Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten All Time Favorite Bands/Solokünstler

Heute neigen sich die Musik-Wochen bei den 5 Besten dem Ende zu. Und für das Grande Finale möchte Gorana von uns unsere 5 liebsten Musik-Acts aller Zeiten wissen. Gar nicht so leicht… aber immerhin konnte ich die Gelegenheit nutzen ein paar böse Lücken zu füllen, die die letzten paar Donnerstage bei mir offen gelassen haben. Die Reihenfolge ist heute mal wieder als unwesentlich zu betrachten.

  1. Calexico

Das hat jetzt sogar mich überrascht, aber die Band, die musikalische Stile aus CALifornien und MexICO zum schön benannten „Desert Noir“ vereint, begleitet mich jetzt auch schon seit bald 20 Jahren. Da wird es wohl Zeit zuzugeben, dass ich die stetig wechselnden Formationen um Joey Burns und John Convertino sehr mag.

  1. David Bowie

Der gute Herr Bowie war mehreren Listen sehr nah, ist aber immer gerade eben herausgefallen. heute nicht. „David Bowie“ als Gesamtkünstler zu fassen ist gar nicht so einfach, zu wechselhaft seine Stile und seine Bühnenpersönlichkeiten. Aber das ist das Schöne, heute muss ich das gar nicht und kann einfach sagen, ich mag seine Cleverness, seine Eleganz und die Raffinesse seiner Musik.

  1. Leonard Cohen

Bei dem großen Lyriker ging es mir ähnlich wie bei Bowie. Auf irgendeiner Liste hätte der Kanadier auftauchen müssen, hier tut er es endlich. Auch wenn ich seinen frühen minimalistischen Sound am liebsten mag (legt „Songs Of Leonard Cohen“ ein und ich bin für eine Stunde nicht zu sprechen), mag ich doch auch Vieles bis Alles seiner späteren Sachen.

  1. Jack White

Eigentlich wollte ich hier die White Stripes aufführen, bevor mich Goranas eigene Liste auf die Idee gebracht hat nur Jack anzuführen. Das ist kein mangelnder Respekt für Meg, ich mag nur beinahe Alles an dem der umtriebige Musiker beteiligt ist. Derzeit vor allem The Dead Weather.

  1. Tom Waits

Und die nächste Liste mit dieser Mischung aus Whisky und Zigarettenrauch, hinter der sich irgendwo eine zutiefst menschliche Stimme versteckt. Ob frühe Barmusik oder spätere Experimente, die teilweise fast dem Industrial nahe kommen, Tom höre ich bei fast allem zu. Auch beim Geschichten erzählen. Aber ich glaube ich habe in den letzten Wochen genug zu ihm gesagt.

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Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 schönsten Album Cover

Heute geht es bei den 5 Besten am Donnerstag um eine Kunst, die in den letzten Jahren Einiges an Bedeutung verloren haben dürfte. Gorana möchte von uns die 5 schönsten Album Cover wissen. Schon mit dem Übergang von der Schallplatte zur CD (oder gar zur Kassette) haben Albencover einiges an Blickfangfähigkeit verloren. Und heute? Da sehen wir sie vermutlich meistens als kleine Icons auf dem Smartphone oder MP3-Spieler. Grund genug also mal wieder einen intensiveren Blick auf Coverart zu werfen.

  1. In the Court of the Crimson King – King Crimson

Wenn man nach eindrucksvollen Covern sucht, ist man gut beraten beim Prog-Rock anzufangen. und kaum ein Bild springt so ins Gedächtnis, wie dieses sehr stilisierte Selbstportrait eines Freundes der Band (es war das einzige Bild, das er je schuf, da er kurz nach Erscheinen des Albums verstarb). Ein wenig aggressiv und definitiv verstörend, stimmt es auf den Sound des Albums ein.

  1. Brain Salad Surgery – Emerson, Lake & Palmer

Tja und wenn es um Prog-Rock Cover geht, dann gibt es solche, die nicht von Hans Ruedi Giger stammen und dieses hier, das von dem Schweizer geschaffen wurde. Dessen typische Themen der Verschmelzung von Mensch und Maschine sind hier bereits zu erkennen. Das Cover klappte übrigens in der Mitte auf und gab den Blick frei auf die Frau deren Kinn wir hier sehen, mit metallenen Dreadlocks. Allerdings ist das hier nicht ganz Gigers Original. Die Plattenfirma bestand auf einer Änderung. Das Licht unter dem Kinn war im Original kein Licht…

  1. Bat Out of Hell – Meat Loaf

Manchmal muss es einfach Fantasy-Kitsch sein, oder? Und das Cover hier, aus der Feder von „Heavy Metal Magazine“ Altmeister Richard Corben ist Güteklasse A Fantasy-Kitsch. Ein Motorrad explodiert Himmelwärts aus einem Friedhof, während im Hintergrund auf einer Kirche eine gigantische Fledermaus lauert. Herrlich unsubtil, genau wie die Rock-Operette von Jim Steinman, die man auf dem Album findet. Ich mag’s.

