Newslichter Ausgabe 148: Superhelden-Zukunft, Äkschn-Serie und nostalgiefreier Hulk

Willkommen bei Ausgabe 148 des Newslichters. Und, habt Ihr den neuen Trailer zu ‚Dune‘ gesehen? Sah für mich insgesamt sehr gut aus, wenn mir auch der gesamte Tonfall deutlich zu heroisch war. Ich vertraue hier aber einfach mal Denis Villeneuve und glaube, das liegt eher am Trailer als am eigentlichen Film. Ich freue mich jedenfalls drauf. Weiß man eigentlich schon wie viel vom Roman der erste Film beinhaltet? Oh Moment, ‚Dune‘ ist ja gar nicht das Thema hier. Wie blauäugig von mir (däh-däääh). Okay, schnell zu den News, bevor ich mich wieder ablenken lasse. Oooh, ist das da etwa der neue ‚Ghostbusters: Legacy‘ Trailer?

James Gunn und die Zukunft des Superheldenfilms

James Gunn, mit zwei ‚Guardians of the Galaxy‘ und demnächst ‚The Suicide Squad‘ sowohl auf Disneys wie auf Warners Superhelden-Hochzeit tanzender Regisseur, hat in einem Interview mit der Irish Times erstaunlich deutliche Worte für das Cape-Genre gefunden. Der Kriegsfilm und der Cowboyfilm waren mal Riesenerfolge, heute sind sie eine Randnotiz, sagt er. Und wenn der Superheldenfilm sich nicht verändert wird es ihm auf absehbare Zeit ebenso ergehen. „Sie sind wirklich doof. Und im Moment finde ich sie meistens langweilig.“ („They’re really dumb. And they’re mostly boring for me right now.“) Er betont die technische Entwicklung von ‚Superman‘ zu ‚Iron Man‘ und das man erst bei letzterem endlich wirklich glauben konnte, dass ein Typ fliegt. Seitdem aber, meint er, hat sich zu wenig entwickelt und nun würden sie eben langweilig. Ich vermute wenigstens seine eigenen Filme nimmt er von dieser Kritik aus, auch wenn er das nicht direkt sagt. Ich meine, er steckt weit tiefer in der Materie drin als ich und in der Sache bin ich nicht einmal weit von ihm weg, viele Superheldenfilme sind gleichförmig und öde. Aber die Zahlen sprechen derzeit immer noch eine andere Sprache. Gerade nachdem 2020 pandemiebedingt eine Auszeit von den Helden war, scheint der Hunger derzeit umso größer. Aber dennoch wird er Recht behalten. Ich gehe noch weiter und sage, der Superheldenboom wird enden, selbst wenn sie sich verändern. Denn das haben die Cowboys auch getan, genützt hat es ihnen wenig, als das Interesse schwand.

Blumhouse Exorzist

Das Skript für die direkte Fortsetzung zum originalen ‚Der Exorzist‘ aus dem Hause Blumhouse ist offenbar fertig. Wie bereits berichtet soll David Gordon Green die Regie übernehmen. Wie bereits von mir spekuliert, soll der Film 2023 zum 50. Jubiläum des Originals erscheinen. Neu ist, dass Ellen Burstyn ihre Rolle als Chris MacNeill aus dem ersten Film wieder übernehmen wird. Bisher ist von Linda Blair nichts bekannt. Wohl aber, dass es nicht nur ein einzelner Film werden soll, sondern wie bei den ‚Halloween‘ Sequels direkt eine Trilogie. Universal erwartet offensichtlich den erheblichen Erfolg des ‚Halloween‘ Revivals zu wiederholen.

‚True Lies‘ Serie

Manchmal ist es schon seltsam. Ein ‚Avatar‘ bekommt vier Fortsetzungen, ein ‚True Lies‘ nicht mal eine. Tatsächlich war ein Sequel geplant, allerdings zog sich die Produktion, nicht zuletzt, weil James Cameron lange mit ‚Titanic‘ beschäftigt war. 2002 sollten die Dreharbeiten beginnen, doch nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wollte Cameron den Film nicht mehr drehen, anscheinend weil es gewisse Parallelen im Drehbuch zu den realen Geschehnissen gab. Die ganzen 2000er hindurch hielten sich Gerüchte um eine Fortsetzung, doch 2009 machte Cameron deutlich, dass es nie eine geben würde. Jetzt vielleicht doch. Als TV Serie von NBC. Zumindest ist ein Pilot in Arbeit. Von Regisseur McG. Und natürlich ohne Schwarzenegger oder Jamie Lee Curtis. Und da  muss ich dann sagen, ‚True Lies‘ ist generisch genug, dass in Abwesenheit aller Beteiligten, der Name des Franchises relativ gleichgültig wird. Könnte genauso gut Action Projekt No. 12 (by McG) heißen. Eh.

Eric Bana vermisst den Hulk nicht

Eric Bana spielte Bruce Banner in Ang Lees 2003 Version von ‚Hulk‘ (ein Film, bei dem ich in letzter Zeit so ein merkwürdiges Kribbeln im Hinterkopf habe, ihn mal wieder zu schauen). Und während sich langsam aber sicher eine gewisse Nostalgie in das Superhelden-Genre einschleicht und Veteranen ihre Rollen wieder einmal übernehmen, allen voran natürlich Michael Keaton, vermisst Bana das Superheldendasein so gar nicht. Oder anders gesagt, er hatte nie das Gefühl ein Superheld zu sein. Denn das Motion Capture für den Hulk machte ein anderer Darsteller. Bana war nur Bruce Banner und so fühlte sich der Film für ihn sehr klein an. Lange Dialoge in kleinen Sets, daran erinnert er sich und darauf hat er keine Lust. Das erzählt er jedenfalls dem Magazin Vulture. Was er zu den, vermutlich von mir erfundenen, Gerüchten hält, er habe die Rolle als Banner nur seines Namens wegen bekommen, danach hat man sich offenbar wieder nicht getraut zu fragen!

Wir sehen uns nächste Woche hier wieder!

3 Gedanken zu “Newslichter Ausgabe 148: Superhelden-Zukunft, Äkschn-Serie und nostalgiefreier Hulk

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