Horror als Blockbuster oder: ein Gruß zum (un-)Geburtstag des „Dark Universe“

Diesen Monat wäre Universals „Dark Universe“ zwei Jahre alt geworden. Wir erinnern uns, Universal wollte seine klassischen Monster, sprich den Wolfman, den Unsichtbaren, Frankensteins Monster, Dracula, den Unsichtbaren oder eben die Mumie in einem in sich verbundenen „Cinematic Universe“ zurückbringen. ‚Die Mumie‘ sollte dabei den Anfang machen. Allerdings schien man sich bei Universal Sorgen zu machen, dass ein Horrorfilm als Blockbuster nicht funktionieren könnte. Daher bemühte man sich, sich dem Superheldenfilm und dem Actionfilm anzunähern, nicht zuletzt durch das Casting von Tom Cruise in der Hauptrolle. Ich habe den Film selbst noch nicht gesehen, doch wenn man Kritiken Glauben schenkt, war es genau diese Unentschlossenheit, dieses tonale Schleudertrauma, das dem Film das Genick gebrochen hat.

Wie dem auch sei, der Film blieb weit hinter den Erwartungen des Studios zurück, die „Architekten“ des Dark Universe, Alex Kurtzman und Chris Morgan, verließen das Projekt und der nächste Film ‚Bride of Frankenstein‘ (mit Angelina Jolie als „Bride“) wurde auf unabsehbare Zeit auf Eis gelegt. Seitdem war nicht mehr viel vom Dark Universe zu hören. ‚The Invisible Man‘, ursprünglich als Großprojekt mit Johnny Depp geplant, ist jetzt, in deutlich reduzierter Form, bei Blumhouse gelandet. Ob das ein Testballon ist, das Dark Universe mit „echten“ Horrorfilmen erst mal mit kleinerem Budget wiederzubeleben, oder eine reine „Resteverwertung“, das wird die Zukunft zeigen müssen. Doch das Dark Universe als gigantisches A-List Blockbuster-Konzept, wie es einmal geplant war, ist vermutlich ein für alle Mal gestorben.

Eine bittere Ironie bekommt das Ganze, wenn im selben Jahr, in dem ‚Die Mumie‘ herauskam, 2017, ein Film unter Beweis gestellt hat, dass die Binsenweisheit „Horror taugt nicht als Blockbuster“ völliger Unsinn ist. Die Neuverfilmung von Stephen Kings ‚IT‘ brach nicht nur monetäre Rekorde, sie war auch ein kritischer Erfolg, kam beim Publikum an und auch beim notorisch ehrlichen, was seine Meinung zu Verfilmungen angeht, Autoren selbst (siehe seine Meinung zu ‚The Shining‘). Mehr als gigantische 700 Millionen Dollar spielte ‚IT‘ weltweit ein. Grund genug, um uns zu fragen, ob an der Binsenweisheit der Blockbusteruntauglichkeit von Horror überhaupt etwas dran ist.

An welche Filme denkt Ihr, wenn Ihr den Begriff Horror-Blockbuster hört? Meine Gedanken gehen bis zurück in die 70er zu ‚Der Weiße Hai‘ und ‚Der Exorzist‘. Beide fraglos Blockbuster, beide aber auch schon deutlich über 40 Jahre her. Vom Gefühl her, hätte ich (vor ‚IT‘) der Idee also zugestimmt, dass Horror als Blockbuster heut nicht mehr unbedingt funktioniert. Schauen wir also mal auf eine Liste[1] und finden heraus wie falsch ich liege.

Tatsächlich belegen ‚Der Weiße Hai‘ mit gut 470 Millionen Dollar Eispielergebnis und ‚Der Exorzist‘ mit gut 441 Millionen Dollar nur Platz 6 und 7 der Rangliste der erfolgreichsten Horrorfilme. ‚IT‘ lacht sich natürlich auf Platz 1 kaputt. Gefolgt wird er von ‚The Sixth Sense‘ (gut 672 Millionen) von 1999, ‚I Am Legend‘ (gut 585 Millionen) von 2007, ‚World War Z‘ (gut 540 Millionen) von 2013 und ‚Godzilla‘ (gut 529 Millionen) von 2014. Also allesamt Filme aus den letzten 20 Jahren und drei davon sogar aus den letzten 6. Folglich ist die Idee vom problematischen Horrorblockbuster also völliger Blödsinn, oder?

Das kommt darauf an welche Erwartungen ein Studio bei dem Begriff „Blockbuster“ hat. Sicher, ‚IT’s 700 Millionen sind beeindruckend, aber welchen Platz bringt ihm das auf der Gesamtliste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten[2] ein? Platz 112. Und nun muss sich ein Studio wohl die Frage stellen, ob es einfach nur verdammt viel Geld, oder doch lieber „alles Geld“ mit seinem Film machen möchte. Universal wollte offenbar Letzteres und verwässerte den Horror mit Action und Superheldenelementen, was sinnvoll scheint, wenn man auf die obersten Plätze, die 1 Milliarde+ Plätze, vordingen möchte. Die übertriebene Gier war hier womöglich der größte Stolperstein für den Film.

