Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten Filme aus den Jahren 2010 – 2015

Heute kommen wir bei unserer Besten-Zeitreise durch die Jahrzehnte in den 2010ern an. Die 5 besten von 2010 bis 2015 möchte Gorana wissen. Und ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, der das Gefühl hat und ich weiß nicht, ob es daran liegt, das wir noch mittendrin stecken, aber mir kommt es so vor als wären die 2010er eines der besten Filmjahrzehnte überhaupt. Mich auf eine 5er Liste zu beschränken war mal wieder fast unmöglich, aber hier ist sie:

 

  1. ‚Holy Motors‘ (2012)

Leos Carax macht 13 Jahre nach seinem letzten Spielfilm einen Neuen, wenn man dieses Konglomerat surrealer Momente als Spielfilm bezeichnen möchte (ich möchte!). Denis Lavant spielt einen Mann namens M. Oscar, nur scheinbar ein Geschäftsmann, den wir einen Tag dabei begleiten wie er eine Reihe bizarrer Aufträge erfüllt. Darunter eine Motion Capture Szene, in der wir nur die Schauspieler in den Motion Capture Suits sehen, dann spielt er ein Monster, dass ein Fotoshooting auf einem Friedhof stört, er erschießt einen anderen Mann, der er selbst ist und gibt sich als Bettlerin aus. Und der Film hat eine Intermission mit einer Akkordeonszene. Hat Dein Lieblingsfilm eine Akkordeonszene? Eben!

  1. ‚Slow West‘ (2015)

Ein Western für Leute, die keine Western mögen. Und solche die Western lieben. Und alle dazwischen. Langsam, lakonisch, großartig fotografiert mit vielschichtigen Charakteren und sanften Kommentaren auf typische Westernklischees. John McLeans Erstlingswerk um einen jungen Mann auf der Suche nach der Liebe seines Lebens (oder so glaubt er) hätte so viel mehr Zuschauer verdient! Man sollte meinen der Name Michael Fassbender allein reicht als Argument aus, aber das tut er wohl nicht. Einer dieser Filme, die bei jedem Ansehen besser werden.

  1. ‚Under The Skin‘ (2013)

Jonathan Glazers Film um Scarlett Johansson als emotionsloses Alien in Menschengestalt, die Männer aus unbekannten Gründen in einem Raum voll schwarzer Flüssigkeit in treibende Hautsäcke verwandelt ist, gerade in seiner Mitte, sowohl abschweifend als auch wiederholend. Und doch ist irgendetwas an ihm, das dafür sorgt, dass ich mich kaum von ihm lösen kann und einige Szenen mir wahrscheinlich nie wieder aus dem Kopf gehen und ewig dort herumdröhnen werden. Ich mag den Film sehr („ich liebe ihn“ klingt arg falsch), weiß aber, dass ich damit weitgehend allein dastehe.

  1. ‚Grand Budapest Hotel‘ (2014)

Puh, gerade noch einen Wes Anderson Film auf eine meiner Listen bekommen, wenn er ganz leer ausgegangen wäre hätte ich mich schon geschämt. ‚Grand Budapest Hotel‘ ist allerdings auch einer seiner besten, während alle typischen Anderson Elemente anwesend sind. Schrullige Charaktere, skurrile Handlung, Puppenhausoptik, Ensemblecast. Der Film ist wunderhübsch, er ist liebenswert und Ralph Fiennes war nie lustiger (nicht das er häufig Chancen bekäme lustig zu sein).

  1. ‚Mad Max: Fury Road‘ (2015)

Keinen Film aus dieser Periode habe ich häufiger gesehen und kaum ein anderer ist häufiger auf meinen Donnerstagslisten aufgetaucht. George Miller beweist sich als Großmeister der visuellen, kinetischen Erzählung und Tom Hardy ist besser als Mel Gibson und wer was anderes behauptet kann sich nach Walhalla verabschieden! Anders ausgedrückt: Perfect in every way!

Ferner liefen:

‚Carol‘ (2015)

‚The Witch‘ (2015)

Die Wolken von Sils Maria (2014)

‚Drive‘ (2011)

‚Ich seh ich seh‘ (2014)

‚Enemy‘ (2014)

‚The Lobster‘ (2015)

‚The Act of Killing‘ (2012)

Der Babadook (2014)

‚Black Swan‘ (2010)

‚Kill List‘ (2011)

‚A Field In England‘ (2013)

‚ParaNorman‘ (2014)

Spotlight (2015)

Spring (2014)

uvm.

