Spuktakuläre Filmmonster Kapitel 1: Vampire

Hier sind die Regeln, wie ich sie verstehe: der 31. Oktober war einmal der Reformationstag. Nun ist er Halloween und Halloween ist nicht nur ein Tag, sondern ein Monat und dieser Monat ist gruselig! Ein guter Zeitpunkt also unser furchtsam zuckendes Auge auf ein paar Spuktakuläre Filmmonster zu richten! Weiterlesen

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Kurz und schmerzlos Folge 13: ‚Blade Runner 2049‘ – Kurzfilm Nr. 3 ‚Black Out 2022‘

Mit etwas Verspätung dann auch hier der dritte Prequel-Kurzfilm zu ‚Blade Runner 2049‘. Diesmal in Form eines Anime von ‚Cowboy Bebop‘ Macher Shinichiro Watanabe. Das scheint nur angemessen, wenn man bedenkt, wie sehr sich Blade Runner und japanische Animation gegenseitig beeinflusst haben.

Nur drei Jahre nach der Handlung des originalen ‚Blade Runner‘ angesiedelt gibt es hier einige Dinge für den fan wiederzerkennen. Und nicht zuletzt ein kurzes Wiedersehen mit Edward James Olmos‘ Gaff. Dieser Film fühlt sich, nicht nur aufgrund seiner Länge, kompletter, runder an als die bediden bisherigen. Der fließende Übergang zwischen verschiedenen Animationsstilen gefällt mir ebenfalls sehr gut.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass ein ‚Animatrix‘ Erlebnis ausbleibt und auch der Film zu den Kurzfilmen gut wird….

Kurz und schmerzlos Folge 10: ‚Oats Studios – Volume 1 – Rakka‘ (Neill Blomkamp)

Nachdem sein ‚Alien‘-Projekt wohl endgültig gestorben ist, hat Neill Blomkamp (‚District 9‘, ‚Chappie‘) doch noch eine Möglichkeit gefunden Sigourney Weaver und bösartige Aliens in einen Film zu bekommen. Im Kurzfilm ‚Rakka‘ haben echsenähnliche Außerirdische die Welt übernommen, scheinen aber weniger an Kontrolle und mehr an einem völligen Genozid der Menschheit interessiert. Natürlich formiert sich ein Widerstand unter der Leitung von Jasper (Weaver). Eine Möglichkeit zum Zurückschlagen könnte sich ergeben, als der von den Aliens veränderte Amir (Eugene Khumbanyiwa ) gefunden wird.

Arg finster, was Blomkamp hier inszeniert. Die Alien-Invasoren schrecken vor nichts zurück, gelegentlich überschreitet das vielleicht die Grenze zur Albernheit. „Sie haben unsere Monumente mit Leichen überzogen“ Okay Neill, ich glaub Dir, dass sie fies sind. Thematische Ähnlichkeiten zu ‚District 9‘ – unter umgekehrten Vorzeichen – sind deutlich erkennbar. In einem Interview bestreitet Blomkamp zwar direkte politische Vergleiche ziehen zu wollen, die namentlich Ähnlichkeit des Films zur heftig umkämpften syrischen Stadt wäre allerdings schon ein ziemlicher Zufall. Weaver und die anderen Darsteller sind nicht sonderlich gefordert, zu sehr scheint dieser Kurzfilm darauf ausgelegt seine Welt zu erschaffen. Wird es Fortsetzungen in Form weiterer Kurzfilme geben? Einen Kinofilm? Wer weiß.

Für Fans von Blomkamp und düsterer Science Fiction sicher ein kleiner Leckerbissen.

Kurz und schmerzlos Folge 9: ‚Subconcious Password‘ (2013)

Kennt ihr dieses furchtbare Gefühl? Ihr trefft jemanden wieder, den ihr seit Jahren nicht gesehen habt, er scheint sich an alles zu erinnern aber ihr wisst nicht einmal mehr seinen Namen?

Der kanadische Animator Chris Landreth zeigt in seinem merkwürdigen, 3-D-animierten Kurzfilm ‚Subconcious Password‘ die furchtbare Quizshow, die das Gehirn auf der Suche nach dem entfallenen Namen durchmacht. Mehr oder weniger unterstützt von allerlei Berühmtheiten, Autoren und dem einen oder anderen Monster (jeder etwas anders animiert für den größtmöglichen Verfremdungseffekt) versucht das Hirn des Hauptcharakters sich an den Namen zu erinnern. Für die Realaufnahmen kam Pixilation zum Einsatz, jenes Stop-Motion Verfahren, das auch schon Landreths kanadischer Kollege Norman McLaren benutzt hat. Abgedreht, merkwürdig, lustig und doch lebensnah:

Kurz und schmerzlos Folge 8: Neon-SciFi Doppelpack

Heute wird es mal mehr atmosphärisch als besonders tiefgängig. Als erstes im Angebot wäre hier ‚Lost Boy‘, in dem eine Mad Max-eske Frau vor einem Borg-Zylonen-Terminator flieht:

Für einen Kurzfilm optisch sicherlich beeindruckend. Und die Musik hat mir auch gefallen. An sich aber mehr ein „Proof of Concept“, als runde Erzählung.

Eine ebenfalls interessante, ebenfalls Neon-geprägte aber ansonsten gänzlich andere Optik bringt der kurze Animationsfilm ‚Fisherman‘ mit. Ich bin nicht vollkommen sicher worum es geht, aber der Film hat dafür gesorgt, dass ich Begriffe wie „Fischradar“ und „Fischtechniker“ im (Fisch)Kopp habe, kann also nicht ganz schlecht sein.

 

Das ist auf Youtube: Carpenter Brut – „Turbo Killer“

Da hier ja doch einige 80er Jahre Freunde mitlesen, präsentiere ich Euch heute einen gehäuften Esslöffel 80er-Retro-Kitsch. Der Franzose Carpenter Brut ist vermutlich mein liebster Synthwave Retro-Synther und nicht nur des Namens wegen. Wer Synthwave nicht kennen sollte, es ist eine Art retrofuturistische Musik beeinflusst von 80er Jahre Synth-Soundtracks (Carpenter halt) in Verbindung mit modernen Bass und Kickdrum-Elementen des Electro House (Musikgenres, durchblickt die irgendwer noch wirklich?).

Wie auch immer, schnallt Euch an, es geht los: