Newslichter Ausgabe 6: Bond-Autos, schreiende Nonnen und schauspielende Roboter

Wow, ist das wirklich schon die sechste Ausgabe des Newslichters? Kommt mir so vor als hätte es gestern erst angefangen. Allerdings geht heute eine Ära zu Ende. Nein, macht Euch bloß keine Hoffnungen, der Newslichter bleibt. Aber die Gunn Saga hat wohl ein vorläufiges Ende erreicht. Falls Dave Bautista keine handfeste Meuterei anzettelt, dürfte dieser Newslichter die vorerst letzten News zu dem Thema enthalten. Aber auch sonst ist einiges passiert. Ein fähiger Regisseur hätte beinahe einen DC Film gedreht und ein Roboter soll schauspielern.

 

Aston Martin produziert ‚Goldfinger‘-Bond Auto neu

https://screenrant.com/james-bond-aston-martin-db5-gadgets/

Bond Fans können sich freuen, Aston Martin legt den DB5 aus dem wohl ikonischsten aller Bond-Streifen neu auf. Aber halt, bevor sich Eure Bestellfinger selbstständig machen lest erst einmal weiter. Nur 28 Stück sollen produziert werden. Kostenpunkt etwa 3,1 Millionen Euro. Wenn das für Euch noch im Budget drin sein sollte, solltet Ihr allerdings beachten, dass das Fahrzeug, das Ihr erwerbt nicht für den Straßenverkehr zugelassen ist? Warum? Nun, laut Aston Martin kommt der DB5 ausgestattet mit sämtlichen Bond-Gadgets. Rotierende Kennzeichen, Nebelwerfer und Ölspritze mag ich ja noch glauben, aber spätestens bei den Maschinengewehren unter den Blinkern, den Klingen in den Radnaben und dem Schleudersitz komme ich ins Zweifeln. Denn wenn das alles drin wäre, wer sollte den Käufer vom Straßenverkehr fernhalten können!? Lassen wir uns überraschen. Wer mag mir einen mitbestellen?

 

Alfonso Cuarón traf sich mit Warner für DC-Film

https://screenrant.com/alfonso-cuaron-warner-bros-dc-movie/

Vergleicht man das Filmangebot aus dem Hause DC mit dem von Marvel fällt auf (wir lassen Qualität mal außen vor), dass da zurzeit nicht eben viel DC Material kommt. ‚Justice League‘ lief letzten November in den Kinos an und ‚Aquaman‘ wird dort erst im Dezember diesen Jahres auftauchen (hehe). Nachdem sich Zack Snyder zurückgezogen hat scheint eine gewisse Unsicherheit, aber auch der Wunsch nach den kritischen Misserfolgen etwas Neues zu versuchen im Raum zu stehen. Eine verdammt gute Möglichkeit für Letzteres ist uns leider entgangen. Denn offenbar haben sich Warnerleute mit dem mexikanischen Regisseur Alfonso Cuarón (‚Children of Men‘, ‚Gravity‘) getroffen. Dessen cinematischer Dynamismus wäre womöglich genau das, was die DC Helden nach Jahren des Snyder-Geposes gebraucht hätten. Leider trennte man sich wohl nach erfolglosen  Gesprächen wieder. Was soll’s, irgendwann wird schon wieder ein guter Batmanfilm kommen. Und, noch wichtiger, der Trailer zu Cuaróns neuem Film ‚Roma‘ sieht großartig aus.

 

