Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Serienmomente

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag. Heute möchte Gina von uns unsere 5 liebsten Serienmomente wissen. Da sind die meisten bei mir zwar schon eine Weile her, weil ich nicht mehr so viele Serien schaue, dennoch möchte ich Euch natürlich warnen, dass die Texte Spoiler zu den jeweiligen Serien enthalten können.

 

  1. ‚True Detective‘ Staffel 1 – Single Take Rettung

Ich war kein ganz so großer Fan dieser Serie wie viele andere, aber der Moment am Ende von Folge 4 wenn Matthew McConaughey als Undercover-Cop seinen unwilligen Informanten aus einer Drogenrazzia, die zur Schießerei geworden ist retten muss und das alles in einer Aufnahme, ohne Schnitt, dann ist das, auch für das heutige Fernsehen, ein extrem cinematischer Moment. Und passt sich dennoch in die größere Puzzlebox-Struktur der Serie wunderbar ein.

  1. ‚Deadwood‘ Staffel 2 – Bullock vs. Swearengen

Eine Staffel lang war es unausweichlich und in der ersten Folge der zweiten Staffel war es so weit: Seth Bullock legt seinen Stern ab und fragt Saloonbesitzer/Gengster Al Swearengen, ob er ein Messer habe, Sekunden bevor die beiden aufeinander losgehen. Sie sind nicht die ersten und nicht die letzten, die von Swearengens Balkon segeln, aber, wie Cy Tolliver feststellt: „Awful possibility in these matters is both men sustaining mortal injury…“. Natürlich ist er enttäuscht (anders als der Zuschauer), wenn‘s beide überleben.

  1. ‚The Sopranos‘ Staffel 5 – Adriana und Silvio

Ausgewählt aus einer möglichen Vielzahl von Momenten. Die Sopranos sind nicht arm an Morden und viele davon sind schwer zu ertragen. Doch wenn Adriana den Anruf bekommt, Chris habe versucht sich umzubringen und Sil hole sie ab, nur um dann festzustellen, dass er nicht zum Krankenhaus, sondern in den Wald fährt, ist sicherlich einer schwersten.

  1. ‚The Wire‘ Staffel 3 – Omar, Brother Mouzone und Stringer Bell

Was passiert, wenn man zwei Killer gegeneinander aufhetzt und die bringen sich nicht um, sondern reden miteinander? Dann hilft auch kein Versuch mehr wie ein gesetzestreuer Geschäftsmann auszusehen, dann hat man sich selbst den Fluchtweg verbaut, wie Stringer Bell feststellen muss.

  1. ‚Twin Peaks‘ Staffel 3 Folge 8

Die gesamte Folge 8. Weil es sowas im Fernsehen nicht gab und wohl so auch nicht wieder geben wird.

„This is the water and this is the well. Drink full and descend. The horse is the white of the eyes and dark within.“

 

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Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Schulfächer

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag! Heute geht Gina mit ihrer Frage (zumindest in meinem Fall) recht weit in der Zeit zurück. Unsere 5 liebsten Schulfächer möchte sie von uns wissen. Zugegeben, nicht wirklich etwas worüber ich erwartet hätte noch einmal nachzudenken, aber schaden kann es immerhin nichts. Schauen wir mal.

  1. Erdkunde

Ich meine, ich hab’s nicht abgewählt, als ich es hätte abwählen können. Das ist dann aber auch schon das Enthusiastischste, was ich über dieses Fach sagen kann.

  1. Deutsch

Textinterpretationen haben mir schon immer Spaß gemacht, das einzige, was die Freude trüben konnte, waren nur Lehrer, die ihre Sekundärliteratur, als die einzig „richtige“ Interpretation akzeptieren konnten. Diktate hingegen waren schon immer Mist.

  1. Englisch

Hier gilt dasselbe wie oben. Auch habe ich hier meist gute Lehrer gehabt, was einer der Gründe dafür sein dürfte, dass ich in Englisch sehr gut wurde, während es mit anderen Fremdsprachen nie so recht klappen wollte.

