Gibt es Filme, die „sicher“ vor Remakes sind?

Das Remake ist ein oft ungeliebtes aber dennoch immer wieder lukratives Unterfangen in Hollywood. Langsam aber sicher arbeitet man sich derzeit durch 30 bis 40 Jahre alte Titel und schaut, was sich wiederbeleben lässt. Wobei das Remake derzeit ein wenig wie ein Auslaufmodell scheint und das späte Sequel, das gleichzeitig als Reboot funktioniert an Beliebtheit gewinnt. Schließlich gewinnen hierbei alle, es ist keine pure Wiederholung von Bekanntem, aber das Studio kann den bekannten Namen benutzen.

Dennoch wird das Remake so bald sicher nicht verschwinden. Die Frage ist, gibt es Filme, die sicher vor einem Remake sind? Sicherlich kann man hier finanziell nicht sonderlich erfolgreiche Filme und „persönliche“ Filme, die ohne den Filmemacher nicht denkbar wären nennen. Aber ich meine hier ganz bewusst Filme, die eigentlich gefundenes Fressen für ein Remake wären.

Eine gute Absicherung gegen Remakes, so scheint es wenigstens, ist die Nähe zu Steven Spielberg. Remakes eigener Filme wie ‚Der Weiße Hai‘ oder ‚ET‘ hat er schon kategorisch ausgeschlossen. Aber auch Projekte an denen er entfernter beteiligt war, sind bisher darum herumgekommen. ‚Gremlins‘ etwa wird vermutlich irgendwann einen dritten Teil bekommen, aber Joe Dante und Autor des ersten teils Chris Columbus lehnen ein Remake lautstark ab. Ob die beiden allein es verhindern könnten, wer weiß, aber Spielberg ist immerhin Produzent. Dieselbe Situation besteht bei ‚Zurück in die Zukunft‘ Robert Zemeckis und Ko-Autor Bob Gale sagen ein Remake sei „nur über ihre Leichen“ zu machen. Auch hier ist Spielberg Produzent. Ebenso bei ‚Goonies‘, wo sicherlich zahlreiche Verantwortliche auf ein Remake brennen.

Doch verallgemeinern kann man das nicht. ‚Poltergeist‘ etwa, wurde von Spielberg produziert, was ihn aber nicht vor einem reichlich mäßigen Remake retten konnte. Und natürlich ist Steven Spielberg auch Mitte 70. Was offen lässt, wie sich die Situation in 20 Jahren darstellt. Wenn der Name ‚Zurück in die Zukunft‘ dann immer noch zieht könnte genau das eintreten, was die Bobs Gale und Zemeckis in Aussicht stellen.

Nein, eine echte Sicherheit gibt es wohl wirklich nicht. Oder doch? Kathleen Kennedy, Präsidentin von Lucasfilm, hat kürzlich festgestellt, dass es keine Darsteller gäbe, die die Rollen der ikonischen Charaktere aus ‚Star Wars‘ übernehmen könnten. Ich weiß nicht, ob ich ihr da zustimme, aber damit wäre zumindest die originale Trilogie doch sicher vor Remakes, oder? Für den Moment ist sie das sicherlich. Disney ahnt vermutlich, dass sie damit eine Menge Geld einfahren könnten, wissen aber auch, dass die ‚Star Wars‘ Fans ziemlich laut werden können. Und ein Remake der originalen Trilogie würde zu extremem Geschrei führen. Das wäre jetzt vermutlich die Stelle in einem Film, wo sich der unauffällige Charakter am Fuß des Tisches zu Wort meldet und unsicher fragt „und was ist mit den Prequels?“. Tja, wer weiß? Und wer weiß, wie die Situation in fünf, zehn oder zwanzig Jahren aussieht. Kennedys Aussage mag jetzt gerade gelten, aber für die Ewigkeit steht sich vermutlich nicht.

Gibt es Filme, bei denen Ihr Euch wundert, warum es noch kein Remake gibt? Nicht unbedingt solche, bei denen Ihr es Euch wünscht (wobei das auch okay ist), aber solche deren Name eigentlich stark genug ist, dass sich eines lohnen würde, bislang aber merkwürdig ausbliebt.

Newslichter Ausgabe 195: mehr Disney Remakes, Sonys Videospielflitzer, Foxx/Fuchs und ein sterblicher Kater

Willkommen bei Ausgabe 195 des Newslichters. Okay, ‚Toy Story‘ steckt jetzt also auch in der Sequelitis fest, was? Eine Sache frage ich mich aber, nachdem ich den ‚Lightyear‘ Trailer gesehen habe. Das soll doch, innerhalb des ‚Toy Story‘ Universums, der Film sein, der dafür sorgt, dass Andy eine Buzz Lightyear Actionfigur haben wollte, oder? Im Jahr 1995. Das heißt also, im ‚Toy Story‘ Universum gab es im Jahr 1995 (oder früher) bereits CGI Effekte dieser Qualität. Das heißt dann wohl auch, dass Pixar ein absoluter Fehlstart gewesen sein muss, denn deren erste Filme wären ja als totale Technikkrücken aus dem Kino gelacht worden. Das ‚Toy Story‘ Universum ist also eines ohne Pixar. Schade. Aber ich würde jetzt gern die Qualität aktueller Effekte innerhalb des Universums sehen. Nur wie stellt man bessere Effekte dar, als möglich sind? Philosophisch, wa? Legen wir los!

