Kurz und schmerzlos Halloween Special: ‚Den‘ (2018)

Der Horrorkurzfilm, den ich heute für Euch habe ist eher Halloween untypisch. Seiner nordischen Herkunft entsprechend eher Ingmar Bergman (wobei der Film dänisch ist, nicht schwedisch) als Freddy Krueger. In strengen schwarz-weißen Bildern erzählt Regisseur Casper Rudolf seine Geschichte. Das Bildformat wirkt auf mich noch etwas schmaler als 4:3, fast quadratisch, was den exakten Bildaufbau unterstreicht.

Ein Kurzfilm, auch einer der fast 20 Minuten lang ist, hat den Vorteil fast nur aufgrund der Stärke seiner Atmosphäre zu funktionieren. Caspers Geschichte um zwei Sozialarbeiter, die ein merkwürdiges Mädchen im Wald finden, das jede Kommunikation verweigert, entzieht sich sämtlichen typischen Horrorkonventionen. Bis zum Ende, von dem ich eher nicht erwartet hätte, dass es dahin geht…

Kurz und schmerzlos Halloween Special 1: ‚Night Of The Slasher‘ (2015)

Nie war der Titel „Kurz und schmerzlos“ irreführender, denn diesen Oktober möchte ich Euch eine Reihe an Horror-Kurzfilmen vorstellen.
Den Anfang macht heute ‚Night Of The Slasher‘. Wir alle kennen die Regeln und Verbote von Slasher-Filmen, spätestens seit ‚Scream‘ sie für jedermann zusammengefasst hat. Was aber, wenn eine junge Frau noch eine Rechnung mit einem maskierten Meuchler offen hat? Dann wird das Begehen der Horrorfilm Sünden zu einer guten Möglichkeit ihn anzulocken.

Regisseur Shant Hamassian präsentiert seinen kinetischen Rückblick auf den 80er Jahre Slasher als 10minütige One-Take Szene. Clever geschrieben, mit allerlei Metaanspielungen gewürzt, schön inszeniert und mit guten Darstellern vershen. Was will man mehr?

Genug der Worte, wir wollen Sünden sehen!

Streiflichter 5: Sommerprogramm?

Da es bei mir mit aktuellen Filmsichtungen derzeit, nicht zuletzt dank der Fußball-WM, ein wenig dünn ist, will ich die Gelegenheit nutzen Euch ein paar Kurzrezensionen, die sich über längere Zeit angesammelt haben zu präsentieren. Heute schicken wir die Kinder ins Ferienlager, gehen in die Sauna und schauen eine romantische Komödie! Wenn das kein Wellness-Tag* ist, dann weiß ich auch nicht.

 

‚Stage Fright‘ (2013)

Horrorkomödien gibt es wie Sand am Meer, manche mehr, manche weniger gelungen. Aber Horrormusicals? Klar, auf ‚Rocky Horror Picture Show‘ passt die Beschreibung, auch auf ‚Little Shop of Horrors‘, Sweeney Todd oder Brian de Palmas ‚Phantom of the Paradise‘. Dennoch, es ist ein Genre, bei dem man wohl nicht beide Hände benötigt, um die Vertreter aufzuzählen. Mit ‚Stage Fright‘ kommt ein weiterer dazu.

Ein Broadway Star (Minnie Driver) wird während der Premiere der Show The Haunting of the Opera brutal ermordet. 10 Jahre später leben ihre Tochter Camilla (Allie MacDonald) und deren Bruder Buddy (Douglas Smith) beim ehemaligen Liebhaber ihrer Mutter Roger (Meat Loaf) und verdingen sich als Mitarbeiter in seinem Sommercamp für Musiktheater-interessierte Schüler. In diesem Sommer aber überschlagen sich die Ereignisse. Nicht nur will Roger das Stück, bei dem Camillas Mutter starb, neu aufführen lassen, Camilla wird auch noch in die Hauptrolle gecastet. Und prompt steht wieder ein maskierter Mörder auf der Matte.