  1. Geschichte

Auch hier hing die Freude am Fach sehr von den Lehrkräften ab. Wenn es um Zusammenhänge ging, anstatt darum Daten zu pauken, war (und ist) Geschichte eines der interessantesten Themen überhaupt.

  1. Biologie

Hier habe ich eigentlich immer… eigenwillige Lehrer gehabt. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, wurde nach der Schule dann sogar ein Studium draus. Die Funktionen des Lebens haben mich immer fasziniert und tun das auch noch.

Und wer mir den folgenden Bio-Unterricht-Standard-Satz vervollständigen kann, gewinnt nichts, außer der Freude Recht zu haben:

„_____________ sind die Kraftwerke der Zelle“

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Buchorte

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag. Heute möchte Gina unsere 5 liebsten Orte aus der Literatur wissen. Sprich, Orte aus Büchern, die wir gern einmal besuchen würden. Da gibt es natürlich wieder einmal viel zu viele, doch ist es mir gelungen sie auf 5 einzugrenzen. Legen wir los.

  1. Das Inselarchipel aus „Erdsee“

Das gigantische Inselarchipel aus Ursula LeGuins „Erdsee“ Romanen ist zu gleichen Teilen abenteuerlich wie heimelig. Sie ist außerdem so weit entfernt wie möglich vom typischen, europäischen Pseudo-Mittelalter-Setting von Fantasy Romanen. Ich könnte bei der Magierschule auf Rok vorbeischauen, wo ich sicherlich nicht reinkäme. Oder auf dem malerischen Gont, der Heimat von Ged. Von Atuan hingegen halte ich mich eher fern…

  1. Der Dino Park aus „Dino Park“ (OT „Jurassic Park!)

Und damit meine ich nicht den funktionsunfähigen aus dem Roman, sondern einen voll funktionsfähigen Park. Nur halt cooler als in ‚Jurassic World‘. Ich würde mir einen albernen Triceratops-Hut kaufen, zu Mittag völlig überteuerte Raptor-Fritten verputzen und mir dann die Beine in den Bauch stehen um für einen Moment einen gelangweilten T-Rex zu sehen. Und es wäre großartig!

  1. Das Auenland aus „Der Herr der Ringe“

Am besten natürlich wenn irgendein Hobbit groß Geburtstag feiert! Dann gibt es noch mehr zu essen und noch mehr Bier als ohnehin schon! Wenn es vom Letzteren genug gibt singe ich sogar irgendwelche Lieder mit. Und das Feuerwerk wäre vermutlich auch cool. Und am nächsten Tag, kann man seinen Kater bei einem Spaziergang durch sattgrüne Wiesen abbauen. Man muss sich halt nur rechtzeitig verstecken, wenn ein finsterer Reiter auftaucht.

  1. Hill House aus „The Haunting of Hill House“

Von allen Spukhäusern der Literatur, von dem der Ushers bis zu dem der Navidsons, ist mir das Hill House aus der Feder von Shirley Jackson vermutlich das „liebste“. Besuchen möchte ich es aber vor allem, um  es durch meine eigenen Augen zu sehen und nicht durch die von Hauptfigur Eleanore. Ist es wirklich ein Spukhaus? Oder hat Eleanore nur so viel psychischen Ballast mitgebracht, dass es für sie zu einem wurde?

  1. Ankh-Morpork Die „Scheibenwelt“ Romane

Was man hier nicht alles erleben könnte. Fangen wir mit Kultur an: den Palast des Patriziers ansehen, bis die Wachen misstrauisch werden. Dann ein Abstecher ins zwergische Brotmuseum. Vielleicht ein Versuch die Unsichtbare Universität zu finden. Und wenn es dann Abend wird in irgendeine Kaschemme in den Schatten, mit möglichst leichter Geldbörse. Und wenn man als blöder Touri dann unweigerlich niedergeschlagen, ausgeraubt und in den Fluss geworfen wird, ist der immerhin schlammig genug, dass man wieder ans Ufer gehen kann.