Live Action Disney ‚Hercules‘

Guy Ritchie ist ein Name, den ich eigentlich immer noch mit dem Beginns einer Karriere verbinde. Als er dem britischen Gangsterfilm mit ‚Bube, Dame, König, grAS‘ und ‚Snatch‘ neues Leben einhauchte. Seitdem hat er versucht seine damalige Ehefrau madonna zum Filmstar zu machen, mit katastrophalem Misserfolg und er hat ‚Sherlock Holmes‘ zu neuem Blockbusterruhm verholfen. Was aber hat er in den 10er Jahren gemacht? Nein, nicht nachgucken, sagt es mir aus dem Kopf. Ihr habt alle ‚Aladdin‘ gerufen, oder? Hat irgendwer ‚Codename UNCLE‘ oder seinen König Artus Film genannt? Wenn ja, Glückwunsch! Es sind dennoch Filme, die kaum jemand gesehen hat. Kein Wunder also, dass Ritchie dem selten gelobten aber finanziell hochlukrativen Genre der Disney Live Action Remakes treu bleiben will. Nun also mit Disneys ‚Hercules‘. Wie viele Filme sind eigentlich noch übrig? Sogar von ‚Robin Hood‘ soll es ein Live Action Remake geben, was dann ja vermutlich einfach ein Robin Hood Film wäre. Oder er sieht so aus wie der neue Löwenkönig. Wer weiß. Will nicht eigentlich das MCU auch demnächst Hercules einführen? Gibt es dann ein großes Hercules Crossover? Wehe, da ist Arnie nicht dabei!

‚Gran Turismo‘ Film

Nun hat also auch Sony ordentlich Blut geleckt, was Videospielverfilmungen angeht. ‚Uncharted‘ mit Tom Holland und Mark Wahlberg war ein großer Erfolg, welche Spieleserie steht also als nächstes auf Sonys Filmliste? ‚Gran Turismo‘, zur vermutlich allgemeinen Überraschung von Leuten, die ein ‚Metal Gear‘ Film erwartet hätten. Eine Rennspielserie also. Ich sehe jetzt nicht direkt den Hook für eine mögliche Verfilmung, aber „schnell autofahren“ ist ja nicht aus Zufall beliebtes, filmisches Thema. Für die Regie soll jedenfalls der Südafrikaner Neill Blomkamp verantwortlich zeichnen. Was mich ernstlich fragen lässt, ob der Film je erscheinen wird. Denn Blomkamps ‚Alien‘ Film tat das nicht. Ebenso wenig sein ‚Robocop‘ Film. Aber gut, da ging es vermutlich auch nicht um „schnell autofahren“. Für den Moment visiert Sony jedenfalls den August nächsten Jahres an. Lassen wir uns überraschen.

Der gestiefelte Kater wird jetzt mal richtig finster!

Neues aus dem Shrek-iversum. 11 Jahre nach ‚Der gestiefelte Kater‘ gibt es einen neuen Film um den Connoisseur felinen Schuhwerks. Wäre mir das eine Meldung wert? Nö, ehrlich gesagt nicht. Hab den ersten nie gesehen und kein großes Interesse an allem um Shrek. Aber Joel Crawford, Regisseur des neuen ‚Puss in Boots: The Last Wish‘ hat es geschafft mich herzlich lachen zu lassen. Ich zitiere (meine Übersetzung) von Variety: „Da sind dunklere Töne in diesem Film. Der Kater ist bei seinem letzten Leben angekommen. Er ringt mit seiner Sterblichkeit, seine Angst vor dem Tod ist der Motor, der den Film treibt.“ Genau, ‚Puss in Boots 2: quasi Michael Hanekes ‚Amour‘‘ (ein Toast auf den kürzlich verstorbenen Jean-Louis Trintignant!). Ich meine, wenn es stimmt wär es offensichtlicher Wahnsinn, aber das ist der zweite Teil eines Spin Offs von Shrek. Warum hakt in solchen Interviews niemand nach? Naja, vielleicht wird’s eine ‚Logan‘-eske Dekonstruktion des CGI Animationsfilms. Oder sie benennen ihn noch in ‚The Puss In Boots‘ um und er wird drei Stunden lang. Was weiß denn ich, ich weiß nur, dass ich mich vor Lachen fast verschluckt habe, als ich das las.

