Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 lustigsten Filme

Nach den besten Comedy-Serien der letzten Woche, geht es diese Woche um die 5 lustigsten Filme. Obwohl mir die Wahl alles andere als leicht fiel, habe ich dieses Mal auf „ferner liefens“ verzichtet – es wären zu viele geworden. Ohne lange Vorrede:

 

  1. ‚Serial Mom‘ (1994)

Es mag merkwürdig klingen, aber es gab mal eine Zeit, da hat Hollywood John Waters Geld für große (naja, mittlere) Produktionen gegeben. Die 90er waren halt seltsam. In ‚Serial Mom‘ warf er einen tiefschwarzen Blick auf die Faszination der amerikanischen Öffentlichkeit mit Serienmördern, wenn eine gewöhnliche Hausfrau beginnt jeden, den sie als unhöflich empfindet um die Ecke zu bringen. Kathleen Turner hat erkennbaren Riesenspaß daran, eine für sie ungewöhnliche Rolle zu spielen. Ganz ehrlich, wenn Ihr ‚Serial Mom‘ nicht kennt, solltet Ihr das schnellstmöglich ändern!

  1. ‚Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb‘ (1964)

Ein Atomkrieg ist natürlich furchtbar. Aber er ist irgendwo auch vollkommen absurd. Und von dieser Absurdität ausgehend konstruiert Stanley Kubrick, wie üblich meisterlich, seine finstere Komödie. Peter Sellers ist in einer Dreifachrolle zu sehen, als amerikanischer Präsident (der die beste Textzeile des Films hat), als britischer Offizier (der sich vor der Coca Cola Company wird verantworten müssen) und als titelgebender Ex(mehr oder weniger)-Nazi-Wissenschaftler.

  1. ‚The Big Lebowski‘ (1998)

Ich musste mich für einen Film der Coen Brüder entscheiden, sonst hätte ich die ganze Liste mit ihren Filmen füllen können. Meine Wahl fiel auf den hier, nicht zuletzt wegen des kongenialen Zusammenspiels von Jeff Bridges und John Goodman. Und wenn Ihr Nihilisten das anders seht, kann ich Euch nur sagen: „Yeah, well, that’s just, like, your opinion, man!“

  1. ‚Hot Fuzz‘ (2004)

Das ich Edgar Wright für den besten aktiven Komödien Regisseur halte ist kein Geheimnis. Auch mit der Cornetto Trilogie hätte ich 3/5 der Liste füllen können, ‚Hot Fuzz‘ ist aber der Beste und somit hier als Stellvertreter. Der Film hat vermutlich das  stärkste Drehbuch aller Wright Filme, bei jedem Ansehen kann man immer wieder Neues Entdecken, dazu kommt die Chemie zwischen Simon Pegg und Nick Frost und Wrights atemlose, optisch imposante Inszenierung.

  1. ‚Ghostbusters‘ (1984)

Hier kann kein anderer Film stehen. Der ist quasi mit mir aufgewachsen. Zum ersten Mal habe ich ihn wohl mit 8 oder 9 Jahren bei einem Freund auf Video gesehen. Da war er nicht nur lustig, sondern auch wirklich gruselig. Es folgten meine eigene Videokassette, DVD und BluRay und 40 bis 50 weitere Sichtungen bis heute. Und der Film veränderte sich. Wurde weniger gruselig, dafür umso lustiger. Langsam merkte ich z.B., dass der Film auslotet ein wie großes Arschloch er Peter Venkman machen kann, damit Bill Murrays Charme es noch kompensieren kann und er findet exakt die Grenze. Mir wurde klar, warum Ray Stantz in dieser einen Szene die Augen verdreht. Mir fiel die politische Handschrift der Reagan Ära auf – die Umweltbehörde sind die „Bösen“, doch dem Film gelingt das Kunststück trotzdem sympathisch zu bleiben. Sprich, ich mag zwar alle Dialoge mitsprechen können, doch Neues entdecke ich nachwievor.