Dabei liegt das eigentliche monetäre Geheimnis des Horrorfilms an ganz anderer Stelle. Dafür müssen wir herunterschauen auf Platz 27 der erfolgreichsten Horrorfilme, wo wir ‚Blair Witch Project‘ mit einem Einspielergebnis von gut 248 Millionen Dollar finden. Aber das sind 248 Millionen erwirtschaftet mit einem winzigen Budget von 50.000 Dollar. Hier finden wir auch das Geheimnis des Erfolges des Studios Blumhouse. Das Fundament dieses Studios steht nämlich auf Platz 41 der Rangliste: ‚Paranormal Activity‘ hat seine lächerlichen 15.000 Dollar Produktionsbudget in unglaubliche 194 Millionen Einspielergebnis verwandelt. Deswegen bringt Blumhouse heute noch jedes Jahr ca. 3 billigst produzierte Horrorfilme ins Kino, die definitiv keinen Verlust machen, mit etwas Glück aber gigantische Gewinne einfahren können. Ein Konzept, nach dem auch B-Movie-Papst Roger Corman eine ganze Karriere lang gearbeitet hat. Anders als Corman nutzt man das so eingespielte Geld bei Blumhouse dann aber auch für ambitioniertere Filme, seien sie Horrorfilme (‚Insidious‘, ‚Get Out‘, ‚Halloween‘) oder nicht (‚Whiplash‘, ‚BlacKkKlansman‘).

Daher habe ich auch die Hoffnung noch nicht vollständig (nur zu etwa 95%) aufgegeben, dass Blumhouse, gemeinsam mit Universal, das Dark Universe nun mit ‚The Invisible Man‘ aus dem Kleinen aufbauen und mit ein wenig Glück zurück ins A-List Blockbuster Territorium führen können. Denn Low Budget Horrorfilme sind zwar oft genug großartig, doch manchmal darf es, zumindest für mich, auch gerne mal ein lauter, teurer Crowdpleaser sein.

 

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_highest-grossing_horror_films

[2] https://www.boxofficemojo.com/alltime/world/

Werbeanzeigen

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Leseorte

Hallo und willkommen zu den 5 Besten am Donnerstag! Heute fragt uns Gina nach unseren 5 liebsten Orten zum Lesen. Legen wir direkt los!

 

  1. Im Buchladen

Nein, ich lese nicht wirklich viel in Buchläden, manchmal ist es aber nötig. Um herauszufinden, ob das Buch nun wirklich zu einem passt. Darum vertraue ich auch keinen Buchläden, die eine „gelesen wird zu Hause“ Politik fahren. Das ist ja ein bisschen so, als wollte man ne neue Hose kaufen und darf sie im Laden nicht anprobieren.

  1. In der Badewanne

Wenn ich einfach nur sauber werden will, dann kann ich duschen. Aber wenn ich schon genug Wasser verbrauche, um eine Wanne zu füllen, dann will ich das auch ordentlich nutzen. Und das bedeutet meistens ein Buch mit in die Wanne zu nehmen. Aber Vorsicht: nicht fallenlassen!

  1. Auf Balkon/Terrasse/im Garten

Je nachdem was vorhanden ist. Auf Stuhl, Liegestuhl, in der Hängematte, auf einer Decke auf dem Rasen. Da sind eine Menge Konfigurationen möglich, die alle funktionieren.

  1. Im Öffentlichen Personennahverkehr

Pendeln=Lesen. Einfache Formel, benötigt keine weitere Erklärung (und nein, Verspätungen werden nicht dadurch besser, dass sie mir mehr Zeit zum Lesen verschaffen).

  1. Im Bett

Man kann viele tolle Sachen im Bett machen und eine davon ist Lesen.

Newslichter Ausgabe 44: spoilerfreier Tarantino, DeLoreans und endlich mal ein Horror Remake

Willkommen bei Ausgabe 44 des Newslichters. Wahrlich, die Zeit fliegt, selbst wenn man nicht in einer Zeitmaschine aus einem DeLorean sitzt. Um John DeLorean, dessen Auto nicht viele, aber immerhin Doc Brown überzeugt hat, geht es heute. Und um Batman, Quentin Tarantino und dem Jakob seine Leiter. Legen wir lieber los, bevor ich noch mehr grammatikalischen Schaden anrichten kann.