Advertisements

Fegefeuer der Eitelkeiten – neun peinliche Prestigeprojekte

„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.“ Das hat wohl nicht, wie oft vermutet, Wilhelm Busch zuerst festgestellt, es war ein Satz, der schon damals länger im deutschen Sprachgebrauch unterwegs war. Und nirgendwo scheint dieser Satz mehr zuzutreffen als im Showgeschäft. Hier ist eine gewisse Eitelkeit nicht nur nicht unbedingt von Nachteil, sie scheint beinahe notwendig, wenn man sich gegen die Konkurrenz durchsetzen möchte. Doch was passiert, wenn diese Eitelkeit zu weit getrieben wird? Dann wird es für den Betroffenen peinlich und für alle anderen mehr oder weniger lustig. Und so möchte ich heute einmal ganz ungeniert mit dem Finger auf neun unfassbar eitle Projekte zeigen und lachen. Warum neun? Naja, zehn erschien mir etwas eitel… Seid Ihr dabei (pssst, wenn Ihr bis zum Ende bleibt, gibt es sogar einen aktuellen Bezug!)? Weiterlesen

Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten Filme aus den Jahren 2005 – 2009

Wir nähern uns der 100sten Ausgabe der 5 Besten am Donnerstag und damit dem Ende unserer wilden Fahrt durch die filmischen Jahrzehnte. Heute fragt uns Gorana bereits nach den 5 besten Filmen der Jahre 2005 bis 2009. Und wieder sind so viele Kandidaten dabei, dass eine ganze Reihe ferner liefens notwendig werden.

  1. ‚So finster die Nacht‘ (2008)

Der beste Vampirfilm spielt nicht in einem fernen, gotischen Schloss am Fuß der Berge, hinter dem finsteren Wald, sondern in einer deprimierenden, verschneiten, schwedischen Hochhaussiedlung. Mit sprödem Realismus erzählt Thomas Alfredson seine Geschichte um den einsamen 12jährigen Oskar und Eli, nach eigenen Angaben ebenfalls „ungefähr 12“. Er verzichtet auf jede Romantisierung der Beziehung und der Film kann gleichzeitig als Schaustück für die Wirksamkeit der Auslassung brutaler Details gelten.

  1. ‚Hot Fuzz‘ (2007)

Der beste Teil von Edgar Wrights Cornetto Trilogie. Beim ersten Ansehen nur eine schön gemachte Parodie auf typische US Actionreisser und Buddy Cop Streifen, zeigt der Film erst bei mehrfachem Schauen wie verdammt clever der Film eigentlich geschrieben und inszeniert ist. Die Story um die vermeintlich so kriminalitätsarme Provinzstadt und die Details des Vorgehens der Charaktere von Pegg und Frost verdienen unbedingt genaue Aufmerksamkeit. Die einzigen, die den Film wohl nicht mochten, sind die Verantwortlichen für den deutschen Untertitel…

  1. ‚Children Of Men‘ (2006)

Alfonso Cuarons extreme, pessimistische Vision einer Zukunft in der keine Kinder mehr geboren werden fühlt sich, gerade in ihren Details, heute fast noch aktueller an, als bei ihrem Erscheinen. Weiterhin bietet er aber auch eine geradlinige Thrillerhandlung mit vielschichtigen Charakteren, die ebenfalls kein Stück schlechter geworden ist.

  1. ‚No Country For Old Men‘ (2007)

Da musste ich keine Münze werfen, um zu entscheiden, ob der auf die Liste kommt, Friendo. Der beste Film der Coens seit ‚Fargo‘ verbindet Charakterstudien mit einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Ort. Und dann wirft er in diese Zeit und in diesen Ort mit Anton Chighur einen Charakter, der da nicht nur nicht hingehört, sondern der auch noch vollkommen unergründlich ist. Auch sonst brechen sie einige Regeln des üblichen Filmemachens und liefern ihren vermutlich blutigsten und vielleicht melancholischsten Film ab (oder ist das ‚A Serious Man‘?).

