Die 5 Besten am Donnerstag: meine 5 liebsten Orte im Film

Jeder kennt dieses Gefühl, wenn man einen Film schaut und denkt „ach, da wäre ich jetzt auch gern!“ Und genau darum geht es diese Woche bei den 5 Besten am Donnerstag. Gorana fragt uns nach unseren 5 liebsten Orten im Film, ganz egal ob real oder fiktiv.

  1. Grand Budapest Hotel

Ja, im Grand Budapest Hotel in der Republik Zubrowka könnte ich schon ein paar Tage verbringen. Ich mag dieses Hotel mit seinem langsam verblassenden Glanz der Habsburger Zeit sehr gerne. Das fiktive Hotel ist natürlich ein Konglomerat aus bestehenden Häusern und Kulissen aber zumindest die Lobby könnte ich im Görlitzer Warenhaus besuchen. Mal sehen…

  1. Jurassic Park

In dem funktionierenden Park, so wie ihn sich John Hammond im ersten Teil vorstellt würde ich sehr gerne ein Wochenende verbringen. Diplodoci füttern, Triceratops streicheln, nur auf den Part, wo ich von Raptoren und T-Rexes gejagt werde könnte ich wohl verzichten. Obwohl, irgendwie gehört das ja dazu. Ich will aber nicht der Kerl sein, der aufm Klo entzwei gebissen wird, Dankeschön!

  1. Mittelerde

Schön durch die Straßen von Minas Tirith schlendern, ein gemütlicher Ritt über die Ebenen von Rohan. In Bruchtal mit den Elben meditieren (oder was auch immer die sonst so machen) und mich dann in Hobbingen mal so richtig schön voll fressen. Und wenn ich schon dabei bin könnte ich mich zum Abschluss auch noch mit ’nem Rudel Zwerge besaufen und mit Gandalf Alten Toby rauchen.

  1. Neuseeland

Okay, der oben geplante Mittelerde Besuch ist aus offensichtlichen Gründen nicht möglich. Aber Neuseeland ist immerhin so nahe dran wie es geht und macht auch in anderen Filmen eine gute Figur. Ganz egal ob es in ‚Slow West‘ für die USA einspringt oder sich in ‚Hunt for the Wilderpeople‘ selbst spielt. Einen Besuch scheint es mehr als Wert zu sein.

  1. Millennium Falcon

Natürlich ist der Plan nicht nur auf dem Millennium Falcon zu sein. Der ist mehr für den Zwischentransport da. Ein Waldspaziergang auf Endor hier, dann in Cloud City in ’ne schicke Bar. Vielleicht Alderaan besuchen, bevor es kaputt gemacht wird, soll ja sehr schön da gewesen sein. Und morgen dann nach Coruscant zum Shoppen. Aber im Falcon ist es zwischendurch auch sehr schön. Und wird es doch mal langweilig, dann kann man dieses Weltraum Schach mit ’nem Wookie spielen. Aber immer drauf achten, dass man ihn gewinnen lässt. Man will ja alle Arme behalten. Und dann… einen Moment, ich glaube das da vorne ist gar kein Mond! Schnell in den Hyperraum!

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Die 5 Besten am Donnerstag: Meine 5 liebsten (echten) Tiere aus Film oder Serie

Heute wird es tierisch bei den 5 Besten am Donnerstag. Gorana fragt uns nämlich nach unseren 5 liebsten Film- oder Serientieren. Allerdings sollen es echte Tiere sein, somit ist der Hai aus ‚Der Weiße Hai‘ raus. Wusstet ihr eigentlich, dass der am Set nicht nur einen, sondern gleich drei Spitznamen hatte? Sie sind, sortiert nach aufsteigender Frustration mit der nicht funktionierenden Mechanik, Bruce (nach Spielbergs Anwalt), Flaws und schließlich „Great White Turd“… nun aber zu realen Tieren:

 

  1. Hündin Abbie aus ‚In a Valley of Violence‘ (2016)

Dieser Mischling aus Australian Sheep Dog und Border Collie muss sich vor seinen Mitstars John Travolta und Ethan Hawke nicht verstecken. Abbie ist sogar vermutlich der sympathischste Charakter in dieser Italo-Western Hommage. Allerdings, der Name des Films lässt es vermuten, ihr Schicksal ist leider kein schönes. Hundefreunde seien entsprechend vorgewarnt.

