Der traurige Lohn der Superhelden-Schöpfer

Dieser Tage sind Superhelden (und -schurken) mehr wert als je zuvor. Spielen an Kinokassen und in Streaming-Services unzählige Millionen von Filmfreunden ein und werden weltweit erkannt und vermarktet. Allerdings gibt es Leute, die von diesem großen Kuchen nur erschreckend wenig abbekommen. Diejenigen, die sie erfunden haben. Und der größte Knauser in Hinsicht auf die Kreativen scheint hierbei, ausgerechnet, Marktführer Disney.

Kürzlich hat sich Comicautor und -zeichner Jim Starlin auf Facebook zu Wort gemeldet. Dort sagte er, er habe mehr Geld für die Verwendung seines Charakters KGBeast in ‚Batman v Superman‘ von Warner erhalten als für alle Verwendungen seiner Erfindungen Gamora, Drax und vor allem Thanos in sämtlichen Marvel-Produktionen zusammen. Dabei lohnt es sich zu erwähnen, dass KGBeast als Handlanger Luthors nur in seiner Zivilpersona Anatoli Knyazev auftritt und nicht einmal ein Kostüm trägt. Und Thanos war der BIG BAD des MCU.

In eine ähnliche Kerbe schlägt die Aussage von Comicautor Ed Brubaker, gemeinsam mit Zeichner Steve Epting Schöpfer des „Winter Soldier“, der in Kevin Smiths Fatman Beyond Podcast erzählte, er bekomme mehr aus „residuals“ für einen kurzen Cameo-Auftritt in ‚The Return of the First Avenger‘, als für die Verwendung seiner Figur in den Filmen. Er beschreibt das Gefühl dabei als „Jack Kirby Magengeschwür“, das ihm sagt „So fühlt sich das an, Junge!“. Die Erwähnung von Jack Kirby macht dabei deutlich, dass dieses Übervorteilen von Kreativen im Superheldenbusiness nichts Neues ist. Genau genommen begann es direkt damit, die Schöpfer des ersten Superhelden über den Tisch zu ziehen.

1938 verkauften Autor Jerry Siegel und Zeichner Joe Shuster sämtliche Rechte an ihrer Schöpfung „Superman“ an Detective Comics, Inc.. Es war ein Art Verzweiflungstat nachdem sie über Jahre erfolglos versucht hatten, ihren Superhelden als Zeitungsstrip zu etablieren. Sie bekamen 130 Dollar. Etwa 2400 Dollar, inflationsbereinigt. Ein lächerlicher Betrag dafür, dass DC Comics seinen Erfolg auf Superman aufbaute. Einige Jahre später klagten sie auf Rückgabe der Rechte, man einigte sich jedoch außergerichtlich. Das ist ein spezifischer Fall, aber weitaus weitreichender sind Dinge, wie die Tatsache, dass Autoren und Künstler in Comics (und nicht nur bei den Superhelden) üblicherweise nicht einmal genannt wurden.

Das änderte sich spätestens 1961, als das „Marvel Age Of Comics“ anbrach. Nach dem zweiten Weltkrieg und über den Verlauf der 50er waren Superhelden immer weniger erfolgreich. Doch bei DC hatte man einen Trick gefunden: wenn ein Superheld nicht zieht, pack sie einfach zusammen. Die „Justice League of America“ verkaufte sich gut. So beauftragte Stan Lees Verleger bei Timely (Vorgängerverlag von Marvel) ihn ebenfalls ein Team-Comic abzuliefern. Lee glaubte nicht dran, oder an Comics im Allgemeinen. Er schrieb simple Abenteuer- und Monstergeschichten für Timely und war tief unglücklich mit seinem Job. Aber er schrieb die ‚Fantastic Four‘ verzichtete dabei jedoch auf typische Superhelden-Accoutrements wie Masken oder Geheimidentitäten, gab ihnen aber komplexere Persönlichkeiten als üblich. Sollte er dafür gefeuert werden, wäre es ihm gar nicht so unrecht. Er schrieb, wie üblich, eine halbe Seite mit einer Zusammenfassung der Geschichte. Jack Kirby zeichnete sie (und änderte das Skript dabei durchaus erheblich nach seinen Vorstellungen), bevor Lee die Dialoge einfügte. Wir wissen um den Erfolg und bald hielten „typischere“ Superhelden wie Spider-Man oder Ironman Einzug. Lee nannte zwar überall die Künstler (er machte sogar auf redaktionellen Seiten eine Art Soap Opera aus dem Zeichnerpool), allerdings war es oft genug allein er, der in der öffentlichen Wahrnehmung das „Genie“, der „coole Walt Disney“, war. Und er tat nicht unbedingt viel dafür, um von diesem Eindruck abzuweichen. Spider-Man Zeichner Steve Ditko verließ den Verlag frustriert Mitte der 60er und Superstar „King“ Kirby Ende der 60er (ausgerechnet zum Hauptkonkurrenten DC), nachdem Lee einen Millionenvertrag bekommen hatte, er einen, den er als Beleidigung empfand.

