Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Autoren

Wir bleiben bei Büchern, sind aber nicht mehr länger auf Kinderbücher festgelegt. Diese Woche möchte Gorana von uns unsere 5 liebsten Autoren wissen. Das ist eine Frage, die ich nicht leicht beantworten kann und sicherlich auch eine, die einiger Fluktuation unterworfen ist. Die folgenden 5 Autoren sind also mehr als Momentaufnahme zu sehen. Obwohl ich vermutlich niemanden von dieser Liste irgendwann nicht mögen werde.

  1. Cormac McCarthy

McCarthy ist vermutlich derjenige auf dieser Liste, von dem ich am wenigsten gelesen habe. Und ich habe so ein Gefühl, dass wenn wir uns jemals unterhalten sollten, wir uns über nicht eben viel in dieser Welt einig wären. Was ich nicht abstreiten kann ist, wie vollständig mich seine bewusst einfache, hemingwayesk knappe Prosa gefangen nimmt. ‚Blood Meridian‘ war wie ein böser Traum, aus dem ich nie so ganz aufwachen wollte und ‚The Road‘ ein ganz fieser Schwinger direkt auf die Seele. Ich brauche meine Pausen zwischen seinen Büchern aber es werden sicherlich noch mehr.

  1. Shirley Jackson

Als Horrorfilm-Fan fällt mir eines immer wieder auf: ich mag Horror-Literatur nicht besonders. Eine Ausnahme hiervon stellt Shirley Jackson dar. Jackson ist großartig darin ein stilles, ein beinahe alltägliches Böses zu beschreiben. Sie webt in einen völlig harmlos wirkenden Absatz eine Handvoll Anspielungen ein und verwandelt ihn in so viel mehr als die Summe seiner Teile. ‚Haunting of Hill House‘ ist eine Geisterhausgeschichte aber Jackson macht so viel mehr daraus, als diese Beschreibung leisten kann. Am Ende ist beinahe das Erschreckendste wie gewöhnlich das Hill House eigentlich ist. Wer sich nicht gleich einen Roman vornehmen will, dem sei die Kurzgeschichte ‚The Summer People‘ ans Herz gelegt, die das obige Prinzip ebenfalls perfekt auf den Punkt bringt.

  1. Friedrich Dürrenmatt

Dürrenmatt ist einer der wenigen Autoren, die mir selbst der Deutschunterricht nicht erfolgreich verleiden konnte. Mit ‚Der Richter und sein Henker‘ oder ‚Das Versprechen‘ schafft Dürrenmatt nicht nur rundum gelungene Kriminalromane, sondern gleichzeitig auch Abrechnungen mit dem Genre an sich. Die Idee der Detektivgeschichte, in der die Welt aus ihrer Ordnung geraten ist aber durch einen intelligenten, rationalen Menschen wieder in ihre Bahnen gebracht werden kann, führt Dürrenmatt ad absurdum. Auf zutiefst unterhaltsame Weise.

  1. Umberto Eco

Ich mag nicht alles, was ich von Eco gelesen habe. Aber das was ich mag begeistert mich. Seine Bücher sind dabei so intertextuell, er kann seinem Fachgebiet der Semiotik so wenig entkommen, dass auch bei jedem erneuten lesen etwas zu entdecken ist. ‚Der Name der Rose‘ ist clevere Metafiktion aber es macht einfach auch nur Spaß mit William von Baskerville das Geheimnis der Abtei zu ergründen. Mein Favorit ist aber vermutlich ‚Baudolino‘, eine Geschichte um einen Aufschneider aus einer Zeit, die keine Aufschneider kennt. Seine Literatur- und Kunsttheoretischen Texte sind ebenfalls lesenswert und sein Aufsatz zum „Urfaschismus“ sollte zu den Standardtexten der politischen Bildung gehören.

  1. Terry Pratchett

Wenn mich ein Autor seit Teenager-Tagen begleitet und nur sehr wenig seiner Faszination eingebüßt hat, dann sollte das wohl für ihn sprechen. Seine Scheibenwelt begann einmal als Persiflage auf die Fantasy Romane der 80er Jahre, wurde aber im Laufe ihrer Entwicklung zu so viel mehr. Pratchett war nicht nur ein großartiger Komiker, er war auch ein überzeugter Humanist. Dass er gerade den Tod der Scheibenwelt zum größten Erforscher der Probleme der menschlichen Existenz gemacht hat, ist vielleicht einer seiner cleversten Kniffe, die hinterher so offensichtlich scheinen. “What can the harvest hope for, if not for the care of the Reaper Man?” Zum Einstieg empfehle ich ‚Small Gods‘.