 

‚Jacob’s Ladder‘ Remake

https://screenrant.com/jacobs-ladder-movie-remake-release-date/

Tja, früher oder später kommt wohl kein Film, der sich irgendwo im Dunstkreis des Begriffs „Horror“ befindet um ein Remake herum. Adrien Lynes Original von 1990, ein Horrorthriller um einen Vietnamveteranen (Tim Robbins), der von schrecklichen Visionen geplagt wird, war kein sonderlich großer Erfolg, aber er war einflussreicher als man meinen sollte. Denn er diente als direkte Inspiration für die finstere Welt der ‚Silent Hill‘ Videospiele, die ihrerseits Vorlage für allerlei Horrorfilme (und nicht nur ihrer Verfilmungen) wurde. Was aber nicht bedeuten soll, dass ‚Jacob’s Ladder‘ selbst nicht auch über die Jahre ein Kultpublikum gefunden hätte. Nun soll also ein Remake her. Gerüchte darüber gibt es seit 2013, nun haben sie sich insofern verdichtet, dass sicher ist, dass David Rosenthal Regie führen soll und Michael Ealey. Ich muss gestehen, dass mir beide unbekannt sind, hoffe aber, dass es ihnen gelingt einen ähnlich verstörenden Ton zu treffen wie Lyne und Robbins vor fast 30 Jahren.

 

Tarantino bittet um Diskretion

https://deadline.com/2019/05/quentin-tarantino-letter-cannes-once-upon-time-hollywood-spoilers-1202618690/

In einem offenen Brief hat sich Quentin Tarantino an Veranstalter und Besucher der Filmfestspiele von Cannes gewandt. Darin bittet er auf Spoiler für seinen Film ‚Once Upon A Time in Hollywood‘, der dort uraufgeführt wird, zu verzichten. Das könnte man nun auf die aktuelle Spoiler-Phobie schieben, über die ich hier immer mal wieder schreibe, allerdings ist die Tatsache, dass ein Regisseur seinen Film nicht verraten will nun nichts wirklich Neues. Das berühmteste Beispiel dürfte wohl Hitchcock in Bezug auf ‚Psycho‘ sein. Hier weigerte er sich den Bossen von Paramount eine Kopie des Skripts zukommen zu lassen, aus Angst sie könnten etwas verraten, zeigte den Film vorher nicht Kritikern, verbot seinen Hauptdarstellern Interviews zu geben, aus Angst sie könnten sich verplappern und drehte gar einen Trailer, der nichts mit dem Film zu tun hat, in dem er den Zuschauer mit auf eine joviale Tour durch das Bates-Haus nimmt. Auch bat er sich von Kinos aus, niemanden nach Beginn des Films einzulassen, weil er nicht wollte, dass die Spätkommer die anderen Zuschauer mit dauernden „aber wo ist Janet Leigh?“ Fragen nerven. Und das war Jahrzehnte vor dem perfekten Spoiler-Vektor, dem Internet. Ob eine solche Bitte heute noch ihren Zweck erfüllen wird, das werden die nächsten Tage zeigen.

 

Robert Pattinson ist (vermutlich) der neue Batman

https://www.cinemablend.com/news/2471886/robert-pattinson-has-been-cast-to-play-the-new-batman

Eine ganze Reihe von Publikationen scheint es als sicher zu betrachten, dass Robert Pattinson, nach dem Abgang von Ben Affleck, der neue Darsteller des Batman wird. Dabei scheint von offizieller Warner-Information nur sicher, dass er an der Spitze einer Liste, gemeinsam mit Nicolas Hoult (Beast im X-Franchise) steht. Aber gut, gehe ich einmal davon aus, dass andere besser informiert sind als ich. Die Reaktionen auf diese Nachricht sind ehrlich gesagt nicht mehr überraschend, aber immer noch enttäuschend. Sofort haben entrüstete „Fans“ mehrere Petitionen gestartet, die verlangten, dass Warner den noch nicht fertig eingestellten Pattinson entlassen und einen anderen, „passenderen“ Darsteller anheuern. Ich hoffe einfach mal ich muss niemandem das Konzept von Schauspielerei erklären. Glaubt irgendjemand wirklich Pattinson legt seinen Batman exakt so an, wie seinen Glitzer-Eddie aus ‚Twilight‘? Denn darauf scheint ein Großteil der Kritik abzuzielen. Dabei hat Pattinson nun wirklich seine Zeit nach Twilight damit zugebracht unter Beweis zu stellen, dass er ein interessanter Darsteller ist. Seien es seine Zusammenarbeiten mit David Cronenberg, aktuell mit Claire Denis und in naher Zukunft mit Robert Eggers, das sind alles hochinteressante Regisseure. In Besprechungen von seinen Filmen hier auf dem Blog (‚The Rover‘ oder ‚Lost City of Z‘) habe ich nicht immer die wärmsten Worte für die Filme, aber Pattinson war nie das Problem. Und ‚Good Time‘ steht gar nur seinetwegen auf meiner „zu sehen“ Liste. Wir haben im Bat-Franchise denselben Eiertanz vor gut 10 Jahren schon einmal durchgemacht, als „Fans“ sich über Heath Ledger als Joker entrüsteten „aber der war in [Projekt, das sie nicht mögen hier einsetzen]!“ und wie ist das ausgegangen? Seien wir ehrlich, jemand der seine 20er damit verbracht hat so zu tun als sei er ein Vampir ist doch die ideale Batman-Besetzung.