Nur um eines klarzustellen, ich bin kein Vertreter der Idee, dass Lee Kirby grausam ausgenutzt hat, wie man das manchmal liest. Das hätte Kirby zum einen nicht mit sich machen lassen, zum anderen hat er ca. 35.000 (heute über 200.000) Dollar im Jahr verdient, nagte folglich nicht am Hungertuch. Dennoch wurde Kirby, nicht nur weil er einer der besten Superhelden-Zeichner aller Zeiten sein dürfte, sondern weil er ob seiner Behandlung auch nie ein Blatt vor den Mund nahm, zu einem Sinnbild der Probleme der Superheldencomics.

Aber es ist nicht nur mangelnde Anerkennung oder mangelnde finanzielle Beteiligung an den eigenen Erfindungen, es ist auch die Kontrolle über sie, die ein Problem ist. In den 80ern hatte der damalige Superstar-Comicautor (und Magier) Alan Moore es satt für DC Charaktere zu schreiben, die ihm nicht gehörten. So ließ er sich für seine Miniserie ‚Watchmen‘ 1986 vertraglich zusichern, dass das geistige Eigentum der Charaktere an ihn und Zeichner Dave Gibbons fallen würde, sobald die Comics aus dem Verkauf wären (was damals üblicherweise schnell ging). DC hält die Serie seit 1986 in ständigem Verkauf. Das tun sie natürlich nicht nur, um Moore und Gibbons zu übervorteilen, sondern auch, weil die Serie immer noch die Empfehlung für großkopferte Superhelden ist. Und weil man ja Film, Fernsehserie und Comicfortsetzungen machen will, ohne beim (nicht zuletzt ob seiner Erlebnisse bei den großen Comicverlagen) mürrischen Bartträger aus Northampton nachfragen zu müssen.

Da ist es für Disney, denen Marvel gehört oder Warner, denen DC gehört natürlich wunderbar, dass sie Charaktere haben, über die sie vollkommene Kontrolle besitzen. Deren Erfindern man im Abspann dankt und ihnen einen kleinen Scheck zukommen lässt, über den sie lieber mal froh sein sollten! Ein Buchautor (oder dessen Nachkommen) will sicher satt am Erfolg der Verfilmung seines Werkes beteiligt werden, ein Luxus den Comicschaffende meist nicht haben.

Wie kann es sein, dass ein Ed Brubaker für einen Winzauftritt im Film mehr Geld bekommt, als dafür eine zentrale Figur mehrerer Filme (und nun einer Serie) geschaffen zu haben? Meine Antwort darauf, die vielen Amerikanern vermutlich nicht gefällt ist, dass Schauspieler mit der Screen Actors Guild eine extrem mächtige Gewerkschaft haben. Comicschaffende haben überhaupt keine. Spätestens jetzt, wo sie die wesentliche Grundlage eines Milliardengeschäfts liefern, wäre aber doch wohl die Zeit dafür gekommen, oder?

https://www.hollywoodreporter.com/heat-vision/thanos-creator-was-paid-more-batman-v-superman-all-marvel-movies-combined-968148

https://www.cbr.com/winter-solder-ed-brubaker-paid-more-cameo-creating-winter-soldier/

‚Batmans Rückkehr‘ (1992) – Jingle Bells, Batman smells…

Nur um gleich mit der Eiserne Jungfrau-Tür in die Bathöhle zu fallen: ich liebe diesen Film! Tim Burton war auf dem Höhepunkt seines Schaffens, Jahre davon entfernt eine Karikatur seiner selbst zu werden. 1989 hatte er mit ‚Batman‘ quasi den modernen Superheldenfilm wie wir ihn heute kennen geschaffen. Es sollte nur rund 10 Jahre dauern, bis der Rest der Industrie das wirklich verstanden hatte. Interesse einen zweiten Batman Film zu drehen hatte er danach eigentlich nicht. Doch der Erfolg des Erstlings sorgte dafür, dass man ihm bei Warner absolut freie Hand ließ (von einigen „bitte, Tim, lass uns wenigstens Spielzeug verkaufen“-Szenen abgesehen). Heraus kam einer der bis heute merkwürdigsten Superheldenfilme überhaupt. Einer, der den eigenen geschaffenen Regeln scheinbar absichtlich widerspricht. Der keine bloße Übertragung des Franchises Batman auf die Leinwand ist, sondern durch und durch Burtons ganz eigene Interpretation. Und ich liebe jede einzelne Minute! Also los, steigt mit mir in des Pinguins Entenmobil und finden wir heraus, was diesen Film miauen lässt!

