Newslichter Ausgabe 78: unerwünschte Oscar-Vorhersagen, Vogel-Remake und Sarah Connor mag nicht mehr

Willkommen beim 78sten Newslichter! Heute wird es wieder mal ein wenig kürzer. Weil die News vor allem von Meldungen über neue Trailer in der „Superbowl“ Pause gefüllt waren. Und dazu kann ich hier nicht so richtig viel sagen. Aber ich habe mir dennoch ein paar News herausgefischt, die mir und hoffentlich Euch lesenswert erscheinen. Nicht reden werden wir über das geleakte Logo von Denis Villeneuves neuem Film ‚DUNC‘. Denn das lässt Warner überall entfernen wo es auftaucht. Vermutlich sind sie sauer, dass wir jetzt wissen, dass der Film ‚DUNC‘ und nicht ‚Dune‘ heißt. Ich vermute mal DUNCan Idaho ist diesmal der Hauptcharakter und nicht Paul Atreides. Okay, genug Quatsch, legen wir los.

 

Und der Oscar geht an…

https://deadline.com/2020/02/oscar-ballots-due-witter-firestorm-academy-prediction-site-1202850662/

Die „Academy of Motion Picture Arts & Sciences“ machte, kurz bevor die Abstimmungsperiode ihrer Mitglieder für die kommende Oscar-Verleihung endete, durch merkwürdige Tweets auf sich aufmerksam. Dort verkündete sie „Vorhersagen“ für die Gewinner in verschiedenen Kategorien. Was war hier denn los? Verrieten sie Abstimmungsergebnisse eines Mitgliedes? Ist gar alles ein abgekartetes Spiel und die Gewinner stehen längst fest? Sehen wir eine Panne vom Ausmaß des ‚La La Land‘/‘Moonlight‘-Umschlag-Hopplas von vor drei Jahren?

Nein, es stellt sich nur heraus, dass die Academy ihren Finger immer noch fest am Puls der Zeit hat. Denn während man sich in den USA ohnehin gerade über die Undurchschaubarkeit gewisser Wahl-Apps ärgert, wollte wohl auch die Oscar-Verleihung nicht hintanstehen. Offenbar hatte man ein Twitter-Widget falsch eingerichtet, in dem Nutzer ihre Oscar Vorhersagen abgeben konnten. Diese tauchten dann aber als Tweets der Academy selbst auf, anstatt als Tweets der anderen Nutzer an die Academy. So verstehe ich das jedenfalls. Aber falls das Ziel war, dass auf Sozialen Medien mehr über die Oscars geredet wird, wurde zumindest das erreicht. Wenn auch vielleicht nicht in der Art und Weise wie es gedacht war.

 

Die Krähe fliegt wieder?

https://www.moviepilot.de/news/nach-jason-momoa-aus-the-crow-remake-kriegt-neue-chance-1124997

Ein Remake von ‚The Crow‘ wurde vor ein paar Jahren schon einmal angekündigt. Damals sollte ‚Aquaman‘ Jason Momoa die Titelrolle übernehmen, in dem Film um einen Toten, der von einer Krähe auf die Erde zurückgeholt wird um Rache zu nehmen. Das letzte Remake verschwand aber spurlos, als nach und nach alle Beteiligten verkündeten nichts mehr damit zu tun haben zu wollen. Nun steht es wohl wieder auf dem Programm, nachdem drei Produktionsfirmen gemeinsam die Rechte an dem Stoff erworben haben.

Eigentlich ist ‚The Crow‘ in meinen Augen ein ganz guter Kandidat für ein Remake. Alex Proyas originaler Film fällt in jene Zeit als Comic-Verfilmungen noch durchaus experimentell sein konnten und sich ausprobierten. Der Zeit von ‚Tank Girl‘, ‚Dick Tracy‘, ‚Rocketeer‘ oder ‚Die Maske‘. Bevor ‚Spider-Man‘ und ‚X-Men‘ so ziemlich die Formel für den heutigen Comicfilm ausformulierten. Das macht ihn interessant, aber sicherlich nicht zu einem unantastbaren Meisterwerk. Der Film wird von seinen reichlich miserablen Fortsetzungen überschattet und wenn überhaupt, erinnert man sich heute fast nur noch an den tragischen Tod von Hauptdarsteller Brandon Lee, nachdem in einer Nahaufnahme die falsche Munition verwendet wurde.

Mein einziges Problem mit einem Remake wäre wohl, dass der Film für mich quintessentiell 90er Jahre ist. Wenn hier also etwas kommen sollte, würde ich mir das in dieser Periode angesiedelt wünschen. Ich bin mir nicht sicher ob ein ‚The Crow‘ der im Jahr 2020 spielt funktioniert.

 

Linda Hamilton scheint fertig mit Sarah Connor

https://www.hollywoodreporter.com/heat-vision/linda-hamilton-would-be-happy-never-return-terminator-1274687

Nachdem Linda Hamilton für ‚Dark Fate‘ noch einmal in die Rolle der Sarah Connor aus dem ‚Terminator‘ Franchise zurückgekehrt ist, scheint sie nun endgültig genug von der Figur zu haben. In einem Interview mit dem Magazin Hollywood Reporter antwortete die 63Jährige auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnte noch einmal Connor zu spielen: „Nein. Irgendwas sagt mir… ich weiß nicht. Vielleicht in einer kleineren Version, wo nicht so viele Millionen auf dem Spiel stehen. […] Ich wäre sehr glücklich damit nie zurückzukehren. Also nein, ich habe wenig Hoffnung, ich wäre wirklich gerne durch damit.“ ‚Dark Fate‘ gilt allgemein als der beste Film der Reihe seit ‚Terminator 2‘, sowohl bei Kritik als auch bei den Zuschauern, die ihn gesehen haben. Nur ist das zum einen keine besonders hohe Hürde, die es zu überwinden gilt und andererseits haben ihn schlicht zu wenige gesehen. Die Zukunft der groß angelegten Trilogie jedenfalls ist nach dem mäßigen Einspielergebnis des Films mehr als fraglich.

Und wenn ich ehrlich bin, sehe ich die ‚Terminator‘-Reihe ganz ähnlich wie Frau Hamilton. Wenn man sie schon partout nicht sterben lassen will, dann versucht doch mal wieder was Interessantes mit ihr. Mit einem kleineren Budget wie dem ersten Film. Jeder versucht krampfhaft den zweiten zu emulieren, ohne das je wirklich hinzukriegen, dabei ist der erste mindestens genauso gut. Macht einen dreckigen, kleinen neo noir SciFi Thriller anstatt wieder und wieder und wieder mit dem Blockbuster vor die Wand zu rennen. Ich glaube sogar, da ist noch Potential in der Serie, das liegt aber nicht einmal unbedingt in den Charakteren und sicherlich nicht im Zeitreise-Mumpitz, sondern in der Welt, die James Cameron hier skizziert hat. Oder schmelzt den Terminator halt mal endgültig ein. Dafür gäb‘s von mir auch einen Daumen nach oben. Hasta La Vista, Baby!

 

Und das war es für heute. Wir sehen uns nächste Woche hier wieder!