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Newslichter Ausgabe 1: Dünen, Clowns und (sehr) alte Männer

Eigentlich ist dies bereits mein dritter Blick auf interessante und bizarre Film-News, aber es ist der erste unter dem wunderbar eleganten neuen Titel, für den ich mich bei Bloggerkollege Ma-Go bedanken möchte! Jetzt aber ohne zu zögern zu dem weshalb Ihr eigentlich hier seid: brandheiße NEEEEEEEEEWS und lauwarme Einlassungen!

 

The Spice Must Flow!

https://www.moviepilot.de/news/denis-villeneuves-dune-hat-es-auf-den-gefragtesten-jungstar-hollywoods-abgesehen-1109220

Denis Villeneuve möchte in seiner Neuverfilmung des SciFi Klassikers ‚Dune‘ gerne Timothée Chalamet für die Rolle des Hauptcharakters Paul Atreides/Muad’Dib. Eine sehr gute Wahl, wie ich finde. Die Frage, wer ein würdiger Nachfolger für Herrn Stings geflügelte Metallwindel als Feyd-Rautha Harkonnen werden könnte, ist allerdings noch offen. Aber mal ehrlich, ich kann mir keinen besseren Regisseur für das Material vorstellen, als Villeneuve… andererseits bin ich auch ein großer Lynch-Fan und wir wissen alle was dabei rausgekommen ist. (wow, soviel zu meinem Versuch mal positiv zu starten)

 

Johahahaquin Phoenix als Joker im Standalone Film

https://www.moviepilot.de/news/joaquin-phoenix-aussert-sich-erstmals-zu-seinem-joker-film-1109151

Joaquin Phoenix wäre vermutlich nicht meine erste Wahl für den Joker gewesen, scheint aber, jetzt da er feststeht, beinahe offensichtlich. Die Wahl des Hauptdarstellers imponiert mir also durchaus, dass der Film abseits des gebeutelten DCEU spielt ebenso. Jetzt muss ich nur noch damit klarkommen, dass ein Film, für den einmal Martin Scorcese(!) angekündigt wurde, jetzt von Todd Phillips, dem Regisseur der ‚Hangover‘ Filme gemacht wird. Andererseits waren die, spätestens mit dem dritten, selbst ein bösartiger Scherz auf Kosten des Publikums, von daher passt es wohl schon irgendwie…

 

Kein ‚Scream 5‘ (vorerst…)

https://screenrant.com/scream-5-unlikely-wes-craven-director/

Warum ist es eine Nachricht, dass ein Film, mit dem Niemand rechnet, nicht kommt? Fragt mich nicht, aber die Hauptdarstellerin der anderen ‚Scream‘ Teile Neve Campbell geht zumindest davon aus, dass es nach dem Tod von Regisseur Wes Craven keine neuen Filme um die Mörder mit den Geistermasken geben wird. Dazu würde ich sie gerne, ganz im Sinne von Cravens anderer Schöpfung Freddy Krueger, fragen, wovon sie denn nachts so träumt (ich weiß, sie war vor allem höflich). Wäre ‚Scream‘ in irgendeiner Form noch ein Franchise aus dem sich derzeit auch nur ein Quäntchen Kohle quetschen ließe, hielte der Tod Cravens wohl kaum jemanden ab neue Teile zu produzieren. So haben wir wohl zumindest noch etwa acht Jahre Ruhe, bis zum unausweichlichen Remake/Reboot zum 30sten. Andererseits, der durchschnittliche Slasher steht immer dann wieder auf, wenn man am wenigsten damit rechnet…

 

‚Indiana Jones 5‘ nach 2021 verschoben

https://www.moviepilot.de/news/disney-stellt-klar-auf-indiana-jones-5-musst-ihr-noch-ewig-warten-1109061