Wir beginnen mit einer Rückblende. Aber es sind nicht die Waynes, die wieder einmal, in einer Gasse erschossen werden, nein, es ist eine andere Gothamsche Geldadelsfamilie. Das Ehepaar Cobblepot wirft seinen missgestalteten kleinen Sohn im Park in einen Bach. Hier treibt er nun während der Eröffnung im Körbchen wie ein pervertierter Baby Moses in die Kanalisation, wirft Schatten an die Wände, die Nosferatu neidisch werden lassen, während sich Danny Elfmans Musik in weihnachtlich-finsteren lalala-Crescendi ergeht, die als Testlauf für ‚A Nightmare Before Christmas‘ gelten dürfen. Am Ende wird er, natürlich, von Kanalisations-Pinguinen aufgelesen. 33 Jahre später hat Milliardär Max Shreck (Christopher Walken) ein Problem. Er hatte Gothams Bürgermeister schon von seinem geplanten Kraftwerk überzeugt, da legt der unerträgliche Gutmensch Bruce Wayne (Michael Keaton) offen, dass dieses Werk ein großer Betrug ist. Dabei hatte Shreck doch schon seine Sekretärin Selina Kyle (Michelle Pfeiffer), die genau das herausgefunden hat, aus dem Fenster gestoßen. Was Shreck natürlich nicht weiß ist, dass sie seitdem als Catwoman seine Kaufhäuser in die Luft jagt. Doch als der „Pinguinmensch“ Cobblepot (Danny De Vito) Shreck entführt, um seinen „rechtmäßigen Platz“ in der Gesellschaft zu erpressen, hat der eine bessere Idee: die Gang des Pinguin solle den Bürgermeister (und Batman) durch eine Verbrechenserie vorführen. Dann würde Shreck dafür sorgen, dass Cobblepot neuer Bürgermeister wird. Zunächst spielt der Pinguin mit, hat jedoch andere, weit finsterere Pläne.

Möglicherweise fällt Euch auf, wie wenig in der Zusammenfassung der Name Batman fällt. Tatsächlich dauert es eine Viertelstunde bevor wir ihn im Film überhaupt zu sehen bekommen. Burton hat dieses Mal deutlich weniger Interesse am dunklen Ritter als an seinen Widersachern. Dennoch fasst er den Charakter in seiner ersten Szene perfekt zusammen. Bruce Wayne sitzt teilnahmslos im Dunklen, bis das Batsignal durchs Fenster scheint und seine Augen zum aufleuchten und extreme, fast hypnotisierte Bewegung in ihn bringt. Keaton gibt seinen Wayne weiterhin als eine Art Alien. Durch sein Geld und seine Doppelidentität jedem normalen Leben weit entrückt, scheint er sich kaum in der Welt zurecht zu finden. Sein Batman wird nur durch eine sehr schmale Linie von seinen Feinden abgegrenzt. Wenn ein feines Grinsen um Batmans Mund spielt, als er einem Widersacher eine Bombe anheftet und ihn in einen Gulli wirft, dann ist das definitiv verstörend. Und so wird Batman vor allem durch seine Parallelen zu seinen Schurken umrissen.

Max Shreck ist das Zerrbild von Bruce Wayne. Ein Milliardär, der sein Vermögen rücksichtslos für politischen Einfluss und Vorteile einsetzt. Fest im öffentlichen Leben verankert ist er ein scheinbarer Wohltäter, der nur das Schlimmste will. Das genaue Gegenteil von Wayne, einem scheinbar nutzlosen Playboy, der Gutes nur mit Maske tut. Walken spielt seinen Shreck trotz Ebenezer Scrooge Kostüm und wilder, grauer Perücke mit absoluter Ernsthaftigkeit in gewolltem Abstand zur Cartoonhaftigkeit der anderen Charaktere.

Oswald Cobblepot ist, wie Bruce Wayne, der verlorene Sohn einer reichen Familie. Doch seine Eltern wurden nicht ermordet, sie haben im Gegenteil versucht ihn umzubringen. Wie Wayne ist der Pinguin in Folge dessen zu einem Rächer geworden. Nur ist seine Art der Rache derart scheußlich, dass man sich fast wundert, dass sie es so in den Film geschafft hat. Der Pinguin ist ein Kindermörder, der es auf erstgeborene Söhne, wie er einer war, abgesehen hat. Natürlich sieht man davon wenig, aber er beschreibt ausführlich, wie er Gothams Söhne in Shrecks Industrieabfall ersäufen will. Im Mittelpunkt steht aber eher seine Kandidatur zum Bürgermeister, aus der der Film auch den Großteil seines schwarzen Humors bezieht. Wenn Ihr den Film als Kind gesehen habt, ist Euch sicher exakt eine Szene in Erinnerung: wenn der Pinguin seinem Wahlkampfmanager die Nase abbeißt. Die Tatsache, dass ein absoluter Widerling nur dank Geld und bekanntem Namen Wahlerfolg einfährt ist aber natürlich einer der unrealistischsten Teile des Films… De Vito ergeht sich geradezu im Grotesken seines Charakters. Schwarzer Schleim trieft ihm aus dem Mund und alles was er sagt ist gar noch widerwärtiger. Der perfekte Darsteller für den Charakter.