‚Fighting with my Family‘ (2019)

Also ich schaue ja kein Wrestling. Das scheint so etwas wie der Standarderöffnungssatz für Rezensionen dieses Films zu sein und da will ich natürlich auch nicht aus der Rolle fallen. Ich habe mal Wrestling geschaut. Als ich so 10 bis 11 Jahre alt war. Da sagte man hier noch „Catchen“ dazu und die WWE hieß noch WWF, hatte aber dennoch nichts mit Biodiversität zu schaffen. Hulk Hogan, der Ultimate Warrior und Yokozuna vermöbelten sich damals (scheinbar) im Ring. Seitdem habe ich Wrestling nicht weiter verfolgt. Das ist aber eigentlich völlig wurscht, denn Stephen Merchants Film um Wrestling-Star Paige gelingt, was jedem guten Film gelingen sollte: die Leidenschaften seiner Charaktere für den Zuschauer nachempfindbar zu machen, ganz egal was sie im echten Leben für die Inhalte empfinden. Ich habe jetzt nicht nachgeguckt, aber ich bin mir recht sicher, die meisten Besprechungen von ‚Der Pate‘ beginnen auch nicht mit „Also ich bin ja kein Mafioso“. Keine Ahnung warum diese Verkündung hier also so wichtig ist.

Saraya (Florence Pugh) und Zak (Jack Lowden) Knight sind Kinder einer (Schau-)Wrestling Familie. Schon mit elf Jahren standen sie für Vater Rick (Nick Frost) und Mutter Julia (Lena Headey) im Ring. Rick leitet die „World Association of Wrestling“, die trotz beeindruckendem Namen auf die englische Stadt Norwich beschränkt ist und sich stets nahe der Pleite bewegt. Inzwischen volljährig, trainieren Saraya und Zak Jugendliche aus der Nachbarschaft im Wrestling, als sie die Chance bekommen ihr Können einem Talentsucher der WWE zu präsentieren, der größten Wrestlingorganisation der Welt. Insbesondere Zak, der gerade Vater geworden ist, hat davon sein Leben lang geträumt. Zur Überraschung aller ist es aber nur Saraya, die sich jetzt den Ringnamen Paige gibt, die ausgewählt wird. Im Trainingscamp in Florida angekommen, fühlt sich die kleine, blasse Britin zwischen den anderen Kandidatinnen, allesamt hochgewachsene, braungebrannte Blondinen, die zu ihrem Schock nicht einmal Wrestling-Moves beherrschen, bald als Fremdkörper und hat Schwierigkeiten die Ansprüche des Trainings und vor allem des nötigen Showmanships zu erfüllen. Zuhause in Norwich droht Zak derweil in schwere Depression zu verfallen, während Mutter und Vater Knight unautorisiertes „Page“-Merchandise verscherbeln.

Den durchaus mehrdeutigen Titel hat Autor/Regisseur/Darsteller Stephen Merchant (zuletzt etwa als Caliban in ‚Logan‘) von der Dokumentation ‚The Wrestlers: Fighting With My Family‘ über die Familie Knight übernommen. Merchant schaut nämlich ebenfalls kein Wrestling, hat die Doku aber bei einer Zusammenarbeit von Dwayne „The Rock“ Johnson empfohlen bekommen und sich prompt in die ungewöhnliche Familie verliebt. Johnson ist auch Koproduzent des Films und spielt sich in einigen Szenen  selbst. Und um das Wichtigste gleich vorweg zu nehmen, Merchant gelingt es diese Sympathie für die ungewöhnliche Familie mit viel Humor auf den Zuschauer zu übertragen.

Es ist dabei vor allem den gut getroffenen Charakteren und ihren Darstellern zu verdanken, dass der Film durchaus vorhandene Klischeemomente unbeschadet übersteht und auch die eine oder andere cinematische Entscheidung, die so subtil ist wie ein Klappstuhl an den Hinterkopf, wenn der Ringrichter grad nicht guckt. Nein, Merchants Buch fürchtet sich nicht vor Klischees, bringt aber genug Tempo mit, um sie mittels Clotheline mühelos zu Boden zu schicken (keine Sorge, viele Wrestling-Metaphern kommen nicht mehr…). Es muss aber auch erwähnt werden, dass es durchaus bereit ist, ganz typische Klischees zu vermeiden. So war ich etwa angenehm überrascht, dass nicht versucht wurde Paige ein romantisches Interesse auf den Leib zu schreiben, sondern sie im Feld des familiären und des professionellen Drucks agieren durfte. Auch das der Film einerseits eine altbekannte Erfolgsgeschichte mit all ihren Hindernissen erzählt, dem Scheitern eines Traumes, aus dem aber keineswegs Bedeutungs- oder Nutzlosigkeit des Träumers folgen muss, wenn er nur jemanden hat, der ihm durch den Schmerz hilft, in der Figur von Zak ähnlich viel Platz einräumt ist ähnlich beachtenswert wie ein Elbow Drop mitten ins Gesicht.

Doch sollen hier die Darsteller ausführlich erwähnt werden, sind sie doch die wahre Stärke des Films. Allen voran natürlich Florence Pugh, der ich schon in ‚Lady Macbeth‘ eine absolute Starkarriere voraussagte und die nun für ‚Little Women‘ Oscar-nominiert ist und später im Jahr im unausweichlichen Marvel-Film auftauchen wird. Hab‘ ich also mal Recht gehabt, was nicht verwunderlich ist, bei derart gebündeltem Talent. Und auch hier spielt sie ihre Rolle mit einer derartigen Natürlichkeit, als hätte sie nie etwas anderes getan, dass man dieser winzigen Person problemlos die Profiringerin abnimmt. Sie hat hier keine „großen“ Schauspielmomente, verschwindet aber geradezu vollkommen in ihrer Rolle. Nick Frost ist perfekt besetzt als Knight-Patriarch mit nicht eben blitzsauberen Vergangenheit. Sicher, er ist der typische raue Kerl mit dem Herz aus Gold, allerdings hat Ricky doch derart viele Ecken und Kanten, dass es das Charisma eines Nick Frost braucht, damit er die Sympathie behält. Außerdem hat Frost die lustigsten Szenen des Films. Brillant unterstützt von Lena Headey. Die allgemein wieder einmal vor allem unterstützend wirkt, aber aus dem Material, das ihr gegeben wird das Beste macht. Überrascht hat mich Jack Lowden als Zak, den ich vorher nur aus Nebenrollen kannte. Er transportiert den Schmerz, den (ungerechten) Neid und letztlich den stillen Triumph seines Charakters, verglichen mit dem lauten Paiges, durchaus effektiv. Ich würde ihm auch ne große Karriere voraussagen, allerdings hat er schon mit Christopher Nolan an ‚Dunkirk‘ gearbeitet, der Zug ist also schon unter vollem Dampf. Und The Rock darf sich zwischen dem guten Dutzend jährlicher Blockbuster* hier einmal selbst spielen. Das macht er, wenig überraschend, sehr gut. Nötig sind seine Szenen nicht unbedingt, aber sie werden dem Kassenerfolg des Films zuträglich gewesen sein (man beachte, dass quasi sein gesamter Auftritt im Trailer zu sehen ist…).

