Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Dramaserien

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag. Heute fragt uns Gina nach den 5 besten Dramaserien. Das fiel mir diesmal leichter als die Filme letzte Woche, wieder einmal, weil ich nicht so viele Serien kenne. Das hilft manchmal. Legen wir los!

  1. ‚Babylon 5‘

‚Babylon 5‘ auf der 5. Fernsehhistorisch sicher bedeutsam, als Serie die mit einem geplanten Ende nach 5 Staffeln geschrieben wurde, als das noch nicht üblich war. Ein frühes Beispiel für eine Serie mit durchgehender Handlung und geschrieben zum guten Teil von einem Autoren. Vor allem aber ein gelungenes Politikdrama im Weltall. J. Michael Stracinsky vermittelt das Gefühl der Crew auf einem Pulverfass zu sitzen und beständig Funken austreten zu müssen. Hier denkt man beim Ausbruch eines Krieges nicht wie oft in der SciFi „Hurra, endlich Laser!“, sondern es fühlt sich wie ein Versagen an.

  1. ‚Fargo‘

‚Fargo‘ gelingt das Erstaunliche aus einem Film den ich sehr mag eine Serie zu machen, die ich beinahe genauso mag. Sie stellt eine clevere Verbindung zum Film her, die erste Staffel bereitet ihrerseits sehr clever die zweite, ein ausnahmsweise gelungenes Prequel, vor. Und die Serie eröffnet das Panorama einer US Kleinstadt mit all ihren Hässlichkeiten und Intrigen, aber auch ihren sympathischen Charakteren. Top.

  1. ‚Kommissarin Lund – Das Verbrechen‘

Das sich Krimiserien auch mit dem Privatleben ihrer Ermittler beschäftigen ist ja nichts unbedingt Ungewöhnliches. Was ich aber in ‚Das Verbrechen‘ zum ersten Mal in diesem Ausmaß gesehen habe ist, dass sich eine Serie mit dem weiteren Leben der Familien der Opfer beschäftigt. Sich nicht nur damit beschäftigt, was „das Verbrechen“ mit Täter und Ermittler macht, sondern auch und vor allem mit den Hauptbetroffenen, den Opfern.

  1. ‚Sopranos‘

Ein Stück Fernsehgeschichte und sicher ein entscheidendes Stück HBO-Geschichte, das die Fernsehlandschaft als Ganze verändert zurücklassen sollte. Ein zerstörerisches Drama rund um den Mafiapaten mit Panikattacken Tony Soprano, seine Familie und seine Famiglia.

  1. ‚The Wire‘

Dies ist eine Serie, die sich eine These unübersehbar auf die Fahnen geschrieben hat. In jeder Sekunde der Serie erkennt man den Zorn und die Verzweiflung von Serienschöpfer und ehemaligem Kriminalreporter David Simon über das Wie und Warum des US-amerikanischen „war on drugs“. Institutionen sind hier vor allem daran interessiert ihre eigenen Statistiken zu schönen und einen Status Quo zu erhalten, in dem die Unterdrückten die Unterdrückten bleiben. Ausgehend vom Barksdale Verbrecherkartell untersucht die Serie nach und nach stellvertretend die Grundpfeiler der Stadt Baltimore. Vom Hafen, über das Amt des Bürgermeisters, zu den Schulen und den Zeitungen. Das macht nicht immer Spaß, ist aber immer interessant, faszinierend und oft genug zum Haare raufen.

12 Gedanken zu “Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Dramaserien

  1. Pingback: Die 5 besten Drama-Serien – The Home of Horn

  2. „The Sopranos“ und „The Wire“ habe ich bei mir bewusst rausgelassen, da sie für mich zu Genre waren (und meine Liste ohnehin zu voll war), aber natürlich gehören sie auch drauf. Von „Kommissarin Lund“ habe ich nur das Remake „The Killing“ gesehen, welches ich auch ungemein spannend fand.

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  3. Bei THE WIRE sind wir uns einig. 🙂 FARGO habe ich auch gesehen und fand die ersten beiden Staffeln super, bei der dritten hat das Interesse dann leider so ein bisserl nachgelassen… kann aber auch an mir gelegen haben. DIE SOPRANOS habe ich seit Jahren im Regal stehen und noch nicht eine Folge geschaut. :-)) Irgendwie trau ich mich dann immer nicht ran, weil es schon fast zu groß ist. DAS VERBRECHEN habe ich nicht gesehen, aber mal das das Buch zum 1. Fall gelesen, dass aber auf dem Drehbuch zur Serie basierte. Da wurde das Buch dann erst nachgeschoben. Und bei BABYLON 5 kann ich mich noch an die TV-Erstausstrahlung auf Pro7 erinnern, als wäre es gestern, dabei muss das mindestens 25 Jahre her sein… aber wirklich geguckt habe ich das (leider) auch nie.

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    • Insgesamt würde ich sagen Sopranos ist „einfacher“ als The Wire. Da hatte ich immer das Gefühl voll konzentriert sein zu müssen. Fühlte sich teils fast mehr an wie einen Roman zu lesen.

      Von Babylon 5 habe ich die Komplettbox im Regal stehen. Die habe ich , vor vermutlich inzwischen auch wieder 10 Jahren (uff), mal komplett gesehen, mich aber damit abgefunden, dass das vermutlich nicht nochmal passieren wird. Aus zeitlichen, nicht aus Qualitätsgründen.

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