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Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Kinderbücher

Wir bleiben in der Vergangenheit. Ging es letzte Woche um Filmhelden aus der Kindheit, schauen wir diese Woche auf unsere liebsten Kinderbücher. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich diese Woche etwas vergesse dürfte (noch) höher als sonst sein, habe ich doch Kinderbücher (mit einer Ausnahme) lange nicht gelesen und zumindest bislang keinen eigenen Nachwuchs. Aber mal schauen, was ich zusammenbekomme:

  1. Die kleine Raupe Nimmersatt – Eric Carle (1969)

Das einzige Buch – neben Grimms Märchen – an das ich mich aus der Vor-Lesezeit noch erinnern kann. Die Geschichte ist so einfach wie charmant, eine Raupe frisst sich eine Woche lang durch allerlei Lebensmittel, symbolisiert durch Löcher in den Buchseiten bevor sie am Ende… aber ich will es ja niemandem verderben, der es nicht kennt! Biologisch übrigens völliger Blödsinn, Raupen sind sehr spezialisiert, was die Wahl ihrer Nahrung angeht, eine Vielfalt wie hier wäre nicht möglich. Wen das interessiert? Niemanden, nehme ich an!

  1. Emil und die Detektive – Erich Kästner (1929)

Das älteste Buch auf dieser Liste, obwohl es sich, zumindest laut meiner Erinnerung, nie „alt“ anfühlte. Emil Tischbein wird im Zug nach Berlin das Geld gestohlen, dass er seiner Großmutter bringen sollte. Zusammen mit ein paar Berliner Kindern und Cousine Pony Hütchen macht er sich auf, auf eigene Faust auf den Dieb zu stellen. Verbindet Märchenmotive, das Kind auf dem Weg zur Großmutter, mit typisch städtischen Situationen und fühlt sich vielleicht genau darum relativ zeitlos an.

  1. Die Brüder Löwenherz – Astrid Lindgren (1973)

Ich hätte diese ganze Liste mit Werken von Astrid Lindgren füllen können. Mit Ferien auf Saltkrokan, Ronja, Pippis, Maditas und Kalle Blomquists Geschichten. Aber da ich mich auf eines beschränken musste habe ich das genommen für das sie vermutlich am meisten kritisiert wurde. Tod sei ein Thema, dass nicht in ein Kinderbuch gehört sagten die einen, sie würde den Tod verharmlosen die anderen. Ich meine, Kinder können durchaus mit ernsthaften Themen umgehen und wenn mir als Kind jemand Akzeptanz für ein ebenso unausweichliches wie unangenehmes Thema wie den Tod näher bringen soll, dann gibt es dafür weit schlechtere Kandidaten als Frau Lindgren und nur wenig bessere.

  1. Die drei ??? (Serie) – Robert Arthur u.a. (seit 1968)

Durch diese Serie bin ich durch puren Zufall gekommen. Ein Freund von mir hatte sehr christliche Eltern. Die waren, scheint es, wenig amüsiert als ein wenig feinfühliger Verwandter ihrem Sohn eine Handvoll Bücher der Serie schenkte, darunter Titel wie ‚Der tanzende Teufel‘ oder ‚Die Teufelsinsel‘. Also musste er die Bücher dem Andreas (mir) schenken. Vermutlich weil aus dem eh nie ein guter Christ werden würde (stimmt). Wie dem auch sei ich war sofort Feuer und Flamme für die Serie und – heute kann ich es wohl sagen – mein Freund hat sie damals heimlich bei mir gelesen. Und die Hörspiele haben wir auch zusammen gehört! Ha, Rebellion!

  1. Die unendliche Geschichte – Michael Ende (1979)

Über die unendliche Geschichte habe ich an mindestens zwei Stellen auf diesem Blog schon geschrieben, weiß also ehrlich gesagt nicht, was ich noch groß sagen soll. Ein Buch, das ich auch heute noch mit ebenso großem Genuss lesen kann, wie als ich 10 oder 11 Jahre alt war. Ein Buch, in dem ich jedes Mal noch etwas Neues entdecke und das mich in meinem Leseverhalten arg geprägt haben dürfte. Ich mag es sehr und möchte es nicht missen. Die Tatsache, dass ich bei heutigem Lesen meiner Ausgabe 20 Jahre alte Schokokeksflecken finden kann trägt ihren Teil dazu bei.