  1. ‚Pans Labyrinth‘ (2006)

Guillermo Del Toro wirkt auf mich wie jemand, der sich leicht im Detail verliert. Jemand der sicherstellt, dass jedes Set perfekt aussieht, die Monstermasken nicht nur hochkreativ sind, sondern auch handwerklich perfekt umgesetzt. Darunter kann gelegentlich die erzählerische Seite seiner Filme leiden. Bei ‚Pans Labyrinth‘ seinem besten Film, ist das nicht der Fall. Hier trifft visuelle Perfektion auf einfühlsame Erzählung. Del Toro verliert sich aber nicht in seinem Märchen, ganz im Gegenteil, der Film beschäftigt sich sogar zentral mit dem Für und vor allem dem Wider der Flucht in die Fabel. Einer der besten Filme des noch jungen 21. Jahrhunderts.

 

Ferner liefen:

‚Speed Racer‘ (2008)

‚The Dark Knight‘ (2008)

‚Caché‘ (2005)

‚The New World‘ (2005)

‚There Will Be Blood‘ (2007)

‚Waltz with Bashir‘ (2008)

‚Moon‘ (2009)

Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten Filme aus den Jahren 2000 – 2004

Neue Woche, neuer Donnerstag, neues Jahrtausend. Und nach wie vor tolle Filme. Die besten Filme der ersten Hälfte der 00er Jahre möchte Gorana heute von uns wissen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, fiel mir die Liste heute einfacher als in den letzten Wochen. Ob das daran liegt, dass es in diesen Jahren weniger gute Filme gab, oder ob sie mir einfach nicht einfallen, weiß ich nicht. Eine ganze Reihe ferner liefens gibt es aber natürlich dennoch.

 

  1. ‚Oldboy‘ (2003)

In der ersten Hälfte der 00er Jahre explodierte das südkoreanische Kino quasi auf die internationale Bühne. Und daran ist dieser Film, der zweite in der Rache-Trilogie von Park Chan-wook, nicht ganz unbeteiligt. Überlebensgroßes Drama, opernhafte Gewalt, tiefschwarzer Humor, ein Hammer, ein Gang und Choi Min-sik.

  1. ‚Before Sunset‘ (2004)

Wieso braucht ‚Before Sunrise‘ überhaupt eine Fortsetzung? Das „werden sie/werden sie nicht“ Ende macht doch einen großen Teil des Reizes aus, da kann doch eine Fortsetzung nur gegen die Ideen jedes einzelnen Zuschauers verlieren. Und dann liefert Richard Linklater diese Fortsetzung ab und trifft nicht nur den perfekten Ton, sondern nimmt den Rhythmus fast ein Jahrzehnt später problemlos wieder auf und erzählt seine Liebesgeschichte mit der sanften Brise einer nachmittäglichen Bootsfahrt auf der Seine weiter, als hätte sie nie aufgehört.

  1. ‚Punch-Drunk Love‘ (2002)

Mein liebster Film von P.T. Anderson ist gleichzeitig auch sein kürzester. Ob das nun etwas darüber aussagt, dass sich ungeduldig bin, oder all seine anderen etwas zu lang, wer weiß. Es ist gleichzeitig auch mein liebster Film mit Adam Sandler, dessen liebenswerte Naivität, bei gleichzeitigen Jähzornsausbrüchen Anderson hier perfekt zu nutzen weiß, um gleichzeitig einen typischen Sandler Film und gleichzeitig einen völlig untypischen abzuliefern. Zu erwähnen ist auch Jon Brions Score, dem es geling Sozialphobie in nervenaufreibende Klänge zu fassen. Das macht Sandlers Werk der letzten Jahrzehnte ehrlich gesagt nur noch unverständlicher: er kann es doch offensichtlich besser.

  1. ‚Mulholland Drive‘ (2001)

Und mal wieder Lynch. Mulholland Drive entstand auf den Ruinen eines abgelehnten Fernsehpiloten. Lynch machte für seinen Kinofilm einen Kommentar auf Hollywood an sich daraus. Einerseits schwarze Komödie, andererseits realitätsverändernde Tragödie mit einem gewissen Schuss Horror, sowie Bergmann und Wilder Zitaten. Am Ende ist es aber ganz Lynchs eigener Film, dem es einmal mehr gelingt das Surreale im Banalen zu finden.