Kein Django/Zorro Film

Manchmal hat es fast den Eindruck man könnte aus den Filmen, die Quentin Tarantino nicht gedreht hat eine noch bessere Filmografie basteln, als die die er tatsächlich abgeliefert hat. Nun kann man dem ein weiteres Projekt hinzufügen. Schon kurz nach seiner ‚Django‘ Version begann Tarantino eine Comic-Fortsetzung zu schreiben, in der Django auf Zorro traf. Gemeinsam kämpfen sie gegen einen mächtigen Mann, der die örtliche Bevölkerung versklavt. Sony überlegte sich, einen Film daraus machen. Tarantino schrieb gemeinsam mit Jerrod Carmichael an einem Drehbuch. Doch in einem Interview mit GQ verriet der nun, dass das Projekt geplatzt ist. Manche vermuten, dass es aufgrund von Kosten gescheitert sei und interpretieren Carmichaels Satz „But I still think we wrote a $500 million film“ als eine Einschätzung der Kosten. Das halte ich für Unsinn, damit wäre der Film der teuerste aller Zeiten. Ich denke eher, Carmichael schätzt, der Film hätte eine halbe Milliarde eingespielt (was ich ebenfalls für überhöht halte). Ich war mir bislang nicht einmal des Comics bewusst, bin nun aber ein wenig neugierig. Allerdings rüttelt das Ganze an meiner Theorie, dass je mehr Tarantino über einen Film redet, es umso unwahrscheinlicher ist, dass er ihn dreht. Über ‚Django/Zorro‘ jedenfalls habe ich ihn nie reden hören.

Ich jedenfalls labere nächste Woche an dieser Stelle weiter!

‚In den Krallen des Satans‘ (1971)

Anmerkung: so wie in der Überschrift steht der Titel auf meiner BluRay und scheint damit den früher geläufigen Titel ‚In den Krallen des Hexenjägers‘ zu ersetzen. Damit ist er näher am originalen ‚The Blood On Satans Claw‘ (oder ‚Satans Skin‘ oder ‚Blood In Satans Claw‘…) und auch näher an der Handlung des Films. Aber die wandelbaren Titel von 70er Jahre Horrorfilmen sind ja eh so ein Thema für sich…

Die 70er Jahre sahen einen ziemlichen Umbruch im Horror. Die Alien Invasionen und Riesenmonster der 50er waren lange durch. Die alten gothic Monster hatten sich, auch in ihrem zweiten Wind durch die britischen Hammer Studios, ziemlich totgelaufen. In den USA hatte George Romero mit ‚Night of the Living Dead‘ eine unaufhaltsame Lawine der Zombiefilme losgetreten, die 1971 aber noch nicht absehbar war. Den Serienmörder gab es schon, aber er war noch nicht zum Slasher codifiziert. Tatsächlich würde man sich im englischsprachigen Raum auf beiden Seiten des Atlantiks in eine ganz ähnliche Richtung bewegen. Der Horror wäre auf dem Land, oder gar im Land, also der Erde selbst, zu finden. 1974 würde Tobe Hooper mit ‚Texas Chainsaw Massacre‘ den Horror der USA revolutionieren. Den „backwoods horror“ etablieren. In Großbritannien ging dieser Schritt aufs Land hingegen mit einer Rückbesinnung auf die eigene, heidnische Geschichte zurück. Berühmtestes Beispiel für diesen „folk horror“ ist sicherlich ‚The Wicker Man‘ von 1973. Doch bereits zuvor gab es Beispiele dafür. Wie eben Piers Haggards ‚The Blood On Satans Claw‘.

Im frühen 18ten Jahrhundert entdeckt Ralph Gower (Barry Andrews), Knecht der wohlhabenden Witwe Isobel Banham (Avice Landone), einen seltsamen, weder menschlichen noch tierischen, haarigen Schädel mit intakten Augen beim Pflügen des Feldes. Als er diese Scheußlichkeit einem Richter (Patrick Wymark) zeigen will, der bei Witwe Banham zu Besuch ist, ist sie jedoch vom Feld verschwunden. Alsbald geschehen seltsame Dinge. Banhams Neffe Peter (Simon Williams) stellt seiner missbilligenden Tante seine zukünftige Braut Rosalind (Tamara Ustinov) vor. Doch in der Nacht wird diese wahnsinnig und verletzt Banham mit einer seltsamen Klaue. Die alte, verletzte Frau verschwindet am nächsten Tag unauffindbar im Wald. Peter sieht sich derweil selbst von einer haarigen Klaue attackiert, die er mit einem Dolch erfolgreich abschlägt, nur um festzustellen, dass er sich selbst verstümmelt hat. Und die Jugendlichen des Dorfes um Angel Blake (Linda Hayden) bleiben plötzlich nicht nur dem Pfarrunterricht fern, sie führen auch seltsame Kulthandlungen im Wald aus. Fast wirkt es, als müsste der Richter auf jenen alten Aberglauben zurückgreifen, den er so verachtet, um die Situation zu retten.

