Newslichter Ausgabe 74: Fortsetzungen, lange Filme und erfolgreiche Königinnen

Willkommen zur Ausgabe 74 des Newslichters. So richtig dicke sprießen die News so früh im Jahr immer noch nicht. Vor allem wenn man nicht an den Golden Globes oder dem neunten Star Wars interessiert ist. Doch natürlich habe ich etwas gefunden, dass hoffentlich auch Euer Interesse wecken wird. Legen wir also direkt los!

 

Sequels 2020

https://www.moviepilot.de/news/von-james-bond-bis-top-gun-alle-fortsetzungen-2020-im-kino-1123004

Auf MoviePilot gibt es die oben verlinkte Liste sämtlicher geplanter Sequels, die im Jahr 2020 einen Kinostart in Deutschland haben werden. 41 Sequels zählt die Liste. Dazu 8 Filme irgendwo zwischen Reboot, Fortsetzung und Spin Off, sowie 3 Prequels. Macht 52 Filme, die sich auf Vorhergegangenes beziehen. Ohne dass da Filme aus dem reinen Streaming eingerechnet wären. Im Vorjahr waren es (laut MoviePilots letztjähriger Liste) 55. Statistisch also kein großer Unterschied. Für dieses Jahr sind darunter Erwartetes, wie etwa der nächste Bond, der nächste Fast & Furious oder die Wonder Woman Fortsetzung. Mit FreshTorges ‚Kartoffelsalat 3‘ aber auch eine Erinnerung, dass man in Deutschland, warum auch immer, noch an der Idee des „Youtuber-Films“ festhält. Dazu wird auch Älteres in Fortsetzungen wieder aufgekocht, vor allem natürlich ‚Top Gun 2‘, ‚Bill & Ted Face The Music‘ oder ‚Bad Boys For Life‘.

Das klingt auf den ersten Blick erst einmal nach furchtbar viel. Doch wenn man davon ausgeht, dass 2018 576 Filme in deutschen Kinos angelaufen sind und man annehmen darf, dass es für das letzte Jahr (für das ich auf die Schnelle keine Zahlen gefunden habe) nicht dramatisch weniger geworden sind und sich das auch dieses Jahr nicht allzu groß ändert, dann wären es „nur“ etwa 10% Fortsetzungen. Aber die tauchen halt auch gerne unter den erfolgreichsten Filmen auf. Von daher wird uns die Sequelitis (und die nahe verwandte Cinematic Universitis) vermutlich noch sehr lange erhalten bleiben. Und ich müsste auch lügen, würde ich behaupten, dass mich zumindest ein paar der Fortsetzungen nicht interessieren.

 

Bob Dylan Biopic

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18529069.html

Musiker Biopics sind derzeit beliebter und erfolgreicher denn je. ‚Bohemian Rhapsody‘ hat bewiesen, dass sie sowohl Geld als auch Prestige einbringen können, für die Studios also eierlegende Wollmilchsäue (die auch noch Musik verkaufen!!!) darstellen. Nach Elton John ist nun ein weiterer großer Name an der Reihe: Bob Dylan bekommt mit ‚Going Electric‘ sein eigenes Biopic. James Mangold (‚Logan‘) übernimmt die Regie und Timothée Chalamet die Hauptrolle.

Einige werden nun womöglich einwerfen, dass es doch bereits 2007 mit ‚I’m Not There‘ ein Dylan Biopic gab. Das stimmt zwar, allerdings war Todd Haynes Film, der sich auf die Wandlungsfähigkeit Dylans bezog und ihn daher mit sechs verschiedenen Darsteller(inne)n besetzte, die ihn zu unterschiedlichen Momenten in seinem Leben spielten, vielleicht etwas zu abgedreht um zum riesigen Publikumserfolg zu werden. Wie Dylan selbst, möchte man sagen, aber ich will James Mangold vielleicht doch erst einmal eine Chance geben. Mindestens unterhaltsam sind seine Filme meistens.