Der Anfang des Films ist großartig! Die Eröffnungsszene mit der Mutter ist Giallo-inspiriert und hochatmosphärisch gefilmt. Das Ankommen der Schüler im Lager ist mit einer der unterhaltsamsten Musiknummern verbunden. Aber dann schien der Musical Ansatz wohl zu aufwändig zu werden. Die meisten weiteren Lieder finden nur noch im Rahmen der Proben für das Stück und ohne besondere Inszenierung statt. Die Charaktere brechen nicht, wie für Musicals üblich, plötzlich in Gesang aus. Abgesehen vom Mörder, der immer von jaulenden Gitarren und Metal-Melodien umgeben scheint, die dem Musiktheater wunderbar entgegen laufen. Die Protagonisten werden als sympathisch dargestellt, obwohl (oder weil) sie, abgesehen von Camilla, weitgehend untalentiert, aber mit sehr viel Begeisterung bei ihrem Stück dabei sind. Allie MacDonald trägt den Film problemlos.

Am Ende passt es leider nicht ganz zusammen, Musical und Horror(Komödie) werden nicht zu einer untrennbaren Einheit. Der Film ist aber ungewöhnlich genug, dass allein dafür ein Ansehen lohnt. Und Meat Loaf sehe ich eh gerne, selbst wenn der Film seine anfänglichen Versprechen nicht zur Gänze einlösen kann.

 

‚Es ist kompliziert…!‘ (2015)

Der Aufbau dieser romantischen Komödie ist gar nicht mal so kompliziert: die Mittdreißigerin Nancy ist schon eine ganze Weile Single. Die Kupplungsversuche ihrer Schwester wenig hilfreich. Im Zug nach London trifft sie die leicht anstrengende Jessica. Die ist auf dem Weg zu einem Blind Date, Erkennungsmerkmal: ein Selbsthilfebuch. Da Nancy sich unfreundlich verhält, überlässt Jessica ihr das Selbsthilfebuch. In London angekommen landet Nancy ausgerechnet unter der Bahnhofsuhr, die der Treffpunkt für das Blind Date sein sollte und Jack (Simon Pegg) taucht auf. Spontan beschließt Nancy sich als Jessica auszugeben.

Das wichtigste für eine romantische Komödie zuerst: Bell und Pegg sind charismatische Darsteller, die hier sehr sympathische Rollen spielen und das allerwichtigste, diese undefinierbare Magie, die wir als „Chemie“ bezeichnen stimmt. Sie sind beide sehr, sehr gut darin die Verlegenheit und Nervosität (in Bells Fall die doppelte Nervosität, weil sie sich als jemand anderes ausgibt) eines Blind Dates einzufangen und das (gut geschriebene) hyperaktive Gequassel, das mit dem Versuch einhergeht diese Nervosität zu überspielen. Das sich aus der Ausgangsituation gewisse Verwicklungen ergeben ist klar und im Laufe des Films schleichen sich einige typische RomCom Klischees ein, die der Film auch gar nicht zu umschiffen versucht. Dennoch trägt für mich die zentrale Beziehung problemlos über die gesamte Laufzeit und ich sage das als nicht eben der größte RomCom Fan. Der starke Supporting Cast trägt seinen Teil bei und schafft einige wirklich komische Szenen. Empfehlung!

 

‚Sauna – Wash Your Sins‘ (2008)

1595, der schwedisch-russische Krieg ist vorüber. Die Brüder Knut (Tommi Eeronen) und Eerik (Ville Virtanen) sind Teil einer schwedisch-russischen Kommission, die die neue Grenze, tief in der finnischen Wildnis vermessen soll. Im Zuge dieser Arbeit ermordet Eerik einen Mann in einem abgelegenen Bauernhaus, von dem er behauptet er wollte sie umbringen und Knut sperrt dessen junge Tochter in den Keller, wo sie vermutlich zu Tode kommt. Knut, der den Krieg nicht miterlebt hat ist schockiert, doch Eerik sagt, dass sei nichts im Vergleich zu dem was er im Krieg getan und erlebt habe. Bald sehen sich die Brüder von einer Erscheinung die unaufhörlich schwarzen Unrat ausspeit verfolgt. In einem nicht kartographierten Sumpfgebiet stößt die Kommission auf ein mysteriöses Dorf, in dem sich eine noch mysteriösere Sauna befindet, in der man angeblich alle seine Sünden abwaschen kann. Doch die Konflikte zwischen den Kommissionsmitgliedern brechen hier noch weiter auf als zuvor.

