Newslichter Ausgabe 178: Videospiel-Serie, Coppolasche Eigenproduktion und System Crash bei Channing Tatum

Willkommen bei Ausgabe 178 des Newslichters. Wisst Ihr, was als größte Filmexplosion im Guinness Buch der Rekorde steht? Kann man schwer drauf kommen, es ist die Sprengung von Blofelds Basis in ‚Spectre‘. Dafür wurden real 136 kg TNT eingesetzt. Wisst Ihr auch wer diesen Erfolg für „Bullshit“ hält? Das kann man übrigens durchaus erraten! Richtig, es ist Michael „Rumms“ Bay, der sich in einem Interview mit dem Empire Magazine überzeugt gibt, eine Explosion in seinem ‚Pearl Harbor‘ müsse die größte sein. Und wenn sich einer mit Explosionen auskennt, dann ja wohl der Herr Bay. Warum steht das hier in der Einleitung? Weil es für ne „News“, selbst in Anführungszeichen, nicht gereicht hat. Legen wir mit echten Krachern los! Lassen wir es knallen! Es wird bombig! Okay, okay, ich hör ja schon auf!

‚Fallout‘ Serie

Mit der Verfilmung von Videospielen ist das so eine Sache. Seit bald 30 Jahren will es nie so richtig gut gelingen (Ausnahmen bestätigen hier bestenfalls die Regel). Nicht zuletzt deswegen scheint der Trend nun in Richtung Ver-Serie-iung zu gehen. ‚The Last Of Us ‚ bekommt eine Serie. ‚Halo‘ bekommt eine Serie. Und eben auch die postapokalyptische Klassiker-Reihe ‚Fallout‘. Die hat mit Walton Goggins auch schon einen Hauptdarsteller. Die Spiele sind nach einem Atomkrieg angesiedelt. Manche Privilegierte haben in Vaults, großen Bunkersystemen überlebt, während im harschen Ödland der Umwelt allerlei Mutanten, Ghule (intelligente Zombies), apokalyptische Kulte und neu erstehende Zivilisationen das Leben schwer machen. Die Serie wird entwickelt von den ‚Westworld‘ Machern Lisa Joy und Jonathan Nolan (Letzterer ist Christophers Bruder und häufiger Koautor). Kann das was werden? Vielleicht. Wenn man den schwarzhumorigen Ton gerade der früheren Spiele trifft und sich nicht auf pure Düsternis und den Namen verlässt.

Francis Ford Coppola finanziert ‚Megalopolis‘ selbst

Das Film„geschäft“ ist ein Aspekt des Filmemachens, der sich mir nie wirklich erschließt. Francis Ford Coppola will sich mit seinem Film ‚Megalopolis‘ offenbar ein Denkmal setzen. Jedenfalls nennt er ihn einen Film, an den man sich ewig erinnern soll und den jeder einmal im Jahr schaut, etwa wie ‚Ist das Leben nicht schön?‘. Der Film soll in einem zeitlosen New York spielen, wo ein Architekt, nach einem Erdbeben, die Gelegenheit bekommt sein Utopia zu bauen. Sicherlich, aus rein ökonomischer Sicht macht es Sinn, Coppolas Projekt nicht zu finanzieren. 120 Millionen, die der Film kosten soll,  sind wahrlich kein Pappenstiel und der finanzielle Erfolg von Coppolas Filmen ist, sagen wir mal, durchwachsen. Aber da ist doch auch noch das Prestige. Ich meine, Netflix braucht bekanntermaßen immer Content und sind bereit jedem mäßigen Projekt gutes Geld hinterherzuwerfen, aber man lässt sich die Chance entgehen, sich Coppolas Rückkehr, Mr. ‚Der Pate‘ und ‚Apocalypse Now‘, auf den Regiestuhl nach über 10 Jahren ins Programm schreiben zu können? Naja, finanziert Coppola den Film halt aus seinem Privatvermögen. Sein Weingut muss wohl ordentlich was abwerfen. Ist für ihn ja auch nicht das erste Mal. In ‚Apocalypse Now‘ steckte schon sein eigenes Geld und das war es allemal wert. Und in ‚Einer mit Herz‘ auch und… naja, danach musste er 10 Jahre lang Auftragsarbeiten annehmen, um aus den Schulden rauszukommen. Ziemlich erfolgreich rauszukommen offenbar, wenn er jetzt wieder gut 100 Millionen auf der hohen Kante hat.
Ich bin gespannt auf den Film und verstehe das Geschäft weiterhin nicht.

‚Systemsprenger‘ Hollywood Remake

Ach ja, das Hollywood-Remake eines erfolgreichen nicht-US Films. Immer wenn man es gerade beinahe wohlig vergessen hat, springt es irgendwoher doch wieder hinter einer unerwarteten Ecke hervor. Nun ist Nora Fingscheidts aufwühlender ‚Systemsprenger‘ dran. Channing Tatums Free Associates Produktionsfirma hat die Rechte erworben. In einer möglichen, kommenden Produktion wird Tatum wohl auch die Hauptrolle spielen. Also, wohl eher nicht das Pendant zu Helena Zengels Benni, sondern zu Albrecht Schuchs Erzieher. Nehme ich jedenfalls mal an. Wer weiß. Ich bin sicher, auf das amerikanische Kinder- und Jugendhilfe-System umgewandelt, ließe sich hier eine durchaus eigene Geschichte erzählen. Was sicher auch ohne die Rechte am deutschen Film problemlos möglich wäre. Das wirkt dann doch eher so, als wolle man sich ans Prestige der deutschen Produktion anheften. Naja, vermutlich nimmt der Film eh den ‚Toni Erdmann‘-Hollywood Remake Weg. Für ein Jahr wird viel drüber geredet, dann wird er langsam aber sicher vergessen. Und dann wenn keiner damit rechnet, gibt es Remake News über einen anderen Film.

Das war es für diese Woche. Wir sehen uns genau hier um dieselbe Zeit in sieben Tagen. Bis dann.

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