Gedanken zur Warner Übernahme

Ich bin ja oft genug sehr offen darin, dass ich marktwirtschaftlich nicht wahnsinnig bewandert bin. Und so hält der große Kapitalismus immer noch ein paar Überraschungen für mich bereit. Meistens schlechte. Die Warner Übernahme durch Discovery ist hässlich, öffentlich und vermutlich ein Warnsignal für die Zukunft. Aber sie ist auch überraschend.

Ich zumindest war überrascht, dass Discovery Warner (quasi) kauft. Discovery? Die Firma hinter dem Discovery Channel? Die hätte ich mir als mittelgroßes Ding vorgestellt, definitiv nicht als eine Marktmacht, die sich eines der dienstältesten Hollywoodstudios einverleiben könnte. Eher umgekehrt. Aber gut, Warner wurde 2018 vom Telekommunikationskonzern AT&T erworben, im Versuch ein vertikal integriertes Medienkonglomerat zu werden. Nun aber bot Discovery eine Zusammenlegung ihrer Firma und Warners an. AT&T bekam einige Dutzend Milliarden, AT&T Aktionäre halten die Mehrheit an dem neuen Discovery Warner, aber David Zaslav CEO von Discovery wird CEO von Discovery Warner. Es ist eine Übernahme in allem außer dem Namen und natürlich zahllosen Business-Funktionen, weil es sich ja um eine „brandneue“ Firma handelt. Eine brandneue Firma mit einem Berg an Schulden. Denn nicht nur musste Discovery ordentlich Geld aufnehmen, um Warner aus AT&T rauszuzkaufen, sie haben auch die noch nicht abgegoltenen Schulden mitgekauft, die AT&T für ihren Kauf Warners aufgenommen hatte.

Überraschend ist auch, dass nicht nur ich Ahnungsloser, sondern auch sonst kaum jemand diese Vorgänge so wirklich auf dem Schirm gehabt zu haben scheint. Es geschah mehr oder weniger im Hintergrund und ohne die große Medienaufmerksamkeit, die solche Übernahmen (oder „Merger“ wie hier) sonst mit sich bringen.

Und in diesem Sommer begann dann das Blutbad. Die offensichtlichsten Opfer waren die Streaming Großproduktionen ‚Batgirl‘ und ein ‚Scooby‘ Weihnachtsfilm. Doch nachdem was man liest, verschwanden zahllose Serien und Produktionen aus den Streaming-Angeboten von Discovery Warner, sei es weil man eine zukünftige Produktion als nicht mehr lohnend ansah, oder, bei älteren Produktionen, schlicht keine Tantiemen mehr zahlen wollte. Ausgerechnet animierte Projekte wurden zum vornehmlichen Ziel. Bei Warner, einem Studio, welches mit ‚Merry Melodies‘ und ‚Loony Tunes‘ eine derart tiefe Geschichte in der Animation hat, die höchstens noch von Disney geschlagen wird.

Im Fokus steht ganz offensichtlich die brutale Verschlankung auf lukrative Kernmarken. Und was mir tatsächlich ziemlich quer im Hals sitzt, ist, dass genau das nun offenbar auch direkt belohnt und bekräftigt wird. Denn mittenrein in dieses Blutbad kommt nun ‚House of the Dragon‘, Prequel zum erfolgreichen ‚Game of Thrones‘. Und nach allem was man hört, wird es nicht einfach zum Erfolg, sondern zum hypder-dyper-Erfolg. Also, alles richtig gemacht, weg mit dem Kleinscheiß und lieber sechs weitere ‚GoT‘ Spin Offs lostreten. Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: das ist keine Kritik an Euch, falls Ihr ‚House of the Dragon‘ schaut und mögt. Marktwirtschaftliche Überlegungen sollten bei der Medienauswahl keine große Rolle spielen…

Was ist mit den Stream-eigenen Produktionen, die nun verschwunden sind und noch verschwinden werden? Das weiß keiner so wirklich, aber wie es sich derzeit darstellt ist der einzige Weg da noch heranzukommen mit Yohoho und Buddeln voll Rum verbunden, um es mal zu verklausulieren. Gruselig ist auch der Gedanke, was Discovery Warner nun mit Warners Jahrzehnte umfassenden Katalog anstellen wird. Mit derartigem „altem Scheiß“ lässt sich doch kein Geld mehr verdienen! Im Vergleich mit ‚Batman‘ oder ‚Harry Potter‘ Filmen ist der Kram doch wertlos. Ich habe so eine gewisse Sorge, dass wir an einer Gefahrenstelle für „Lost Media“ stehen, wie seit der Umstellung auf den Tonfilm nicht mehr.