Wenn man dem Film unbedingt etwas vorwerfen wollte, dann vielleicht, dass er zu bemüht ist niemandem wehzutun. Die WWE erscheint hier als harte Traumfabrik, aber selbst meine minimale Recherche zeigt, dass sie an Gesundheit und finanzieller Situation ihrer Darsteller/Athleten nicht sonderlich interessiert ist. So war auch Paiges Karriere bei Erscheinen des Films (der Film zeigt Ereignisse von etwa 2011 bis 2014) schon wieder verletzungsbedingt zu Ende. Was keinerlei Erwähnung findet. Das überrascht aber wohl weniger, weil man auf die Mitwirkung der WWE für die Verwendung ihrer Logos, Personas und Arenen geradezu angewiesen war und sie auch einen Produzenten-Credit hat.

‚Fighting with my Family‘ ist ein durchaus sympathisches und unterhaltsames Biopic aus einer Welt, von der ich nicht viel weiß. Er zeigt nichts wahnwitzig Innovatives, ist mit seiner wohlwollenden Zeichnung sympathischer Charaktere aber ein rundum gelungener Feel Good-Film. Und manchmal ist das ganz genau das was man braucht.

 

*sagt mal, geht das nur mir so, oder ist in dieser Zeit der Franchises Johnson so etwas wie der letzte Kino-Superstar?

Lasst uns über Filme klönen: Funktionieren Filme in der heutigen Zeit eigentlich noch?

Das ist natürlich eine absichtlich provokativ formulierte Überschriftenfrage, auf die man, gerade als Leser von Filmblogs, genervt „ja, natürlich“ antworten kann und sich die weitere Lektüre sparen. Dennoch glaube ich, dass die Frage fair ist, insbesondere wenn man Film mit „langlebigeren“, alternativen medialen Freizeitangeboten vergleicht, die jedem von uns zur Verfügung stehen. Und letztlich möchte ich ja, dass Ihr mir widersprecht. Wir wollen ja schließlich über Filme klönen.

Vorausschicken möchte ich, dass alles Folgende eigentlich nur für den Blockbusterfilm gilt. Den Film der von möglichst jedem gesehen werden möchte, um möglichst alles an Gewinn mitzunehmen. Der gebeutelte Mid-Budget Film, an dem Studios, zu Gunsten des Blockbusters, immer weniger Interesse zeigen und der kleine und Independent Film funktionieren durchaus anders und zumindest der Letztere hat heute sogar eine größere Nische als je zuvor. Und das ist sehr gut so.

Serien sind besser an das Überleben in Zeiten des Internets angepasst als der Film. Diese Aussage scheint fast trivial, bietet sich ihre regelmäßige Erscheinungsweise doch geradezu an, um immer wieder, mit jeder neuen Folge Diskussionen auszulösen. Und jede dieser Diskussionen, insbesondere wenn sie begeistert ausfallen, hat das Potential neue Zuschauer ins Boot zu holen. Das bringt zwar auch eigene Probleme mit sich, etwa dass die Macher der Serien von diesen Diskussionen genug eingeschüchtert werden, dass sie Plots ändern. Doch ist es erst einmal ein gigantischer Vorteil gegenüber dem Film, der einmal erscheint, besprochen wird und dann vermutlich schnell vergessen, weil das nächste filmische Großereignis ansteht. Ein Abfall von über 60% an Zuschauern von der ersten zur zweiten Woche eines Blockbusterfilms ist nichts Besonderes.

Filmstudios tun einiges um dem entgegenzuwirken. Das Auffälligste dabei ist natürlich das „Cinematic Universe“, was quasi das Prinzip der Serie auf das Kino überträgt. Jeder neue Film ist Teil eines Ganzen und wird als Teil dieses Ganzen wahrgenommen und besprochen. Das beflügelt „Hype“, Spekulation und Diskussion im Internet ganz erheblich. Weniger auffällig aber ähnlich wichtig, ist der Umgang mit Trailern. Für viele Filme gibt es schon gut zwei Jahre bevor sie erscheinen, einen oder mehrere kurze Teaser. Über die Jahre verteilt dann etwa drei richtige Trailer und kurz vor Erscheinen einen „Final Trailer“. Ist es ein Marvel oder DC Film darf natürlich auch ein spezieller ComicCon Trailer nicht fehlen. Da kann es schon mal sein, dass eine gute Viertelstunde inklusive vieler Schlüsselszenen des Films im Voraus verbraten werden. Doch auch hier wird der Effekt beflügelt, dass man immer neue Diskussionen anstoßen möchte.

Der Film imitiert hier also genau das, was die Serie erfolgreich macht, steht sich damit aber womöglich auch selbst im Weg. Kann ich den neuen Marvelfilm schauen, wenn ich die vorigen 12 nicht gesehen habe? Das ist eine durchaus berechtigte Frage, bei einer Serie würde ich ja eben auch nicht in Folge 4 von Staffel 2 einsteigen. Und genervtes Augenrollen aufgrund zu verräterischer Trailer ist inzwischen mindestens so verbreitet wie die Diskussionen über diese Trailer.

Die andere große Konkurrenz für den Film sind natürlich Videospiele. Und auch die haben in den letzten Jahren das Ziel langlebiger, wie eine Serie, zu werden. Insbesondere Spiele mit hohem Budget von großen Entwicklern mit umfangreichem Marketing (sogenannte „Triple A“ Spiele). Ihr Ziel ist weniger ein Spiel zu sein, als ein Service, bei dem man sich mit Freunden zum Spielen trifft und auf verschiedene Art und Weise immer wieder für neue (oder besser noch alte) Inhalte bezahlt.

Versucht sich der Film auch hier etwas abzuschauen? Ich habe in der letzten Zeit fast das Gefühl. Nicht zuletzt weil Universal zuletzt, in einem verzweifelten Versuch den Megaflop ‚Cats‘ zu retten, zum ersten Mal einen Film offiziell „gepatcht“, also nachträglich verbessert hat. Etwas das für Videospiele geradezu trivial üblich ist. War das der Versuch interessierte aber enttäuschte Zuschauer ein zweites Mal ins Kino zu locken, mit dem Versprechen, diesmal würden sie eine (zumindest optisch) bessere Version sehen? Etwas ganz ähnliches haben wir bei ‚Avengers: Endgame‘ gesehen. Hier wurde zwei Monate nach Veröffentlichung eine sieben Minuten längere Version in die Kinos gebracht, die nicht einmal ausschließlich neue Szenen umfasste, sondern auch einen Tribut an den verstorbenen Stan Lee und die Eröffnungsszene von ‚Spider-Man: Far From Home‘. Disney hat hier gezeigt, wie man noch vor Heimveröffentlichungen aus demselben Film erneut Geld machen kann. Das wird von der Industrie sicherlich nicht übersehen werden, nicht zuletzt, weil der Film durch diesen „Stunt“ zum finanziell erfolgreichsten Film aller Zeiten (nicht inflationsbereinigt, siehe unten) wurde. Aber auch weil es bei den Fans der Filme eine direkte Nachfrage nach solchen neuen Versions-Veröffentlichungen gibt. Bei ‚Justice League‘ etwa fordert eine sehr laute Minderheit seit Jahren die Veröffentlichung einer Version von Regisseur Zack Snyder, die sich deutlich von der von Joss Whedon vollendeten Kino-Version unterscheiden soll. Inzwischen hat sich Snyder selbst diesem Wunsch nach dem „Snyder-Cut“ angeschlossen und es scheint durchaus möglich, dass Warner den Film in dieser anderen Version erneut veröffentlicht.