Selina Kyle ist wie Bruce Wayne von Trauma gezeichnet und flüchtet sich wie er in eine zweite Persona. Tatsächlich ist es vor allem Selinas Charakter, der die größte Entwicklung über den Film durchmacht. Nicht nur ist Michelle Pfeiffer hier nichts weniger als großartig wenn sie es schafft gleichzeitig sympathisch, lustig, sexy und verdammt gruselig zu sein, nein, die Chemie in ihren Szenen mit Bruce Wayne ist so explosiv, dass man eine gute Entlüftungsanlage braucht. Kein Wunder, dass Warner noch über Jahre ein ‚Catwoman‘ Spin-Off mit ihr drehen wollte. Über das was dann Jahre später (ohne Pfeiffer) dabei rausgekommen ist breiten wir mal den großzügigen Mantel des Schweigens.

Was mich dazu bringt, dass der Film mit heutigen Superheldenfilmen quasi nicht zu vergleichen ist. Alle Hauptcharaktere in ‚Batmans Rückkehr‘ sind spitz wie Nachbars Federmaus. Das wäre an sich nicht bemerkenswert, doch sind Superhelden in aktuellen Filmen oft genug quasi asexuelle Wesen, dass es hier definitiv auffällt. Auch schert sich der Film im Gegensatz zu heutigen wenig um interne Logik oder Konsistenz. Warum gibt es ein paar Jahre nach dem Joker schon wieder eine Gang, die sich wie Clowns kleidet? Egal! Weil es halt Gotham ist! Batman kann Cobblepots Kindermordplan verhindern, indem er einen einzigen seiner Handlanger vermöbelt? Jep, er ist Batman. PINGUINE MIT RAKETENWERFERN? Sind verdammt cool. Ja!

Burton mischt hier genüsslich Cartoonhaftes mit tiefschwarz Groteskem, 60er TV-Serie mit deutschem Expressionismus. Und das Ergebnis ist sicherlich nicht 100% Batman, aber 100% Burton am Höhepunkt seiner Karriere. Drei Filme hat Burton mit Kameramann Stefan Czapsky gedreht und beide scheinen das Beste ineinander hervorgeholt zu haben. Neben diesem Film noch ‚Edward mit den Scherenhänden‘ und (mMn. Burtons Besten) ‚Ed Wood‘. Die wilde Architektur Gothams mit seinen gigantomanen Statuen, ziselierten Türmen und Wasserspeiern und seinen Einwohnern und Technologie, die in der Zeit verloren scheinen setzen beide dem ersten ‚Batman‘ Film noch eins drauf. Vor allem aber lebt Burton hier seine Liebe für den deutschen Expressionismus mit visuellen oder textlichen Anspielungen auf Filme wie ‚Nosferatu‘, Metropolis‘, ‚Das Cabinet des Doktor Caligari‘ oder ‚M‘ voll aus.

Und ich glaube daher kommt meine lange Liebe für den Film, den ich alle paar Jahre in der Weihnachtszeit schaue und der mich irgendwie jedes Mal wieder überrascht. Burton war für meine Entwicklung zum Filmfreund vermutlich entscheidend. Er war der erste Regisseur, bei dem ich schon als Kind einen absolut distinkten Stil ausmachen konnte. Einen Stil, der dafür gesorgt hat, dass ich jeden seiner Filme (wenigstens bis Ende der 90er) sehen wollte. Er ist aber auch ein Einsteigeregisseur, der logisch eben zum deutschen Expressionismus oder den B-Movies der 50er führt, genauso wie Tarantino ein Einsteigeregisseur ist, der seine ganz offensichtlichen eigenen Bezüge mitbringt und Interessen weckt. Für mich als Kind/Teenager in den 90ern also ganz logische Ansatzpunkte.

Das ist jetzt alles etwas länger und fanboyischer als gewollt geworden, aber manchmal fällt mir eben erst beim Schreiben und Nachdenken über einen Film auf, wie viel er mir eigentlich bedeutet. Und ‚Batmans Rückkehr‘ ist definitiv so ein Fall. Ich war damals hochenttäuscht über seinen mäßigen Erfolg und über alles was danach mit Batman für lange Zeit im Kino geschah. Heute ist mein Superhelden-Sättingungslevel definitiv erreicht, aber ich würde absolut jedem der von den heutigen Filmen gelangweilt ist, diesen nahelegen. Burton beschrieb ihn mal als Film, in dem sich Menschen wie Tiere verkleiden und wie Monster benehmen. Es ist ein kleiner Ausblick was hätte sein können in einer wilderen, seltsameren, spannenderen Superheldenwelt.

Oh, und Weihnachten war eher noch zentraler als ich es in Erinnerung hatte. In dem Sinne: frohe und gesunde Feiertage!

Update, viel zu spät in der Nacht geschrieben: Pudeldarstellerin Darla hatte bereits einmal zuvor in ‚Pee-wees irre Abenteuer‘ mit Tim Burton gearbeitet. Ihren größten Erfolg feierte sie ein Jahr vor ‚Batmans Rückkehr‘ als Buffalo Bills Pudel in ‚Das Schweigen der Lämmer‘. Die Rolle hier als Pudel der treffend benannten „Pudel Lady“ sollte leider Darlas letzte Rolle sein, da sie noch 1992 siebzehnjährig (für einen Pudel ein reifes Alter) starb. Auch wenn sie hier einen fiesen Gangster spielt, bin ich doch überzeugt, dass Darla ein sehr lieber Pudel war. Das ist alles.