  1. Abbey Road – The Beatles

Sgt. Pepper oder Abbey Road, das war die Frage. Am Ende ist es Abbey Road geworden, denn welches andere Albumcover kann von sich behaupten seit bald 50 Jahren den Verkehr zu behindern, weil noch immer Fans das ikonische Foto vor dem EMI-Studio nachstellen. Außerdem hat der Zebrastreifen seine eigene Webcam und wurde zu einer bedeutenden Örtlichkeit erklärt. Nicht schlecht für ein paar Streifen auf der Straße.

  1. Dark Side Of The Moon – Pink Floyd

Tja, nicht sehr einfallsreich oder überraschend, nachdem ich schon mit Prog Rock eingestiegen bin. Aber ich glaube kein anderes Cover ist so synonym mit einer Band wie dieses. „Simple and bold“ sollte es sein und das trifft es wohl am besten.

Die 5 Besten am Donnerstag: 5 Serienwelten, die ich nur sehr ungern verlassen habe

Heute fragt uns Gorana nach etwas, das wohl jeder von uns schon einmal (oder besser noch fünf Mal) erlebt haben dürfte. Einer Serienwelt, die einem derart ans Herz wächst, dass man sie nach Ende der Serie nur ungern verlässt. Wie meine Beispiele zeigen, braucht es für mich dafür nicht einmal besonders viel Zeit solange Charaktere und Ort gut etabliert werden, kann es sehr schnell gehen, dass ich nicht mehr weg möchte.

  1. ‚Firefly‘

Mit ’ner Bande Gaunern durchs All fliegen, Abenteuer erleben und Geld verdienen. Das hätte mir mit 12 Jahren gefallen und, wenn es so läuft wie bei Firefly, dann klingt es auch heute noch noch wie ein guter Deal. Zumindest war der Ausflug hier viel zu schnell wieder vorbei.

  1. ‚Deadwood‘

„Welcome to fuckin‘ Deadwood! It can be… combative!“ Sowohl im historischen Deadwood, als auch in dieser sehr bodenständigen Westernserie hätte ich vermutlich die Überlebenschancen eines dreibeinigen Waschbären auf der Autobahn gehabt, aber trotzdem hat dieses dreckige Nest mit seinen Halsabschneidern, Glücksrittern, Betrügern, Zuhältern und allem anderen zwielichtigen Gesindel seine ganz eigene Anziehungskraft. Und wenigstens waren sich alle einig, das Hearst und die Pinkerton-Agenten das Letzte sind. Das ist doch schon mal was.

  1. ‚Spaced‘

Das ist eine WG, in die ich sofort einziehen würde. Die erste Zusammenarbeit zwischen Edgar Wright, Simon Pegg und Nick Frost zeichnet das Bild einer hochsympathischen Freundesgruppe, mit der ich immer wieder gerne etwas Zeit verbringe.

  1. ‚Carnivale‘

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich nicht mehr bitter über die frühe Absetzung von Carnivale bin? Wer hätte gedacht, dass es so faszinierend sein könnte mit einem durchaus merkwürdigen wandernden Jahrmarkt, mit noch seltsameren Personal, durch die Trostlosigkeit des amerikanischen Dustbowl der 30er Jahre zu ziehen? Mythologische und historische Elemente vermengten sich hier auf faszinierendste Weise und Clancy Brown gab einen der besten Antagonisten der Seriengeschichte. Aber ich bin nicht mehr bitter wegen des überhetzten Finales, HBO. ICH BIN NICHT BITTER!

  1. ‚Twin Peaks‘

Ich habe die neuen Twin Peaks Teile noch nicht gesehen, beziehe mich also nur auf die originale Serie. Und während Twin Peaks dort ein durchaus merkwürdiger und nicht selten sogar unheimlicher Ort ist, ist es doch einer in dem ich, selbst in der schwachen zweiten Hälfte der zweiten Staffel, gerne Zeit verbracht habe. Die majestätischen Wälder des Pazifischen Nordwestens, der Duft der Douglasien. Kirschkuchen und verdammt guter Kaffee im Double R Diner und ein paar Nächte im Great Northern Hotel. Das klingt für mich ganz wunderbar. Selbst wenn im Nebenzimmer die Isländer singen und die Eulen nicht sind was sie scheinen.

Die 5 Besten am Donnerstag: Meine 5 liebsten Musikalben

So, heute steht bei den 5 Besten am Donnerstag mal wieder eine dieser unmöglichen Aufgaben ins Haus. Unsere 5 liebsten Alben möchte Gorana von uns wissen. Ich spare mir heute einmal alle Ausreden und liefere hier, was mir in diesem Moment wie die richtigen Antworten schien.

