Das Wort im Bild verdreht: Autoren, die mit der Verfilmung Ihrer Bücher unglücklich sind

Buch und Film sind zwei Medien, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Ein Buch arbeitet rein über das Wort, über die Beschreibung, über seine Prosa. Film ist ein optisches Medium, ein Film zeigt, er muss zeigen, dass macht ihn aus. Literarische Stilmittel sind unmöglich 1 zu 1 auf den Film übertragbar, die Verfilmung eines Buches kann also stets nur versuchen die Essenz der Vorlage einzufangen. Ein weiterer wichtiger Unterschied, der uns hier beschäftigen wird ist, dass ein Buch üblicherweise der Ausdruck der künstlerischen Vision einer einzelnen Person ist, ein singuläres Werk. Selbst der größte Vertreter der Auteur-Theorie wird aber wohl zugeben, dass ein Film fast immer ein kollaboratives Werk ist. Manche Regisseure oder Produzenten können einem Film sicherlich gut sichtbar ihren Stempel aufdrücken, doch am Ende kommen auch sie nie ohne Darsteller, Kameraleute, Beleuchter oder Komponisten aus. Dass Autoren gelegentlich ihre eigene, singuläre Vision in einem Film nicht mehr wiederfinden überrascht also nicht. Heute will ich mir mal einige herausragende Fälle ansehen. Und um Missverständnissen vorzubeugen: Die im Folgenden wiedergegebenen Ansichten der Autoren sind nicht die meinen. Weiterlesen