I, Robot and Actor – Roboter soll Filmrolle übernehmen

https://screenrant.com/robot-star-upcoming-movie-tony-kaye/

Die Überschrift klingt nach Zukunftsmusik und ist es im Moment wohl auch noch. Denn Regisseur Tony Kaye (‚American History X‘) hat den Auftritt des Roboters für die Fortsetzung seines Films ‚1st Born‘, der erst dieses Jahr in die Kinos kommt, angekündigt. ‚1st Born‘ mag auf seine Weise innovativ sein, es ist die erste iranisch- amerikanische Filmkooperation, allerdings deutet nichts aus der Beschreibung des Films, in dem Val Kilmer, Tom Berenger und Denise Richards mitspielen, auf einen Roboter hin. Es soll eine romantische Komödie um ein Paar sein, die ihr erstes Kind bekommen, während sich die Großeltern nicht ausstehen können. Wer weiß, ob die Fortsetzung, die ‚2nd Born‘ heißen soll, einen Science Fiction Einschlag bekommt. Allerdings machen mich die Ausführungen von Tony Kaye ein wenig stutzig. Es soll kein Roboter sein, der für jede Szene programmiert wird, es soll „eine künstliche Intelligenz, die als Schauspieler trainiert wird“ sein. Er könne sogar von der Screen Actors Guild anerkannt werden, heißt es. Das klingt für mich dann nicht mehr nach Zukunftsmusik, das klingt nach purer Science Fiction.

 

Schreiende Nonne macht gute Werbung

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18520499.html

Erinnert Euch mal 10 oder 12 Jahre zurück (oder fragt Eure Eltern), damals waren sogenannte „Screamer“ im Internet ganz groß angesagt. Videos oder sogar interaktive Elemente, meistens recht still, die aber die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zogen. Dann tauchte plötzlich eine brüllende Monstervisage auf, der Betrachter erschreckt sich und der neben ihm sitzende Zeigende amüsiert sich und wird in den Oberarm geboxt. So weit, so vergessen, doch das Werbeteam des ‚Conjuring‘ Ablegers ‚The Nun‘ hat den Screamer nun wiederentdeckt. Als 7 Sekunden Werbefilm der Youtube Videos vorgeschaltet wird.

Das führte zu Protesten von erschreckten Zuschauern und schließlich zur Entfernung des Videos durch Youtube. Das darf aber wohl trotzdem als gigantischer Erfolg gewertet werden. Die Herstellung dürfte etwa 5 mäßig arbeitsintensive Minuten in Anspruch genommen haben und neben der Youtube Werbung folgten Nachrichten darüber auf allen einschlägigen Websites. Selbst hier, wo ich sonst nie ein Wort über die olle Nonne verloren hätte. Insofern, alles richtig gemacht. Den Film guck ich trotzdem nicht…

 

Das Ende der Gunn-Saga(?)

(nein, wieder keine Links. Ja, immer noch zu viele)

Disney hat gesprochen. James Gunn wird nicht wieder angestellt. Trotz beinahe durchgehend negativer Presse hält man bei Disney an der Entlassung wegen uralter, lange gelöschter, geschmackloser Witze fest. Auch Marvels Kevin Feige, der sich letzte Woche noch für eine Wiederanstellung Gunns stark gemacht hat, „steht voll und ganz hinter der Entscheidung“. Das lässt ein Machtwort von höchster Stelle vermuten. Gunns Drehbuch für ‚GotG 3‘ soll, in stark überarbeiteter Fassung, weiter verwendet werden. Ein Regisseur, der die undankbare Ersatzaufgabe übernehmen würde hat sich noch nicht gefunden. Ob das eine kluge Entscheidung seitens Disneys war, bezweifle ich einfach mal. Zur Erinnerung: mir geht es nicht so sehr um Gunn, als um die Sache an sich. Das es offenbar kein Recht auf Vergessen für etwas das, so eklig es sein mag, nun mal nur schlechte Witze waren, die dem Betreffenden heute peinlich sind. Und nebenbei dürfte man das Publikum für ‚GotG 3‘ schon gespalten haben, bevor irgendwas im Kasten ist. Dave Bautista vergleicht Disney währenddessen mit Donald Trump und meint das bestimmt nicht positiv. Man könnte also erwarten, dass eine der Veränderungen an Gunns Buch ist, dass Drax nach 5 Minuten in zurück zu seinem Heimatplaneten muss aber unterwegs stirbt, oder sowas.

Und Gunn selbst? Der hat offenbar einen Horrorfilm für Sony produziert (aber wohl nicht gedreht), was genau in dem Moment verkündet werden sollte, als die ganze Saga ihren Anfang nahm. Nun eben einen Monat später. Viel mehr ist über den Film aber noch nicht bekannt.

Wir lesen uns nächste Woche!

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