  1. Schäferschwein Babe aus ‚Ein Schweinchen namens Babe‘ (1996)

Einem ebenfalls recht wenig schönen Schicksal entgeht Schwein Babe, nachdem seine Eltern den Weg ins Schlachthaus antreten mussten, wird er von der Schäferhündin Fly adoptiert. Um die Unversehrtheit seines Hinterschinkens ein für alle Mal sicher zu stellen, wird er selbst zum Schäferschwein und zwar zu einem sehr erfolgreichen, nicht zuletzt, weil er die Schafe mit Respekt behandelt.

  1. Die Katze, die nicht der Kater der Gorfeins ist aus ‚Inside Llewyn Davis‘ (2013)

Nein, an dieser Katze ist eigentlich nichts besonderes und genau das macht sie aus. Als Joel Coen bemerkte, dass der Film um den erfolglosen Folk-Sänger Davis eigentlich gar keine Handlung hatte baute er die Katze ein, die mit typisch unkooperativ feliden Verhalten die Handlung in Fahrt brachte. Und natürlich für die wichtigste Frage des Films sorgte:

  1. Pferd Kleiner Onkel aus ‚Pippi Langstrumpf‘ (1969)

Kleiner Onkel ist so etwas wie die Personifikation Pferdifikation engelsgleicher Langmütigkeit. Ganz egal welche Art von Unsinn Pippi plant, Kleiner Onkel steht treu bereit. Auf die Realität geschaut ist das alles leider weniger schön, Hauptgrund für sein stoisches Verhalten waren starke Beruhigungsmittel. Genau genommen war er nicht einmal ein Apfelschimmel, die Flecken wurden mit Haarfärbemittel aufgebracht. Trotz allem ist er mir in liebenswerter Erinnerung geblieben.

  1. Norwegischer Schlittenhund (aber nicht wirklich) aus ‚The Thing‘ (1981)

Oooh, ein Horrorfilm auf Platz 1? Und dann noch ein Carpenter? Filmlichter was bist Du doch vorhersehbar! Stimmt schon aber der Film enthält einige der besten „Hundeschauspiel“-Szenen aller Zeiten. Wenn das außerirdische Wesen in der Gestalt des Wolfshundes anfangs die Basis durchstreift, tun Carpenter und Hund ihr bestes um dem Zuschauer zu vermitteln, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Dass womöglich die Norweger einen besseren Grund als reinen Wahnsinn hatten um auf den Hund zu schießen.

Die 5 Besten am Donnerstag: 5 Filme, auf die ich mich im Herbst am meisten freue

Nach den Blicken zurück der letzten Donnerstage, schauen wir diesmal in die nahe Zukunft. Gorana fragt uns (immerhin auch schon zum 60ten Mal) nach den Filmen, auf die wir uns diesen Herbst besonders freuen. Hier sind meine Kandidaten:

  1. ‚Logan Lucky‘ von Steven Soderbergh

Filme von Soderbergh finde ich entweder ziemlich gut (‚Traffic‘, ‚The Limey‘, ‚Haywire‘) oder sie langweilen mich zutiefst (‚Oceans wasauchimmer‘) aber er hat einen unverkennbar eigenen Stil und es freut mich sehr, dass er noch nicht, wie verkündet, in den Ruhestand geht. Außerdem klingt ‚Logan Lucky‘ definitiv nach einem Film für die erste Kategorie und ist nicht zuletzt deshalb spannend, weil wir Adam Driver in einer komischen Rolle zu sehen bekommen.

  1. ‚Happy End‘ von Michael Haneke

Michael Haneke, Isabelle Huppert, Toby Jones… Vielmehr braucht man nicht zu sagen, um mich auf den Film neugierig zu machen. Obwohl ich mir bei Haneke Filmen langsam vorkomme wie Charlie Brown, dem stets im letzten Moment der emotionale Football weggezogen wird und der zerstört am Boden zurück bleibt. Aber dieser hier heißt immerhin ‚Happy End‘, von daher kann es ja nicht so schlimm werden… haha

  1. ‚Lady Macbeth‘ von William Oldroyd

Seien wir ehrlich, Lady Macbeth ist die interessanteste Figur in ‚Macbeth‘. Eine Geschichte aus ihrer Sicht, wenn auch ins England des 19. Jahrhunderts verlegt, klingt auf jeden Fall sehr spannend. Zudem kommt der Film mit etlichen Vorschusslorbeeren daher. Außerdem spielt Florence Pugh, die ich in ‚The Falling‘ toll fand die Hauptrolle.

  1. ‚mother!‘ von Darren Aronofsky

Der neue Aronofsky. Nuff said.