Sei dem wie es will, Matt Reeves ‚The Batman‘ soll ein Noir-inspirierter Film werden, in dem Batmans detektivische Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen, die von bisherigen Umsetzungen meist ignoriert wurden. Ich für meinen Teil bin gespannt.

 

„You built a time machine out of a DeLorean?“

https://deadline.com/2019/05/john-delorean-pic-driven-acquired-by-uphe-content-group-cannes-1202617016/

Das wahrlich mehr als filmreife Leben des DeLorean Entwicklers/Herstellers John DeLorean soll endlich eine würdige Umsetzung bekommen. In Nick Hamms ‚Driven‘ spielt Lee Pace den Manager/Ingenieur. DeLorean machte in den 60er Jahren General Motors vom Hersteller von Familienkutschen zur großen Nummer in Muscle Cars. Dadurch wurde er so eine Art Manager-Superstar, der sich gern mit nacktem Oberkörper beim Gewicht-Stemmen ablichten ließ und ein Model als Ehefrau hatte. Er erwies sich aber als derart egozentrisch, dass General Motors ihn entließ. Folglich gründete er seine eigene Firma, entwarf sein Stahlgebilde mit den Flügeltüren und wollte es in Nordirland (in den späten 70ern, frühen 80ern…) produzieren lassen. Dabei ging vieles schief, DeLorean verplemperte noch mehr Geld und am Ende musste er sehr schnell 17 Millionen auftreiben, wodurch er zum zentralen Element in der Drogenfalle des FBI-Informanten Jim Hoffman (im Film Jason Sudeikis) wurde. Sollte der Film nur halb so irrsinnig wie die wahre Geschichte werden, haben wir hier einen echten Geheimtipp an der Hand.

 

Das war es auch schon wieder für heute. Neue Neuigkeiten gibt es brandneu in der neuen Woche. Bis dahin!

 

‚Leave No Trace‘ (2018)

Mit ‚Winter’s Bone‘ gelang Debra Granik vor inzwischen neun Jahren ein entlarvender Blick vom ausgefransten Rand der Gesellschaft tief ins Herz der, medial scheinbar so vertrauten, für uns Mitteleuropäer aber doch immer wieder erstaunlich unverständlichen, USA. Der Film war nicht nur der Startschuss für Jennifer Lawrences Karriere als Star, er erhielt auch vier Oscar-Nominierungen. Für ihren neuen Film ‚Leave No Trace‘ wählt Granik eine Perspektive nicht einfach am Rande der Gesellschaft, sondern eine, die am liebsten komplett aus ihr verschwinden würde. Anders als ‚Winter’s Bone‘ wurde ihr neues Werk von den wichtigen Filmpreisen allerdings weitgehend ignoriert und wird vom Verleih Sony äußerst stiefmütterlich behandelt. Liegt es an der Qualität? Ich meine, ganz und gar nicht und lege das im Folgenden hoffentlich nachvollziehbar dar.

Will (Ben Foster), ein Veteran des Irak-Krieges, der an schwerem posttraumatischen Stress leidet, lebt mit seiner 13jährigen Tochter Tom (Thomasin McKenzie) im Forest Park, einem großen, urbanen Waldgebiet der Stadt Portland. In selbstgewählter Isolation leben sie in einem selbstgebauten Zelt weitgehend von dem was der Wald ihnen bietet, von gelegentlichen Trips in die Stadt, wo Will seine Medikamente auf dem Schwarzmarkt verkauft und gewisse Notwendigkeiten besorgt, abgesehen. Durch einen Zufall werden sie entdeckt, von der Polizei verhaftet und landen im System des Sozialdienstes. Dort stellt sich heraus, dass zwischen Tom und Will nicht nur sehr starke familiäre Bande bestehen, sondern, dass Tom schulisch für ihr Alter weiter ist, als sie sein müsste. Bald stellt ihnen ein Farmer, der ihre Geschichte im Fernsehen gesehen hat, ein kleines Haus in seiner Weihnachtsbaum-Zucht zur Verfügung, in der Will als Gegenleistung arbeitet. Tom lebt sich sehr schnell und glücklich in die wiedergefundene Zivilisation ein, doch für Will wird sie schon bald wieder unerträglich.