Ein Blockbuster, mit dem sich mehrfach Geld verdienen lässt, ist sicherlich ein Traum für die großen Studios. Man läuft hier aber auch Gefahr nur eine sehr kleine Hardcore-Fangemeinde anzusprechen und insbesondere jene (potentiellen) Zuschauer, die sich schon jetzt beschweren, dass die Kinos mit Franchise Inhalten völlig verstopft sind, weiter zu vergrätzen. Mal ganz davon abgesehen, dass Zuschauer meist auch nicht ganz doof sind und bald verstanden haben werden, dass man zwei Monaten später eine längere Version sehen kann. Wozu dann erst die „unvollständige“ schauen?

Und wo wir gerade schon über Kinos reden, lasst mich erwähnen, dass die Lichtspielhäuser in keiner beneidenswerten Position sind. Nach zwei Jahrzehnten schmerzhaft teuren Aufrüstens mit Digital- und 3D-Technologie, die jedoch nicht eben zu einem extremen Zuwachs an Zuschauern geführt haben, sind vielerorts ohnehin nur noch die Multiplexe übrig. Und die befinden sich jetzt in einer Zwickmühle, in der zwei Seiten, die ihnen nicht allzu wohlgesonnen sind, immer mehr Bedeutung gewinnen. Einerseits der krakenhafte Disney-Konzern, der zumindest schon einmal in Nordamerika deutlich macht, dass er der Darth Vader-Schule der Marktwirtschaft („I have altered the deal! Pray that I do not alter it further!“) folgt, indem er immer höhere Anteile an Kartenerlösen fordert und scheinbar willkürlich den Verleih von Katalogtiteln aus dem eigenen Fundus aber nun auch dem umfangreichen FOX-Archiv untersagt. Andererseits der den Kinos oft genug in mehr oder weniger offener Feindseligkeit gegenüberstehende Streaming-Riese Netflix, der sogar die Datenerhebung zu Erfolg oder Misserfolg ihrer Filme im Kino untersagt. Da überrascht es kaum noch, wenn Kinos den Eindruck überteuerter Süßwarentheken mit angeschlossenem Lichtspielhaus erwecken.

Nun kann man aber auf eine Liste der erfolgreichsten Filme schauen und sehen, dass acht der zehn erfolgreichsten Filme aus den 2010ern stammen. Damit hat sich diese ganze Diskussion doch erübrigt, oder? Ich denke, nicht wirklich. Und zwar aus zwei Gründen. Nach einer Inflationsbereinigung bleiben davon nämlich nur noch zwei Filme übrig. ‚Avengers: Endgame‘ auf Platz 5 und ‚Das Erwachen der Macht‘ auf Platz 10. Und vor allem muss man sich vor Augen führen, dass die Milliardenerfolge der letzten Jahre keinesfalls damit erreicht wurden, dass in etablierten Märkten mehr Leute ins Kino gelockt wurden, sondern indem mit Russland und vor allem China neue Märkte erschlossen wurden. Das sind nicht eben die stabilsten Märkte für Filme. Gerade die chinesische Führung lässt es sich nicht nehmen, einen Film noch eine Woche vor dem geplanten Kinostart überraschend zu verbieten. Der Fairness halber sei aber erwähnt, dass der chinesische Markt auch schon im Alleingang westliche Filme finanziell gerettet hat. Bekanntestes Beispiel ist hier sicherlich der vielgescholtene ‚Warcraft‘.

Es ist nur eben ein stets schwer zu kalkulierendes Risiko, das die kreative Arbeit an Blockbustern noch einmal weiter einschränkt, als die üblichen marktwirtschaftlichen Erwägungen das ohnehin schon tun. Und auch diese übermäßige Vorsicht kann in der Zukunft zu einem ernsten Problem bei der Publikumsfindung werden, oder ist es möglicherweise schon.

Lasst mich noch einmal deutlich machen: ich meine nicht, dass Serien oder Videospiele „besser“ sind als Filme. Für meinen Geschmack ist genau das Gegenteil der Fall. Ich liebe Film und ich verstehe den Wert und auch die Notwendigkeit großer Studios für Blockbuster, selbst wenn ich sie nicht alle mag. Und doch werde ich eben das Gefühl nicht los, dass in den letzten Jahren der Blockbuster nicht mehr den Markt formt, sondern verzweifelt versucht sich ihm anzupassen. Das wird sicherlich auch noch verstärkt durch das verstörende Treiben Disneys in Richtung Monopolstellung, das Konkurrenten umso vorsichtiger macht und bei Disney ein pures „immer weiter so und bloß nichts Neues“-Gefühl ausgelöst zu haben scheint.

Seht Ihr das auch so? Oder habe ich völlig Unrecht? Ist insbesondere der Blockbusterfilm in einer kreativen Hochphase, die ich einfach nicht sehen kann?

Newslichter Ausgabe 77: Das Ding, die Schlange, der Agent und der Betrüger

Willkommen beim 77sten Newslichter! Die Reboot/Remake Phase Hollywoods scheint sich langsam aber sicher dem Ende zu nähern. Das bedeutet, wie wir diese Woche sehen werden, dass man es ein zweites Mal versucht, wo es beim ersten Mal nicht funktioniert hat, oder gleich ganz unten am tiefsten Boden des Schlangenfasses kratzen muss. Aber es gibt auch Franchises, die haben sich schon sehr oft selbst neu erfunden und funktionieren immer noch. Das womöglich dienstälteste von diesen steht jetzt aber vielleicht zum Verkauf. Außerdem: Lachen über den Wolf of Wall Street. Legen wir also los!

 

Remake oder Neuverfilmung? ‚The Thing‘ kommt wieder

https://screenrant.com/thing-movie-remake-universal-blumhouse-new-novel/

Es gibt Aspekte an John Carpenters großartigem ‚Das Ding aus einer anderen Welt‘ von 1982, die gerne vergessen werden. Zum Beispiel, dass es bei Erscheinen ein ganz übler finanzieller Flop war, der Carpenters Karriere aus der Bahn zu werfen drohte. Oder, dass es sich um ein Remake von Christian Nybys ‚Das Ding aus einer anderen Welt‘ von 1951 handelt. Aber ist es wirklich ein Remake? Ist es nicht vielmehr eine sehr eigene Neuverfilmung der Romanvorlage „Who Goes There?“ von John W. Campbell? Das liegt wohl im Auge des Betrachters. Fraglos ist hingegen, dass Universal sich 2011 an einen Reboot/Remake/Prequel versuchte, wieder unter dem Originaltitel ‚The Thing‘, der diesmal auch im Deutschen beibehalten wurde. Wie sein Vorgänger floppte der Film, anders als dieser wurde er allerdings nicht später als Meisterwerk erkannt, sondern weitgehend vergessen.