  1. ‚Blade Runner 2049‘ von Denis Villeneuve

Nein, ‚Blade Runner‘ braucht definitiv keine Fortsetzung. Aber der Name ist bekannt, daher hatte er nie eine Chance in Ruhe gelassen zu werden. Und man hätte es weit schlechter treffen können, als mit Denis Villeneuve im Regiestuhl, der letztes Jahr mit ‚Arrival‘ einen der besten Science-Fiction Filme der letzten Jahre abgeliefert hat und allgemein eine absolut beeindruckende Filmografie vorweisen kann. Auch der kürzlich veröffentlichte Kurzfilm lässt auf Gutes hoffen. Gewisse Sorgen bleiben natürlich. Sorgen wie „ist das Drehbuch gut?“ oder „wie unmotiviert ist Harrison Ford?“. Aber ich hoffe auf das Beste und warte gespannt auf das Ergebnis.

Die 5 Besten am Donnerstag: 5 zuletzt gelesene Bücher

Nach Serien und Filmen fragt uns Gorana bei den heutigen 5 besten nach den letzten 5 Büchern, die wir gelesen haben. Hier also, ohne jede wertende Reihenfolge, meine Liste:

  1. Anno Dracula von Kim Newman

Was-wäre-wenn Fortsetzung von „Dracula“. Was wäre wenn Dracula sich nicht hätte ablenken lassen und seinen Plan das England des späten 19. Jahrhunderts mit Vampiren zu bevölkern umgesetzt hätte. Hier hat er van Helsing getötet und Königin Viktoria geheiratet und herrscht nun mit eiserner Hand. Nebenbei bestreitet so ziemlich jeder literarische Blutsauger aus dieser Zeit einen Gastauftritt. Etwas „pulpig“ aber durchaus spaßig zu lesen.

  1. Lud-In-The-Mist von Hope Mirrlees

Oh hey, ein Buch von meiner „5 Bücher, die ich 2017 lesen möchte“ Liste, wer hätte das gedacht. „Lud-In-The-Mist“ ist ein zu Unrecht vergessenes Buch von 1926, dass im fantastischen Land gleichen Namens spielt. Obwohl, eigentlich ist an dem Land nichts fantastisch aber es grenzt an die Reiche der Fantasie. Und das ist das Problem… Freunde von Neil Gaimans „Sternwanderer“ oder Susannah Clarkes „Jonathan Strange and Mr. Norrell“ sollten unbedingt mal hineinschauen, beide haben sich hier sehr inspirieren lassen.

  1. Die Eisfestung – Hamburg im kalten Griff Napoleons von Gabriele Hoffmann

Basierend auf persönlichen Aufzeichnungen und Briefen schildert Gabriele Hoffmann aus verschiedenen Perspektiven, wie Napoleons Marschall Louis-Nicolas Davout das eroberte Hamburg mit einer Schreckensherrschaft überzieht, es in Fronarbeit zu einer Festung ausbauen lässt und im tiefsten Winter Tausende aus der Stadt vertreiben lässt. Davout ist allerdings so erfolgreich, dass Hamburg zur letzten Trutzburg napoleonischer Herrschaft wird. Verständlich und unterhaltsam aufbereitete Geschichtslektüre über einen recht unbekannten Teil der napoleonischen Kriege.

  1. Bridge of Birds von Barry Hughart

Als die Kinder seines Dorfes von einer geheimnisvollen Seuche befallen werden, macht sich der starke Number Ten Ox auf jemanden zu finden, der helfen kann. Er findet Master Li, einen weisen Mann mit „einem kleinen Charakterfehler“. Gemeinsam begeben sie sich auf ein langes Abenteuer durch das „antike China, dass es so nie gab“. Clever, unterhaltsam, teilweise sehr schwarzhumorig und einfach sehr kurzweilig. Empfehlung!

  1. Wir Ertrunkenen von Carsten Jensen

Noch eins von der „5 Bücher, die ich 2017 lesen möchte“ Liste! Jensen beschreibt die Entwicklung des dänischen Küstenstädtchens Marstal von 1848 bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Anhand mehrerer Generationen von Charakteren erleben wir den Wunsch des Seefahrens aber auch die Hölle, die man auf dem Meer erleben kann. Und die ständige Angst, die es für die Familien der Seemänner bedeutete. Das Buch fängt deutlich stärker an als es endet ist aber insgesamt recht lesenswert.

