Newslichter Ausgabe 194: teure Formel 1, teure Turnschuhe und Duke Nukem?

Willkommen bei Ausgabe 194 des Newslichters. Für Morbferatu ging der Versuch der Zweitkinoverwertung letztens noch ordentlich in die Binsen. Aber es hat fast den Anschein, als ob er in der „post“-Covid Kinolandschaft dennoch ein Vorreiter sein könnte. Denn auch ‚Spider-Man: No Way Home‘ kommt im September noch einmal in die Kinos. Zumindest in den USA und Kanada, vermutlich aber auch in weiteren Ländern. Mit erweiterten und neuen Szenen. Und sicherlich dem Ansinnen, den 1,8 Milliarden Erfolg über die große 2 zu stemmen. Wenn das jetzt jeder Blockbuster versucht (‚The Batman‘, jetzt vier Stunden lang!!!) wird es im Kino für kleinere Produktionen wohl endgültig zu eng. Legen wir los!

Apples Formel 1 Film

Da sieht man es wieder einmal. Ich habe halt nicht die geringste Ahnung. Da schreibe ich hier seit Wochen, wie im Angesicht rückläufiger Abonnentenzahlen bei Streamingdiensten nun doch sicherlich Schmalhans Küchenmeister werden müsse. Aber bei Apple weigert man sich offenbar dem Schmalhans auch nur ein Vorstellungsgespräch zu vermitteln. Dort hat man nämlich gerade einen bislang noch unbenannten Formel 1 Film von Regisseur Joseph Kosinski gekauft. Kosinski bricht im Kino gerade mit ‚Top Gun: maverick‘ Cruise-sche Rekorde. Die Hauptolle im Rennfilm soll denn auch Brad Pitt spielen. Soll heißen, billig wird da mal gar nichts dran. Angeblich sollen allein Kosinski und Produzent Jerry Bruckheimer jeweils mit achtstelligen Beträgen für die eigene Tasche aus den Verhandlungen gekommen sein. Und das ist bevor wir überhaupt über Filmbudget sprechen. Der Film soll wohl einen kurzen Kinorun, 30 Tage in ausgewählten Häusern, erhalten, bevor er exklusiv bei AppleTV+ landet. Womöglich gehen Anbieter, für die Streaming nur ein Teil ihres Portfolios ist nun einen ganz anderen Weg. Vielleicht versuchen sie nun via Mischkalkulation den Branchenriesen Netflix, der eben nur Streaming anbietet und nichts hat, worauf er zurückfallen könnte, endgültig ins Straucheln zu bringen. Denn wenn die Amazons, Disneys und Apples der Welt nachwievor high budget entertainment bringen, während man sich bei Netflix in Dagobert Duck-schem Talerumdrehen üben muss, tja, wer braucht denn dann noch Netflix? Das ist aber natürlich erneut völlig ahnungslose Spekulation von mir. Ich hoffe, es fällt niemandem auf, dass ich zu nem Formel 1 Film recht wenig zu sagen habe (außer er heißt ‚Senna‘).

Ben Afflecks Nike-Film

Und wie um diese Theorie zu bestätigen, produziert Amazon einen Film darum, wie ein Turnschuhverkäufer Nike dabei unterstützt den wohl wichtigsten Athleten ihrer Geschichte, Michael Jordan, unter Vertrag zu nehmen und so die heute milliardenschwere Sneaker Industrie zu begründen. Die Kosten dürften hier über die Besetzung entstehen. Matt Damon spielt Turnschuhmann Sonny Vaccaro, Affleck selbst Nike Ko-Gründer Phil Knight. Jason Bateman Nikeboss und Branding Guru Rob Strasser. Viola Davis und Chris Tucker spielen Jordans Eltern. Jordan selber wird vermutlich gar nicht auftauchen. Er soll eien Art mythische Figur bleiben. Okay, günstig wird das sicherlich nicht, allein schon für die ganzen Namensrechte darf man vermuten. Aber ein Film rund um Sportmarketing könnte tatsächlich noch deutlich öder sein, als einer über Formel 1. Hm.

Duke Nukem im Kino?

Nein, ich spreche nicht vom legendären ersten Level von ‚Duke Nukem 3D‘ jenem wegweisenden Shooter Game der mittleren 90er. Da rohrbombt sich der Duke zwar auch in einen von Außerirdischen übernommenen Filmpalast, aber nun soll er tatsächlich auf die Leinwand kommen. Mal wieder. Denn die Filmrechte lagen lange Zeit bei Michael Bays Produktionsfirma Platinum Dunes. Sogar ein Hauptdarsteller stand mit Wrestler John Cena schon relativ fest. Aber es wurde nix draus. Was vielleicht auch am lange erwarteten und letztlich alle Erwartungen untertreffenden vierten Teil der Spielereihe, ‚Duke Nukem Forever‘ liegen dürfte. Nun hat Legendary Entertainment die Rechte erworben und die Macher der ‚Cobra Kai‘ Serie als Produzenten draufgesetzt. Duke Nukem ist eine testosterongeschwollene Persiflage auf den 80er/90er Actionhelden. Blonder Bürstenschnitt und Sonnenbrille, Arme wie Schwarzenegger und immer ein cooles Filmzitat auf den Lippen, war er Mitte der 90er eine echte Erfrischung unter den bierernsten, schweigsamen Heroen von Egoshooter Ballereien. John Cena (so er denn überhaupt noch im Gespräch ist) mit seinem Willen und seiner Fähigkeit sich über sich selbst lustig zu machen, wäre sicher eine gute Wahl gewesen. Ich weiß nur irgendwie nicht so recht, ob es das braucht. ‚Last Action Hero‘ hat schon vor Jahrzehnten alles gesagt, was es zu dem Thema zu sagen gibt und die Leute sind damals lieber in ‚Jurassic Park‘ gegangen. Trotz Arnie himself. Ich habe so ein Gefühl, heute würde das nur noch wie ein Deadpool Abklatsch wirken.

PS: haha, neben den ‚Cobra Kai‘ Machern hat Legendary nun auch „Videospielverfilmungsexperten“ Jean Julien Baronnet draufgesetzt. Was hat der produziert? Na, den ‚Assassins’s Creed‘ Film, latürnich. Dann muss es ja klappen! Groovy!

Fast so groovy ist, dass wir uns hier in einer Woche wiedersehen!

3 Gedanken zu “Newslichter Ausgabe 194: teure Formel 1, teure Turnschuhe und Duke Nukem?

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