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Kinderhelden (in Serien)

Heute steht eine Zeitreise auf dem Programm. Gorana fragt uns nach unseren größten Kinderhelden in Serien. Die Helden sollen dabei selbst Kinder unter 14 sein, was die Frage für mich etwas schwierig macht, da ich beim Überlegen gemerkt habe, dass ich schon als Kind erwachsene Helden bevorzugt habe, Bud Spencer, Peter Lustig etc.. Aber natürlich war es trotzdem kein großes Problem auf 5 kindliche Helden zu kommen, auch wenn ich bei meiner Nummer 1 ein wenig „geschummelt“ habe.

 

  1. ‚Jack Holborn‘

Seefahrt hat mich ja irgendwie schon immer fasziniert. Diese Geschichte um den Waisenjungen Jack, der eigentlich Seiler werden soll aber viel lieber Schiffsjunge wäre und sich daher auf dem Schiff eines Freibeuters verdingt mag daran Anteil haben. Ich habe die als sehr atmosphärisch düster in Erinnerung und frage mich, ob sie heute noch funktionieren würde. Müsste man mal ausprobieren.

  1. ‚Tiny Toons‘

Anfang der 90er war es plötzlich für kurze Zeit in Mode etwas in die Jahre gekommene Charaktere im wahrsten Sinne des Wortes zu verjüngen. Ein Trend vermutlich ausgelöst durch den Erfolg der ‚Muppet Babies‘. Ich mochte die Tiny Toons allerdings immer am liebsten, da sie zumindest eigenständige Charaktere waren und auch mit den originalen Looney Toons interagiert haben. Ich kann aus heutiger Sicht allerdings nicht mehr sagen, ob sie mir wegen der Serie im Gedächtnis geblieben sind oder wegen des bockschweren NES Spiels. Zumindest pfeife ich noch gelegentlich die Titelmelodie und bin immer noch Fan der klassischen Warner Animationen aus den 40ern.

  1. ‚Der kleine Vampir‘

Die Freundschaft zwischen Anton und Rüdiger und dessen Vampirfamilie hat mir immer sehr gut gefallen. Was mir vor allem im Gedächtnis ist, ist dass ich Rüdigers punkigen Bruder verdammt cool fand und selbstverständlich Gert Fröbe als Widersacher Johann Geiermeier (ein deutlich besserer Vampirjäger-Name als Van Helsing, seien wir mal ehrlich). Ich beziehe mich auf die erste Serie aus der Mitte der 80er, seitdem scheint es ja durchaus noch mehrere Umsetzungen gegeben zu haben, die ich aber nicht kenne.

  1. ‚Ronja Räubertochter‘

Ich habe jetzt bei der Recherche bemerkt, dass das wohl eigentlich ein Film ist, ich kenne es aber nur ausgestrahlt als 3-Teilige Miniserie. Und als solche ist es vielleicht meine liebste Lindgren-Umsetzung. Die Geschichte um die Freundschaft von Ronja und Birk, Kinder aus verfeindeten Räubersippen, hat ihre Vorbilder von Tristan und Isolde bis Romeo und Julia. Lindgren und die Filmemacher schaffen es aber der Geschichte eine ganz eigene Poesie und einen ordentlichen Schuss Phantastik zu verpassen. Ronja als weiser Gegenpol zum polternden Machismo der Väter ist vermutlich Lindgrens beste Figur.

  1. ‚Die Drei Fragezeichen‘

Ja okay, die drei Satzzeichen haben es im Gegensatz zu TKKG und den 5 Freunden nie zu einer Fernsehserie gebracht und zu den neuen Filmen kann ich nix sagen aber jede Darstellung meiner Kindheit bei Auslassung der Drei Fragezeichen wäre schlicht unvollständig. Und immerhin bilden sie eine der langlebigsten Hörspielserien überhaupt. Justus war durchaus so etwas wie ein Vorbild für mich und ich habe in Kindertagen mindestens drei Detekteien gegründet. Einmal hatten wir sogar (handgeschriebene) Karten. Bloß einen Fall hatten wir nie. Vielleicht auch besser so, denn wer will sich schon mit Käfer-werfenden, Machete-schwingenden Vogelscheuchen auseinandersetzen?

Sollte jemand ein ernsthaftes Problem mit meiner Nummer 1 haben, tut einfach so als hätte ich ‚Die Simpsons‘ geschrieben. Anfangs war immerhin Bart der Held. Und dann fresst meine Shorts!