Was soll ich sagen? Gut so! Ich will meinen Indy nicht Mitte 70, er sollte schon eher auf die 80 zugehen. Wann spielt der Film denn dann? Frühe 90er? Indy als emeritierter Professor, der übellaunige, ewig lange Leserbriefe an seine Lokalzeitung schreibt? „Es war mein gutes Recht die Kinder mit meiner Peitsche anzugreifen zu erschrecken, sie hielten sich in meinem Vorgarten (Privatbesitz!) auf und HABEN SICH ÜBER MEINEN HUT LUSTIG GEMACHT! Zu meiner Zeit, da hatten wir noch Respekt! Aber jetzt interessieren sich die Blagen doch nur noch für ihre Super-Dingstendos, Skateboards und irgendwelche Ninja Turtles… was ist das überhaupt, ein Ninja? Zu meiner Zeit waren Schildkröten noch[hier folgen 20 weitere Seiten] Ich kann es ehrlich gesagt kaum abwarten! (ernsthafte Voraussage: Indy trinkt aus dem Jungbrunnen und verwandelt sich in einen anderen Darsteller…)

 

Die Maus steht allein, mächtig und groß

https://screenrant.com/comcast-fox-bid-sky-news-disney/

Falls Ihr die Fox-Übernahme-durch-Disney-Saga mit angehaltenem Atem verfolgt und noch nicht erstickt sein solltet: es nähert sich dem Ende. Comcast wird kein Gegenangebot stellen. Disney wird also bald fast 50% der weltweiten Blockbuster-Gewinne kontrollieren. Ich für meinen Teil begrüße unsere neuen, murinaeischen Herrscher!

 

Und zuletzt möchte ich die Macher des Films ‚Skyscraper‘ mit Dwayne Johnson Feiglinge nennen, weil sie ihrem Film nicht den offensichtlichen Namen gegeben haben: ‚Die Rock Hard‘, so geht Sommerblockbuster!

Bis zum nächsten Mal, mit noch mehr dramatischem Unsinn!

‚Eraser‘ (1996) – Aus dem Gedächtnis gelöscht?

Sagt mal, irre ich mich, oder ist ‚Eraser‘ so etwas wie der vergessene Arnie-Film? Ich wollte ihn eigentlich im Rahmen meiner „Ist der wirklich so schlecht?“ Reihe besprechen, doch dann fiel mir auf, dass er nicht wirklich einen schlechten Ruf hat, er hat gar keinen. Er scheint quasi vergessen. Selbst meine alte DVD (sie hat noch die ganz alte Warner Papp-Verpackung) hat ein liebloses, schlecht aufgelöstes, verpixeltes Bild auf dem Cover. Und auch wenn es nicht Schwarzeneggers bester Film ist, ich finde das hat er nicht verdient, ist er doch quasi der letzte „klassische“ Schwarzenegger-Äkschn-Fuim. ‚Eraser‘ ist mehr als ein paar schlechte CGI-Krokodile, die als einziges im allgemeinen Bewusstsein hängengeblieben scheinen!

Schwarzenegger gibt hier den US-Marshall John Kruger, der im Zeugenschutzprogramm als „Eraser“ arbeitet. Sprich er lässt wichtige, gefährdete Zeugen unauffindbar für ihre potentiellen Mörder verschwinden. Als der regierungsnahe Waffenkonzern Cyrez hochmoderne „Railguns“ entwickelt, besteht der Verdacht, dass eine Gruppe innerhalb des Konzerns und der Regierung diese Waffen meistbietend auf dem Schwarzmarkt verkaufen will. Eine wichtige Zeugin dafür, ist die Cyrez Mitarbeiterin Lee Cullen (Vanessa Williams). Kruger nimmt sie unter seinen Schutz, allerdings scheint es auch im Zeugenschutz selbst Verräter zu geben.

Die Story ist eine von diesen, über die man besser nicht zu genau nachdenken sollte. Sie ist kein Kartenhaus, sie ist ein Modell des Taj Mahal aus Papiertaschentüchern, hält also nicht mal dem kleinsten Lüftchen stand. Stört das? Sicher nicht während der gut inszenierten Action Szenen, allerdings ist der Film mit fast 2 Stunden mindestens 20 Minuten zu lang und einen Großteil dieser Zeit verbringt er mit dem viel zu umfänglichen Erzählen seiner nicht sonderlich spannenden und eben reichlich blöden Geschichte. Weiterhin fällt auf, dass die Autoren ein sehr negatives Bild vom FBI haben, die hier mit „bösartige Trottel“ noch positiv umschrieben wären. Dafür kommt die italienische Mafia verdammt gut weg… Das alles nimmt den eigentlich durchweg spaßigen Actionszenen gelegentlich ein wenig die Luft aus den Segeln, verdirbt aber sicher nicht den Film als Ganzes.