  1. ‚Eternal Sunshine of the Spotless Mind‘ (2004)

Für mich wirkt dieser Film in gewissem Sinne wie eine Zeitkapsel der früher 2000er. Was ironisch ist, geht es in Michel Gondrys romantischem SciFi Film doch um Erinnerungen. Oder eher um die technische Möglichkeit der Auslöschung von unangenehmen Erinnerungen und was das für uns als Menschen bedeuten würde, sind es doch auch, oder vielleicht gerade, die unschönen Momente, die uns prägen. Aber vielleicht wirkt er genau deshalb so symbolisch für die Zeit für mich. Denn mit dem Wechsel von einem Millennium ins nächste schienen wir das Alte, das Vergangene hinter uns zu lassen, doch hat es sich selbstverständlich hinterhergeschmuggelt.

Ferner liefen:

Herr der Ringe Trilogie

Chihiros Reise ins Zauberland (2001)

Shaun of the Dead (2004)

Hotel (2004)

May (2002)

City Of God (2002)

Crouching Tiger, Hidden Dragon (2000)

Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten Filme aus den Jahren 1995-1999

Diese Woche stürmt bei den 5 Besten am Donnerstag das 20te Jahrhundert mit riesengroßen Schritten seinem Ende entgegen. Um die 5 besten Filme der Jahre 95 bis 99 soll es heute gehen. Und obwohl mir 3 dieses Mal sehr schnell klar waren, hat sich die Entscheidung für die anderen beiden ganz schön gezogen. Und die ferner liefen Liste ist mal wieder ordentlich umfangreich geworden.

 

  1. ‚Der Totmacher‘ (1995)

Für mich das Musterbeispiel einer herausragenden Schauspielerleistung. Jürgen Hentsch gibt den Psychiater, der die Schuldfähigkeit von Serienmörder Fritz Haarmann feststellen soll. Nur in einem Raum spielend gibt Regisseur Romuald Karmakar Haarmann Darsteller Götz George alle Freiheit, die der für seine Spiel, das in Sekundenschnelle von naiver Entrücktheit zu Amüsiertheit zu beinahe sadistischer Präzision in den Angaben wechseln kann. Bald fragt man sich als Zuschauer, wo Georges Schauspielerei endet und Haarmanns beginnt.

  1. ‚Heat‘ (1995)

Für mich immer noch der Gradmesser für Actionthriller. Ein Gradmesser, der viele Filme schlecht abschneiden lässt. Eine gewisse Schwermütigkeit bildet die Grundstimmung für Michael Manns besten Film, in dem sich Al Pacino und Robert De Niro als Widersacher gegenüberstehen. Er ist so sehr ein Noir Film wie es geht, ohne klassische Noirs zu zitieren. Oh, und wenn es knallt, dann knallt es wirklich.

  1. ‚Prinzessin Mononoke‘ (1997)

Ich bin nicht der größte Anime Experte unter der Sonne. Mitte der 90er war ich das noch viel weniger, vor Mononoke hatte ich vermutlich nur ‚Akira‘ und ‚Ghost In The Shell‘ gesehen, die ich mochte, die mich aber nicht umhauten. Doch dann kam Hayao Miyazaki und zeigte mir, was japanische Animation konnte. Kein plakatives Gut/Böse Schema inszeniert er hier ein Thema, dass ihn immer umgetrieben hat: der Konflikt zwischen Technik und Natur. Aber ohne den unerträglichen belehrend-herablassenden Tonfall, den, insbesondere animierte, Hollywoodfilme der 90er dazu mitbrachten.

  1. ‚Jackie Brown‘ (1997)

Wenn mich jemand fragt, welches mein liebster Film von Quentin Tarantino sei, ist dieser hier meine Antwort. Vielleicht liegt es daran, dass es eine Buchumsetzung ist, dass die typischen Tarantino-Dialoge (bei denen jeder klingt wie QT) richtigen, runden Charakteren Platz machen müssen, die sich sogar entwickeln. Vielleicht liegt es daran, dass Pam Grier cooler ist als ein Calippo Fizz in einer Flasche flüssigem Stickstoff am Nordpol. Vielleicht liegt es daran, dass Robert De Niro und Sam Jackson erkennbaren Spaß in ihren Rollen haben. Genau weiß ich es auch nicht.

  1. ‚Fargo‘ (1996)

‚Fargo‘ hat den Dude um Haaresbreite in die Liste geschlagen. Frances McDormand ist großartig als lakonische, schwangere Polizeichefin von Brainerd in diesem schwarzhumorigen, brutalen Kriminalfilm im verschneiten Norden der USA. Die Coenbrüder inszenieren zwar tiefschwarz aber dennoch mit erkennbarer Liebe für Land und Leute.