Das klingt alles etwas vage? Gut, das soll es auch. ‚Sauna‘ gibt sich nicht nur selbst vage, er hat es auch verdient, dass man ihn komplett frisch sieht. Der finnische Regisseur Antti-Jussi Annila zeigt hier eine raue, karge Landschaft mit dürren Birkenwäldchen und schnellen Gewässern, die schon beim Ansehen kalt sind. Die Charaktere die sich in dieser düster und blass ausgeleuchteten Landschaft bewegen sind mindestens ebenso rau, geschliffen, nicht nur vom Krieg auch von der gnadenlosen Gegend. In diese stillen, abweisenden Bilder webt der Regisseur dann noch eine reichhaltige Symbolik ein, das beginnt schon in den ersten Sekunden, wenn sich der weiße Schaum einer Stromschnelle im Fluss blutrot färbt.

Die kargen aber beeindruckenden Aufnahmen, der hohe Symbolgehalt, die sparsamen Dialoge und die spürbare Tiefe des Films erinnern nicht nur unweigerlich an die Filme von Andrei Tarkowski, sie machen mir auch sehr deutlich, dass ich beim ersten Ansehen wohl kaum alles mitgenommen habe, was der Film zu bieten hat. Sicher, das zentrale Thema um Schuld und Erlösung ist zwar für sich genommen deutlich und allein schon das Ansehen wert, allerdings nehme ich an, dass der russisch-schwedische Krieg für ein Publikum in Finnland, diesem Land, das so lange ein Spielball zwischen den beiden Mächten war, eine ganz andere Bedeutung entfaltet. Ich habe zumindest vor mich vor dem nächsten Ansehen in der Richtung etwas weiterzubilden, was ich ohne den Film wohl nicht getan hätte.

Falls es nicht klar genug geworden sein sollte: der Film bekommt eine ganz dicke Empfehlung von mir! Ich bin mir sicher, würde er heute, in Zeiten von ‚The Witch‘ und anderen, erscheinen würde er einen ganz anderen Eindruck machen. 2008 erwartete man bei dem Wort „Horrorfilm“ etwas anderes, hier gibt es keine Jumpscares oder übermäßigen Gore. Sicher ist er nicht gerade massentauglich, aber wenn irgendwas in meinem Text interessant klang, dann gebt ihm eine Chance.

*Wellness nicht garantiert!

Und jetzt: viel zu viele Worte über Batman Filme

Manchmal kommen Leute zu mir und fragen: „Herr Lichter, was ist Ihr liebster Batman Film?“ und von nun an kann ich… ach, wem mache ich was vor? Niemand hat mich das je gefragt und niemand wird es je fragen, hier ist dennoch eine Auflistung aller Batman Filme vom Schlechtesten zum Besten. Aller Batman Filme? Nein, zwei Kriterien gibt es: 1. sie müssen im Kino gelaufen sein und 2. ich muss sie gesehen haben. Aufgrund Kriterium 1 fallen die meisten (aber nicht alle!) animierten Filme weg und dank Kriterium 2 fallen alle Filme mit Ben Affleck raus. Es tut mir leid, falls das jemandes Gefühle verletzt.

hello

Legen wir trotzdem los. Und zwar mit dem Schlechtesten (Anm.: die Wertung ist natürlich meine. Eure dürft Ihr gerne in den Kommentaren kundtun): Weiterlesen

Streiflichter Nummer 4: Sammelsurium

Nachdem ich auf anderen Blogs immer mehr gelungene Kurzrezensionen gelesen habe, habe ich mich entschlossen meinen Streiflichtern noch eine Chance zu geben. Und im Gegensatz zum letzten Mal, wo es auf zwei quasi normal lange Rezensionen hinauslief, schaffe ich diesmal wirklich was weg. ‚Der Mönch‘, ‚Amy‘, ‚Nausicaä‘, ‚Les Misérables‘, ‚Robin und Marian‘, ‚The Void‘ und ‚Höhle der Vergessenen Träume‘. Das sind sieben Besprechungen zum Preis von keiner! Wenn das mal nicht mehr als nix ist. Legen wir los! Weiterlesen