Newslichter Extra: Sumpfdinger und Rechenfehler – wie eine Serie endet bevor sie beginnt

UPDATE 09.06.2019: die unten stehenden Informationen sind veraltet. Ein Sprecher des Staates North Carolina hat erklärt, das es keinen Rechenfehler gab, ‚Swamp Thing‘ war für 12 Millionen Dollar Zuschüsse qualifiziert (den Höchstwert) und die hat es bekommen. Staat und Produktion hätten sich im Guten getrennt. Damit ist der Grund für die plötzliche Absetzung der Serie wieder völlig offen. Mehr dazu am Mittwoch im Newslichter.

 

https://modernhorrors.com/swamp-thing-canceled-likely-due-to-failed-tax-rebate/

In diesem Newslichter Extra geht es einmal nicht um einen Film, sondern um eine Serie. Eine Serie, die quasi zu Ende war bevor sie jemals angefangen hat. Und das ohne jegliches eigenes Verschulden. Wie konnte es dazu kommen? Dafür muss ich etwas weiter ausholen.

Warner bietet seit letztem September einen eigenen Streamingdienst in den USA mit dem Namen „DC Universe“ an. Das gibt bereits einen ganz guten Eindruck davon, was man auf dem Dienst finden kann. Filme und Serien aus dem sehr umfangreichen Archiv an Fernsehserien, animiert und real und vor allem natürlich die aktuellen Filme des DC Universums. Dazu kommen exklusiv produzierte Serien, wie ‚Titans‘ oder ‚Doom Patrol‘, die außerhalb der USA bei Netflix zu sehen sind. Sicherlich ein Nischenangebot, für Superheldenfans allerdings ein attraktives.

Vermutlich wollte man diese Nische ein wenig vergrößern, als man die Serie ‚Swamp Thing‘ in Auftrag gab. Hier bewegt man sich abseits der typischen Superheldengeschichte mehr Richtung Horror. Es geht um den Biologen Alec Holland, der an einer biorestaurativen Formel gearbeitet hat, ermordet wird und mitsamt seiner Erfindung in einen Sumpf in Louisiana geworfen wird. Hier verwandelt er sich in das ‚Swamp Thing‘, einen monströsen Avatar der Natur. ‚Swamp Thing‘ war bereits 1982 in einem Film von Wes Craven zu sehen, funktioniert folglich auch ohne jede Verbindung zu Superhelden. Dazu soll die Serie auf den Geschichten von Alan Moore zu dem Charakter aus den 80er Jahren basieren, die oftmals als einige der besten Comics überhaupt bezeichnet werden. Erfolgversprechendes Material also.

Das sah man bei DC Universe offenbar ähnlich und setzte unter anderem Erfolgsregisseur James Wan (‚Aqua Man‘, ‚Conjuring‘) als Produzent auf das Projekt. Für die Pilotfolge holte man sich Len Wiseman (‚Underworld‘-Reihe) als Regisseur an Bord. Virginia Madsen (‚Candyman‘) sollte eine größere Rolle übernehmen und das Swamp Thing selbst sollte größtenteils mittels praktischer Anzugseffekte umgesetzt werden. Ein ambitioniertes Projekt also. Was konnte schon schiefgehen?

Einiges natürlich, sonst würde ich hier nicht schreiben. Dass die Produktion nicht unproblematisch ist, konnte man schon recht früh erkennen, als die erste Staffel, während laufender Produktion, von 13 plötzlich auf 10 Folgen reduziert wurde. Es herrschten Unstimmigkeiten, zwischen den Machern der Serie und den Geldgebern von Warner, die plötzlich mit der Ausrichtung auf Horror gar nicht mehr so glücklich gewesen sein sollen. Wirklich merkwürdig wurde es aber erst vor ein paar Tagen. Am 31. Mai war die erste Folge der Serie bei DC Universe zu sehen. Sie erhielt wohlwollende bis begeisterte Kritiken und schien schnell ein Publikum zu finden. Doch nur einige Tage nach der Ausstrahlung verkündete Warner die Serie sei gecancelt. Alle 10 Folgen werden zwar wohl noch veröffentlicht, aber eine zweite Staffel wird es nicht geben. Eine merkwürdige Reaktion, die mit reinen kreativen Differenzen vermutlich nur schwer zu erklären ist.

Tatsächlich scheint der Grund für das Aus in einem üblen Rechenfehler zu liegen. Die Serie wurde in North Carolina gedreht. Der Staat tut einiges für die Förderung von Film. Unter anderem bietet er dort produzierenden Studios wohl äußerst großzügige Steuernachlässe an. Verschiedene Quellen im Internet behaupten Verschiedenes, aber für ‚Swamp Thing‘ sollen es zwischen 30 und 40 Millionen Dollar gewesen sein, was fast der Hälfte des Produktionbudgets der ersten Staffel von 85 Millionen Dollar entspricht. Das Problem war offenbar, dass man sich in North Carolina verrechnet hatte und als man Warner die korrigierte Zahl von nur ca. 13 Millionen Nachlass mitteilte hat man dort wohl 1. sofort die Staffel verkürzt und 2. die Reißleine für jegliche Fortsetzung gezogen. 85 Millionen sind eine ordentliche Investition für ein ziemliches Nischenprodukt. Eine Investition, die Warner nicht allein tragen wollte.