 

Die 5 besten und schlechtesten Autos in Science Fiction Filmen

Es ist sicherlich nichts Neues, das ich eine gewisse Affinität zu futuristischen Vehikeln habe. Heute möchte ich mir daher die, meiner Meinung nach, 5 besten, aber auch die 5 schlechtesten Autos die es in Science Fiction Filme geschafft haben ansehen. Wenn ihr anderer Meinung seid, dann dürft Ihr die selbstverständlich in den Kommentaren kundtun. Ich habe übrigens Science Fiction recht frei ausgelegt. Sprich, die Filme müssen nicht unbedingt in der Zukunft spielen, aber gewisse SciFi Elemente mitbringen. Kurz gesagt, ‚Ghostbusters‘ und ‚Batman‘ zählen! Sparen wir uns weitere Vorreden und lassen die Motoren an.

Die 5 besten Autos in Science Fiction Filmen

  1. Tumbler aus ‚Dark Knight‘-Reihe

Ich muss zugeben, ich war reichlich skeptisch, als Christopher Nolan das schlanke, elegante Batmobil durch diese gepanzerte Monstrosität ersetzen wollte. Sicher, Maschinengewehre und Raketenwerfer sind nichts ganz Neues für den fahrbaren Untersatz des dunklen Ritters, aber wäre es nicht doch etwas zu martialisch? Letztlich passte es dann aber ganz wunderbar zu Nolans bodenständigerer Version des Charakters. Und wer hätte im Feierabendverkehr nicht schon einmal Jim Gordons Gedanken „I gotta get me one of those“ gehabt. Und sei es nur für ein paar Sprünge.

  1. Ecto-1 aus ‚Ghostbusters‘

Das Ecto-1 ist eines dieser Fahrzeuge, die man weder optisch noch akustisch je wieder vergisst. Im Grunde ist es ein Cadillac Meteor Miller von 1959, der für gewöhnlich Einsatz als Krankenwagen, oder aber als Leichenwagen gesehen hätte. Ray Stantz kauft ihn quasi schrottreif und völlig überteuert. Doch, nach allerlei Reparaturen, neuem Lack, allerlei Geisterjagd-Gadgets als Dachaufbauten und vor allem mit der merkwürdig weinerlichen Sirene kommt ein Fahrzeug heraus, dass nicht nur im New York der 80er allerlei Aufmerksamkeit auf sich zieht. Fun Fact: Das Ray relativ viel für den Wagen bezahlt, spiegelt die Realität wieder. Während der Planung sollte ein alter Meteor Miller noch 1600 Dollar kosten, als man soweit war einen zu kaufen, waren die Preise auf beinahe 5000 Dollar gestiegen.

  1. Pursuit Special aus ‚Mad Max‘-Reihe

Vermutlich eines der ikonischsten Fahrzeuge in der Science Fiction überhaupt. Ein schwarzer Ford Falcon XB GT von 1973, der für den postapokalyptischen ersten Film allerlei Modifikationen erhielt. Die auffälligste darunter ist sicherlich der Kompressor, so riesig, dass er martialisch durch die Motorhaube ragt. Im Film gilt „Mad“ Max Rockatanskys Fahrzeug als der letzte 8-Zylinder der der Welt. Im nächsten Film ließ sich bereits am Auto absehen, dass die Zeiten noch weit schlechter geworden sind. Weg ist die Kofferraumklappe, um Platz zu schaffen für zwei Benzinfässer, die Max im Niemandsland am Fahren halten. Hier wird der Wagen denn auch zerstört. Im dritten Film kommt das Fahrzeug nicht vor, in ‚Fury Road‘ hat es nur einen Kurzauftritt, wird es von den Warboys gestohlen und schließlich zwischen zwei größeren Fahrzeugen zerquetscht. Das Max offenbar wieder einen 8-Zylinder zur Verfügung hatte wirft (wie vieles andere) Fragen auf, ob es sich um ein Sequel oder doch ein Reboot handelt.

