Newslichter Ausgabe 19: heiße Anzüge, Filmdeals und schweigsame Mütter

Willkommen zur 19ten Ausgabe des Newslichters. Diesmal sind wirklich alle Topthemen, die mit S beginnen abgedeckt: Streaming, Star Wars und Superhelden. Oscar Isaacs beklagt sich, Mark Hamill hat Ideen und Pikachu klingt falsch, also wenn da nicht für jeden was dabei ist dann weiß ich auch nicht mehr. Also, schnell zu den Neuigkeiten:

 

Oscar Isaacs ‚X-Men Apocalypse‘ Anzug war apokalyptisch

https://screenrant.com/oscar-isaacs-filming-x-men-apocalypse-nightmare/

Jetzt darf sich Oscar Isaacs in die lange Linie von Schauspielern einreihen, die bei ihrem Auftritt im Superheldengenre aufgrund des Aufzugs ihres Charakters leiden mussten. Isaacs schleppte als Nur En Sabah oder Apocalypse die meiste Zeit etwa 20 Kilo Latex, Kleber und weiteres Anzugmaterial, inklusive einer Kühlvorrichtung durch die Gegend. Von den, wie er sagt, „großartigen anderen Schauspielern“ in dem Film hat er nicht viel gesehen, denn er konnte kaum den Kopf drehen. Dieses Problem etwa teilt er mit Michael Keaton in den Tim Burton Batman Filmen. Scarlett Johansson als Black Widow im originalen ‚Avengers‘ Film hätte sich wohl eine Kühlvorrichtung gewünscht, wurde der Anzug doch mehrfach so heiß, dass sie beinahe ohnmächtig wurde. Und natürlich konnten sie alle nicht ohne tatkräftige Unterstützung aufs Klo gehen. Am schlimmsten aber dürfte es immer noch Arnold Schwarzenegger als Mr. Freeze getroffen haben. Nicht nur musste der ein Monster von Anzug tragen, er hatte auch blaue LEDs im Mund. Mit einem Batteriepack. Der auslief. Mehrfach. Vielleicht hat er sich deswegen vertraglich zusichern lassen in der Rolle seine Zigarren rauchen zu dürfen: um den Geschmack von Batteriesäure zu übertünchen.

 

Falsches Pika im Trailer

https://www.moviepilot.de/news/heftige-fan-kritik-pikachu-trailer-musste-geandert-werden-das-ist-der-grund-1113270

Wer hätte gedacht, dass es zu ‚Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu‘ so schnell neue Nachrichten gäbe? Die gelbe, detektivisch begabte Fellkugel sagte bislang immer nur ein Wort: Pika. Im Trailer quatschte Ryan Reynolds nun deutlich mehr. Das verstand aber nur ein Charakter. Alle anderen hörten nachwievor Pika. Das wurde in allen internationalen Versionen des Trailers von Pikachus Stammstimme Ikue Ôtani eingesprochen. In allen? Nein, ein unbeugsames deutsches Synchronstudio meinte offenbar Widerstand leisten zu müssen. Hier übernahm Dennis Schmidt-Foß, die deutsche Synchro von Reynolds, auch den Part. Es folgte ein derart heftiges Fäkalgewitter in sozialen Medien, dass Warner Deutschland eilig eine „korrigierte“ Version mit Pika von Frau Ôtani nachlieferte. Zwei Dinge kann man wohl daraus lernen: 1. Pokémon haben ebenso enthusiastische wie kritische Fans 2. eine deutsche Synchro bügelt wirklich über alles drüber, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

 

Mutti Boba

https://screenrant.com/mark-hamill-boba-fett-luke-skywalker-mother/

Sehr geehrter Herr Mark Hamill. Ich mache Sie hiermit darauf aufmerksam, dass dämliche Ideen für das Star Wars Franchise meine Domäne sind. Ist mir völlig egal, dass Sie mir um mehrere Jahrzehnte zuvor gekommen sind… Wie auch immer, als sich beim Dreh von ‚Das Imperium schlägt zurück‘ Darth Vader als Lukes Vater herausstellte, machte Hamill den (sicherlich absolut ernst gemeinten) Vorschlag, unter der Maske des Kopfjägers Boba Fett könnte sich doch seine (damals noch unbekannte) Mutter verbergen. George Lucas war wenig begeistert. Aber man kann vielleicht spekulieren, ob das dazu geführt hat, dass sich Leia am Anfang von ‚Die Rückkehr der Jedi‘ als Kofgeldjäger bei Jabba einschleicht…

 

Apple und A24 Partnerschaft

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18522053.html

Das ist beinahe so etwas wie ein Nachtrag zu meinem Artikel über Streaming. Die Riesen Disney und Apple wollen bald in das Geschäftsfeld einsteigen. Während Disney bereits auf ein gigantisches Portfolio zurückgreifen kann, muss Apple andere Wege gehen. Und einer davon ist eine zunächst zweijährige Partnerschaft mit dem Produktionsstudio A24. Wer diesen Blog häufiger liest, ist schon häufiger Filmen dieses Labels begegnet. Sei es ‚Florida Project‘, ‚Die Tochter des Teufels‘, ‚The Witch‘ oder ‚The Killing of a Sacred Deer‘. Aber auch Oscarfilme wie ‚Moonlight‘ oder der vermutlich gefeierteste Horrorfilm des Jahres ‚Hereditary‘ stammen von dem Studio. Ich mag die Filme des Studios sehr, und selbst die, die ich nicht mag (siehe ‚It Comes At Night‘) sind immer noch interessant. Daher hat mich die Meldung, sie würden nun für den Apple Stream produzieren erst mal erschreckt. Allerdings ist es kein Exklusivvertrag, es wird also sicher nicht jeder Film bei Apple landen. Dennoch es zeichnet sich in gewisser Weise ab, dass interessante Filme und Serien mehr und mehr zwischen Anbietern verteilt werden.

 

China loves Venom

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18521999.html

‚Venom‘ wurde vom Publikum beinahe überall weit freudiger aufgenommen als von der Kritik. Aber gerade in China entwickelt er sich gerade zu einem gigantischen Überraschungserfolg mit 111 Millionen allein am ersten Wochenende. Woran mag das liegen? Womöglich an einer, vor allem in chinesischen Netzwerken verbreiteten Plakatkampagne, die in niedlichen Bildern zeigt, wie viele Vorteile doch ein „Boyfriend“ mit außerirdischem Matschesymbiont für die Damenwelt mit sich bringt. Der beschützt nicht nur in der U-Bahn, er trägt auch schwere Einkäufe mühelos nach Hause, macht, Tentakeln sei Dank, tolle Selfies und kann aus sich selbst einen Regenschirm formen. Da kann man wohl verschmerzen, dass er viel Zeit damit verbringt mit sich selbst zu streiten…

Das war es für diese Woche. Freu Euch auf die nächste Woche, wo es womöglich ein neues Topthema mit S gibt: Schnee.

Ein Gedanke zu “Newslichter Ausgabe 19: heiße Anzüge, Filmdeals und schweigsame Mütter

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