Überhaupt, die Actionszenen. Hier gibt sich ‚Eraser‘ alles nur nicht bodenständig. Alles was in die Luft fliegen kann, tut dies auch spektakulär. Und spätestens wenn die futuristisch wirkenden Railguns zum Einsatz kommen, wähnt man sich in einem 90er Jahre Shooter Videospiel. Gelegentlich verlässt sich der Film dabei zu sehr auf eher mäßige CGI Effekte. Eben die oben erwähnten Krokodile, zum Beispiel. Aber wenn Arnie eines davon erschießt und ihm mitteilt „You are luggage!“, stören schwache Effekte dann wirklich? Drei Jahre nachdem ‚Last Action Hero‘ seine Selbstironie etwas zu laut für das damalige Publikum mittgeteilt hat, hat man bei ‚Eraser‘ gelegentlich das Gefühl, er würde auf leisere Ironie setzen. So er denn irgendwas leise macht. Wenn etwa Kruger aus einem Flugzeug springt und einen Weg zum Erdboden hinter sich bringt, der ihn etwa acht Mal auf verschiedene Weisen umbringen müsste, schließlich unten auf einem Auto landet, ein kleines Mädchen fragt, wo er überhaupt ist und sie antwortet mit tiefem Ernst: „Earth! Welcome!“ dann hat man das Gefühl der Film weiß ganz genau, was er da erzählt und lacht mit uns.

Zu den Schauspielern. Arnie ist Arnie ist Arnie und macht Arnie Dinge. Die macht er sehr gut. Eine Szene lang scheint der Film zu überlegen eine Romanze zwischen seinem Charakter und dem von Vanessa Williams einzuführen, überlegt es sich dann aber anders und jagt lieber was in die Luft. Wie es sich gehört, besteht Arnolds Text zu etwa 55% aus One-Linern. Die meisten davon sind tatsächlich lustig. Vanessa Williams scheint die einzige im Film, die wirklich schauspielert. In einer Szene etwa, in der sie unter Zeitdruck Daten kopiert (absolut notwendig für jeden 90er Jahre Thriller!) kauft man ihr ihre Furcht tatsächlich ab. James Caan, als Krugers Vorgesetzter DeGuerin und mieser Verräter hat erkennbaren Spaß an seiner Rolle als Bösewicht. So viel Spaß, dass ich es nicht einmal als Spoiler betrachte, dass er der Verräter ist. Das kommt zwar erst nach etwa 40 Minuten raus, allerdings könnte er auch in seinen ersten Szenen ein Namensschild mit „Bad Guy“ drauf tragen, so „subtil“ spielt er. James Coburn ist auch da. Für etwa 2 Szenen.

‚Eraser‘ ist exakt das, was ich von einem klassischen Arnie-Film erwarte: doofer, lauter Äkschn-Spass. Ja, er ist zu lang und könnte problemlos zusammengekürzt werden. Nein, man verpasst nichts, wenn man während der Story-Sequenzen nicht aufpasst. Es ist die Art Film, die man nach einem harten Tag einlegt und die absolut nichts von einem erwartet. Und das ist völlig in Ordnung.

Mehr Filme, die niemals waren – weitere gescheiterte Projekte

Als ich vor zwei Monaten einen Artikel über Filme, die es niemals gab geschrieben habe, habe ich bei vorhandenem Leserinteresse eine Fortsetzung in Aussicht gestellt. Interesse habt Ihr durchaus gezeigt und ich fürchtete, ich hätte ein Problem. Denn die berühmten, „großen“ Namen der unvollendeten Filme hatte ich ja schon in meinem Artikel abgehandelt. Konnte es da überhaupt noch genug Material für einen zweiten Teil geben? Ich hätte mir keine Sorgen machen müssen, es ist noch mehr als genug spannendes und wirklich überraschendes Material vorhanden, das ich jetzt gerne mit Euch teilen möchte. Weiterlesen

Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 lustigsten Serien/Sitcoms

Der wilde Ritt durch die Filmjahrzehnte ist beendet, aber die 5 Besten am Donnerstag gehen dennoch weiter. Heute mit der Frage nach den 5 lustigsten Serien oder Sitcoms. Mit Sitcoms habe ich ja oft so meine Probleme. Der Lachtrack ist inzwischen zwar weitestgehend verschwunden, aber viel zu oft haben sie noch viel zu viele Folgen für mich, selbst wenn der Witz sich lange totgelaufen hat. Dennoch war es nicht leicht mich auf nur 5 zu beschränken.

  1. Blackadder

Die bessere Serie von Rowan ‚Mr. Bean‘ Atkinson. In vier Staffeln gibt er vier verschiedene Mitglieder des Blackadder Clans, in verschiedenen Epochen der britischen Geschichte. Gemeinsam haben sie alle ihre Hinterhältigkeit, ihr Machtstreben und das Pech einen Diener namens Baldrick zu haben, der noch dümmer ist als der Hochadel, den sie reinlegen wollen. Die erste Staffel ist nicht wirklich gut, aber alle folgenden um so besser und der Serie gelingt sogar ein perfektes, beinahe gefühlvolles Ende.

  1. Der Tatortreiniger

Okay, nicht wirklich eine Sitcom, gibt es neben dem namensgebenden Tatortreiniger Heiko Schotte nicht einmal wiederkehrendes Personal. Doch sind seine Gespräche mit Hinterbliebenen oder einfach zufällig Anwesenden stets so gut beobachtet und geschrieben, dass die Serie zum allerbesten gehört, was das deutsche Fernsehen zu bieten hat.

  1. Community

Überbordende Kreativität, sympathisches Hauptpersonal, hervorragende Nebencharaktere in einer Menge, wie man sie sonst nur bei den Simpsons findet, Community macht wenig falsch. In den späteren Staffeln ist zwar ein wenig die Luft raus, die ersten drei sind dennoch annähernd perfekt.

  1. Spaced

Vor der Cornetto-Trilogie war Spaced. Edgar Wright ist der beste Comedy-Regisseur, der derzeit arbeitet und Spaced war so etwas wie sein Versuchsfeld. Bizarre aber sympathische Charaktere, unerwartete Plots und haufenweise popkulturelle Anspielungen, die irgendwie nicht einmal nerven. Nicht nur für Fans von Simon Pegg und Nick Frost ein absolutes Muss.

  1. Arrested Development

Ich kenne nur die ersten drei Staffeln, die etwas umstrittene vierte habe ich bislang nicht gesehen. Die ersten drei sind aber von derartig stabiler Qualität, wie man es in Sitcoms nur sehr selten erlebt. Die weltfremde, ehemals superreiche Familie aus dem Bauwesen ist ebenso unerträglich wie unwiderstehlich. Eine Serie, die ich immer wieder ansehen könnte.

 

Ferner liefen

Simpsons, Red Dwarf, Flight of the Conchords, Fawlty Towers…

Mehr Film-News lesen mit dem Filmlichter

Wisst Ihr was? Wir drehen durch! Außerdem lesen wir weiter aktuelle Film-News.

 

Samuel L. Jackson wird Jules Winnfield Jahre jung

https://screenrant.com/captain-marvel-samuel-l-jackson-digitally-de-age/

Für Marvels 90er Superheldenfilm ‚Captain Marvel‘, eine Rolle in der Brie Larson übrigens fraglos marvellös sein wird, wird Col. Fury und damit Samuel L. Jackson digital verjüngt. Damit wäre er wieder im besten ‚Pulp Fiction‘ Alter. Es wird interessant sein zu sehen, ob sein digitales Alter Ego ebenso schön „mit Grimm strafen“ und „leckere Burger“ essen kann, wie das Original. Und ob Fury in den 90ern noch Haare hatte. Und ’ne Brieftasche, auf der… naja, das vermutlich nicht. Ich habe das Gefühl, wenn ich diese Rubrik weiterführe, dann werde ich meinen „digitales Schauspiel“ Artikel noch sehr häufig verlinken können und dies selbstverständlich auch schamlos tun!