 

Es waren einmal vier Stunden in Hollywood

https://screenrant.com/once-upon-time-hollywood-tarantino-4-hour-directors-cut-maybe-next-year/

Falls Ihr Tarantinos ‚Once Upon A Time in Hollywood‘ gesehen habt und Euch nach zwei Stunden und vierzig Minuten gedacht habt „ich wünschte der wäre noch 80 Minuten länger“, dann könntet Ihr jetzt Glück haben. In einem Interview mit dem Magazin Collider erzählte Tarantino vom ursprünglichen vierstündigen Cut. Als der mit ihm interviewte Brad Pitt nachhakte, ob man den zu sehen bekommen würde, sagte Tarantino er sei vollständig und er könne sich vorstellen, dass da in einem Jahr etwas käme. Eine echte Ankündigung ist das natürlich nicht. Vor allem weiß man nicht in welcher Form ein solcher „Directors Cut“ erschiene. Tarantinos offizieller Zusammenschnitt von Kill Bill 1 + 2 existiert auch, allerdings kann man den nur im New Beverly, Tarantinos eigenem Kino, sehen. Ich drücke Tarantinofans mit ausreichend Sitzfleisch jedenfalls die Daumen. Ich für meinen Teil muss immer noch die Kurz(HA!)fassung sehen.

 

‚Die Eiskönigin 2‘ erfolgreichster Animationsfilm aller Zeiten

https://screenrant.com/frozen-2-highest-grossing-animated-movie-ever/

Disneys ‚Die Eiskönigin 2‘ hat den Staffelstab als erfolgreichster Animationsfilm aller Zeiten mit 1,325 Milliarden Dollar erfolgreich von Disney/Pixars ‚Die Unglaublichen 2‘ (1,243 Milliarden) übernommen. Moooment mal, mag der geneigte Zahlenfan jetzt einwerfen, hat nicht Disneys ‚Der König der Löwen‘ (2019) 1,657 Milliarden Dollar gemacht und damit beide im Savannenstaub zurückgelassen? Das stimmt, doch laut Disney handelt es sich dabei um einen „Live Action“ Film. Obwohl er vollständig aus dem Rechner kommt (abgesehen von einem Sonnenaufgang am Anfang). Ob Disney das anders sehen würde, wenn es nicht ohnehin den erfolgreichsten Animationsfilm im eigenen Haus hätte ist sicher eine gute Frage, aber eine die ich nicht beantworten kann. Und eine die immer unwichtiger wird, weil sich Disney ohnehin jede einzelne Kategorie von erfolgreichster ___Film sichert. Zumindest Fragen, ob es eine dritte Eiskönigin geben wird sollten durch den Erfolg wohl beantwortet sein.

 

Und das war es auch schon wieder für heute. Wir sehen uns nächste Woche!

10 Gedanken zu “Newslichter Ausgabe 74: Fortsetzungen, lange Filme und erfolgreiche Königinnen

  1. Den Vier Stunden Cut von OUATIH würde ich schon gerne sehen, aber ich finde ja auch, dass das sein bester Film seit zwanzig Jahren ist.
    Timothee Chalamet in einem Bob Dylan Biopic von James Mangold? Das klingt irgendwie zu sehr nach mutlos und Schema F. Da werden bei mir „Bohemian Rhapsody“ Vibes wach, obwohl ich alle Mangold Filme gut finde, aber so richtig was traut der sich ja nicht und das wäre gerade bei Bob Dylan angebracht.
    Der Sequel/Rebootwahn flacht ganz langsam ab, einfach weil nicht mehr klar ist, was funktioniert und was nicht. Bond geht immer, aber allein wenn ich die Marvelfilme der nächsten Jahre sehe möchte ich kotzen.

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  2. Ja, der Sequel und Reboot Wahnsinn ist schlimm, aber da natürlich auch „Dune“ von Villneuve dabei ist, sage ich jetzt einfach mal nix 😀
    Ich mag Mangold, Chalament und Dylan – Kann eigentlich nichts schief gehen. Wobei ich sein erstes Biopic großartig finde und daher den Film nicht wirklich brauche. Hat eigentlich keiner Rechte für die Rolling Stones oder warum kommt da nichts??

    Gefällt 1 Person

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