Der Film macht sehr schnell deutlich, dass wir es hier nicht mit der bekannten Welt des Hammer Horrors zu tun haben. Dort herrscht die starre Ständeordnung des viktorianischen Zeitalters und okkulte Vorkommnisse waren durchaus nicht unvorstellbar. Hier sind wir im Zeitalter kurz nach der Glorreichen Revolution, als in England der Absolutismus abgeschafft wurde. Der Monarch erhielt seine Souveränität vom Parlament, nicht mehr von Gott. Ewig wirkende Vorstellung galten nicht mehr, die Aufklärung setzte sich durch.

Daher haben wir es hier auch nicht mit dem für folk horror oft typischen Thema von Christentum gegen Heidentum zu tun. Der Der Dorpfarrer des Films (Anthony Ainley) ist ein dröger Intelektueller, der bei einem Begräbnis kaum seine Langeweile verbergen kann, aber begeistert auf die Suche nach biologischen Fundstücken geht. Der „Held“ des Films, der Richter, kann seine Verachtung für den Aberglauben der Landbevölkerung kaum verbergen. Letztlich ist es ausgerechnet ein dämonologisches Buch des Dorfarztes (Howard Goorney), ein Mann der seine Patienten nur bluten lassen kann und ihren Schnaps wegtrinkt, das ihn auf die richtige Fährte bringt. Nein, die Aufklärung, so sagt der Film, hilft nicht gegen diesen Schrecken. Aber der alte Aberglaube ist ähnlich sinnlos und gefährlich. Wenn eine Gruppe Bauern aus dem Nachbardorf ein junges Mädchen (Michele Dotrice) als Hexenprobe ins Wasser werfen und sie tatsächlich untergeht, folglich unschuldig ist, macht keiner von ihnen Anstalten ihr zu helfen. Und wenn der Richter im Finale mit einem grotesk antik wirkenden Breitschwert agiert ist es zutiefst fraglich, ob gerade das zu einem wirklichen Ende führen kann.

Überhaupt ist der Film sehr gut darin, uns im Unklaren zu lassen, was der Schrecken überhaupt ist, der hier bekämpft wird. Geht der Teufel um? Herrscht eine Massenhysterie? Oder ist es doch ein unerklärlicher, womöglich zyklischer Schrecken, der aus der Erde selbst ersteht?

Hier müssen wir nun über den Mann sprechen, den Piers Haggard als für den Film bedeutsamer als sich selbst bezeichnet. Kameramann Dick Bush. Der hatte soeben bei der BBC gekündigt und wollte raus aus dem damals extrem engen Korsett, das englischer Kameraarbeit aufgezwängt wurde. Und rannte damit bei Haggard offene Türen ein. So ist ‚Blood On Satans Claw‘ ein Film, bei dem fast jede Kameraeinstellung visuell interessant ist. Anfangs dreht er fast sämtliche Szenen aus Kniehöhe nach oben schauend, als wäre da etwas im Boden, was die Menschen belauert. In zwischenmenschlichen Szenen dreht er mit einer hochmobilen Handkamera, bringt quasi „nouvelle vague“-ische Unruhe in die Interaktionen. Während die Natur die handelnden Personen immer enger einzukreisen scheint. Zweige, Äste, Grashalme oder Blumen sind fast immer am Bildrand zu sehen, scheinen die Menschen zur Bildmitte zu drängen. Später nimmt dies die Geschichte direkt auf, wenn die Kultisten geflochtene Zweige um ihre Köpfe als Kronen tragen. Und in der Szene mit Peter und seiner Hand ist die Kamera derart aktiv, dass ich mich fast frage, ob Sam Raimi die Szene im Kopf hatte, wenn er Ash seine eigene Hand absägen lässt.

Das Studio Tigon plante den Film ursprünglich als Anthologie. Es sollte mehrere Geschichten geben, die lose durch den Fund Gowers verbunden waren. Aber Haggard überzeugte Autor Robert Wynne-Simmons eine einzige, durchgehende Geschichte daraus zu machen. Allerdings sind im Drehbuch fraglos Spuren der alten Struktur übrig geblieben. So verschwindet der Richter für lange Zeit nach London, Peter kommt kaum mehr vor, nachdem er sich selbst verstümmelt hat. Es ist schwer, wirkliche Protagonisten auszumachen. Am ehesten noch Gower und seine Frau Ellen, die ihre Kinder an den Kult verlieren und das als Hexe misshandelte Mädchen aufnehmen und so wesentliche Verbindungen zu fast allen Storyelementen haben. Nur sind sie sehr selten aktiv handelnde Figuren. Das trägt zum seltsamen Gefühl der Unkontrollierbarkeit des Films bei. Die Menschen des Dorfes entwickeln plötzlich schrundige Hautstellen von einem dichten, schwarzen Fell behaart und werden alsbald vom Kult entführt, der diese Stellen brutal herausschneidet. Was all dies bedeutet, deutet der Film nur an und die Figuren an sich wissen eher noch weniger darüber als wir als Zuschauer. Es ist ein Gefühl nicht nur der Hilflosigkeit sondern des Unverständnisses, das den Schrecken erhöht.