Nachdem 2018 aber die Universal/Blumhouse Koproduktion ‚Halloween‘ gleich Süßkrameimerweise Geld eingenommen hat, scheint es wohl wie eine gute Idee, dieselbe Konstellation für ‚The Thing‘ zu probieren. Da passt es natürlich, dass vor kurzem ein Manuskript für „Who Goes There?“ gefunden wurde, das den Titel „Frozen Hell“ trägt und gut vierzig Seiten länger ist als das bekannte Buch. Da konnte Produzent Alan Donnes natürlich gleich auf Facebook damit werben, dass nun zum ersten Mal Campbells ganze Vision auf der Leinwand zu sehen sein wird. Natürlich ist nicht bekannt, ob der Film irgendwas von dem neuen Material verwenden wird. Aber so ist es definitiv kein Remake, sondern eine Neuverfilmung! Ich selber habe keine großen Hoffnungen für den Film. Das ‚Thing‘ Material scheint im Kino einfach nicht akzeptiert zu werden. Ich hoffe aber, man involviert wieder Carpenter (wenn er denn will) und verwendet praktische Effekte.

 

‚Anaconda‘ Remake

https://www.cinemablend.com/news/2489107/anaconda-is-getting-a-reboot-but-will-it-include-jennifer-lopez?pv=related_list

Ach ‚Anaconda‘, einer meiner liebsten Schrottfilme der 90er. Jennifer Lopez, Ice Cube, Eric Stolz und Co. Als National Geographic-Leute. Die zwischen die Fronten riesiger ‚Ancondas‘ einerseits und andererseits natürlich John Voigt als schurkisch-murmelndem ‚Anaconda‘-Jäger mit dem schmierigsten Pferdeschwanz diesseits von Steven Seagal, geraten. Die Handlung war doof, die Effekte mäßig bis albern und die Darsteller überzeugten durch akutes Desinteresse. Bei Columbia steht jetzt jedenfalls ein Film in der Pipeline, der Name und Story-Konzept des 1997er Films übernimmt. Das Drehbuch verfasst Evan Daugherty, der für die Bücher für Filme wie ‚Die Bestimmung – Divergent‘ oder die Neuauflagen der ‚Teenage Mutant Ninja Turtles‘ oder ‚Tomb Raider‘ verantwortlich zeichnet. Das erfüllt mich nicht mit Vorfreude. Denn, während er wohl eher kein genialer Autor ist, scheint er mir doch zu kompetent um die schiere Blödheit eines Buches wie dem von ‚Anaconda‘ einzufangen. Und mit Filmen die absichtlich „so bad, it’s good“ sein wollen, konnte zumindest ich fast noch nie etwas anfangen (obwohl es Ausnahmen gibt, aber die wurden von echten Liebhabern ihres Genres gemacht, ‚Black Dynamite‘, etwa). Aber gut, ich werde mich jetzt nicht hier hinstellen und behaupten irgendjemand ruiniere den guten Namen von ‚Anaconda‘. Denn den hat ‚Anaconda‘ natürlich nie gehabt und das lässt mich wundern, warum hier nun überhaupt ein Remake her muss.

PS: habe nach dem Schreiben des Obigen erfahren, dass sich der Film an ‚The Meg‘ orientieren soll. Den kenne ich zwar nicht, weiß aber dass er nicht das geliefert hat, was „Jason Statham gegen einen riesigen Hai“ erwarten lassen würde. Meine Erwartung ist jetzt eher auf dem Niveau Blindschleiche als ‚Anaconda‘…

 

Verkaufen Metro-Goldwyn-Meyer ihre „Bond“-Anteile?

https://www.cinemablend.com/news/2489148/is-mgm-selling-the-james-bond-franchise-after-no-time-to-die?pv=related_list

Daniel Craig hat ja keinen Zweifel daran gelassen, dass der kommende Bond-Film sein letzter sein wird. Da steht natürlich die übliche Spekulation an, wer als nächstes Martinis schlürfen darf. Doch sieht es so aus, als würden weit größere Veränderungen anstehen, als nur der altbekannte Wechsel des Hauptdarstellers. Denn Gerüchte besagen, dass MGM ihren Anteil an dem altehrwürdigen Franchise verkaufen möchten. Einen ersten Hinweis darauf gab es als Disney (*seufz*, es geht aber auch keine Woche ohne die Maus, oder?) CEO Bob Iger Interesse an der Reihe bekundet hat. Dem Vernehmen nach sind aber auch Netflix und Apple an den Rechten interessiert. Das ist eine spannende Konstellation, auf der einen Seite das klassische Studio, das aber inzwischen brutal zum Monopol strebt, auf der anderen Seite relative Neueinsteiger ins Filmgeschäft. Wie es auch ausgeht, es könnte einschneidende Veränderungen für die Reihe bedeuten, die zwar lange schon kein Trendsetter mehr ist, aber stets in der Lage war sich neuen Trends anzupassen. Allerdings lohnt es sich zu betonen, dass Eon Productions, Barbara Broccolis Produktionsfirma, natürlich keinerlei Pläne hat ihre Rechte an Bond an irgendjemanden abzugeben und von jeher sehr bewahrend waren, was den Kern der Serie betrifft. Also auch wenn Disney die Rechte kauft, wird Bond wohl eher nicht im MCU auftauchen, um mit Black Widow Agentenabenteuer zu erleben, oder mit dem Hulk (der Einzige, dessen Leber ich das zutraue) Martinis zu saufen. Aber, wie heißt es so schön? Wer weiß.

 

‚Wolf of Wall Street‘ und Betrug

https://screenrant.com/wolf-wall-street-jordan-belfort-lawsuit-red-granite/

Jordan Belfort, der Wolf of Wall Street ist gar nicht glücklich. Aufgrund von Martin Scorseses Film ‚Wolf of Wall Street‘, wo es um ihn, Jordan Belfort, den Wolf of Wall Street und seine betrügerische Anlage-Firma Stratton Oakmont ging. Nicht aufgrund des Inhalts des Film, der ihn als den üblen Betrüger zeigt der er ist, mit dem hatte Jordan Belfort, der Wolf of Wall Street kein Problem und ein nettes Beraterhonorar kassiert. Nein, sein Problem besteht darin, dass eine der Produktionsfirmen hinter dem Film, Red Granite, offenbar fast 250 Millionen Dollar aus einem malaysischen staatlichen Entwicklungs-Fonds veruntreut hat und damit unter anderem auch ‚Wolf of Wall Street‘ produziert hat. Nun verklagt Jordan Belfort, der Wolf of Wall Street also die Produzenten des Films auf 300 Millionen Dollar wegen Betrugs. Denn sie hätten den guten Namen John Belforts, des Wolf of Wall Street, in Zusammenhang mit Betrug gebracht und das sei offensichtlich schädigend für ihn. Sicherlich, es existieren Interviews in denen John Belfort wissen lässt, dass er sofort gewusst habe, es bei Red Granite mit Gangstern zu tun gehabt zu haben und er hatte offenbar dennoch kein Problem mit ihnen Geschäfte zu machen und ihnen die Rechte an seiner Lebensgeschichte zu verkaufen. Aber nun gibt sich der Wolf of Wall Street gänzlich unwissend und tief verletzt. So albern das alles ist, ich verstehe zumindest, warum Scorsese für ‚The Irishman‘ zu Netflix gegangen ist, anstatt sich wieder auf irgendwelche halbseidenen Geldgeber zu verlassen. Denn auch ganz ohne Belfort entbehrt es nicht einer Menge Ironie, dass ein Film über einen Finanzbetrüger von Finanzbetrügern (betrügerisch) finanziert wurde.

