, in den USA, wo er eher noch unbekannter sein dürfte, aber kein Problem sein soll. Aber ich bin auch definitiv kein Marketingler, also was weiß ich schon. 😉
          Und ja, wenn ein Film gut genug war, dass man Dinge nachschlagen möchte dann ist das für mich auch immer ein sehr gutes Zeichen. Das könnte bei Thor aber schwierig werden. „Moment mal, die Asen waren gar keine Ausserirdischen? Und Thor war womöglich ein Fruchtbarkeitsgott und der Hammer symbolisiert seinen… oh“ 😉

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  4. Ich bin gerade über die Suchfunktion auf deinen Text gestoßen. Wirklich sehr lesenswert, aber das Thema gibt ja auch eine Menge her. Ein guter Freund kommt aus den USA, wohnt seit ca. 4 Jahren aber schon in Deutschland. Kürzlich habe ich ihm mal eine Zusammenstellung der „besten“ deutschen Titel zusammengestellt. Seine Favoriten waren übrigens „Dragnet“ -> „Schlappe Bullen beißen nicht“ und „Mo‘ Money“ -> „Meh‘ Geld“.
    Ich vermute, er lacht heute noch. 😉

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    • Haha, Dragnet hatte wohl das Problem, dass es eine Komödie war, die auf der Serie beruhte die hier den wenig unterhaltsamen Titel „Polizeibericht“ trug. Da ist man dann beim Filmtitel zu sehr in die andere Richtung übers Ziel hinausgeschossen…

      Bei „Meh‘ Geld“ gehe ich einfach mal davon aus, dass der komplett schwäbsch synchronisiert ist und der Titel somit völlig korrekt. 😉
      Jetzt darf ich nur nie den Film sehen und festsellen, dass ich mich irre.

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