Streiflichter Nummer 3: Polizeiwagen und Irische Wälder

Folge 3 der Streiflichter, diesmal nur mit zwei Filmen, ‚Cop Car‘ und ‚The Hallow‘. Weil ich es nicht geschafft habe mich kurz zu fassen. Dafür gibt es eine unerwartete thematische Klammer in Form von „was hat der Regisseur als nächstes gemacht“.

 

‚Cop Car‘ (2015)

Die Jungen Travis (James Freedson-Jackson) und Harrison (Hays Wellford) sind von Zuhause abgehauen. Auf einem einsamen Feld, nahe einem Wäldchen stoßen sie auf ein scheinbar verlassenes Polizeiauto. Nachdem sie sich gegenseitig zu mehreren Mutproben aufgefordert haben, starten sie schließlich das Auto und fahren davon. Das würde sie schon unter normalen Umständen in große Schwierigkeiten bringen, doch das Auto gehört dem korrupten Sheriff Kretzer (Kevin Bacon), der gerade damit beschäftigt war eine Leiche in dem Wäldchen zu entsorgen. Dumm: eine weitere befindet sich noch im Kofferraum seines Dienstwagens. Kretzer unternimmt nun alles, um einerseits zu verhindern, dass seine Kollegen den Diebstahl bemerken und andererseits alles um sein Auto zurückzubekommen. Und mögliche Zeugen zu beseitigen…

Kevin Bacon ist großartig in diesem Film. Er schafft es in seiner Rolle eine komisch anmutende Hilflosigkeit ob des Diebstahls mit gleichzeitiger, grausamer Cleverness und völliger Rücksichtslosigkeit zu verbinden. Als Zuschauer zweifeln wir zu keinem Moment daran, dass dieser Charakter die beiden Kinder ohne eine Sekunde zu zögern ermorden würde. Falls das überhaupt nötig ist. Denn die beiden Jungen sind eine ständige Gefahr für sich selbst. Ob sie nun in Schlangenlinien über einsame Landstraßen fahren oder, noch weit schlimmer, das umfangreiche Waffenarsenal des Wagens finden. Und die beiden Jungschauspieler geben sich dabei so mitreißend, das man gelegentlich scharf Luft zwischen den Zähnen einzieht, wenn sie wieder irgendeinen arg gefährlichen Unsinn anstellen, ohne vom Baconschen Damoklesschwert zu ahnen, dass über ihren Köpfen hängt.

Regisseur Jon Watts gelingt aber das Kunststück das alles so schön schwarzhumorig und dabei so ungemein charmant zu inszenieren, dass man absolut bereit ist sich auf diese zunächst recht düstere Geschichte einzulassen. Er erstellt einen gelungenen visuellen Kontrast zwischen der großen, weiten Einsamkeit  der Mitte der Vereinigten Staaten und der immer drängender werdenden Klaustrophobie durch den, im Laufe des Films allgegenwärtig scheinenden Sheriff Kretzer, der sogar einen Monolog halten darf, der einen Superschurken erröten lassen würde, ohne dass seine Figur dabei Schaden nähme. Da war ich dann sogar bereit dem Film gegen Ende hin eine paar erzählerische Holperigkeiten zu verzeihen.

Wenn es Watts gelingt diese Mischung aus jugendlicher Naivität und bösartiger, tiefschwarzer Komödie auch nur halbwegs auf ‚Spider-Man: Homecoming‘ zu übertragen, könnte das ein ungewöhnlicher Superhelden-Film und einer der besten Spider-Man Filme werden.