Die wichtigste Qualität des Films, die aus der sich alles andere ergibt, ist sein Understatement. Ein Thema, dass man problemlos mit einigem Sensationalismus angehen könnte, behandelt Granik hier mit vollkommener Ruhe. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Im ersten Akt, der weitgehend Will und Toms Leben im Wald zeigt, ist nur ein absolutes Minimum an Dialogen zu vernehmen. Sie reden über anstehende Arbeit, oder die Qualität des Essens und doch wird in diesen stillen (in jeder Hinsicht) Momenten klar, wie sehr die beiden einander lieben. Charakter ist Handlung und Handlung ist Charakter. Dieser erste Akt allein wäre bereits ein Meisterwerk in visuellem Erzählen. Doch es hört hier nicht auf. Schauspielerisch gelingt es Ben Foster ohne „große Momente“ zu vermitteln wie viel Anstrengung  die einfache Tatsache seiner fortgesetzten Existenz seinen Charakter Will kostet. Und wenn Toms unausweichlicher Moment der Rebellion erfolgt, dann spielen der Film und Thomasin McKenzie das nicht dramatisch aus, sondern in klaren, liebevollen, herzzerreißenden Worten.

Visuell arbeitet Granik sehr viel mit der Metapher des Waldes als Sehnsuchtsort. Für Will (und anfangs Tom) ganz direkt. Aber auch im Sozialdienst-Gebäude gibt es beinahe ironische Echos des Waldes, der hier auf Fototapeten und als Bildschirmhintergrund auftaucht. Kontrastiert wird das mit dem „falschen“ Wald der Weihnachtsbaum-Farm, wo die sorgfältig beschnittenen Tannen in Reih und Glied stehen. Allerdings verherrlicht Granik hierbei das harte Leben im Wald nicht. Ihr pazifischer Nordwesten ist nass, kalt und matschig und selbst wenn das Sonnenlicht malerisch durch die Bäume fällt, gefriert Will und Tom doch der Atem. Auch hütet sie sich die Zivilisation (oder zumindest ihr Bewohner) zu verdammen. Ihre Sozialarbeiter sind motiviert und willens zu helfen, doch entscheiden immer wieder automatisierte Tests über das Schicksal ihrer Schützlinge. Womöglich im direkten Kontrast zu ‚Winter’s Bone’s sehr rauer Welt begegnen beinahe alle, auf die Will und Tom treffen ihnen mit Anstand und Hilfsbereitschaft. Vom oben erwähnten Weihnachtsbaumfarmer bis zum Truckfahrer, der, bevor er die beiden mitnimmt, Tom zu Seite nimmt und sie fragt, ob sie wirklich Wills Tochter und alles in Ordnung sei. Granik findet menschliche Wärme und Herzlichkeit an Orten, an denen man sie, vielleicht gerade in Trumps Amerika, nicht unbedingt erwarten würde.

Das Understatement setzt sich fort im unaufdringlichen aber atmosphärischen Sounddesign, von Blätterrauschen und Bienenschwärmen bis hin zu Will schlimmstem PTSD-Trigger, dem Rattern von Helikopterrotoren. Ebenso bei Dickon Hinchliffes reichlich unauffälligem (im positivem Sinne) Soundtrack.

Die Schauspieler habe ich ja bereits lobend erwähnt, das hält mich aber nicht davon ab, es noch einmal zu tun. Ben Foster ist hier in zurückhaltender Großartigkeit zu sehen, in einer Rolle die seiner in ‚Hell or High Water‘ zwar einerseits ähnlich, andererseits aber doch gänzlich anders ist. Doch ist der wirkliche Star des Films fraglos Thomasin McKenzie, mit der Debra Granik einmal mehr ihr Talent beweist Nachwuchsschauspierinnen zu entdecken. Dies ist der erste Film der jungen Neuseeländerin, von einem Kurzauftritt in einem von Peter Jacksons Mittelerde-Filmen abgesehen (aber das trifft wohl auf 5-10% der neuseeländischen Bevölkerung zu). Und gerade dafür spielt sie ihre Tom mit einer für ihr Alter zutiefst ungewöhnlichen Selbstsicherheit, die sich in allem, von ihrer Körperhaltung bis zu ihrer Sprache ausdrückt. Es ist eine beeindruckende Darstellung die, fehlende Nominierungen hin oder her, im Gedächtnis bleiben wird. Erwähnen möchte ich noch Dale Hickey, die bereits in ‚Winter’s Bone‘ zu sehen war und deren Rolle hier, als milde Vermieterin einer Wohnwagensiedlung, den Unterschied zwischen den beiden Filmen sehr deutlich macht.

Ich glaube genau im Understatement des Films liegt der Grund dafür, dass der Film ein wenig ignoriert wurde. Nicht von der Kritik, die ihn begeistert aufgenommen hat, aber von Preisen und vor allem vom Studio Sony selbst. Dabei gelingt es Granik hier uns eine nicht einfach nur zerbrochene, sondern zersplitterte Gesellschaft zu zeigen. Themen wie Krieg, Trauma, Isolation und Einsamkeit zu behandeln, allerdings eben mit einer so selbstsicheren Reife und Ruhe, dass sie nicht auf Meth-produzierende Gangster und abgesägte Hände zurückgreifen muss (das soll keine Kritik an ‚Winter’s Bone‘ sein!). Aber im beständigen Gepolter der Filmindustrie, und gerade der amerikanischen, geht ein solcher Film dann eben auch mal unter.