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Halloween Medienprodukte

Der 31.10. rückt unaufhaltsam näher. Selbst mein Supermarkt hat mich heute via Schild dazu aufgefordert daran zu denken und eine Großpackung Schokoriegel zu kaufen. Das zeigt, dass mein Supermarkt mich nicht so gut kennt wie er glaubt. Denn wenn ich heute eine Packung Schokoriegel kaufe, dann sind mit Sicherheit keine mehr an Halloween für irgendwelche verkleideten Kinder übrig. Aber vielleicht ist genau das der Plan und ich soll zwei Packungen kaufen. Aber zurück zum Thema. Gorana möchte heute von uns unsere 5 liebsten Medien, gleich welcher Art, mit Halloween als Thema wissen. Schauen wir mal.

  1. ‚Halloween‘ (1978)

Ja okay, nicht die einfallsreichste Auswahl, das gebe ich gern zu. Aber was soll ich sagen, Carpenters Film funktioniert immer noch ganz großartig. Vom anfänglich idyllischen Haddonfield, in dessen Hintergrund sich ab und zu eine merkwürdige dunkel gekleidete Gestalt herumdrückt, bis zum wirklich spannenden Finale, ist dieser sehr frühe Slasher, der viele der späteren „Regeln“ schuf, gleichzeitig auch einer der Besten.

  1. ‚Epidemiology‘ aus ‚Community‘ Staffel 2 (2010)

Die Halloween Party am Greendale Community College gerät außer Kontrolle, weil sich das in einem Laden für Überschusswaren gekaufte Taco-Fleisch als schlecht herausstellt. Was folgt ist ein Zombiefilm in 25 Minuten und unsere Lerngruppe mittendrin. ‚Community‘ hat eine Reihe herausragender Folgen und diese hier gehört auf jeden Fall dazu.

  1. ‚Der große Kürbis‘ (1966)

Als Kind konnte ich mit den Peanuts Fernsehproduktionen nie wirklich viel anfangen. Sie waren einfach so anders, als alles andere, was man als Kind an Zeichentrick zu sehen bekam. Wie sollte ich eine Szene verstehen, in der Snoopy als Fliegerass aus dem ersten Weltkrieg zuerst zu, von Schröder auf dem Klavier gespielten, Oldies tanzt, dann in Tränen ausbricht? Heute weiß ich all das mehr zu schätzen. Die großartige Musik von Vince Guaraldi, die melancholische Grundstimmung, die seltsam „flache“ Animation, das bange Warten mit Linus im Kürbisfeld, wo man doch eigentlich Süßigkeiten grabschen könnte.

  1. ‚Tree House of Horror V‘ aus ‚Die Simpsons‘ Staffel 6 (1994)

Okay, die Simpsons Halloween Folgen mochte ich schon als Kind und mag sie heute immer noch. Und die fünfte ist die Beste. Sie beginnt mit einer wunderbaren ‚Shining‘-Parodie. Dann reist Homer via kaputtem Toaster durch die Zeit und versucht (natürlich erfolglos) nichts am Zeitstrom zu verändern. Und es endet mit der besten Geschichte, in der die Schüler der Springfield Grundschule für ihr eigenes Mittagessen verarbeitet werden. Dazu der Running-Gag, dass Hausmeister Willie in jeder Geschichte mittels Axthieb getötet wird. Ach, die Folge könnte ich jedes Jahr schauen.

  1. ‚Trick r Treat‘ (2007)

Genau wie diesen Film. Ich mag Horror-Anthologien sehr gerne, auch wenn sie nicht allzu häufig gelungen sind. Diese hier ist es aber allemal. Die Geschichten, die alle in einer kleinen Stadt spielen sind geschickt miteinander verzahnt, nicht zuletzt über die Figur des Sam, so etwas wie dem Geist von Halloween, dem es sehr wichtig ist, dass die Regeln eingehalten werden. Der Höhepunkt ist denn auch die letzte Geschichte, in der sich Brian Cox als alternder Griesgram gewalttätig mit Sam auseinandersetzen muss.