  1. Feist – The Reminder

Leslie Feist befindet sich wohl im musikalischen Spektrum irgendwo zwischen Singer-Songwriter und Indie-Rock (Mann, bin ich froh, dass ich nicht für Musik-Kategorisierung verantwortlich bin). Und ihr drittes Album (das zweite, das irgendwem aufgefallen ist) rotiert bei mir immer wieder gerne. Na gut, es rotiert schon länger nicht mehr es mp3t, oder so. Schön komponiert, wunderbare Stimme und zurückhaltend instrumentalisiert – toll.

  1. R.E.M. – Automatic For The People

Okay, das Album hatte ich seeeeeeehr lange nicht gehört. Ende letzten Jahres wurde ich dank 25 Jahre Neuausgabe (oh Gott, 25 Jahre…) wieder dran erinnert und habe mal wieder reingehört und bin hängen geblieben. Was für ein absolut großartiges Album! Ich mag selbst den von der Band ungeliebten Powerpop eines „The Sidewinder Sleeps Tonight“. Aber was kann man gegen ein Album, das „Drive“, „Man On The Moon“ und „Nightswimming“ enthält schon sagen? Nix, genau!

  1. Tom Waits – Raindogs

Und da ist der olle Krächzer wieder. In den letzten Wochen sollte wohl alles gesagt sein. Ich mag seine ebenso schmuddeligen, wie hoffnungsvollen Lieder einfach. Wie ein optimistischer Oscar aus der Mülltonne.

  1. Kasabian – West Ryder Pauper Lunatic Asylum

Und noch ein Wiederholungskandidat. Das Album ist ein toller Parforce-Ritt durch die Musikgeschichte und funktioniert in seiner Gesamtheit tatsächlich am besten. Mal n bisschen finster, mal n bisschen psychedelisch, rockt es aber zu jeder Zeit und zumindest ich könnte es den ganzen Tag hören.

  1. The White Stripes – Elephant

Tja, die Wiederholungen hören nicht auf (eigentlich schon, nämlich genau hier, zumindest für heute). Auf Elephant hat Blues-Fanboy Jack White endlich eine komplett eigene Stimme gefunden, die dieses Album, meiner Meinung nach, auch besser einfängt als irgendeiner der Nachfolger.

Die 5 Besten am Donnerstag: 5 Songs die mich automatisch an einen Film denken lassen

Aha, ein Thema, das auf meiner Vorschlagsliste war! Diesmal kann ich also ganz und gar nicht sagen, dass mit die Titelfindung schwer gefallen ist, die Beschränkung auf 5 auf der anderen Seite hingegen sehr. Worum geht es? Nun, wie die Überschrift sagt, möchte Gorana heute 5 Songs von uns wissen, die uns sofort an einen Film denken lassen. Ich lasse dabei mal speziell für den Film geschriebene Songs weg. Das ich beim „Ghostbusters“-Song an ‚Ghostbusters‘ denke, scheint mir etwas zu offensichtlich. In diese Liste würden eigentlich auf jeden Fall „Bohemian Rhapsody“ von Queen und ‚Waynes World‘ gehören, da das Stück aber schon meine Liste letzte Woche dominierte, lasse ich es hier mal ganz dreist weg.

  1. AC/DC im Original, hier Jack Black und Cast – „It’s a Long Way To The Top“ und ‚School of Rock‘

Ich habe den Song gerade letztens im Radio gehört und es war mir unmöglich an irgendetwas anderes zu denken, als Richard Linklaters sympathischen Film um Jack Blacks Musikenthusiasten, der sich als Lehrer ausgibt und schließlich seinen jungen Schülern den Wert des Rock beibringt.

  1. Sonny & Cher – „I Got You Babe“ und ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘

Gibt es einen Song, der in einem Film öfter angespielt wird als „I Got You Babe“ im ‚…Murmeltier‘? Vermutlich nicht. Und ist Sonnys „put your little hand in mine“ zwar durchgängig lustig, nimmt der Song im Verlaufe des Films doch einige Bedeutung an. Punxatawney „got“ Bill Murrays Charakter und scheint nicht bereit ihn gehen zu lassen.

  1. Mike Oldfield – „Tubular Bells“ und ‚Der Exorzist‘

Das ist so ein Fall von „ich kann nicht glauben, dass das nicht für den Film geschrieben wurde“. Tatsächlich ist die Benutzung wohl nur dem Zufall zu verdanken, da William Friedkin das Stück hörte, während er händeringend auf der Suche nach Musik für seinen Film war, weil er den speziell geschriebenen Soundtrack verworfen hatte. Ich bin sicher die Szene in den herbstlichen Straßen, zu der der Song ertönt waren ein Einfluss auf John Carpenters ‚Halloween‘ – und Tubular Bells auf seinen Soundtrack dazu.