 

Und das war es für diese Woche. Wir sehen uns in sieben Tagen hier wieder und das ist ganz sicher kein Betrug!

‚Die Ferien des Monsieur Hulot‘ (1953)

Film, es lohnt sich das immer wieder einmal zu wiederholen, ist ein visuelles Medium. In seiner Frühzeit des nachträglich so getauften Stummfilms galt das noch mehr als heute. Genau daher rührte wohl auch der Erfolg des Films: er war für jeden, unabhängig von Sprache oder Kultur verständlich, nur durch hinschauen. Immigranten in die USA wurde lange Zeit auf Ellis Island ein Stummfilm über das Leben in ihrer neuen Heimat gezeigt. Der war für jeden nachvollziehbar, ob aus Irland, Ungarn oder Arabien. Und aus dieser Universalität rührt auch der große, frühe Erfolg der Slapstick-Komödie. Wenn ein großer, starker Mistkerl einem deutlich kleineren Mann in den Hintern treten will, der sich aber im exakt richtigen Moment bückt um eine Münze aufzuheben und der Mistkerl von seinem eigenen Schwung getrieben eine Treppe hinunterkugelt, dann ist das universell verständlich und universell komisch. In der Mitte des letzten Jahrhunderts war der Tonfilm dann schon lange Standard. Slapstick war weitgehend verschwunden und Film schon lange nicht mehr universell, sondern der jeweiligen Sprache und Kultur angepasst.

Bis ein Franzose namens Jaques Tati auftauchte. Der war ein Individualist mit einer sehr eigenen Einstellung zu Film und Fortschritt. 1947 hatte er mit ‚Tatis Schützenfest‘ den ersten französischen Farbfilm gedreht… und veröffentlichte ihn in schwarz-weiß. 1953 sollte zur Geburtsstunde seiner bekanntesten Schöpfung werden, des Monsieur Hulot. Eine Stummfilmfigur von ihm selbst verkörpert, quasi dialoglos, langgliedrig und ungelenk, mit Hut und langer Pfeife als Erkennungsmerkmale. Er verkörperte Tatis stille Zivilisationskritik, das leise, slapstickhafte Zweifeln an Technik und Fortschritt. Doch zunächst einmal wollte er einfach nur Ferien machen.

Die Handlung des Films hier nacherzählen zu wollen ist weitgehend sinnfrei, ist sie doch nicht sonderlich stringent und ähnelt eher einer Reihe von Skizzen und Schnappschüssen, in denen Hulot mit den anderen Feriengästen eines sonnigen, französischen Badeortes interagiert. Auf Dialoge verzichtet Tati dabei weitgehend und wenn sie doch vorkommen, werden sie meist durch Umgebungsgeräusche übertönt oder Tati blendet sie einfach im fertigen Film aus. Hulot kommt mit seinem Wagen in den Badeort. Das allein unterscheidet ihn noch nicht von den anderen Gästen, die auch mit dem Auto oder dem überfüllten Zug ankommen. Doch ist Hulots Fahrzeug sicherlich auch 1953 schon 30 Jahre alt. Es hustet, sprotzt und kracht und klappert die Straßen hinunter und das leiseste an ihm ist die Hupe, die nicht einmal einen dösenden Hund aus dem Weg vertreibt. Wenn sich dann der viel zu große Hulot Origami-artig aus dem winzigen Fahrzeug entfaltet, dann hält mit ihm liebenswürdiges Chaos Einzug in die heile Urlaubswelt.

Die 50er waren der Beginn des Massentourismus. Hier hat er noch nicht vollständig Einzug gehalten, hier ist es noch der Hotelchef persönlich, der beim Mittagessen aus der Leibesfülle des Gastes die Dicke der Bratenscheibe entscheidet. Und doch macht der Film klar, dies sind Kleinbürger, für die ein Urlaub durchaus etwas Besonderes ist. Daraus leitet Tati jedoch keineswegs einen elitären, herablassenden Blick ab. Tatsächlich lacht er sehr wenig über das Personal seines Films, er lacht und lässt uns Zuschauer vielmehr mit ihnen lachen. Am auffälligsten ist das vielleicht an der Figur des deutschen Feriengastes. Mit seinem dicken Bauch und noch dickeren Brillengläsern wirkt er wie eine Karikatur und wenn sein Name auch noch „Schmutz“ lautet, dann lässt das revanchistische Dresche für den 1953 keineswegs vergessenen Zweiten Weltkrieg befürchten. Was Tati dann aber mit dieser Figur tut ist erstaunlich. Er zeigt die Schattenseite des deutschen Wirtschaftswunders, wenn Schmutz andauernd geschäftlich am Telefon verlangt wird und daher nicht an Freizeitaktivitäten, wie einem Picknick, teilnehmen kann. Tatsächlich macht Schmutz als einziger Gast obsessiv Fotos, als wolle er seinen Urlaub vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, wenn er endlich einmal Zeit hat, nachgenießen. Damit fühlt er sich wie ein geradezu erschreckend modernes Element in diesem Film an.

Der Rest des Films besteht daraus, dass sich Hulot mit seinem Unverständnis gesellschaftlicher Gepflogenheiten, aber auch seiner Hilfsbereitschaft in bizarr-komische Situationen bringt. So ist es für ihn völlig klar, dass man einer Dame mit einem schweren Gepäckstück hilft. Für ihn heißt das dann aber auch einer Frau bei einer Wanderung (an der er nicht teilnehmen wollte) ihren Rucksack hinterher zu schleppen (und letztlich in einem Saufgelage zu landen). Oder er möchte einem Mann helfen seinen verpassten Bus zu erreichen und verfolgt den mit seiner alten Karre, mit dem Effekt, dass beide auf einer Beerdigung landen, wo Hulot sein mit Blättern verklebter Ersatzreifen als Trauerkranz abgenommen wird. Dazu kommen exakt inszenierte Slapstickszenen, etwa eine, in der Hulot ein Boot streicht und die Brandung seinen Farbeimer in wunderbar getimten Intervallen vor- und zurückbewegt.

Ich habe eine von Tati 1978 überarbeitete ca. 89 Minuten lange Version gesehen. Die ursprüngliche Fassung soll 114 Minuten gelaufen sein. Ohne diese zu kennen, behaupte ich die kürzere ist die bessere, denn aufgrund der fehlenden Zentralhandlung läuft der Film gegen Ende Gefahr die Aufmerksamkeit seiner Zuschauer zu verlieren. Selbst wenn er mit einem Knalleffekt endet, wenn Hulot versehentlich ein ganzes Feuerwerk abbrennt und sich selbst (und Tati tatsächlich) dabei die Nase versengt. Auch wirken manche soundtechnischen Entscheidungen verstörend, wenn eine Tür etwa mit einem erkennbar künstlichen Geräusch unterlegt wird, oder in einer Szene Charaktere erkennbar sprechen oder sogar rufen, jedoch nur die Umgebungsgeräusche zu hören sind. Das hatte allerdings 1953 sicherlich bereits die gleiche Wirkung und war von Tati exakt so gewollt.