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 spektakulärsten Horrorfilmtode

Gaaaah, es ist schon wieder Donnerstag, was ein Schreck! Das scheint eher ungewöhnlich, ist der Donnerstag doch normalerweise weit weniger gruselig als ein Dienstag oder gar ein Montag aber derzeit herrscht bei den 5 Besten am Donnerstag der Horror! Gorana möchte diese Woche die 5 spektakulärsten Horrorfilmtode von uns wissen. Meine Liste richtet sich dementsprechend rein nach dem Spektakel, weniger danach, ob die Szene mir als Zuschauer nahe geht oder ob der Rest des Films gut oder schlecht ist, wobei ich letztlich doch alle Filme auf der Liste sehr mag (außer dem „Bonus“). Oh und die ‚Final Destination‘ Serie hat Listenverbot. Da spektakuläre Tode das Brot und Butter der Serie sind, könnte man mit ihr (oder auch nur Teil 2) problemlos die ganze Liste füllen. Mit Spoilern für die genannten Filme ist offensichtlich zu rechnen! Genug der Vorrede, legen wir los!

  1. ‚Tucker & Dale vs. Evil‘ (2010) – Tod durch Missverständnis

Ein paar College-Kids auf Camping-Trip halten die gutmütigen Hinterwäldler Tucker und Dale für bösartige Mörder, vorbelastet vermutlich durch allerlei Filme. Nachdem ein Mädchen sich verletzt nehmen die beiden sie in ihrer Hütte auf. Die anderen Teenager gehen davon aus sie wurde entführt und wollen sie retten. Ausgerechnet in diesem Moment verärgert Tucker versehentlich ein paar Bienen mit seiner Kettensäge… aber seht selbst:

 

  1. ‚Nightmare on Elmstreet‘ (1984) – Tod durch Freddy (ach nee!?)

Johnny Depp in seiner ersten Filmrolle tritt in der Tat spektakulär ab. Sein Charakter Glen und Hauptcharakter Nancy haben einen guten Plan, um den traum-spukenden, rachsüchtigen Hausmeister auszuschalten, leider schieben Glens Eltern dem einen Riegel vor und verbieten das Treffen. Was tut der geniale Glen folglich? Fernsehen und Einschlafen. Prompt frisst ihn sein Bett samt Fernseher und rotzt einen Springbrunnen aus Blut und letztlich Glen selbst hervor. Iiiih.

 

  1. ‚Gremlins‘ (1984) – Tod durch Küchengeräte

Ich vermute, dass irgendwo im Gremlin-Wald Gremlin-Pfadfinder um ihr Gremlin-Feuer herumsitzen und sich Gremlin-Gruselgeschichten über Billys Mutter erzählen. Denn da hocken ein paar Gremlins ganz harmlos in ihrer Küche und mampfen Kekse, doch Billy Mutter ist alles andere als froh über die unangenehmen Hausgäste und setzt Mixer und Mikrowelle rücksichtslos und effektiv gegen die kleinen Fieslinge ein. Gemein!

 

  1. ‚Der Weiße Hai‘ (1975) – Tod durch explosive Sauerstoffvergiftung

Bruce macht bumm. Baaaahahahahaha!

 

  1. ‚Alien‘ (1979) – Tod durch außerirdischen Parasiten

Kane muss einem geradezu leidtun. Da springt ihm in einem außerirdischen Raumschiff irgendein handförmiger Parasit ins Gesicht, drückt ihm einen Schlauch in den Hals und versetzt ihn ins Koma. Und kaum fällt das Ding ab und er kann endlich mal wieder schön mit den Kollegen zu Abend essen, da stellt sich der Schlauch nachträglich als Ovipositor heraus und der Tag wird für alle Beteiligten noch weit unangenehmer. Nächste Woche versuche ich mal eine Liste ohne Alien auf Platz eins, ehrlich!

 

BONUS: ‚Wicker Man‘ Remake – Tod durch BEEEEEEEES und Overacting.

Die genannte Todesursache stimmt genau genommen nicht, denn nachdem Nicholas Cage fragt, ob in dem Beutel ein Hai sei und wer das Huhn verbrannt hat, sich als Bär verkleidet, mit Waffengewalt ein Fahrrad requiriert und so ziemlich jeden weiblichen Charakter verprügelt kriegt er nicht nur ’ne Ladung Bienen in den patentierten Bienenhelm, sondern wird eigentlich auch noch verbrannt. Aber was soll’s? NOT THE BEEEEES! (Man beachte das Mädel im Bienenkostüm im Hintergrund!)