  1. Delorean DMC-12 aus ‚Zurück in die Zukunft‘

Die ‚Zurück in die Zukunft‘ Reihe ist der einzige Grund, warum sich noch irgendjemand an John DeLoreans merkwürdiges Auto aus den frühen 80ern erinnert. Na gut, das und die Flügeltüren. Niemand wollte das vom italienischen Designer Giorgetto Giugiaro entworfene Fahrzeug wirklich haben. Genau genommen hat Giugiaro an DeLorean einen Entwurf übergeben, der vorher von Porsche abgelehnt wurde. Und doch hat dieses merkwürdige Edelstahlauto etwas an sich, was erstaunlich laut 80er schreit. 1982 wurde die Produktion eingestellt. Wenn Doc also 1985 eine Zeitmaschine aus einem DeLorean baut, ist Martys überraschte Frage durchaus angemessen. Wie viel Anteil die Filme daran haben, dass von nur 9000 verkauften Exemplaren noch etwa 6000 erhalten sind, ist natürlich fraglich. Aber es würde mich nicht wundern, wenn in die meisten dieser 6000 Pseudo-Flux-Capacitors eingebaut wären. Wenn schon Zeitreisen, dann mit etwas Stil.

  1. Spinner aus ‚Blade Runner‘

Ein absolutes Meisterwerk des Produktionsdesigns von Syd Mead. Die fahr-, schweb- und flugfähigen Vehikel aus Ridley Scotts faszinierender Dystopie schienen in ihrer ganz eigenen Welt zu existieren. Ebenso imposant wie stilsicher fühlten sie sich als Fahrzeuge einer futuristischen Polizeibehörde einfach „richtig“ an. Natürlich existierten sie nicht lange in ihrer eigenen Welt. Denn Mead hat hier einen Meilenstein geschaffen und in jedem futuristischen Flugfahrzeug in späteren Filmen steckt sicherlich ein gutes Stück des Spinners. So gibt es direkte Hommagen etwa in ‚Das fünfte Element‘ oder den Star Wars Prequels. Mindestens 2 der 25 fahrfähigen Spinner, die für ‚Blade Runner‘ produziert  wurden, stehen übrigens in heftig modifizierter Form im Hintergrund von Hill Valley des Jahres 2015 in ‚Zurück in die Zukunft II‘.

 

Die 5 schlechtesten Autos in Science Fiction Filmen

  1. Alle Autos aus ‚A.I.‘

Die Designer dieses  eher umstrittenen Spielberg-Films haben sich ganz offensichtlich von Syd Mead inspirieren lassen. Allerdings nicht von seinem Spinner, sondern von seinen Entwürfen zu ‚Tron‘. Wenn man allerdings ‚Tron‘-Fahrzeuge nimmt und sie, samt leuchtenden Neonstreifen und abgerundeten Formen aus einer Computerwelt herausnimmt und sie durch eine reale Welt fahren lässt, tja, dann sehen sie leider auf einmal reichlich albern aus. Möglicherweise war genau das auch das Ziel, aber sei es wie es will, mich hat’s aus dem Film gerissen (in dem ich ohnehin nicht besonders tief drin war).

  1. Johnny Cab aus ‚Total Recall‘

Man stelle sich das mal vor: ein autonom fahrendes Auto, dem man einfach sagt wo man hin möchte und dann fährt es los. Okay, wirklich Science Fiction ist das kaum noch. Höchstens deswegen noch, weil dieses Auto auf dem Mars fährt. Oh, und bislang haben wir darauf verzichtet den virtuellen Fahrer durch eine Plastikfigur darzustellen, die beim Fahren vor sich hin pfeift und mit den Augen rollt, wenn der Fahrgast „dumme“ Fragen stellt. Oder versucht ihn zu überfahren, wenn er das Fahrgeld nicht bezahlt. Kurz, die Fahrer KI möglichst unerträglich zu gestalten. Sollte jemals jemand auf diese Interessante Idee kommen, hoffe ich, dass Arnie die erste Fahrt in diesem neuen Auto bekommt. Fun Fact: Die Plastikfigur ist Robert Picardo nachempfunden, der Johnny im Original auch spricht. Picardo würde später einen virtuellen Doktor an Bord der Voyager in der gleichnamigen Star Trek Serie spielen. Vermutlich fuhr er also nur virtuell Taxi, um sich sein virtuelles Studium virtuell zu finanzieren.