Schade um eine ambitioniert wirkende Serie, die zumindest für ihren Anfang hervorragende Kritiken erhielt und ohne jegliches Verschulden in den Sumpf geworfen wurde. Denn wer will eine verkürzte Staffel mit vermutlich offenem Ende sehen, wenn man weiß, dass es nie eine Fortsetzung geben wird? In Zukunft werden Studios Angebote aus North Carolina wohl mit einem scharfen „seid ihr wirklich sicher?“ beantworten.

‚The Punisher‘ (1989) – Marvels frühe Filmversuche

Kommt mit auf eine Zeitreise ins Jahr 1988! Superheldenfilme sind hier alles andere als Mainstream. Wirklich erfolgreich war eigentlich nur DCs ‚Superman‘ von 1978, der bei Warner erschien. Und die Serie hat sich in den letzten 10 Jahren totgelaufen. Der vierte Film erschien im letzten Jahr gar bei Menahem Golan und Yoram Globus‘ Billigfilmschmiede Cannon Films. Doch zumindest hat DC gerade ein neues, heißes Eisen im Feuer. Nächstes Jahr soll ‚Batman‘ ins Kino kommen, gedreht von einem aufregenden neuen Regisseur namens Tim Burton! Man darf gespannt sein! Wie bitte? Marvel? Was für Filme Marvel in petto hat? Öh, da muss ich nachgucken. Tja, im Fernsehen waren sie vor ein paar Jahren ganz erfolgreich, mit einem grün angemalten Lou Ferrigno als ‚Hulk‘. Aber im Kino?

Na gut, George ‚Star Wars‘ Lucas hat 1986 ‚Howard The Duck‘ gedreht. Der Film hat ca. 5 Leuten mit erstaunlicher Vorliebe für Entenbrüste gefallen, für alle anderen ist er zur Pointe geworden. Die Rechte an ‚Spider-Man‘ und ‚Captain America‘ sind ohne Umwege über ein größeres Studio direkt bei Cannon Films gelandet. Und ob die überhaupt rauskommen ist mehr als fraglich, denn Cannon hat sich letztes Jahr (1987) mit dem Spielzeugfilm ‚Masters of the Universe‘ und dem Sylvester Stallone Armdrück-Epos ‚Over the Top‘ zwei verdammt teure Flopps eingefahren und es ist fraglich, ob sie das überstehen. Oh halt, hier sehe ich etwas, das funktionieren könnte. Wenn etwas hier in den 80ern läuft, dann ist es laute Action voller Muskelmännern mit fetten Knarren. Und Marvels ‚The Punisher‘ könnte genau das liefern. Und die Rechte dafür liegen bei Roger Cormans ‚New World Pictures‘, also wird er definitiv laut. Sicher, billig aber vor allem laut. Mark Goldblatt dreht den derzeit mit Dolph Lundgren in der Hauptrolle in Sydney Australien (weil’s da billig (und vermutlich laut) ist). Reisen wir also zurück in unsere Zeit und schauen mal, was der kann.

Kurzer Einwurf, weil’s vermutlich auch heute noch kein Allgemeinwissen ist: im Comic ist der Punisher der ehemalige Polizist Frank Castle. Der musste mit ansehen, wie seine Frau und seine Kinder bei einem Picknick im Park zwischen eine Bandenschießerei gerieten und ermordet wurden. Er schwor nicht einfach nur den Banden Rache, sondern wollte alle „Schuldigen“ überall bestrafen. Mit einem großen Totenschädelsymbol auf der Brust und einem noch größeren Waffenarsenal macht er nun Jagd auf Verbrecher aller Art. Aufgrund seiner mörderischen Methoden gerät er dabei immer wieder mit Superhelden in Konflikt. Kurz, der Punisher ist Batman, wenn Batman statt Millionen auf dem Konto, eine NRA-Mitgliedskarte unter dem (natürlich stahlharten und überaus männlichen) Kopfkissen hätte. Jetzt aber zum Film.

125 Morde hat der mysteriöse Punisher in den letzten 5 Jahren begangen. Die meisten davon an Mitgliedern der italienischen Mafia von Atlanta. Die Polizei hat keine Spur, doch Detective Jake Berkowitz (Louis Gosset jr.) ist überzeugt, dass sein ehemaliger Partner Frank Castle (Dolph Lundgren) dahintersteckt. Dessen Familie ist durch eine Autobombe der Mafia ums Leben gekommen und auch Castle selbst gilt offiziell als tot. Währenddessen versucht Boss Gianni Franco (Jeroen Krabbe) die durch den Punisher geschwächten Mafiafamilien zu einen. Doch auch die Yakuza bemerkt die Schwäche der Mafia. In einem brutalen Schachzug versucht sie, unter Leitung von Lady Tanaka (Kim Miyori), die übrigen Mafiabosse zu neutralisieren. Indem sie ihre Kinder entführen. Der Punisher sieht sich nun dem Dilemma ausgeliefert, dass sein Wunsch die Schuldigen zu bestrafen, Unschuldige in Gefahr gebracht hat. Aber dieses Dilemma wird er lösen. Mit Handfeuerwaffen, Maschinengewehren, etwas Sprengstoff, Dolchen und der einen- oder anderen Garotte.

