Newslichter Ausgabe 210: Stunts im All, präsidiale Wrestler, Oregon und neue Affen

Willkommen bei Ausgabe 210 des Newslichters. Drei Jahre ist es jetzt her, seitdem Martin Scorsese Marvelfilme mit Achterbahnen verglichen hat. Und noch immer escheinen zornige Essays, die ihm nicht nur einfach wiedersprechen, sondern ihn auch gleich zu einem talentlosen Mafia-Fanboy herabwürdigen. Liebe Superheldenfilm-Superfans, Ihr habt doch schon gewonnen. Was wollt Ihr denn noch? Naja, ich bin sicher Scorsese kann damit umgehen/es ist im völlig wurscht. Legen wir also mit aktuelleren News los!

Und er fliegt doch ins All!

Vor längerer Zeit deutete sich ein neuer Wettlauf ins All an. Ein Wettlauf, wer den ersten Film im Weltall dreht. Auf der einen Seite Tom Cruise, Elon Musk (wobei dessen Beteiligung, wie meist, eher selbsterklärt scheint) und die NASA und auf der anderen die russische Filmindustrie und Roskomos. Letztere haben inzwischen längst gewonnen, haben 12 Tage lang auf der internationalen Raumstation einen Film gedreht um eine Chirurgin, der einen Kosmonauten auf der Station operieren muss. Doch das heißt nicht, dass die Pläne um Doug Limans und Cruises Film auf der Station beendet wären. Universal Vorsitzende Donna Langley höchstpersönlich hat in einem Interview klargemacht, dass das nachwievor geplant ist. Und Cruise soll denn auch der erste Zivilist sein, der einen „Spacewalk“ unternimmt, also die Station im Raumanzug verlassen wird. Ob die derzeitige politische Lage und die damit verbundene Ankündigung von Roskosmos, sich aus der Unterhaltung der Internationalen Raumstation zum Jahr 2024 zurückzuziehen, Einfluss auf den Film haben werden, wird sich zeigen müssen. Falls ja, bin ich sicher, Elon Musk baut ihnen eine Weltraumstation. Zumindest wird er das sagen. Und erreichen kann man sie nur durch einen Tunnel. Mit einem Tesla Cybertruck. Auf Autopilot. Aber Cruise mag ja gefährliche Stunts. Und vor Schafen wär er da oben immerhin sicher.

You can not smell, what the president is cooking

In einem Interview mit dem Sender CBS, hat Wrestler, Darsteller und internationaler Superstar Dwayne „The Rock“ Johnson klargestellt, dass er nicht für das Amt des Präsidenten der USA kandidieren wird. Als Grund gibt er an, dass er nicht so lange von seinen Kindern getrennt sein möchte. Das verstehe ich und als Filmschauspieler ist man schließlich die meiste Zeit zuhause, oder? Sei das wie es will, ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um zu verkünden, dass auch ich nicht für das Amt des US Präsidenten zur Verfügung stehe. Grund dafür ist, dass ich dazu viel zu faul bin. Erschwerend vermutlich auch, dass ich dort nicht geboren bin und nie gelebt habe und daher vermutlich nicht im Geringsten wählbar bin. Aber wär ich es, tät ich nicht wollen! Bundeskanzler will ich übrigens auch nicht werden. Nur falls Ihr Euch das fragt. König könnte ich mir vorstellen. In einem beliebigen europäischen Land, die sich mit dem Quatsch noch abgeben. Ich habe kein Problem damit große, alberne Hüte, gern auch aus juwelenbesetztem Metall, zu tragen. Ich finde mich auch in großen Häusern nach kurzer Eingewöhnung gut zurecht und hatte noch nie Probleme mit Karpaltunnelsyndrom. Dem elegant-lockeren Winken aus dem Handgelenk steht also nix im Wege. Wer also dringend einen König braucht, darf sich gern melden. Nur ernstgemeinte Angebote und kein Jane Grey-Betrug, bitte! Was war eigentlich das Thema? Ach ja, Dwayne Johnson, nicht Präsident! Wissen wir das jetzt auch.

The Oregon Trail

Und heute aus der Rubrik „merkwürdige Videospielverfilmungen“: The Oregon Trail. The Oregon Trail ist nicht nur ein sehr altes Spiel, in seiner ersten Version von 1971 wurde es noch über Teleprinter gespielt und war damit, technisch gesehen, kein „Video“-spiel, sondern auch noch ein Lernspiel. Darin können Schüler den Treck amerikanischer Siedler 1848 von Missouri nach Oregon nachvollziehen. Treffen Entscheidungen, die über das Schicksal einer Familie in ihrem Planwagen entscheiden. Die modernisierte Fassung von 1985 prägte in den USA eine Generation. In Deutschland ist es weit weniger bekannt, doch in den 90ern war es noch auf einigen besonders alten Kisten im Computerraum meiner Schule installiert. Was nicht heißt, dass ich es gespielt hätte. Gab immerhin schon Duke Nukem und da brauchte man nix lernen! Nun soll ein schwarzhumoriges Filmmusical aus dem Stoff entstehen. Josh Gordon und Will Speck, bekannt für die ‚Hit Monkey‘ Serie, arbeiten dran. Und ‚La La Land‘ Songtexter Benj Pasek und Justin Paul. Ob es außerhalb der USA für den Stoff ernsthafte nostalgische Nachfrage gibt, wird sich wohl erweisen müssen.

Planet der Affen geht weiter

Offenbar geht es nach der Übernahme von 20th Century Fox durch Disney nun mit der erfolgreichen Neuauflage des ‚Planet der Affen‘-Stoffes weiter. Fünf Jahre nach Matt Reeves ‚Planet der Affen: Survival‘, letztem Teil der Reboot Trilogie, stehen nun die Dreharbeiten, des etwas ungelenk betitelten ‚Kingdom of the Planet of the Apes‘ in den Startlöchern. Der deutsche Titel wird da eh wieder eigene, sicher ähnlich ungelenke, Wege gehen. Gedreht wird in Australien und Regie führen soll Wes Ball, bekannt für… öh… die ‚Maze Runner‘ Filme? Bei Disney/Fox hofft man jedenfalls nach eigener Aussage auf eine neue Trilogie. Wäre ich ein zynischer Mann, würde ich angesichts der Auslagerung nach Australien und den wenig bekannten Namen hinter und vor (Owen Teague? Freya Allan?) der Kamera vermuten, dass hier eine zuletzt sehr hochwertig produzierte Marke günstig gemolken werden soll. Zum Glück bin ich ja kein Zyniker. Weiß aber im Moment nicht so recht, wie ich ihm widersprechen sollte. Positiv überraschen lasse ich mich aber am liebsten… Wenig überraschend, aber hoffentlich positiv ist, dass wir uns nächste Woche hier wiedersehen!

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2 Gedanken zu “Newslichter Ausgabe 210: Stunts im All, präsidiale Wrestler, Oregon und neue Affen

    • Das scheint mir, aus dem Bauch heraus, eine lächerliche Entscheidung. Es sei zu viel bearbeiteter Realfilm verwendet worden? Blödsinn. Loving Vincent etwa war 100% übermalter Realfilm und wurde nicht disqualifiziert. Lässt die Vermutung aufkommen, dass man bei Oscars mit Netflix nachwievor so seine Probleme hat.

      Mehr als das hätte ich dazu aber auch nicht schreiben können, weil ich den Film noch nicht kenne.

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