Die 5 Besten am Donnerstag: 5 Musikalben für die einsame Insel

Willkommen zu Woche 3 auf der Insel. Meine bleiche, norddeutsche Haut wurde in den letzten 2 Wochen, während ich Filme geschaut und Bücher gelesen habe arg beansprucht, hat inzwischen allerdings eine Farbe angenommen, die man – mit viel gutem Willen – beinahe als gesund einstufen könnte. Und damit ist es Zeit für ein wenig Musik. Nein, diese Überleitung funktioniert nicht im Geringesten aber eine bessere fällt mir momentan wirklich nicht ein. Gorana fragt uns diese Woche also, auf welche Alben wir auf der Insel nicht verzichten wollen würden. Wiederhörbarkeit ist dabei natürlich von größter Bedeutung. Das alles diesmal ohne Rangfolge und mit zufälligen Ziffern versehen!

  1. ‚West Ryder Pauper Lunatic Asylum‘ – Kasabian (2009)

Der für mich überraschendste Titel auf dieser Liste. Als ich das Album das erste Mal hörte, wusste ich nicht viel von Kasabian aber was ich da hörte war irgendwo zwischen Rock-Lexikon zum Hören und irrsinnigem Größenwahn (kein Wunder, dass die Bandmitglieder auf dem Cover als Napoleon verkleidet sind). Gelungener britischer Dance-Rock, angereichert mit 60er Einflüssen, 80er Neue Deutsche Welle Ideen, allerlei Psychedelika und gelegentlicher Düsternis. Ein Album, dass ich immer wieder hören kann und damit ein verdienter Kandidat für die Insel.

  1. ‚Elephant‘ – White Stripes (2003)

Der rohe Indie-Garagensound der Stripes erhielt mit diesem Album ein ganzes Stück mehr Tiefe. Okay, Meg machte mit ihrem Schlagzeug immer noch was auch immer ihr gerade so einfiel aber Jack konnte sich als Songschreiber mehr beweisen und sein Blues-Fanboytum voll ausleben. Mit ‚Seven Nation Army‘ lieferte es eine der unwahrscheinlicheren Fussballhymnen und Michel Gondrys Musikvideo zu ‚Hardest Button To Button‘ ist immer noch eines meiner liebsten (Pixilation!!) .

  1. ‚The Black Light‘ – Calexico (1998)

Calexico leiten ihren Namen von einer winzigen Grenzstadt zwischen – der Name lässt es erahnen – Kalifornien und Mexiko ab. Und genau so klingen sie auch. Allerdings bleiben sie jeder Cowboy-Romantik dabei genauso fern, wie typischem Touri-Mariachi-Gedudel. Calexico klingen, gerade auf diesem Album, nach der Einsamkeit und der Schönheit der Wüste. Falls ich also auf der Insel mal genug vom Meer habe, weiß ich, was ich höre.

  1. ‚Rain Dogs‘ – Tom Waits (1985)

In einer Zeit der Synthesizer und Drum Machines schwamm Tom Waits so stark gegen den Strom, dass er nur ersaufen oder unsterblich werden konnte.  Man nehme eine Auswahl eher seltsamerer Musikinstrumente, Akkordeon, Banjo, Marimba, Posaune und einen Sänger mit einer Stimme irgendwo zwischen Jahrmarktschreier und pöbelndem Besuffski und mische das alles zu einem unfassbar organisch klingenden Ganzen. Gott sei Dank, niemand ist ersoffen und Herr Waits erfreut uns bis heute mit seinem hochoriginellen Stil.

  1. ‚Born to Run‘ – Bruce Springsteen (1975)

Die quintessentielle Springsteen-Pladde. Und perfekt für die Insel. Weil jedes Stück ein Mini-Rockepos ist, dass vom Wunsch nach Entkommen erzählt und dabei die springsteensche Ideenwelt von Verrat, Verlust und Versagen zu Erfolg, Freiheit und Flucht spannt. Irgendwer hat mal gesagt, das hier sei das Album um Außerirdischen Rock zu erklären. Und das stimmt, denn wer beim Titeltrack oder ‚Thunder Road‘ nicht mitgeht, dem ist nicht zu helfen!

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9 Gedanken zu “Die 5 Besten am Donnerstag: 5 Musikalben für die einsame Insel

  1. Oh, da kenne ich bis auf ein paar White-Stripes-Sachen so gar nichts. Okay, Tom Waits und Bruce Springsteen natürlich auch, aber ein Album habe ich von ihnen nie besessen. Werde mal reinhören…

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