Ich hoffe es ist klar geworden, dass ich den Film für einen der besten des letzten Jahres halte und der Meinung bin, jeder sollte ihn sehen. Da kommen wir dann aber leider zum Problem des Desinteresses von Sony. In Deutschland gibt es derzeit exakt zwei Möglichkeiten den Film zu sehen: als ziemlich teure digitale Kaufversion bei Amazon Prime (und einigen anderen Anbietern) und als völlig lieblose DVD. Von einer Leih/Streamingversion ist nichts zu sehen, (zumindest für mich) schlimmer noch, von einer BluRay auch nichts. Was zur Hölle Sony? Nur weil der Film so heißt, bedeutet das nicht, dass ihr euch bemühen sollt, dass man keine Spur von ihm findet!

Trailer-Park: ‚IT Chapter 2‘, ‚Midsommar‘, ‚The Lodge‘ und mehr

Es ist an der Zeit, dass wir mal wieder ein paar Trailer schauen. Wir haben viel vor, halten wir uns also nicht lange mit Vorreden auf und legen los.

 

‚IT Chapter 2‘

Es ist kein großes Geheimnis, dass ich das erste Kapitel der Neuverfilmung des Stephen King Stoffes sehr viel lieber mochte, als ich erwartet hätte. Und auch dieser Trailer für das zweite Kapitel gefällt mir sehr gut. Ich mag, dass er sich auf eine einzelne Szene, Beverlys Besuch in ihrem alten Elternhaus, konzentriert. Ich hoffe wir bekommen ähnliche Trailer für die anderen „Loser“. Und wir erfahren, dass Pennywise, den wir bei 1:56 Minuten gar ungeschminkt sehen, womöglich auch nur jemand ist, der in Derry gestorben ist und dessen Erscheinung ES benutzt (ich glaube das war im Buch/der Miniserie war das nicht so, oder?). Wie auch immer, hoffen wir, dass der Film das Ende weniger verstolpert als die Miniserie. Ich freu mich drauf!

 

‚The Lodge‘

Ähnlich wie ‚IT Chapter 2‘ war dieser neue Film von den ‚Ich seh, ich seh‘ Machern Veronika Franz und Severin Fiala auch auf meiner „Horror Filme auf die ich mich 2019 freue“ Liste. Auf den ersten Blick lassen sich deutlich Ähnlichkeiten in der Prämisse erkennen. Zwei Kinder sind an einem entlegenen Ort, mit einer Mutterfigur, der sie nicht vertrauen. Hier kommt eine klaustrophobische Atmosphäre durch das Einschneien und Stromausfall hinzu. Und dann ist da noch der historische Sektenselbstmord, der vermutlich irgendeine Verbindung zur Handlung haben dürfte. Sieht gut aus!

 

‚Midsommar‘

Okay, ‚Wicker Man‘ schwedischer Art, war das Einzige, was ich nach dem ersten Ansehen des Trailers zum neuen Film von Ari Aster denken konnte. Nun mochte ich Asters ‚Hereditary‘ nicht ganz so gerne wie viele andere, dennoch glaube ich kaum, dass er es sich für seinen nächsten Film so einfach macht. Und so gibt es in diesem Trailer auch schon kleine Hinweise, dass es womöglich in eine ganz andere Richtung geht. Wir werden sehen.

 

‚Aniara‘

So, nach einem Trailer über potentiell fiese Schweden, warum nicht ein Trailer zu einem Film aus Schweden. Einem Science Fiction Film genau genommen. Darin bringt ein Raumschiff namens Aniara Reisende von der Erde zum Mars, wird hier aber vom Kurs abgebracht und treibt durch den Weltraum, was die Zivilisation an Bord anscheinend zusammenbrechen lässt. Erinnert ein wenig an Ben Wheatleys ‚High-Rise‘. Sieht aber sehr ambitioniert und interessant aus. Um einen der großen Philosophen unserer Zeit, Arnold Schwarzenegger zu zitieren „Hämta din Röv till Mars!“ (falls jemand des Schwedischen mächtiges meine Online Übersetzung korrigieren möchte: gerne!)

 

‚Long Days Journey Into Night‘

Ein chinesischer Neo-Noir von Bi Gan, um einen Detektiv, der eine verschwundene Frau sucht, der zumindest optisch absolut großartig aussieht. Interessant ist die Titelkarte, die einen „one hour-long climactic shot“ verspricht. Also offenbar eine einstündige Szene ohne Schnitt. Hrm, etwas Recherche hat mir soeben verraten, dass der Film so angelegt ist, dass offenbar diese Szene auch die einzige ist, die in 3D vorliegt, das heißt man setzt dafür die Brille auf. Ich hoffe, das bedeutet nicht, dass der Rest des Films unter dem typischen 3D Lichtverlust leidet, das wäre, gerade bei einem Film der so gut aussieht, ärgerlich.

