Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 nervigsten Dinge an Weihnachten

Falls die letzten Wochen es nicht klargemacht haben sollten: im Großen und Ganzen mag ich Weihnachten. Allerdings bin ich doch sehr froh über Goranas Frage in dieser Woche der 5 Besten am Donnerstag, wo sie nach den 5 nervigsten Dingen an Weihnachten fragt. Endlich mal ein Forum, wo ich mich darüber auslassen kann, ohne gleich als Griesgram abgeschrieben zu werden, hoffe ich zumindest. Den Lesern, die ihren Weg hier nur für die Donnerstags-Fünfer herfinden wünsche ich an dieser Stelle übrigens schon einmal schöne und vollständig unnervige Weihnachtstage!

  1. Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte sind toll! Wenn ich auf einen Weihnachtsmarkt möchte. Wenn ich einen zeitlich begrenzten Termin habe oder einen Bus erwischen muss und zwischen mir und meinem Ziel befindet sich überraschend ein Weihnachtsmarkt, der die Zeit für den Fußweg dank Gedränge von 2 Minuten auf ungefähr zehn erhöht, dann nerven Weihnachtsmärkte. Aber es ist dennoch schön, dass es sie gibt.

  1. der Beginn Ende August

Liebe Supermärkte, ich möchte mir direkt am Ende des Sommers wirklich noch keine Gedanken über Weihnachten machen, von daher wäre es schön, wenn ihr auf das erste Auslegen des weihnachtlichen Lebkuchens zu der Zeit verzichten könntet. Ich weiß, es ist wie mit dem Winter in ‚Game of Thrones‘ und Omar in ‚The Wire‘ früher oder später taucht Weihnachten auf aber es muss doch nicht wie ein rot-weißes Damoklesschwert 4 Monate lang über meinem Kopf hängen!

  1. das abrupte Ende

Im Gegensatz dazu ist das Ende der Weihnachtszeit dann von brutaler Abruptheit gekennzeichnet. Wenn man am 27.12 aufwacht, spricht kein Mensch mehr von Weihnachten. Jetzt steht Silvester vor der Tür! Lasst uns Böller kaufen! Der Wechsel von Besinnlichkeit zu Paaaartey! kann einem schon ein ordentliches Schleudertrauma verpassen.

  1. die Musik

Nein, nicht alle Weihnachtsmusik ist schlecht. Aber das was im Radio rauf und runter gespielt wird ist in einem Wort unerträglich. Auch wenn es als ein gut gemeinter Charity-Song aufgrund einer äthiopischen Hungersnot in den 80ern entstanden ist möchte ich die Frage „Do they Know It’s Christmas?“ ein für allemal beantworten: Äthiopien ist seit 1500 Jahren christlich geprägt. Ja, sie wissen sehr gut, dass Weihnachtszeit ist! Können wir jetzt bitte aufhören dieses Lied zu spielen? Und wenn ich in meinem ganzen Leben nie wieder hören müsste, was zur Hölle George Michael „Last Christmas“ mit seinem Herzen angestellt hat dann wäre ich ein glücklicherer Mensch. Außerdem muss man wohl Mitglied der Beatles gewesen sein, damit der furchtbare Mist, den man in 20 Minuten auf seinem neuen Synthesizer rausgenudelt hat Jahr für Jahr für Jahr zur Weihnachtszeit bis zur Unerträglichkeit gespielt wird. Anders ist Paul McCartneys omnipräsente, akustische Grausamkeit „Simply having a wonderful christmas time“ wohl nicht zu erklären. An dieser Stelle könnte ich ewig weitermachen, verzichte aber aus Rücksicht auf meine Leser darauf.

  1. der pure Konsumismus

Ich bin Agnostiker, das hier soll also ausdrücklich keine Aufforderung zur Rückkehr zu den rein religiösen Wurzeln des Weihnachtsfestes oder sowas sein. Aber manchmal habe ich das Gefühl das eigentlich Gute an Weihnachten sei ein wenig vergessen. Die Gemeinsamkeit, die Großzügigkeit, die Nächstenliebe gehen ein wenig in Wagenladungen teurer Geschenke unter (mindestens 15% der Deutschen verschulden sich für Weihnachten!). Schenkt was Ihr könnt und wirklich möchtet, nicht was Euch Werbung und Wettbewerbsgefühle sagen Ihr müsstet es geben. Das Geschenk, das von Herzen kommt wird immer gut ankommen, auch wenn es kein neues IPhone ist. Kommerz ist kein Selbstzweck und nicht die Idee von Weihnachten.

9 Gedanken zu “Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 nervigsten Dinge an Weihnachten

  1. Huhu,

    so gesehen sind Weihnachtsmärkte natürlich ein Nachteil, aber das betrifft mich ja Gott sei Dank nicht. Dieses Jahr war ich bisher tatsächlich noch auf keinem Weihnachtsmarkt. Vielleicht morgen.

    Stimmt. Der Konsum ab Ende August ist echt nervig. Viel zu früh. Da ist doch noch Sommer.

    Hier ist mein Beitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2017/12/21/die-besten-5-am-donnerstag-61-nervige-dinge-zu-weihnachten/

    LG Corly

    Gefällt 1 Person

    • Ich habe zugegeben seit mindestens zehn Jahren nix mehr zum Knallen gekauft aber ich dachte die Sachen gäb es erst nach Weihnachten. Okay, man kann sich natürlich was vom letzten Jahr aufbewahren aber das braucht mehr Selbstbeherrschung als ich dem üblichen Frühböllerer zutrauen würde… 😉

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