  1. Alle 2004-Fahrzeuge aus ‚Time Cop‘

Nachdem 1994 das Zeitreisen entdeckt wurde, muss in den nächsten 10 Jahren beim Design von Automobilen einiges schiefgegangen sein. Weil man im weit entfernten Jahr 2004 auf solchen Blödsinn  wie Windschutzscheiben verzichtet (wer muss schon rausschauen beim Fahren), konnte man sich offensichtliches Gedöns wie Scheinwerfer ebenfalls sparen. Kurz, die Autos von 2004 sehen aus wie ein Barren Metall, der an beiden Seiten abflacht und an den dann Schutzpanele von X- und Y-Wings gelötet wurden. Natürlich besteht die Zeitmaschine dieses Films aus einem Raketenschlitten, der den Zeitreisenden in eine Betonwand ballert. Es ist also gut möglich, dass der Film in einem Paralleluniversum spielt, in dem letale (vor allem für alle anderen) Dosen von Kokain für Ingenieure zur Pflicht wurde. Entworfen wurden die Fahrzeuge übrigens von Syd Mead, der damit eindrucksvoll beweist, dass wirklich jeder mal einen schlechten Tag hat.

  1. RoboCops Wagen aus ‚RoboCop‘

RoboCops Dienstwagen ist ein mattschwarz lackierter 80er Jahre Ford Taurus. Das ist alles. Die einzigen Modifikationen sind Sirene, typischer Polizeilicht-Balken auf dem Dach und ein Gitter zwischen Vorder und Rücksitzen. War hier die Kreativität ausgegangen? Wollte Paul Verhoeven mit der völligen Normalität des Fahrzeugs etwas aussagen? Die Wahrheit ist, es war ein „Robo-Mobil“ geplant, mit allerlei Anbauten und Sonderausstattung. Doch musste Verhoeven an dem Tag, als das Fahrzeug zum ersten Mal ans Set fuhr, feststellen, dass ein Großteil der Crew in spontanes Gelächter ausbrach. Das Ding sah so albern aus, dass es nicht zu verwenden war. Es musste also schneller Ersatz her. Da soeben Fords neuer Taurus erschienen war, wurde dieses, nicht futuristische, aber wenigstens aktuelle Auto zum offiziellen Fahrzeug der Polizei des dystopischen Detroits im Film. Und damit auch zu RoboCops. Bei Ford war man übrigens gar nicht glücklich sein brandneues Modell in einer gewalttätigen, zynischen Dystopie zu sehen. Damit dürfte Verhoeven hier das Gegenteil von bezahltem Product Placement gelungen sein.

  1. James Bonds unsichtbares Auto aus ‚Stirb an einem anderen Tag‘

Ein Auto so schlecht, dass es zu einem weichen Reboot der James Bond Serie geführt hat. Da kann der zugrunde liegende Aston Martin V12 Vanquish erst einmal nichts dafür. Das Problem ist eines der Gadgets die Q in das Fahrzeug einbaut: die Unsichtbarkeit. Natürlich wird das Auto nicht wirklich unsichtbar, das wäre ja albern. Nein eine Reihe von Kameras filmt die Umwelt und das Auto kann diese dann, mittels Bildschirmen,  als Tarnung adaptieren. Im Film sieht das dann aus wie ein schlechter Computereffekt der frühen 2000er. Und genauso sieht auch eine Verfolgungsjagd durch einen Eispalast aus, der von einem Satellitenlaser eingeschmolzen wird. Eine Szene, die visuell noch dümmer ist, als ihre Beschreibung klingt. Da kann auch ein Aston Martin nichts mehr herausholen.

So, jetzt dürft Ihr mir sagen, wie falsch ich liege und Eure eigenen Top 5en abgeben. Ich bin gespannt.

 

Die 5 Besten am Donnerstag: meine 5 liebsten, männlichen Filmcharaktere

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag. Die heutige Frage dürfte vermutlich kaum jemanden überrascht haben. Nachdem uns Gina in der letzten Woche nach unseren 5 liebsten, weiblichen Charakteren aus Filmen gefragt hat, sind diese Woche deren männliche Pendants an der Reihe. Nein, leichter wurde es dadurch nicht, aber eine „ferner liefen“ Liste habe ich mir diesmal dennoch erspart. Die wäre nur ewig lang geworden. Okay, legen wir los.