 

Ferner liefen:

‚Before Sunrise‘ (1995)

‚Perfect Blue‘ (1997)

’12 Monkeys‘ (1997)

‚The Big Lebowski‘ (1998)

‚Lola Rennt‘ (1998)

‚Lost Highway‘ (1997)

‚Scream‘ (1996)

‚L.A. Confidential‘ (1997)

und viel zu viel mehr!

Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten Filme aus den Jahren 1990-1994

Und der Countdown bei den 5 Besten am Donnerstag geht weiter. Bei unserer Reise durch die Filmjahrzehnte sind wir nun in der ersten Hälfte der 90er angekommen. Die 5 besten Filme der Jahre 90 bis 94 möchte Gorana von uns wissen. Leichter wird es immer noch nicht, doch diesmal hatte ich meine 5 recht schnell beisammen. Was normalerweise heißt ich habe irgendwas Wichtiges vergessen…

  1. ‚Speed‘ (1994)

Der Bus der nicht langsamer werden durfte! Der Film, der Keanu Reeves als Action Star zementierte und Sandra Bullocks Startblock war, von dem aus sie zum Sweetheart der 90er wurde. Und auch heute noch ein grandioser Actionfilm, der sich vor seiner Konkurrenz, auch aus dem vorherigen Jahrzehnt, nicht verstecken muss.

  1. ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘ (1993)

Dank früherer Fernsehrotation habe ich den Film vermutlich so häufig gesehen wie Phil Conners den Murmeltiertag in Punxatawney begehen musste und trotzdem habe ich ihn hier auf BluRay im Schrank stehen. Der Film wird einfach nicht alt, es gibt immer Neues zu entdecken und Bill Murray liefert eine seiner absoluten Glanzrollen ab.

  1. ‚Das Schweigen der Lämmer‘ (1991)

Alle haben Agentin Starling gewarnt: lassen Sie Dr. Lecter nicht in ihren Kopf! Sie hat es doch getan und der Rest der filmeschauenden Bevölkerung anscheinend auch, wenn man die Lawine an Serienmörder-Filmen sieht, die der Film in den 90ern losgetreten hat. Doch Jonathan Demmes Film war nicht nur der Einflussreichste, sondern auch einer der, wenn nicht der Beste. Vielleicht lag es daran, dass wir zwei Killer zum Preis von einem bekamen, vielleicht liegt es daran, dass Jodie Foster und Anthony Hopkins Mischung aus Antagonismus und Flirt annähernd unwiderstehlich ist.

  1. ‚Ed Wood‘ (1994)

Ich mag Filme übers Filmen und das hier ist einer der Besten. Tim Burton begegnet der Karriere des Regisseurs des „schlechtesten Films aller Zeiten“ mit so viel Sympathie, dass es schwer ist, sich dem zu entziehen. Für mich mit einigem Abstand Burtons bester Film. Und sollte sich jemand fragen, warum Johnny Depp eigentlich einen Ruf als guter Schauspieler hat, dann sollte man einen Blick auf diesen Film, oder einen beliebigen anderen mit ihm aus den 90ern werfen. Die Schau stiehlt hier aber Martin Landau als alternder Bela Lugosi.

  1. ‚Goodfellas‘ (1990)

Niemandem ist es vor Scorcese so gut gelungen die Paranoia von Berufsverbrechern zu zeigen. Nicht so sehr die Sorge vor der Polizei treibt sie um, der Gefängnisaufenthalt ist eher ein Witz, es sind die Gangsterkollegen, für die aus Spaß von einer Sekunde auf die andere tödlicher Ernst werden kann, die Dir eine Kugel in den Hinterkopf jagen, bevor Du weißt was los ist. Der Mix aus Gewalt, schwarzem Humor und Realismus hat viel inspiriert. Von Tarantino bis zu den Sopranos.

Ferner liefen:

‚Pappa Ante Portas‘ (1991)

‚Erbarmungslos‘ (1991)

‚Barton Fink‘ (1991)

‚Die Verurteilten‘ (1994)

‚Batman Returns‘ (1992)

‚Jurassic Park‘ (1993)

‚Der König der Löwen‘ (1994)

‚Delicatessen‘ (1994)

‚Candyman‘ (1992)