Die zweite wirkliche Überraschung ist vielleicht, dass eben diese Zusammenlegung mit genau jenem erbsenzählerischen Zusammenstreichen einhergeht, das viele, so auch ich, bei der Übernahme von FOX durch Disney befürchtet haben. Doch im Vergleich lief das ja annähernd sanft ab. Vielleicht gerade weil so viele Augen darauf gerichtet waren? Disney brachte quasi alles auf den Markt, was bei FOX noch an Projekten gestartet wurde. Wobei der Umgang mit Katalog-Titeln wohl auch hier schwieriger geworden ist. Was ich damit wohl sagen will ist, dass ein pures Disney-Monopol vielleicht doch gut für den Film wäre… Nein, das will ich definitiv nicht sagen!

Eher dass wir die FOX Übernahme nicht zum typischen Bild erklären dürfen. Mal ganz davon ab, dass jede Verschmälerung des Angebots schlecht ist, egal wie sanft die Übernahme vonstattengeht. Aber der Discovery Warner Merger dürfte das realistischere Bild einer Zukunft sein. Studios werden ihrer großen Marken wegen gekauft, alles andere kann quasi in den Restmüll. Der Grund, dass Amazon MGM gekauft hat heißt schließlich auch einzig Bond, James Bond. Nur gab es bei MGM schon nicht mehr allzu viel anderes, was man hätte wegschneiden können.

Düstere Aussichten? Scheint so. Aber wisst Ihr, was Ihr geschafft habt, Discovery? ‚Batgirl‘ reiht sich direkt neben Roger Cormans berüchtigtem ‚Fantastic Four‘ Film ein, den dieser 1993 fertigte, damit Bernd Eichinger die Filmrechte an der Marke behalten könnte und der nie veröffentlicht werden sollte. Die Qualität des Films ist nun völlig wurscht, Nerds werden geleakte Kopien bis in alle Ewigkeit tauschen und bei jedem zweiten Superheldenfilm, den ihr veröffentlicht, wird es irgendwo eine Ecke im Internet geben, die vernehmbar raunt „naja, ‚Batgirl‘ war besser…‘. Und Ihr könnt nichtmal was dagegen tun, denn ihr dürft, dank Steuertricks, mit dem Film keinen Cent verdienen. Ich hoffe das ärgert euch. Und ich hoffe ihr tretet barfuß auf LEGO-Steine!

Newslichter Ausgabe 75: Passwörter, Algorithmen und Blockbustertauglichkeit

Willkommen bei Ausgabe 75 des Newslichters. Wie oft ist die Unterhaltungsindustrie in den letzten 40 Jahren von ihren undankbaren Konsumenten getötet worden? Wenn man sie fragt, gleich dutzendfach! Und nun steht ein neuer spektakulärer Mordanschlag bevor. Und Du, ja DU, könntest Dich dem schon jetzt schuldig machen. Oder es handelt sich um reichlich überfächerte heiße Luft, um von echten Problemen abzulenken. Apropos echte Probleme, wir reden heute auch über Algorithmen in der Blockbusterplanung und Marvels neuer Vorsicht. Legen wir also los!

 

Passwort-Teilen tötet den Stream

https://www.hollywoodreporter.com/news/streaming-services-prepare-password-sharing-havoc-1267728?utm_source=twitter&utm_medium=social

Ich bin sicher, die verschiedenen Sparten der Unterhaltungsindustrie können die Narben der vielen versuchten Tötungen, die, nach eigenen Angaben, an ihnen vorgenommen werden mit einigem Stolz vergleichen. Nehmen wir nur die Musikindustrie. Die wurde durch die Verbreitung der bespielbaren Musikkassette und entsprechender Rekorder getötet. Und dann noch mal durch CD-Brenner. Und dann durch MP3s (wer alt genug ist, erinnert sich an den Schurken Napster!) und dann durch Streaming. Und hier ist sie im Jahr 2020 immer noch Milliardenschwer, immer noch klagend. Denn das ist das Erstaunliche in der Unterhaltungsbranche. Läuft es mal schlecht, ist immer der Konsument schuld. Und vor allem der ehrlich zahlende muss sich mit den Konsequenzen herumärgern. Bei Film-DVDs bedeutete das etwa Regionalcodes, Kopierschutzmaßnahmen, die inkompatibel mit manchen Playern waren, unüberspringbare Spots darüber wie böse und widerlich Kopierer sind. Die den ganzen Mist für ihre illegalen Versionen natürlich entfernt haben. Von Computerspielen, die direkt mit Schadsoftware daherkommen aus Angst vor Kopierern wollen wir gar nicht sprechen.