 

  1. Peter Venkman (‚Ghostbusters‘)

‚Ghostbusters‘ ist bekanntlich einer meiner Lieblingsfilme und sicherlich derjenige, den ich mit Abstand am häufigsten gesehen habe. Klar, dass einer der vier Geisterjäger auf dieser Liste auftauchen würde. Als Kind hätte meine eindeutige Antwort Winston Zeddemore gelautet. Und obwohl ich den „Straight Man“ der Truppe, der dennoch einige denkwürdige Sätze anbringen darf, immer noch sehr mag, bleibt für diese Liste nur Peter Venkman. Ein Versuch wie furchtbar man einen Charakter machen kann, damit es, dank Bill Murrays Charisma, immer noch lustig ist. Und so wird der Charakter als Professor eingeführt, der mit einer Studentin flirtet, während er einem Studenten unverdiente Elektroschocks verpasst…

  1. M. Gustave (‚Grand Budapest Hotel‘)

Anfangs dachte ich, meine Sympathie für diesen Charakter wäre reine Überraschung. Vor ‚Grand Budapest Hotel‘ hätte ich Ralph Fiennes als Darsteller Einiges zugetraut, aber das er lustig sein kann? Da hätte ich meine Zweifel gehabt. Völlig zu Unrecht natürlich. Sein Gustave ist ein umtriebiger Portier und ein Feigling, der letztlich dennoch seine inneren Ideale entdeckt.

  1. Travis Bickle (‚Taxi Driver‘)

Bei vielen Charakteren bewundert man die Entwicklung, die sie durchmachen. Bei Travis Bickle von einer Entwicklung zu sprechen fühlt sich beinahe falsch an. Je länger der Film läuft umso mehr scheint Bickles Charakter zu verschwimmen, wie die Welt hinter den regennassen Scheiben seines Taxis. Wir wissen natürlich, dass seine Entwicklung auf eine unausweichbare Katastrophe hinausläuft, doch was uns anfangs noch als greifbarer Charakter erschien, wirkt auf schreckliche Weise immer weniger (be-)greifbar.

  1. John „Scottie“ Ferguson (‚Vertigo‘)

Und gleich noch eine wahngetriebene Figur. Seine Höhenangst wird ausgenutzt für eine fiese Falle, die die Tür zu noch weit tiefer verborgenen Trieben und Ängsten aufstößt. Jimmy Stewarts beste Rolle und vermutlich Hitchcocks bester Film. Beide spielen sie geschickt mit der Sympathie der Zuschauer, während sie ihn in einen traumartigen Zustand versetzen.

  1. Der Dude (‚The Big Lebowski‘)

Einen sympathischeren Charakter kann ich mir kaum vorstellen. Die gesamte Laufzeit des Films über ist sein einziges Ziel in seinen Grundzustand der gemütlicher Lethargie zurückzukehren, was ein geradezu wirr komplexes Netz einer Handlung weidlich zu verhindern weiß. Im ganzen Film sehen wir ihn nicht einmal seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Bowlen, nachgehen, außer im Traum. Aber seien wir ehrlich, das ist es wert, denn der Teppich hat das Zimmer eigentlich erst richtig gemütlich gemacht.

 

Die 5 Besten am Donnerstag: meine 5 liebsten, weiblichen Filmcharaktere

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag! Mit den Serien sind wir nun durch, und so fragt uns Gina diese Woche nach unseren 5 liebsten, weiblichen Filmcharakteren. Ich muss zugeben, die Seriencharaktere fielen mir, vermutlich aufgrund geringen Konsums, relativ leicht. Aber mich auf nur 5 Filmcharaktere zu beschränken ist annähernd unmöglich. Daher nehme ich noch eine Reihe zusätzlich in eine „ferner liefen“ Liste auf. Auch damit ist das hier nicht als vollständig oder endgültig zu betrachten. Genug der Vorrede, los geht’s!