‚In den Krallen des Satans‘ ist ein faszinierendes, frühes Beispiel für folk horror, das einen langen Schatten bis in die heutige Zeit mit Filmen wie ‚The Witch‘ oder ‚Midsommar‘ wirft.

Kurz & schmerzlos 46: ‚Catopolis‘ (2022)

Eines ist mir an meiner kurz & schmerzlos Serie zuletzt aufgefallen. Ich stelle hier zumeist Kurzfilme von Leuten vor, die in irgendeiner Weise mit der klassischen Filmindustrie verbandelt sind. Dabei bieten die neuen Internet Medien doch gerade auch Raum für Leute, die diese Verbindungen nicht haben, oder vielleicht auch gar nicht haben wollen. In dieser Ausgabe soll dafür beispielhaft Vewn alias Victoria Vincent stehen. Die finanziert ihre Animationsfilme über die social payment Plattform Patreon und erreicht mit ihren Veröffentlichungen auf Youtube regelmäßig ein recht eindrucksvolles Millionenpublikum.

In ‚Catopolis‘ verliert die junge Penny ihren Job, weil sie sich mit einem Kollegen geschlagen hat. Kurz darauf bekommt sie ein dubioses Angebot „richtiges Geld“ zu verdienen. Selbstverständlich steckt hier etwas reichlich finsteres dahinter. Vewn schafft hier eine zutiefst seltsame Atmosphäre. Dystopisch, verzerrt und doch in seltsam nostalgischer 90er Jahre Animation. Ihre Charaktere sind Cartoonkatzen, wobei es eine Art Miliz zu geben scheint, die Menschenmasken trägt. Überhaupt sind Masken, das Auftreten in der Öffentlichkeit und die Verschmelzung von Öffentlichem und Privaten zentrale Themen in diesem 13 Minuten langen Filme, der sich, auf gute Art, deutlich länger, deutlich voller anfühlt. Auf gewisse Weise bringt mich dieser Film zurück in eine Zeit, in der man spät des Nachts durch die Sender gezappt hat und dort zutiefst seltsames und faszinierendes finden konnte.

Newslichter Ausgabe 194: teure Formel 1, teure Turnschuhe und Duke Nukem?

Willkommen bei Ausgabe 194 des Newslichters. Für Morbferatu ging der Versuch der Zweitkinoverwertung letztens noch ordentlich in die Binsen. Aber es hat fast den Anschein, als ob er in der „post“-Covid Kinolandschaft dennoch ein Vorreiter sein könnte. Denn auch ‚Spider-Man: No Way Home‘ kommt im September noch einmal in die Kinos. Zumindest in den USA und Kanada, vermutlich aber auch in weiteren Ländern. Mit erweiterten und neuen Szenen. Und sicherlich dem Ansinnen, den 1,8 Milliarden Erfolg über die große 2 zu stemmen. Wenn das jetzt jeder Blockbuster versucht (‚The Batman‘, jetzt vier Stunden lang!!!) wird es im Kino für kleinere Produktionen wohl endgültig zu eng. Legen wir los!

Apples Formel 1 Film

Da sieht man es wieder einmal. Ich habe halt nicht die geringste Ahnung. Da schreibe ich hier seit Wochen, wie im Angesicht rückläufiger Abonnentenzahlen bei Streamingdiensten nun doch sicherlich Schmalhans Küchenmeister werden müsse. Aber bei Apple weigert man sich offenbar dem Schmalhans auch nur ein Vorstellungsgespräch zu vermitteln. Dort hat man nämlich gerade einen bislang noch unbenannten Formel 1 Film von Regisseur Joseph Kosinski gekauft. Kosinski bricht im Kino gerade mit ‚Top Gun: maverick‘ Cruise-sche Rekorde. Die Hauptolle im Rennfilm soll denn auch Brad Pitt spielen. Soll heißen, billig wird da mal gar nichts dran. Angeblich sollen allein Kosinski und Produzent Jerry Bruckheimer jeweils mit achtstelligen Beträgen für die eigene Tasche aus den Verhandlungen gekommen sein. Und das ist bevor wir überhaupt über Filmbudget sprechen. Der Film soll wohl einen kurzen Kinorun, 30 Tage in ausgewählten Häusern, erhalten, bevor er exklusiv bei AppleTV+ landet. Womöglich gehen Anbieter, für die Streaming nur ein Teil ihres Portfolios ist nun einen ganz anderen Weg. Vielleicht versuchen sie nun via Mischkalkulation den Branchenriesen Netflix, der eben nur Streaming anbietet und nichts hat, worauf er zurückfallen könnte, endgültig ins Straucheln zu bringen. Denn wenn die Amazons, Disneys und Apples der Welt nachwievor high budget entertainment bringen, während man sich bei Netflix in Dagobert Duck-schem Talerumdrehen üben muss, tja, wer braucht denn dann noch Netflix? Das ist aber natürlich erneut völlig ahnungslose Spekulation von mir. Ich hoffe, es fällt niemandem auf, dass ich zu nem Formel 1 Film recht wenig zu sagen habe (außer er heißt ‚Senna‘).