Die 5 Besten am Donnerstag: 5 zuletzt gesehene Serien-Staffeln

Während sich Gorana letzte Woche eine kleine Auszeit gegönnt hat geht es diesen Donnerstag wieder 5ertechnisch zur Sache. Nach unseren 5 zuletzt gesehenen Serien-Staffeln fragt sie uns diese Woche. Mal sehen, ob ich das zusammenbekomme, dafür muss ich recht weit zurückgehen, ich habe in letzter Zeit nicht viele Serien gesehen. Ohne besondere Reihenfolge:

  1. + 4. ‚Robin Hood‘ Staffel 1+2 (1984/1985)

Ich weiß nicht genau wann ich die Serie zum ersten Mal gesehen habe aber sie hat sich mir auf ewig als „meine definitive Robin Hood Version“ eingeprägt. Und sie funktioniert heute immer noch ganz großartig. Sei es das ordentliche Maß an historischer Genauigkeit, das in die Serie einfließt, so verliert Richard Löwenherz hier sein übliches Robin-Hood-Strahlemann Image und wird zu dem machthungrigen Kriegstreiber der er war. Die gelungene Einbindung von mystischen Elementen, der „Hooded Man“ ist der Auserwählte des angelsächsischen Waldgottes Herne und somit ein Ehrentitel und nicht an eine Person gebunden, was der Serie am Ende von Staffel 2 aus einem Dilemma half, als der Hauptdarsteller nicht mehr wollte. Aber was die Serie wirklich trägt sind die Charaktere. Robin, Marion und ihre Kumpanen sind eine glaubhafte Gemeinschaft, die (dank echter Außenaufnahmen) in einem glaubhaften Wald wohnen, was mein über 30jähriges Ich nicht mehr ganz so beneidenswert findet wie mein 10jähriges aber immerhin immer noch beeindruckend. Und der Sheriff von Nottingham und Guy of Gisburne sind wunderbar übertriebene Mistkerle, die aber auch selbst immer in der harschen Struktur des Feudalwesens gefangen sind. Immer noch eine tolle Serie!

  1. ‚Ash vs Evil Dead‘ Staffel 1 (2015)

Es war sehr schön Bruce Campbell in seiner Paraderolle als Ash wiederzusehen. Die Folgen waren lustig, gelegentlich eklig aber meist unterhaltsam. Allerdings fand ich das Ganze doch ein wenig substanzlos. Bin gespannt was die zweite Staffel bringt, die ich mir endlich mal ansehen sollte.

  1. ‚Jonathan Strange & Mr. Norrell‘ (2015)

Okay, Miniserie. Ich zähle sie aber trotzdem. Susanna Clarkes Buch war natürlich besser, allerdings sind nicht nur die Hauptfiguren mit Bertie Carvel und Eddie Marzan sehr treffend besetzt, auch die Nebenrollen funktionieren sehr gut. Ich könnte mich jetzt über Veränderungen an der Figur des „Gentleman with the thistledown hair“ beschweren aber so sehr gestört hat es mich nicht. Und für eine Fernsehserie gelingt es die rein physische Weite der Ereignisse von Yorkshire über Belgien und Portugal bis Venedig sehr gut zu vermitteln.

  1. ‚Fargo‘ Staffel 2 (2016)

Die neueste Staffel auf meiner Liste ist ironischer Weise für mich am längsten her. Sie spielt zeitlich lange vor der ersten Staffel und nimmt bestimmte Elemente, die in dieser erwähnt wurden wieder auf. Für mich eine ziemlich perfekte Serie. Erzählerisch komplex, recht düster, gelegentlich absurd und mit einem wunderbar trockenen Sinn für Humor. Ich freue mich sehr auf Staffel 3.

Top Ten Al Pacino Rollen

Weil sich beim letzten Mal so viele Leute beklagt haben, dass ich Herrn Pacinos Teufel übersehen habe (jemand hat gar ein Mic gedropt!!) hier nun eine Liste speziell für Euch Pacino-Puristen. Denn wenn es keinen Pacino hat, steht es nicht auf dieser Liste (sein Teufel taucht aber auch hier wieder nicht auf…).

Al Pacino ist natürlich ein großartiger Schauspieler aber spätestens seit den späten 90er Jahren scheint er sich in seinen Rollen IMMER ÖFTER AUF REINE LAUTSTÄRKE ZU VERLASSEN! Die „Pacino Explosion“ ist schon zu einem Klischee geworden. In einem Interview sagte er einmal er sieht die Hauptaufgabe eines Regisseurs darin ihn zurückzuhalten. Das ist zum Glück vielen Regisseuren auch in der neueren Zeit noch gelungen und so war gar nicht so einfach mich hier auf zehn zu begrenzen. Mal sehen was ich diesmal ausgelassen habe: Weiterlesen