Und nun ist die Angst vor dem illegalen Konsumenten, der steten Verlust bedeutet, also bei den Streamingservices angekommen. In 2020 sind Passwort-Teiler plötzlich zu einem Problem geworden, nachdem in den letzten Jahren Social Media Konten etwa von Netflix noch Witze darüber gemacht haben. Warum? Ist die Zahl der Teiler radikal gestiegen? Nein, danach sieht es nicht aus. Ich vermute die Teiler sind auch nicht das wirkliche Problem. Das wirkliche Problem ist die Konkurrenz, die aus dem Boden schießt. Disney und Apple stehen den Platzhirschen Netflix und Amazon nun in direkter Konkurrenz gegenüber. Kaum jemand wird alle diese Dienste kaufen wollen oder können. Es gibt also mehr angebotenen Inhalt als Nachfrage. Es ist durchaus anzunehmen, dass das zu einem regeren Tausch in der Zukunft führen könnte, nach dem Prinzip „gibst Du mir Dein Disney+, kriegst Du mein Netflix“. Das ist sicherlich nicht legal und ich will es hier gar nicht schönreden (ebenso wenig wie die oben erwähnten Kopien), ich versuche es nur zu erklären. Ob es für die Anbieter nun ein kluger Schachzug wäre, aggressiv gegen das Passwort-Teilen (unter Freunden/Verwandten, gegen das im großen Maßstab gehen sie, soweit ich weiß, ohnehin vor) vorzugehen, oder ob das die Konsumenten direkt auf die ebenfalls verfügbaren Piraten-Streams treibt, werden sie hoffentlich klug abwägen. Mit Rückblick auf das Vorgehen der DVD-Ära habe ich da aber nicht die größten Hoffnungen…

 

Warner erwirbt KI basiertes Filmmanagement-System

https://www.theverge.com/2020/1/9/21058094/ai-film-decision-making-warner-bros-signs-cinelytic

Algorithmen wissen was wir im Internet tun und lassen. Algorithmen sagen voraus, was wir im Internet und im echten Leben tun und lassen. Die Frage ist, wie gut und wie nützlich diese Voraussagen sind. Bei Warner jedenfalls scheint man großes Vertrauen in das Algorithmus-basierte Filmmanagement-System von Cinelytic zu legen. Der CEO von Cinelytic beeilte sich zu versichern, dass sein System selbstverständlich keine kreativen Entscheidungen fällen kann und soll, diese seien auch in Zukunft dem „Bauchgefühl“ vorbehalten. Nun kann man aber mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass kreative und geschäftliche Entscheidungen im Blockbusterbereich des Films oft genug ein- und dasselbe sind. Natürlich wird von der Marktforschung mindestens ebenso sehr wie von kreativer Seite bestimmt, ob ein Film einen Will Smith oder einen Tom Cruise in der Hauptrolle hat. Ob die Auslagerung dieser Marktwirtschaft in ein KI-gesteuertes System nun überhaupt einen großen Unterschied macht ist fraglich. Was es definitiv tut, ist die kalt-mechanistische Businesshaltung der Blockbusterplanung einem gnadenlosen Scheinwerferlicht auszusetzen. Und schaut man sich Reaktionen an, dann war das womöglich kein so kluger Schachzug.

Aber nehmen wir einmal an der Algorithmus würde alle kreative Entscheidungen aufgrund ihrer Marktfähigkeit treffen, dann käme vermutlich so etwas wie Dwayne „The Rock“ Johnson als Ethan Hunt in ‚Avengers vs. Transformers‘ dabei heraus. Ich würde gern Eure absurden Ideen für Algo-Buster in den Kommentaren lesen!