Ben Afflecks Nike-Film

Und wie um diese Theorie zu bestätigen, produziert Amazon einen Film darum, wie ein Turnschuhverkäufer Nike dabei unterstützt den wohl wichtigsten Athleten ihrer Geschichte, Michael Jordan, unter Vertrag zu nehmen und so die heute milliardenschwere Sneaker Industrie zu begründen. Die Kosten dürften hier über die Besetzung entstehen. Matt Damon spielt Turnschuhmann Sonny Vaccaro, Affleck selbst Nike Ko-Gründer Phil Knight. Jason Bateman Nikeboss und Branding Guru Rob Strasser. Viola Davis und Chris Tucker spielen Jordans Eltern. Jordan selber wird vermutlich gar nicht auftauchen. Er soll eien Art mythische Figur bleiben. Okay, günstig wird das sicherlich nicht, allein schon für die ganzen Namensrechte darf man vermuten. Aber ein Film rund um Sportmarketing könnte tatsächlich noch deutlich öder sein, als einer über Formel 1. Hm.

Duke Nukem im Kino?

Nein, ich spreche nicht vom legendären ersten Level von ‚Duke Nukem 3D‘ jenem wegweisenden Shooter Game der mittleren 90er. Da rohrbombt sich der Duke zwar auch in einen von Außerirdischen übernommenen Filmpalast, aber nun soll er tatsächlich auf die Leinwand kommen. Mal wieder. Denn die Filmrechte lagen lange Zeit bei Michael Bays Produktionsfirma Platinum Dunes. Sogar ein Hauptdarsteller stand mit Wrestler John Cena schon relativ fest. Aber es wurde nix draus. Was vielleicht auch am lange erwarteten und letztlich alle Erwartungen untertreffenden vierten Teil der Spielereihe, ‚Duke Nukem Forever‘ liegen dürfte. Nun hat Legendary Entertainment die Rechte erworben und die Macher der ‚Cobra Kai‘ Serie als Produzenten draufgesetzt. Duke Nukem ist eine testosterongeschwollene Persiflage auf den 80er/90er Actionhelden. Blonder Bürstenschnitt und Sonnenbrille, Arme wie Schwarzenegger und immer ein cooles Filmzitat auf den Lippen, war er Mitte der 90er eine echte Erfrischung unter den bierernsten, schweigsamen Heroen von Egoshooter Ballereien. John Cena (so er denn überhaupt noch im Gespräch ist) mit seinem Willen und seiner Fähigkeit sich über sich selbst lustig zu machen, wäre sicher eine gute Wahl gewesen. Ich weiß nur irgendwie nicht so recht, ob es das braucht. ‚Last Action Hero‘ hat schon vor Jahrzehnten alles gesagt, was es zu dem Thema zu sagen gibt und die Leute sind damals lieber in ‚Jurassic Park‘ gegangen. Trotz Arnie himself. Ich habe so ein Gefühl, heute würde das nur noch wie ein Deadpool Abklatsch wirken.

PS: haha, neben den ‚Cobra Kai‘ Machern hat Legendary nun auch „Videospielverfilmungsexperten“ Jean Julien Baronnet draufgesetzt. Was hat der produziert? Na, den ‚Assassins’s Creed‘ Film, latürnich. Dann muss es ja klappen! Groovy!

Fast so groovy ist, dass wir uns hier in einer Woche wiedersehen!

‚Schneller als der Tod‘ (1995)

Derzeit ist Regisseur Sam Raimi ja mal wieder in aller Munde. Der Marvel-Maschinerie sei Dank. Es gibt aber eine Phase seiner Karriere, über die wird kaum gesprochen. Die Zeit zwischen seinen ‚Evil Dead‘ und ‚Spider-Man‘ Trilogien. Das hat sicherlich seine Gründe. ‚The Gift‘ zum Beispiel ist schlicht kein guter Film. ‚Ein simpler Plan‘ hingegen ist ein guter Film, wurde aber irgendwie immer ein bisschen wie die Pepsi zu ‚Fargos‘ Coca Cola behandelt. Und ob ‚Aus Liebe zum Spiel‘ gut oder schlecht ist, weiß ich nicht, weil ich ihn nie gesehen habe. Denn wenn es etwas auf dieser Welt gibt, das mich weniger interessiert als Baseball, dann ist es vermutlich noch nicht erfunden. Aber um all diese Filme soll es heute gar nicht gehen, sondern um Raimis Beitrag zum kleinen Western-Revival der 90er, das mit ‚Erbarmungslos‘ (oder ‚Zurück in die Zukunft III‘?) begann, mit ‚Der mit dem Wolf tanzt‘ seinen größten Erfolg erreichte und von wicka-wicka ‚Wild Wild West‘ zu Grabe getragen wurde.