 

‚I Am Mother‘

Schließen wir mit einem Trailer zu einer Netflix Produktion (sorry, Mr. Spielberg!). Hier scheint man interessanten Science Fiction Themen (siehe auch ‚Auslöschung‘) treu zu bleiben. Hilary Swank als Außenseiterin, die das Verhältnis zwischen (Roboter-)Mutter und menschlicher Tochter empfindlich aus dem Gleichgewicht bringt. Das Spielfilmdebüt des Australiers Grant Sputore sieht mir nach Sci-Fi Kammerspiel in der Tradition von ‚Moon‘ aus. Und Netflix will ihn tatsächlich im August in deutsche Kinos bringen. Es geschehen also doch noch Wunder!

 

So, genug für dieses Mal. Wir sehen uns bestimmt bald an dieser Stelle wieder.

Newslichter Ausgabe 43: Raumschiff-Captains, Thronspiele und Ex-X-Men

Willkommen bei Ausgabe 43 des Newslichters. Heute geht es mal nicht nur um Filme, sondern auch ein klein wenig um Serien. Aber Filmnewstechnisch war es halt ein wenig dünn. Das gab mir aber immerhin Gelegenheit die Saga um ‚Gambit‘, den ‚X-Men‘-Film, der niemals war (und jetzt auch nicht mehr sein wird) auszuführen. Die erstaunlichste Neuigkeit dieser Woche dürfte aber sein, dass Taika Waititi Adolf Hitler spielen wird. Legen wir also schnell los.

 

Picard kommt zu Amazon

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18525169.html

Es war ja schon eine sensationelle Nachricht, dass Patrick Stewart noch einmal in die Starfleet-Uniform von Captain (wenn er denn nicht befördert wurde) Jean-Luc Picard zurückkehren würde. Jetzt stellt sich heraus, dass die, bislang noch unbetitelte, neue Serie bei Amazon Prime gezeigt werden wird. Soweit nichts Besonderes, ein bisschen merkwürdig wird es, wenn man bedenkt, dass die andere aktuelle Trek Serie, ‚Discovery‘, bei Netflix läuft. Ärgerlich für Hardcore-Trekkies, die beide Serien schauen wollen und somit zwei Abos abschließen müssen. Doch eine solche Verteilung verschiedener Aspekte eines Franchises auf mehrere Anbieter dürfte in naher Zukunft eher normaler denn ungewöhnlicher werden. Vor allem wenn die Dienste von Disney und Apple auf den Markt kommen. In wieweit das Einfluss auf die Attraktivität von Streaming-Angeboten haben wird, muss denn auch die Zukunft zeigen.

 

Garth Marenghis ‚Game of Thrones‘

http://grantland.com/features/the-return-hbo-game-thrones/

Okay, alle reden über ‚Game of Thrones‘, dann muss ich wohl auch endlich mal. Als jemand, der nach der 4. Folge aus der Serie ausgestiegen ist, bin ich dafür offensichtlich nicht im Geringsten qualifiziert, aber davon lasse ich mich natürlich nicht abhalten. Reaktionen im Internet zeigen mir, dass die Zuschauer mit dem Verlauf der achten Staffel alles andere als glücklich sind. Vielleicht hätten die Alarmglocken bereits 2013 läuten sollen, als einer der Showrunner, David Benioff, auf die Frage nach den Themen der nächsten Staffel mit „Themes are for eighth-grade book reports,“ antwortete. Einer Aussage, die in ihrer vollendet selbstverliebten Doofheit höchstens noch von „I know authors who use subtext, and they’re all cowards“ von Garth Marenghi getoppt wird. Und der ist fiktiv. Was ich sagen will: wenn Ihr ‚Game of Thrones‘ satt habt, schaut stattdessen ‚Garth Marenghi’s Darkplace‘.
So, bevor jemand fragen kann, inwiefern das hier nun News sind, lieber schnell und unauffällig zum nächsten Thema (nicht nur für Achtklässler!).