In meiner Kindheit kannte ich Hulot nicht. Keine Ahnung, ob seine Filme nicht gezeigt wurden, oder ich sie einfach verpasst habe. Als Slapstick-Freund hätte ich sie zweifellos gemocht. Den Höhepunkt seines Erfolges erreichte Tati übrigens mit dem nächsten Hulot Film ‚Mon Oncle‘ (1957), der gar den Fremdsprachen-Oscar gewann. Doch als er für das Riesenprojekt ‚Tatis herrliche Zeiten‘ zehn Jahre später einen ganzen modernistischen Pariser Stadtteil bauen ließ, in dem sein Antiheld sich verirren konnte, verhob er sich, trotz herausragender Kritiken, in einer Weise finanziell von der er sich nie erholen sollte.

Hulot hat dennoch unauslöschliche Spuren in der europäischen Komik hinterlassen. Von Rowan Atkinsons britischem Sonderling „Mr. Bean“ etwa lässt sich eine schnurgerade genealogische Linie zu Hulot ziehen. Etwas schwieriger wird das bei Loriot, weil der erstens keinen einen, zentralen Charakter verkörpert hat und zweitens Dialoge immer ein wesentliches Element seines Humors waren. Doch war er auch dem körperlichen Humor nie ganz abgeneigt und viel davon bestand darin, dass seine schlacksig-langbeinigen Charaktere durch zu vollgeplüschte 70er Jahre-Wohnzimmer tölpelten. Sein Klassiker „das Bild hängt schief“ ist gar direkt von einer Szene aus ‚Die Ferien des M. Hulot‘ inspiriert (er hat sie aber nicht „geklaut“, wie man im Internet gerne liest). Und fast alle seine Charaktere verzweifelten an richtigen Umgangsformen und gesellschaftlichen Normen. Und richteten durch den Versuch das Richtige zu tun immer nur noch mehr Chaos an. Auch bei Monty Python lassen sich Hulot Einflüsse ausmachen (der „Ministry of Silly Walks“ Sketch etwa), doch vor allem bei John Cleese kommt, nicht zuletzt ob der ähnlichen Physis, oft ein ähnlicher Humor zum tragen (man könnte sagen ‚Fawlty Towers‘ ist eine weit bösartigere Version der ‚Ferien‘).

Und doch wusste keiner von ihnen die visuellen Stärken des Mediums Film auf so kreative Weise zu verwenden wie Tati. Chaplin und Keaton befanden sich zu ihrer Hochzeit in einem inoffiziellen Wettstreit, wer von ihnen mit den wenigsten Dialogkarten in seinen Stummfilmen auskäme. Hulot hätte ihnen vermutlich erklärt, dass sämtliche Dialoge überflüssiger Ballast sind. Aber Türenquietschen, das kann lustig sein!

‚Die Ferien des Monsieur Hulot‘ ist ein hervorragender Einstieg in das zu Unrecht ein wenig vergessene Werk Tatis. Wenn der einem nicht gefällt, dann kann man es dabei belassen. Wenn man ihn aber mag, dann gibt es eine überschaubare aber gelungene und definitiv einzigartige Filmografie, die einen noch erwartet.

Top 10 Filme von damals: 1980 Platz 5 bis 1

Nachdem wir letzte Woche die Plätze 10 bis 6 der westdeutschen Kinocharts von 1980 behandelt haben, wenden wir uns heute der oberen Hälfte der Top 10 zu.

 

  1. ‚Der letzte Countdown‘

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich diesen Film je gesehen habe. In Don Taylors letzter Regiearbeit wird der (damals) moderne US-Flugzeugträger Nimitz durch ein mysteriöses Unwetter durch die Zeit zurückversetzt an den Tag vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor. Ich hätte hier nun ein moralisches Dilemma erwartet, ob man die Flotte warnen, oder gar selbst in den Konflikt eingreifen sollte mit der Aussicht die Geschichte auf unvorhersehbare Weise, aber sicherlich entscheidend, zu verändern. Anscheinend ist das aber wohl keine Frage die sich stellt, für die Kommandanten ist das Eingreifen fraglos und wird letztlich nur durch das Drehbuch verhindert. Kontemporäre Kritik lässt den Film nach einer puren Technik-Demonstration klingen. Nach einem Film von der Navy gesponsert. Einem Film wo moderne Tomcats 35 Jahre alte Zeros mal so richtig fertigmachen. Wie gesagt, ich kenne ihn nicht, klingt aber auch nach nichts, was ich unbedingt sehen müsste. Falls ich falsch liege, klärt mich gern in den Kommentaren auf.

  1. ‚Theo gegen den Rest der Welt‘

Und schon wieder muss ich Unkenntnis eingestehen. Den Vorgänger, ‚Aufforderung zum Tanz‘, in dem Marius Müller Westernhagens Theo und sein Kumpel Enno den Traum von einer eigenen Spedition träumen, habe ich vor langer, langer Zeit gesehen und der gilt als eines der frühesten Beispiele der Ruhrpott-Komödie. Es klingt so als wäre ‚Theo gegen den Rest der Welt‘ eher ein Roadmovie, in dem Westernhagens Charakter dem endlich eigenen Laster, der natürlich sofort geklaut wird, durch halb Europa hinterherjagt. Die Filme klingen durchaus interessant und scheinen einen gewissen Zeitgeist einzufangen, daher bin ich durchaus interessiert sie zu sehen. Wo mein Auge allerdings bei der Lektüre über den Film tatsächlich hängen blieb war, dass die Fernsehausstrahlung des Films erst sieben Jahre später erfolgte! Wann genau eine VHS-Auswertung erfolgte konnte ich nicht ermitteln, aber bei weitem nicht jeder hatte in den 80ern einen Videorekorder. Und wenn man keinen hatte, dann musste man nach dem Kinobesuch womöglich eben sieben lange Jahre warten, um einen Film wiederzusehen. Kein Wunder, dass Wiederaufführungen damals ein solcher Erfolg waren, wie wir später noch sehen werden.