‚Schneller als der Tod‘ fiel damals bei Kritik und Publikum weitgehend durch. Es ist schwer wirklich nachzuvollziehen woran das lag. Es wäre wohl zu einfach, zu sagen, es war pure Misogynie. In einem Genre so testosteronbesoffen wie dem Western konnte man, zumindest damals, auch mit einer Sharon Stone als Hauptdarstellerin nix reißen. Vielleicht ist es jedoch nicht ganz falsch. Aber das erklärt nicht, warum bis heute die große Wiederentdeckung des Films, die „Kultfilmisierung“ sozusagen, ausgeblieben ist. Denn in der Rückschau wird der Film nur interessanter.

So war er eine Zusammenarbeit von Raimi und Kameramann Dante Spinotti, bekannt nicht nur für seine lange Zusammenarbeit mit Michael Mann sondern auch für Filme wie ‚L.A. Confidential‘, auf dem Höhepunkt ihrer Fähigkeiten. Und da kamen zwei visuell durchaus unterschiedliche Stile zusammen. Aber fast noch interessanter ist seine Besetzung. Die haben wir zu einem guten Teil Sharon Stone zu verdanken, die als Ko-Produzentin hier einigen Einfluss genommen hat. So finden wir hier einen vierschrötigen aber attraktiven Australier namens Russel Crowe in seiner ersten Hollywoodrolle. Es sollte ihn nicht viel Zeit kosten, zum Star zu werden. Und Leonardo DiCaprio, fünf Minuten bevor er mi der rechts-links-Kombination aus ‚Romeo & Julia‘ und ‚Titanic‘ zum absoluten Superstar wurde. Hier lehnte ihn Studio TriStar aber noch derart entschieden ab, dass Stone seine Gage aus eigener Tasche bezahlen musste.

Aber bevor wir noch länger theoretisch über den Film reden, kommen wir zum Eingemachten. Fangen wir mit der Geschichte an.

Das Jahr ist 1881. Der Lokaltyrann John Herod (Gene Hackman) veranstaltet in dem Städtchen Redemption sein alljährliches Duell-Tournier, bei dem dem Sieger erstaunliche 123.000 Dollar winken. Daher kommen allerlei Scharfschützen und Glücksritter der weiteren Umgebung zusammen. Auch Herods ungeliebter Sohn Fee, genannt The Kid (DiCaprio) nimmt teil. Weniger des Geldes wegen, mehr um den Respekt seines Vaters zu erlangen. Den widerwilligen Priester Cort (Crowe) zwingt Herod gar mit Gewalt zur Teilnahme. Doch die erstaunlichste Teilnehmerin ist wohl die geheimnisvolle Lady (Stone), die ebenfalls weniger am Geld interessiert scheint und es eher auf die Möglichkeit abgesehen hat, dem Gauner Herod eine Kugel zu verpassen. Doch bis dahin wird sie es mit einer Menge übelstem Gesindel aufnehmen müssen.

Der Western ist ein Genre, das seine Tropen sehr ernst nimmt. Natürlich weiß jeder Zuschauer in dem Moment, als die Lady auftaucht, dass sie sich an Herod für erlittenes Unrecht rächen will. So sicher, wie man weiß, dass er auf Rache aus ist, wenn Charles Bronsons Charakter in ‚Spiel mir das Lied vom Tod‘ auf dem Bahnsteig materialisiert. Und das ist auch völlig in Ordnung so. Sich darüber zu verwundern ist so sinnlos wie zu hinterfragen, warum in einem Musical die Leute plötzlich zu Singen und Tanzen beginnen. Doch manche Filme weben diese Tropen zu geradezu mythologischen Höhenflügen auf, wie eben Leone in ‚Spiel mir das Lied vom Tod‘ und manchmal sind sie nur der geschmacksangebende Hintergrund für einen Film. Wie hier.

Viel ist gesagt worden über die gegenseitige kreative Befruchtung zwischen Eastern und Western. Die sieht mach auch hier ganz deutlich. Im Kung Fu Film ist die Idee des Kampfsporttourniers, veranstaltet von einem Mistkerl, an dem die Heldin aus ganz persönlichen Gründen teilnimmt, nicht selten. Schließlich muss man sich dann keine fadenscheinigen Gründe aus den Fingern saugen warum Charakter x sich mit Charakter y kloppt. Drehbuchautor Simon Moore hat es schlicht auf den wilden Westen übertragen. Und wir wissen alle, dass der Kampfsport des Westerns das Schießeisen ist und seine organisierteste Form das Duell.