Lasst uns eines direkt klar machen: der Film ist nicht mehr und nicht weniger als, in meinen Augen, grundsolider Trash. Mark Goldblatt ist kein großer Regisseur. Am Aufbau seiner Figuren hat er bestenfalls mäßiges Interesse. Seine Qualitäten kommen aber zum Vorschein, wenn es knallt. Und zum Glück knallt es in dem Film sehr häufig. Und wenn er kein großer Regisseur sein mag, so ist er auf jeden Fall ein brillanter Cutter (‚Phantom Kommando‘, ‚Terminator‘ (1+2), oder ‚The Rock‘ etwa gehen auf seine Kappe). Daher läuft auch ‚The Punisher‘ mit einer solchen Verve ab, dass der Film gar keine Chance hat langweilig zu werden. Castles Hintergrundgeschichte etwa, bekommen wir in zwei Flashbacks, zusammen weniger als eine Minute präsentiert. Dann mäht er schon wieder reihenweise Mafiosi und Yakuza in derart übertriebenen Szenen um, dass man es nicht ernst nehmen kann und als pure Exploitation, als völligen Over The Top (aber ohne Armdrücken) Film begreifen muss. Und als solcher ist er toll. Auch wenn man das (vergleichsweise) geringe Budget von 9 Millionen Dollar durchaus gelegentlich bemerkt (das „Edelrestaurant“ der Mafia sieht ein wenig wie Muttis ausgebauter Keller aus).

Wie ist er als Comicverfilmung? Ich kenne den Punisher zu wenig um das wirklich zu sagen. Aber viel ist von der Figur schon dadurch nicht übrig, dass der Film auf das Totenschädelsymbol verzichtet. Nur am Knauf von Castles Dolchen taucht es noch auf. Für mich funktioniert der Punisher allgemein eigentlich nur als überzogene Exploitation (daher ist Lexi Alexanders vollkommen irrwitzig brutaler ‚Punisher : Warzone‘ auch der beste Film der Figur), denn wenn man diese Figur zu ernst nimmt, wird sie schnell ein wenig… unangenehm. Es ist allerdings interessant zu sehen, wie Goldblatt versucht, seinen Film an das Medium Comic anzunähern. Er schafft eine gewisse „Panel-haftigkeit“, indem er etwa die im Film reichlich vorkommenden Wurfgeschosse, von Dolchen bis Shuriken, immer wieder in Großaufnahme zeigt, bevor sie ihr Ziel finden. Eine typische Comic-Erzählweise. Man darf nicht vergessen, dass er ohne jedes Vorbild für einen solchen Comichelden drehte.

Ich überrasche wohl niemanden, wenn ich eröffne, dass Dolph Lundgren kein guter Schauspieler ist. Allerdings funktioniert er gut als schweigsames Monster, das dreckverschmiert aus der Kanalisation auftaucht. Ein mörderischer, bleicher Riese mit blutunterlaufenen Augen und verfilzten Lederklamotten. In der Mitte des Films scheint dann aber plötzlich die Entscheidung gefallen zu sein, er bräuchte Arnold‘sche Oneliner. Und für die fehlt Lundgren einerseits das Charisma und zur Figur passt es andererseits auch nicht. Das merkt der Film auch und sie verschwinden schnell wieder. Echtes Charisma und ein wenig Humor bringt Louis Gosset jr. In den Film ein. Und Jeroen Krabbe ist vermutlich der begabteste Darsteller, als Gangster zwischen Sorge um seinen Sohn und Machtwillen.

‚The Punisher‘ ist also kein ganz großer Comicfilm, aber ein toller 80er Actionreißer. Also der erste große Erfolg an der Kinokasse für Marvel? Nein. Denn New World Pictures geriet 1989 in eine Krise. Sie verkauften die amerikanischen Rechte des Films daher an Live Entertainment (heute Lionsgate). New Line brachte den Film in anderen Territorien ins Kino, etwa in Deutschland, wo er sofort auf dem Index landete. In den USA kam er hingegen nie ins Kino, weil Lundgren mit ‚Masters oft he Universe‘ und ‚Red Scorpion‘ unter Beweis gestellt hatte, dass er als „Leading Man“ nicht funktioniert. Live Entertainment brachte ihn erst 1991 auf Video heraus, wo er in der negativen Reaktion auf den ‚Captain America‘ Film (nicht von Cannon) unterging. Und Cannon gingen Pleite, bevor sie ‚Spider-Man‘ fertigstellen konnten. Ein Glück? Das müsst Ihr selbst entscheiden! Jedenfalls sollte es noch gut 10 Jahre dauern, bis Marvel auch an der Kinokasse Erfolge einfahren durfte.