  1. Harry Belafonte – „Jump In The Line“ und ‚Beetlejuice‘

Ein perfektes Ende für Tim Burtons unterhaltsames Frühwerk. Ich kann Belafontes Calypso-Rhythmen jedenfalls nicht hören, ohne an eine schwebende Winona Ryder und einen vordrängelnden Beetlejuice, der mit Schrumpfkopf bestraft wird denken zu müssen.

  1. Roy Orbison – „In Dreams“ und ‚Blue Velvet‘

Den „Candy Coloured Clown“ verlangt Dennis Hoppers irrationaler Gangster Frank zu hören. Und schon croont Dean Stockwells Ben den Orbison Song im Playback in eine Arbeitsleuchte. Und wir, genau wie Hauptcharakter Jeffrey fragen uns, wo zur Hölle wir da hineingeraten sind. David Lynch braucht überhaupt keine extravaganten Szenen, um eine surreale Alptraumatmosphäre zu schaffen, die schafft er auch aus scheinbar normalen Bestandteilen. Und Orbisons Song wird nie wieder nicht zumindest leicht bedrohlich klingen.

Ferner Liefen:

Q Lazzarus „Goodbye Horses“ und ‚Das Schweigen der Lämmer‘

Eric Clapton „Layla“ und ‚Goodfellas‘

Chuck Berry „Johnny B. Goode“ und ‚Zurück in die Zukunft‘

„Danny Boy“ und ‚Miller’s Crossing‘

Die 5 Besten am Donnerstag: 5 All-Time Favorite-Lieder

Ich schreibe hier ja gelegentlich gerne mal, wie schwer mir die Auswahl zum jeweiligen Donnerstags-Thema gefallen ist aber ich glaube noch nie war es schwerer als heute. Da würde Gorana nämlich gerne unsere 5 liebsten Songs aller Zeiten wissen. Und das fällt mir noch schwerer als liebster Film oder liebstes Album oder sonstwas. Einmal, weil die Auswahl natürlich riesig ist aber auch weil sich das so schnell ändert und Songs so verschiedene Dinge bedeuten können. Das ist also meine Liste von heute, nicht die von gestern und nicht die von morgen. Nur für den Moment, da ich diese Liste schreibe.

  1. Tom Waits – Fish & Bird

Waits muss natürlich auch in diese Liste. Sein Album Alice mochte ich immer sehr gern, auch wenn es nicht zu seinen geschätzteren gehört. Fish & Bird ist ein simpler Song um eine unmögliche Liebe, der Waits Aufforderung „Please don’t cry“ gar nicht so einfach macht.

  1. Element Of Crime – Weißes Papier

Ist Sven Regener so was wie der deutsche Tom Waits? Zumindest thematisch bewegen sie sich in ähnlichen Regionen, beim Verlierertum, beim Schäbigen aber auch beim ungebrochenen Lebenswillen. Nirgendwo sonst kommen EoC herbe Schönheit, die leichte aber herzliche Boshaftigkeit im Text und die Melancholie von Regeners Stimme so gut zusammen wie beim Weißen Papier.

  1. The White Stripes – The Hardest Button To Button

Nein, Elephant kann ich hier nicht einfach hinschreiben, das ist ein Album. Auch wenn ich das ganze Album sehr mag. Also ’nen Song auswählen. Hmmm… Seven Nation Army ist zu offensichtlich. Dann nehm‘ ich eben Hardest Button To Button, dann kann ich auch Michel Gondrys cooles Pixillation-Video verlinken.

  1. Kasabian – West Ryder Silver Bullet

West Ryder Pauper Lunatic Asylum ist auch eines meiner liebsten Alben. Hier ist aber klar welchen Song ich nehme. Wenn sich Psychedelia mit Ennio Morricone Einflüssen verbinden, dann geht das kaum besser. Wenn ich auch nicht genau weiß, was die Emus in der Zone anstellen…

  1. Queen – Bohemian Rhapsody

Und wenn das hier kein Alltime-Favorite ist weiß ich auch nicht. Mein Alter ließ sich wohl noch problemlos mit zwei Händen darstellen, als ich dem Song das erste Mal begegnete (vermutlich in der Plattensammlung meines Vaters). Und Mann, das Ding haute mich um. Rock und Oper und Bombast und Camp und überhaupt so viel, dass sich alle andere Musik ein wenig redundant anfühlt. Und ja, wenn der Song im Radio läuft, dann wird auch heute noch jedes Auto auf der Welt automatisch zu Garth Algars Mirth-Mobile! Excellent!