 

‚The Hallow‘ (2016)

Ein abgelegener Wald in Irland, der bislang in staatlicher Hand war, soll privatisiert werden. Der Londoner Forstwissenschaftler Adam Hitchens (Joseph Mawle) soll, im Auftrag des neuen Besitzers, den Zustand des Waldes evaluieren. Er zieht dafür mit seiner Frau Claire (Bojana Novakovic) und ihrem gemeinsamen Baby Finn in ein altes Haus nahe des Waldes. Den abergläubischen Anwohnern, allen voran Farmer Donnelly (Michael McElhatten) sind sowohl der Verkauf an sich, wie auch die Anwesenheit der Hitchens ein Dorn im Auge. Als Adam im Wald ein totes Reh findet, befleckt mit einer seltsamen, schwarzen Substanz und am selben Abend jemand in sein Haus einbricht und das Zimmer von Finn verwüstet scheint es aber so, als sei am Aberglauben der Bevölkerung doch etwas dran.

Auf den britischen Inseln gibt es das schöne Genre des Folklore-Horrors. Vertreter vom ‚Wicker Man‘ bis zu ‚Kill List‘ haben hier ihre Finger auf tief sitzende Ängste der britischen Gesellschaft gelegt. ‚The Hallow‘ versprach dieses Genre mit einem gelungenen Monsterfilm und einer ökologischen Botschaft zu verbinden. Herausgekommen ist die frustrierendste Art von Film. Ein Film der beinahe gut ist.

Lässt der Anfang also an Folk-Horror und an Feen, Leprechauns und Banshees denken scheint sich der Film für zu intelligent für so etwas zu halten. Eine „wissenschaftliche“ Erklärung muss her. Die wird zwar nie direkt ausgesprochen aber Adam hält nach etwa 10 Minuten Laufzeit ein unprovoziertes Referat über die insektenparasitären Pilzgattung Cordyceps (wobei er genaugenommen Ophiocordyceps unilateralis beschreibt, der nach einer grundlegenden Änderung der Systematik der Mutterkornpilzverwandten zu den Ophiocordycipitaceae gehört /Biologen Talk Ende) außerdem sehen wir im Laufe des Films immer mal wieder Aufnahmen von Zellen, die andere Zellen mit schwarzen, stachelartigen Auswüchsen pieksen, allgemein akzeptierter, visueller Ausdruck von Parasitismus.

So wird dann nach einer halben Stunde aus dem atmosphärischen Film eine Art Zombiefilm, der jedem Klischee dieser Gattung folgt. Aber auch dieser Spuk ist schnell wieder vorbei und sodann wildert der Film im Forstgebiet von ‚The Shining‘. Solche Genrewechsel können durchaus funktionieren, nur hat es Regisseur und Autor Corin Hardy hier verpasst ein Interesse am Ort der Handlung oder der handelnden Charakter zu wecken. Adam und Claire sind leider nicht vielmehr als Abziehbilder und Plot-Transporteure. Das liegt keinesfalls an den Darstellern und rein am Drehbuch. Wenn ich die Geduld hätte würde ich feststellen wie viel von ihrem Dialog in der zweiten Hälfte des Films aus dem Rufen des Namens des anderen besteht.

So weit so schlecht aber was macht den Film dann „beinahe gut“? Da sind zum einen einige Sequenzen, die in einem besseren Film wirklich effektiv gewesen wären. Vor allem aber das Design der Kreaturen. Es ist anders genug, als typische Horror-Monster, um aufzufallen und funktioniert am besten, solange der Film es sparsam einsetzt. Auch das Hyphengewebe, das nach und nach überall auftaucht und die widerliche, schwarze Substanz schreien förmlich nach einem besseren Film. Das einzig ähnliche, dass mir einfiele wäre ‚Pan’s Labyrinth‘, allerdings ist der Film so viel besser als das hier, das der Vergleich schon beinahe unfair erscheint. Aber meinen letzten guten Willen verspielte der Film dann mit einem absurden Finale, dass nicht nur reichlich dämlich war sondern auch noch sämtlichem Streben der Monster im übrigen Film komplett widersprach.

Hier würde ich jetzt normalerweise schreiben, dass das ja ein Erstlingsfilm war und genug Gutes da war, dass ich gespannt auf Hardys nächsten Film bin. Allerdings weiß ich bereits, dass sein nächster Film der ‚Conjuring‘ Ableger ‚The Nun‘ wird. Insofern kann ich nicht mal das guten Gewissens behaupten.