Was bleibt ist ein spaßiger, dreckiger, billiger 80er-Knaller, der keine Comicverbindung braucht.

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten, männlichen Superhelden

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag! Heute möchte Gina von uns unsere 5 liebsten, männlichen Superheroen wissen. Dabei ist es wohl egal, ob sie aus Film, Comic oder woher auch immer stammen. Wobei meine Vertreter allesamt Filmauftritte hatten. Als einführender Hinweis sei angemerkt, dass eigentlich Asterix diese Liste anführen müsste. Doch da der kurz geratene Gallier nicht so ganz dem typischen Superheldentypus entspricht, habe ich offensichtlicheren Vertretern des Genres den Vortritt gegeben.

  1. The Rocketeer

Okay, der ist vor allem auf dieser Liste, weil ihn zu wenige kennen. Im Comic von Dave Stevens und dem Film von 1991 findet der etwas tölpelhafte Stuntpilot Cliff Secord in den 30er Jahren ein gestohlenes Jetpack. Zusammen mit seinem Kumpel, einem Mechaniker lernt er damit umzugehen, baut sich einen schicken Helm dazu und vermöbelt alsbald Mafiosi und Nazi-Kollaborateure. Leider wollte den Film 1991 niemand sehen. Ich frage mich ernsthaft, warum in dieser Superhelden-verrückten Zeit noch kein Remake in der Pipeline ist.

  1. Professor X

Der Anführer, das Rückgrat und moralisches Zentrum der Gutmenschen-Mutanten der ‚X-Men‘. James McAvoy ist sicherlich nicht schlecht in der Rolle, doch hat ihr Patrick Stewart die nötige Gravitas verliehen und gab dem Charakter, bitter und von Demenz gequält, eine tragische Wendung in ‚Logan‘.

  1. Hellboy

Auf die Erde gekommen um ihr Ende herbeizuführen, tut er nun das genaue Gegenteil. Er jagt Monster mit seiner riesigen Steinhand und seiner Fähigkeit allerlei einstecken zu können. Und wenn er das gerade nicht macht raucht er Zigarren und trinkt Bier. Hellboy ist die absolute Definition von „rauhe Schale und ein Herz aus Gold“. Derzeit in einem Film zu sehen, der übel floppt und zu dem ich nichts sagen kann. Die Comics von Mike Mignola und die beiden Filme von Guillermo Del Toro sind allerdings toll.

  1. Spider-Man

Was soll ich dazu noch groß sagen? Er ist Spider-Man, Spider-Man. Does whatever a spider can. Spins a web, any size, catches thieves, just like flies. Spider-Man (egal wer nun unter der Maske steckt) erinnert uns, dass jeder ein Superheld sein kann. Er hat dieselben Probleme wie wir, Geld, Job, Beziehungen, Familie, nur dass er sich gelegentlich noch mit kostümierten Superschurken herumschlagen muss, was sein „normales“ Leben nur noch mehr verkompliziert. Trotz seiner erstaunlichen Fähigkeiten ist Spider-Man einer der Superhelden, mit dem man sich am besten identifizieren kann.

  1. Batman

Ganz anders als Milliardär Bruce Wayne, obwohl der keine Superfähigkeiten hat. In gewisser Weise kann man an dem Charakter alles festmachen, was mit Superhelden nicht stimmt. Er ist ein Milliardär, der sich nachts in schwarzes Leder kleidet, um mit allerlei Gadgets Kleinkriminelle und Geistesgestörte zu verprügeln. Und dennoch „funktioniert“ der Charakter. In meinen Augen besser als jeder andere Superheld und in beinahe jeder Iteration. Sei es als alberner Moralapostel in der 60er Jahre Serie, als überhöhte Gothic Figur in den Tim Burton Filmen, oder unter Christopher Nolans realistischerem Ansatz. Aber ich habe hier ohnehin schon viel zu viel über Batman Filme geschrieben.

Und jetzt: viel zu viele Worte über Batman Filme

Manchmal kommen Leute zu mir und fragen: „Herr Lichter, was ist Ihr liebster Batman Film?“ und von nun an kann ich… ach, wem mache ich was vor? Niemand hat mich das je gefragt und niemand wird es je fragen, hier ist dennoch eine Auflistung aller Batman Filme vom Schlechtesten zum Besten. Aller Batman Filme? Nein, zwei Kriterien gibt es: 1. sie müssen im Kino gelaufen sein und 2. ich muss sie gesehen haben. Aufgrund Kriterium 1 fallen die meisten (aber nicht alle!) animierten Filme weg und dank Kriterium 2 fallen alle Filme mit Ben Affleck raus. Es tut mir leid, falls das jemandes Gefühle verletzt.

hello

Legen wir trotzdem los. Und zwar mit dem Schlechtesten (Anm.: die Wertung ist natürlich meine. Eure dürft Ihr gerne in den Kommentaren kundtun): Weiterlesen