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Horrorfilme

Atmet mal tief ein! Merkt Ihr was? Die Luft hat diese ganz besondere Qualität, wie sie nur der Frühherbst bietet, herrlich! Aber liegt da nicht noch etwas anderes in der Luft? Doch natürlich, es ist Oktober der Horror Halloween Monat! Daher fragt uns Gorana heute ganz passend nach unseren 5 liebsten Horrorfilmen. Horror ist ein Genre, das mir sehr am Herzen liegt, deswegen ist mir die Auswahl auch alles andere als leicht gefallen. Ich verzichte allerdings trotzdem auf die Nennung von „ferner liefen“ Kandidaten, einfach weil die Liste zu lang würde. Wer mehr von meinen Gedanken zum Horrorgenre lesen möchte kann das hier tun! Jetzt aber los.

  1. ‚May‘ (2002)

May ist einsam und sucht nach menschlichem Kontakt. Leider trifft sie überall nur auf Enttäuschungen und geht damit nicht eben gut um. Regisseur Lucky McKee und vor allem Hauptdarstellerin Angela Bettis liefern die besten Vorstellungen ihrer jeweiligen Karriere ab, in einem Film, bei dem man jederzeit fürchtet er könne in die Parodie abrutschen, das aber doch nie tut. Er ist verstörend, irgendwo bewegend und in seiner Konsequenz unausweichlich.

  1. ‚Evil Dead 2’/’Tanz der Teufel 2‘ (1987)

Eine Seltenheit im Horrorgenre, eine gelungene Fortsetzung (und ein verkapptes Remake)! Eine Fortsetzung sogar, die in jeder Hinsicht besser ist als das Original. An jedem anderen Sam Raimi Film habe ich irgendetwas auszusetzen, doch hier gelingt ihm seine einzigartige Mischung von Horror und Komödie durchweg perfekt. Die Szene in der Bruce Campbells Ash Williams einen cartooninspirierten  Nervenzusammenbruch erleidet (und die womöglich verantwortlich ist für die Pixar Lampe (aber vermutlich nicht)) ist nichts weniger als brillant!

  1. ‚Videodrome‘ (1983)

Als David Cronenberg noch ein Kind war, stand er gerne auf, nachdem seine Eltern im Bett waren, um an der Zimmerantenne des häuslichen Fernsehers herumzuspielen. Gelegentlich sah er Formen im Schneegestöber der Statik und malte sich die Schrecken aus, die er sehen würde, wenn er das Signal klar hereinbekäme. Genau das passiert dem Hauptcharakter in ‚Videodrome‘ und Cronenberg geht der Frage nach, was wäre wenn alle Vorurteile über die schädlichen Auswirkungen gewalttätiger Videos wahr wären. Der Hauptcharakter verändert sich zunächst psychisch, später im typischen cronenbergschen Bodyhorror auch physisch. Ein zentrales Werk um Cronenbergs Frühwerk zu verstehen!

  1. ‚Pans Labyrinth‘ (2006)

Gilt der als Horror? Warum frage ich überhaupt, das hier ist immerhin meine Liste! Guillermo Del Toros mit Abstand bester Film stellt eine unheimliche Unterwelt bevölkert von grausig schönen Kreaturen neben die noch weit unheimlichere Realität des francistischen Spaniens während des 2ten Weltkriegs. Ihm gelingt hier das seltene Kunststück die erwachsene Fantasie wieder so zu fesseln, wie es Märchen für uns als Kinder getan haben. Das ist nicht nur ein großartiger Horrorfilm, das ist einer der besten Filme des noch jungen Jahrhunderts.

  1. ‚Alien‘ (1979)

Und das hier ist einer der besten Filme des alten Jahrhunderts. Die zufällige Begegnung einer Gruppe Weltraum-Kraftfahrern mit einem vollständig fremden Wesen ist visuell und akustisch perfekt inszeniert. Einerseits Hommage an klassische 50er Jahre Space Horrorfilme, schafft Regisseur Ridley Scott hier doch etwas absolut Eigenes, vollständig Unvergessliches. Es ist völlig egal, wie oft ich diesen Film sehe, jedes Mal bin ich wieder an den Bildschirm oder die Leinwand gefesselt, auch wenn ich inzwischen wissen müsste, wann und wo das Wesen auftaucht, vermute ich es immer noch in jedem Moment irgendwo in der bedrückenden, triefenden Finsternis, die jedes Bild erfüllt. Ab dem Moment, wenn sich ein Parasit in John Hurts Gesicht festsetzt wissen wir, dass wir es mit etwas Außergewöhnlichem zu tun haben, wenn dann sein Brustkorb explodiert müssen wir feststellen, es gelten keinerlei Regeln mehr.