Und so bekommen wir hier genau das. Eine Reihe von effektvoll inszenierten Duellen. Das sind denn auch die Momente, in denen sich Raimis typischer Stil Bahn bricht. In wilden Zooms auf durchlöcherte Köpfe und Torsos hinrast. Den typischen Schnittwechsel zwischen den Gesichtern der Teilnehmer und der großen Rathausuhr mit derart wilden Dollyzooms untermalt, dass man meint vom Sofa zu fallen. Zwischen den Duellen allerdings ist die Kameraführung deutlich kontrollierter als man es von Raimi kennt. Was ich einfach mal Spinotti zuschreibe. Die Kamera ist immer noch mobil, doch gibt es gelegentliche Aufnahmen, die man auch direkt ausdrucken und an die Wand hängen könnte. Was nicht nur mit Spinottis eleganter Inszenierung, sondern auch mit dem meisterhaften Produktionsdesign von Patrizia von Brandenstein (‚Amadeus‘, ‚Die Unbestechlichen‘) zu tun hat, die dafür sorgt, dass dieser Western fast schon überreich ausgestattet ist.

Dazu kommt die wunderbare Musik von Alan Silvestri. Der hat in seiner langen Karriere nicht viele Western orchestriert, genau genommen diesen, ‚Young Guns II‘ und ‚Zurück in die Zukunft III‘, doch folgt er hier elegant vor allem Ennio Morricone, aber auch Elmer Bernstein, versieht die Musik aber mit seinem ganz eigenen Schwung, der zu diesem wilden Film passt.

Die Story folgt, wie erwähnt, bekannten und teils ausgetretenen Pfaden. Aber die Darsteller lassen sie funktionieren. Allen voran natürlich Gene Hackman, der gar nicht fähig ist, eine schlechte Darstellung abzuliefern, gibt seinen Fiesling mit einer derartigen Spielfreude, dass man ihm jedes seiner miesen Worte am liebsten glauben würde. Bei DiCaprio stellt sich kaum die Frage warum er zum Star werden würde. Er meistert die komischen wie dramatischen Elemente seiner Rolle als würde er das seit Jahrzehnten machen und wäre nicht gerade eben 20. Und auch Crowe darf hier schon tun was er am besten kann. Den reibeisenstimmigen Stoiker geben, der zu ebenso plötzlichen wie heftigen Gewaltausbrüchen neigt. Sharon Stone wird selbst in positiven Besprechungen des Films oft negativ dargestellt. Und das erschließt sich mir gar nicht. „Starke Frauen“ im 90er Actionfilm waren allzu oft pure Karikaturen, die entweder so stahlhart waren, dass gar kein erkennbarer Charakter mehr übrig war, oder brauchten eben doch immer wieder die Hilfe eines starken Mannes. Stone gibt ihre Lady mit all der nötigen Härte, aber auch Verletzlichkeit. Sie ist nie der unberührbare Clint Eastwood Charakter, der das Duell schon gewonnen hat, wenn er auf die Straße tritt. Sie muss sich jeden Millimeter vorwärts verdienen und zeigt das, in meinen Augen durchaus glaubhaft.

Aber tatsächlich ist sie auch für mich nicht das Highlight des Films. Das sind aber auch nicht die anderen, erwähnten Darsteller, obwohl all ihre Leistungen, wie gesagt, wirklich gut sind. Aber mein Highlight ist die ellenlange Liste an „Ach, der Typ“-en, die hier im Film auftauchen. Charakterköpfe die man immer wieder sieht, aber deren Namen man nicht unbedingt kennt, machen hier einen guten Teil der Tournierteilnehmer aus. Da ist Lance Henriksen als langhaariger Dandy. Tobin Bell als besonders dreckiger Drecksack. Keith David als Pfeife schmauchender Ex-Militär. Mark Boone junior als entflohener Sträfling „Scars“. Und sogar Schwarzeneggers Bodybuilder Kumpel Sven-Ole Thorsen als schwedischer Schützenkönig und allzu große Zielscheibe. Um nur einige zu nennen. Und jeder von denen bekommt einen grandiosen Auftritt vor seinem schmerzhaften Abgang.

Okay, bevor ich hier jetzt noch anfange über das Finale zu schwärmen, das wahrlich keine Wünsche offen lässt, sage ich stattdessen einfach, geht los und schaut ‚Schneller als der Tod‘. Jetzt. „Aber ich mag keine Western“, sagt Ihr. Ich sage, gebt dem Film eine Chance, denn Ihr habt noch nie einen Western im Raimi Stil gesehen. „Aber ich mag Raimis Stil nicht“, sagt Ihr. Geht hin und schaut den Film, denn das hier ist Raimi durch Spinottis Linse und auch das habt Ihr so noch nicht gesehen. „Aber in dem Film kommt gar kein Baseball vor“, sagt Ihr, vermutlich nur um mich zu ärgern. Daher würdige ich das nicht einmal einer Antwort. Mann ey, warum lest ihr immer noch diesen Quatsch, statt ‚Schneller als der Tod‘ zu schauen? Entdeckt endlich den Film wieder, damit wir was Besseres bekommen als die lieblos hingerotzte BluRay ohne jeden Bonus! Ich verspreche auch, auf Hipster-haftes „ICH mochte den Film schon, bevor es cool war“ zu verzichten! Definitiv in meinen Raimi Top 3!