 

Taika Waititis ‚Jojo Rabbit‘ kommt im Oktober

https://screenrant.com/jojo-rabbit-movie-release-date-2019-taika-waititi/

Der neuseeländische Regisseur Taika Waititi hat einmal gesagt, er ginge an jeden neuen Film heran, mit der Idee, dass der seine Karriere ruinieren könne. Das gehöre für ihn dazu. So hat er nach dem autobiografisch geprägten ‚Boy‘ die Vampir-Mockumentary ‚What we do in the shadows‘ gemacht, danach das grandiose Abenteuer/Komödien-Drama ‚Wo die wilden Menschen jagen‘. Nach diesen Indie Filmen wagte er direkt den Sprung zum Blockbuster mit ‚Thor: Tag der Entscheidung‘. Bis hierhin hat nichts davon seine Karriere auch nur angekratzt, im Gegenteil. Doch sein nächster Film klingt zumindest so, als brächte er das Potential dazu mit. In ‚Jojo Rabbit‘ entdeckt ein einsamer, deutscher Junge während des Zweiten Weltkriegs, dass seine Mutter ein jüdisches Mädchen auf dem Dachboden versteckt. Da dies gegen seinen naiven Patriotismus verstößt, wendet sich der Junge an seinen imaginären Freund Adolf Hitler, für Rat, was zu tun sei. Waititi will selbst die Rolle der naiv-dummen Fantasie-Version von Hitler übernehmen und Ziel des Films ist selbstverständlich sich über Nazis und ihre mörderische Ideologie lustig zu machen. Dennoch scheint mir hier ein gewisses Potential vorhanden, dass das zu einem neuen ‚The day the clown cried‘ für Waititi werden könnte. Gewisse Sorgen gab es, als der Film auf Veröffentlichungslisten des Studios Disney plötzlich nicht mehr auftauchte. Doch nun ist er offiziell für Oktober dieses Jahres verkündet. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

 

X-Man ‚Gambit‘ aus der „Development Hell“ in die Absage

https://screenrant.com/gambit-movie-dead-disney/

Nun ist es offiziell aus mit Channing Tatums ‚X-Men‘ Ableger ‚Gambit‘. Nach der Übernahme von Fox hat Disney das Projekt für gestorben erklärt. Grund genug für mich, einen Blick auf einen Film zu werfen, anhand dessen man wunderbar sehen kann, was der Begriff „Development Hell“ bedeutet.

Für den Beginn der tragischen Saga müssen wir weit zurück. 2006 in ‚X-Men: der letzte Widerstand‘ sollte Channing Tatum zum ersten Mal den Mutanten ‚Gambit‘ spielen. Ein charmanter Cajun aus New Orleans, der beliebige Objekte (meist Spielkarten) mit kinetischer Energie aufladen kann, so dass sie, auf ein Ziel geworfen, explodieren. Letztlich wurde der Charakter aber gestrichen. Doch Tatum und die Produzenten versicherten, dass der Charakter früher oder später auftaucht. Drei Jahre später tat er das, in ‚X-Men Origins: Wolverine‘, allerdings gespielt von Taylor Kitsch. Doch da alle Beteiligten diesen Wolverine Film gerne vergessen würden, gab es immer noch eine Chance für Tatums Film. Und so verkündete Produzentin Lauren Shuler Donner 2014, Gambit würde in ‚X-Men: Apocalypse‘ zum ersten Mal auftauchen, der dann von einem Origin Film gefolgt würde. Im Juni 2014 kam Rupert Wyatt als Regisseur zu dem Projekt, dass 2016 erscheinen sollte. Ebenfalls 2016 stellte sich dann aber heraus, dass von Gambit in ‚Apocalypse‘ absolut nichts zu sehen ist. Rupert Wyatt verließ das Projekt, der Film wurde verschoben. Doug Liman kam als neuer Regisseur an Bord, verließ es aber bereits nach kurzer Zeit wieder, offiziell wegen „Terminproblemen“. Die Erfolge von ‚Deadpool‘ und ‚Logan‘ sorgten dafür, dass das Drehbuch runderneuert wurde, vermutlich um es dunkler und zynischer zu machen. Ein offenbar langsam verzweifelter Tatum bot an selbst Regie zu führen und sogar aus eigener Tasche zu produzieren. Stattdessen wurde im Oktober 2017 Gore Verbinski als neuer Regisseur gewonnen. Als offizieller Titel des Films wurde ‚Chess‘ verkündet. Im Januar 2018 verließ Verbinski das Projekt. Im Mai 2018 wurde ein neues, neues Drehbuch fertig. Im September wurde verkündet, dass der Dreh im Februar 2019 beginnen soll, obwohl noch kein Regisseur gefunden sei. Ebenfalls im September war zu erfahren, dass das neue, neue, neue Drehbuch nun eine romantische Komödie sei (so viel zu finster und zynisch, oh Moment, das ist schon drei Iterationen her…). Im Mai zog Disney dann den Stecker.

Und wenn ich auch in den letzten Wochen gelegentlich kritisch war, was Disney-Entscheidungen angeht: hier fällt es mir sehr schwer ihnen zu widersprechen. Der Einzige, der mir ein wenig leid tut, ist Channing Tatum, der ernsthaft enthusiastisch schein, den Charakter zu spielen. Aber nun ist ja ohnehin die ganze Zukunft des X-Franchises (außer Deadpools) fraglich.

Und damit endet Ausgabe 43 des Newslichters auch schon wieder. Wir sehen uns nächste Woche.