 

Nick Tschiller is not amused

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18519798.html

Til Schweiges ‚Tatort‘ Ausflug ins Kino ‚Tschiller: Off Duty‘ darf mit etwa 280.000 verkauften Karten als veritabler Flopp gelten. Ob es daran liegt, dass die ARD die Fernsehpremiere des Films ins Sommerloch gelegt hat, wo sonst überhaupt keine Tatort-Erstaustrahlungen stattfinden? Und dann auch noch in Konkurrenz zur Fußball-WM (wobei am Sonntag kein Spiel stattfand)! Immerhin beachtliche 5 Millionen sahen den Film, dennoch handelt es sich um die schwächste ‚Tatort‘-Premieren-Quote seit über 7 Jahren. Nill Tschicker Darsteller Schweiger war natürlich sauer, dass sein Film „verheizt“ wurde. Natürlich hat er diesen Unmut in dem zeitungsähnlichen Abfallprodukt mit vier Buchstaben kundgetan. Natürlich hat er gleichzeitig auch einen „selbstironischen“ Werbespot für die Veröffentlichung bei der ARD gedreht. Wie auch immer, ich bin nur froh, dass mich Tatorte eh erst interessieren, wenn deren Reiniger auftaucht.

 

Rambo kommt wieder wieder (vermutlich)

https://screenrant.com/rambo-5-sylvester-stallone-updates/

In Rambo 5 könnte der geriatrische Vietnamsuperveteran gegen ein mutiertes Monster aus einem Regierungslabor antreten. Ernsthaft. Ich hoffe es ist ein missglückter Klon von Col. Trautman, den alle „das Trautmonster“ nennen. Aber mal ehrlich, wenn ihr schon so weit geht, warum nicht gleich ‚Rambo gegen Predator‘ (der kommt übrigens auch wieder)? Für mehr saublöde Crossover! Ich bin gespannt, ob Stallone sich diesmal einen ganzen Stier in den Körper einnähen lässt, um auch mit 72 noch die nötige Rambo-Körperlichkeit zu erreichen und natürlich, wie lang sein Messer diesmal ist, das mit jedem Film länger und länger wurde. Ich frage mich echt, wie lange es dauert, bis wir ‚Rambo in Space‘ bekommen…

 

Lando landet in Episode IX

https://www.moviepilot.de/news/star-wars-9-billy-dee-williams-kehrt-als-lando-calrissian-zuruck-1109024

War es in den letzten Wochen noch Spekulation, weil Billy Dee Williams Auftritte auf Conventions abgesagt hat, herrscht nun Gewissheit: Lando Calrissian kehrt in Episode IX zurück. Ich hatte in meiner ‚Die Letzten Jedi‘ Besprechung also Recht und Nien Nunb, sein Copilot beim Angriff auf den zweiten Todesstern, hat aus einem guten Grund die Episoden VII und VIII überlebt. Sehr schön!

PS: wenn man so sehr Star Wars Nerd ist, dass man einen Absatz über Star Wars schreibt, ohne einmal Star Wars zu sagen…

 

Ein kurzer Nachtrag zu ‚Deadpool‘ Erfinder Rob Liefeld, den ich letztes Mal als talentlos aber „freundlich und umgänglich“ beschrieben habe. Da waren meine Informationen falsch, oder zumindest unvollständig. Liefeld soll Geld unterschlagen haben, eine furchtbare Zahlungsmoral gegenüber Angestellten und Freelancern aufweisen, Streit gerne in dramatischster Öffentlichkeit austragen und durch die eine oder andere homophobe Bemerkung aufgefallen sein. Ich ändere mein Fazit also zu „Russell, schnapp ihn Dir!“

Und zum Abschluss keine News, sondern eine Frage: wenn ich das in Zukunft häufiger mache, brauche ich einen besseren Namen als „Film-News lesen mit dem Filmlichter“, oder? Ideen oder Widerspruch gerne in die Kommentare!