  1. ‚Der Supercop‘

Diesmal schaffen es Bud Spencer und Terence Hill nicht gemeinsam in die Charts. Aber dafür hat auch Hill seinen eigenen Solo-Auftritt. Und wo Spencer in eine SciFi Richtung ging, wollte wohl auch Hill nicht hinterherstehen und versucht sich hiermit gar an der damals noch völlig unüblichen Superheldenthematik, vielleicht inspiriert vom Erfolg ‚Supermans‘. Hills Streifenpolizist soll tief in den Everglades einen Strafzettel zustellen, als zum einen eine mysteriöse Plutonium-beladene Rakete startet und er zum anderen von einem Krokodil angegangen wird. Um das Tier zu verscheuchen schießt er in die Luft und trifft natürlich die Rakete, die sofort explodiert. Und ihn mit allerlei Superkräften (Röntgenblick, Schnelligkeit, Unverwundbarkeit, Kraft…) ausstattet, die jedoch allesamt verpuffen, wenn er die Farbe Rot sieht. ‚Django‘-Regisseur Sergio Corbucci hinter der Kamera, Hill davor, Dreh an Originalschauplätzen und eine innovative Thematik, was soll da schief gehen? Einiges wie sich rausstellt. Spencer und Hill beziehen ihren Charme vor allem daraus, wie überraschend feste ihre Durchschnittstypen um sich hauen können. Liefert man dafür eine (absurde) Erklärung, dann geht eine ganze Menge von diesem Charme flöten. In Spencers Abenteuern mit dem Außerirdischen Charlie hat man darauf geachtet, dass er noch der Durchschnittstyp (mit einem Faustschlag wie ein Dampfhammer) in einer außergewöhnlichen Situation ist. Hier ist Hill das außergewöhnliche Element und zumindest für mich funktioniert das nicht. Da kann auch Hollywood-Urgestein Ernest Borgnine, spielfreudig wie immer, als Hills Vorgesetzter nichts mehr retten.

  1. ‚Aristocats‘

Und hier ist sie die diesjährige Disney-Klassiker Wiederveröffentlichung. Anders als im letzten Jahr mit ‚Das Dschungelbuch‘ reicht es diesmal nicht ganz für die Spitze der Charts, doch ein zweiter Platz ist für einen zehn Jahre alten Film immer noch sehr respektabel. Es war der erste abendfüllende Disney-Zeichentrickfilm, der nach dem Tode Walts erstellt wurde. Regie führte, wie auch schon beim Dschungelbuch und später bei ‚Robin Hood‘ der deutschstämmige Wolfgang Reitherman. Und während sich die Geschichte um eine Katzenfamilie, die von ihrer reichen Besitzerin im Paris der Wende vom 19ten zum 20sten Jahrhundert als Erben eingesetzt werden und dann vom eifersüchtigen Butler beseitigt werden sollen, gut in die Reihe der bisherigen Disneyfilme einfügt, hat der Film doch ein wenig das Problem des „business as usual“. Zu sehr blickte man zurück darauf, was Walt getan hat, was für ihn funktioniert hat, was dessen stetem Drang zur Innovation aber exakt zuwiderlief. Ein Problem, das Disney erst in den späten 80ern wirklich in den Griff bekam, um dann in den 90ern eine gewaltige Renaissance zu erleben. Dennoch ist ‚Aristocats‘ ein gelungener Film, der vor allem von seiner guten Beobachtung katzischer Verhaltensweisen lebt.

  1. ‚Das Imperium Schlägt Zurück‘

Mag der Erfolg des ersten ‚Krieg der Sterne‘ noch eine echte Überraschung gewesen sein, ist es der Erfolg der Fortsetzung keineswegs. George Lucas und Lucasfilm hatten die Weltraumsaga mit dem festen Plan begonnen nicht nur Filme zu veröffentlichen, sondern ein ganzes Universum darum herum. Und so waren es nicht nur Fanzines, die die Begeisterung über die nächsten Jahre am Laufen hielten, es waren auch die Macher selbst. Mit Comics, einem ersten Roman und jeder Menge Merchandise. Dabei hatte beim ersten Film niemand mit dem Erfolg gerechnet. Als Lucas dem Spielzeugriesen Mattel 1977 die Rechte für eine Figurenserie seines Films anbot, lehnte man dankend ab (später zeigte Mattel dann mit den ‚Masters of the Universe‘, dass es gar nicht mehr nötig war für Actionfiguren auf ein erfolgreiches Medienfranchise zu warten, man kann es einfach selbst erschaffen, eine Lektion die viele andere Hersteller aufmerksam verfolgten. Aber das ist eine andere Geschichte). Es war der relativ unbekannte Hersteller Kenner, der die Lizenz erwarb, dann selbst vom Erfolg überrascht wurde und kaum die Nachfrage befriedigen konnte. Spielberg mag mit ‚Der Weiße Hai‘ den Blockbuster begründet haben, Lucas hat gezeigt, wie man auch ohne einen Film die Hype-Maschine am Laufen hielt. Da wird es ihn vermutlich nicht allzu sehr grämen, dass er bei Irvin Kershners Film, der allgemein als der beste der originalen Trilogie gilt, das geringste kreative Input hatte. Der Film blieb dem Original in vielen Dingen treu, etwa den Mono-Biom-Planeten, erweiterte das Universum aber um beliebte Charaktere wie den weisen Muppet-Jedi-Meister Yoda, den eleganten Capeträger Lando und Fanfavorit und Kopfgeldjäger Boba Fett, der sich durch wahrlich beeindruckendes Herumstehen auszeichnet. Auch verkomplizierte er die allzu simple gut/böse Stellung durch gewisse Enthüllungen, die heute kaum noch Spoiler sind, die ich hier trotzdem nicht nenne. Vor allem aber lieferte er unglaubliche Schauwerte. Von der gigantischen Schlacht auf dem eisigen Planeten Hoth über riesige Weltraumtiere und Hans Pilotentricks bis zu einer Minenstadt, die über einem Gasriesen schwebt. Und so würde der Nachschub an neuen Geschichten und neuen Spielzeugen auch bis zum dritten Film und weit, weit darüber hinaus nicht abreißen, die Hype-Maschine quasi ein Perpetuum Mobile werden.

Und das waren sie, die Top Ten von 1980. Vier der Filme sind europäische Produktionen, wobei sowohl der Spencer als auch der Hill Film in den USA gedreht wurden und sich beide sehr um eine amerikanische Wirkung bemühen. Einer der vier ist eine deutsche Produktion. Dazu kommt mit ‚Mad Max‘ ein australischer Film. Die anderen fünf sind US-Produktionen. Das sind zwei europäische Produktionen weniger als im letzten Jahr. Lässt sich hier bereits ein Trend zur Amerikanisierung der Charts erkennen? Ich meine, dafür haben wir noch deutlich zu wenige Datenpunkte. Spannend ist, dass viele Filme, über die man heute weit mehr redet als viele von denen, die es in die Charts geschafft haben, weiter unten stehen. ‚Blues Brothers‘ etwa steht auf Platz 13. ‚Shining‘ auf Platz 14. ‚Das Leben des Brian‘ auf Platz 21. Der erste ‚Star Trek‘ Film gar nur auf Platz 26. Und ‚Freitag der 13te‘ auf Platz 39. Aber gut, da war auch noch Jasons Mutti der Mörder und Horror hatte es in Deutschland noch nie leicht und die Reihe würde, sofern nicht indiziert, ihr Publikum eh erst auf VHS finden. Positiv überrascht hat mich, wie erwähnt, die Platzierung von ‚Mad Max‘. Ansonsten war ich überrascht, wie viele Filme ich gar nicht kenne, oder ewig nicht gesehen habe. Ich kann jetzt schon versprechen, dass das im nächsten Jahr besser wird.

Mein Plan für diese Reihe ist momentan jeden Monat ein Jahr zu behandeln. Sollte das nicht klappen (was wahrscheinlich ist) würde ich dennoch gern zumindest die 80er in diesem Jahr behandeln. Wir werden sehen was passiert, aber das ist der augenblickliche Plan.