  1. Die Mutter (‚Mother‘)

Dass Kim Hye-jas Charakter in Bong Joon-hos ‚Mother‘ (nicht zu verwechseln mit Darren Aronofskys ‚Mother!‘ mit Ausrufezeichen) keinen Namen hat, sagt bereits einiges aus. Denn der Film dreht sich um den schmalen Grat zwischen (Mutter-)liebe und (Selbst-)zerstörung. Als ihr geistig zurückgebliebener Sohn dazu gebracht wird ein falsches Mordgeständnis zu unterschreiben, setzt die ältere Dame Himmel und Hölle in Bewegung um ihn zu befreien. Und wehe dem, der ihr im Weg steht.

  1. Nurse Ratched (‚Einer flog über das Kuckucksnest‘)

Ich wollte unbedingt eine pure Schurkenrolle in der Liste haben. Und Louises Fletchers eiskalte Schwester aus ‚Einer flog übers Kuckucksnest‘ hat dabei haarscharf Annie Wilkes aus ‚Misery‘ ausgestochen. Weil sie ihren brodelnden Hass hinter einer hauchdünnen Fassade falscher Freundlichkeit, vorgeblicher Fürsorge und einem schmalen Lächeln verbirgt. Und dabei ein Abbild für die Gesellschaft im Allgemeinen wird, wenn es um den Umgang mit Geisteskranken geht.

  1. Jackie Brown (ebenda)

Sagen wir’s mal direkt: Quentin Tarantino schreibt nicht eben tolle weibliche Charaktere. Da ist es nicht verwunderlich, dass Jackie aus einer Buchvorlage von Elmore Leonard stammt. Es wäre allerdings unfair Herrn Tarantino hier überhaupt kein Lob zukommen zu lassen, denn er änderte den Charakter erheblich und schrieb ihn der einzigen Frau auf den Leib, die ihn spielen könnte: der großartigen Pam Grier. Ihre Jackie ist das entscheidende Quäntchen cleverer als all die Gangster, die sich sicher sind, dass sie es sind, die sie ausbeuten. Heraus kommt Tarantinos bester Film.

  1. Ellen Ripley (‚Alien‘)

Ich meine, diese Liste wäre schlicht nicht komplett ohne Ripley, oder? Sie ist die scheinbar normale Durchschnittsfrau, die im Moment absoluten Horrors über sich hinauswächst. Nicht nur überlebt sie mehrere Begegnungen mit einem der mörderischsten Aliens aller Zeiten, sie rettet auch noch die Bordkatze und schafft es innerhalb kürzester Zeit sie in ihre Transportbox zu schaffen. Vermutlich ihre erstaunlichste Leistung in allen Filmen. Nicht zu Unrecht brachte ‚Aliens‘ Sigourney Weaver eine Oscar Nominierung ein.

  1. Marge Gunderson (‚Fargo‘)

Aw jeez, ya betcha! Marge Gunderson ist eine der erstaunlichsten Hauptfiguren in einem Film überhaupt. Sie tritt zum ersten Mal nach über 30 Minuten auf, ist hochschwanger und eine brillante Detektivin. Letzteres würde man von der Polizeichefin des Kaffs Brainerd nicht unbedingt erwarten. Doch Marge bewegt sich, langsam aber unaufhaltsam auf ihr Ziel zu. Durchschaut die billigen Lügen der Verdächtigen und bewahrt selbst dann noch kühlen Kopf, wenn  ein merkwürdig aussehender, kleiner Mann  in einen Häcksler gestopft wird. Frances McDormand spielt die Rolle mit einer Ernsthaftigkeit, die (erstaunlicher Weise) großartig mit der ironischen Distanz der Coens harmoniert. Einer meiner liebsten Filme und sicherlich meine liebste weibliche Rolle (allein über die Mike Yanagita Szene könnte man ein Essay schreiben!).

 

Ferner liefen:

Eli (So finster die Nacht), Paikea Apirana (Whale Rider), May Canady (May), Imperator Furiosa (Fury Road), Annie Wilkes (Misery), Mary Poppins (genau da), Norma Desmond (Sunset Blvd.), Thana (Ms. 45), Beverly R. Sutphin (Serial Mom)…