 

Doctor Strange 2 ohne Regisseur

https://screenrant.com/doctor-strange-2-director-scott-derrickson-exit-reason/

Scott Derrickson, Regisseur des ersten ‚Doctor Strange‘ Films und geplanter Regisseur für die für 2021 geplante Fortsetzung hat bekannt gegeben, dass Marvel und er sich aufgrund „kreativer Differenzen“ getrennt haben. Das erinnert natürlich daran, wie Edgar Wright und Marvel sich über „kreative Differenzen“ zu ‚Ant-Man‘ getrennt haben. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass es tatsächliche kreative Differenzen waren. Derrickson hat mehrfach angedeutet, dass er aus ‚Doctor Strange 2‘ gerne einen Horrorfilm gemacht hätte. Das wäre absolut passend, setzt sich doch der Sorceror Supreme in seinen Comics immer wieder mit lovecraftschen kosmischen Schrecken auseinander. Doch womöglich war genau das Marvel und Produzent Kevin Feige in dieser Situation zu riskant. Horror ist eben nicht Mainstream. Und nach ‚Endgame‘ wird die nächste „Staffel“ Marvelfilme von der gesamten Branche sicherlich mit dem Mikroskop untersucht, ob sich auch nur irgendwelche Anzeichen von Publikumsermüdung feststellen lassen. Das kann durchaus dazu führen, dass hier absolut auf Nummer sicher gefahren wird und wieder Schema F wie zu Beginn des MCU gilt. Das wäre schade, gerade weil Marvel für mich wieder interessanter wurde, weil sie ihren Kreativen freiere Hand ließen. Aber am Ende sind diese Filme halt doch eins vor allem anderen: ein Milliardengeschäft.

 

Und das war es auch schon wieder für heute. Wir sehen uns nächste Woche genau hier wieder!

Newslichter Extra: Sumpfdinger und Rechenfehler – wie eine Serie endet bevor sie beginnt

UPDATE 09.06.2019: die unten stehenden Informationen sind veraltet. Ein Sprecher des Staates North Carolina hat erklärt, das es keinen Rechenfehler gab, ‚Swamp Thing‘ war für 12 Millionen Dollar Zuschüsse qualifiziert (den Höchstwert) und die hat es bekommen. Staat und Produktion hätten sich im Guten getrennt. Damit ist der Grund für die plötzliche Absetzung der Serie wieder völlig offen. Mehr dazu am Mittwoch im Newslichter.

 

https://modernhorrors.com/swamp-thing-canceled-likely-due-to-failed-tax-rebate/

In diesem Newslichter Extra geht es einmal nicht um einen Film, sondern um eine Serie. Eine Serie, die quasi zu Ende war bevor sie jemals angefangen hat. Und das ohne jegliches eigenes Verschulden. Wie konnte es dazu kommen? Dafür muss ich etwas weiter ausholen.

Warner bietet seit letztem September einen eigenen Streamingdienst in den USA mit dem Namen „DC Universe“ an. Das gibt bereits einen ganz guten Eindruck davon, was man auf dem Dienst finden kann. Filme und Serien aus dem sehr umfangreichen Archiv an Fernsehserien, animiert und real und vor allem natürlich die aktuellen Filme des DC Universums. Dazu kommen exklusiv produzierte Serien, wie ‚Titans‘ oder ‚Doom Patrol‘, die außerhalb der USA bei Netflix zu sehen sind. Sicherlich ein Nischenangebot, für Superheldenfans allerdings ein attraktives.

Vermutlich wollte man diese Nische ein wenig vergrößern, als man die Serie ‚Swamp Thing‘ in Auftrag gab. Hier bewegt man sich abseits der typischen Superheldengeschichte mehr Richtung Horror. Es geht um den Biologen Alec Holland, der an einer biorestaurativen Formel gearbeitet hat, ermordet wird und mitsamt seiner Erfindung in einen Sumpf in Louisiana geworfen wird. Hier verwandelt er sich in das ‚Swamp Thing‘, einen monströsen Avatar der Natur. ‚Swamp Thing‘ war bereits 1982 in einem Film von Wes Craven zu sehen, funktioniert folglich auch ohne jede Verbindung zu Superhelden. Dazu soll die Serie auf den Geschichten von Alan Moore zu dem Charakter aus den 80er Jahren basieren, die oftmals als einige der besten Comics überhaupt bezeichnet werden. Erfolgversprechendes Material also.

Das sah man bei DC Universe offenbar ähnlich und setzte unter anderem Erfolgsregisseur James Wan (‚Aqua Man‘, ‚Conjuring‘) als Produzent auf das Projekt. Für die Pilotfolge holte man sich Len Wiseman (‚Underworld‘-Reihe) als Regisseur an Bord. Virginia Madsen (‚Candyman‘) sollte eine größere Rolle übernehmen und das Swamp Thing selbst sollte größtenteils mittels praktischer Anzugseffekte umgesetzt werden. Ein ambitioniertes Projekt also. Was konnte schon schiefgehen?

Einiges natürlich, sonst würde ich hier nicht schreiben. Dass die Produktion nicht unproblematisch ist, konnte man schon recht früh erkennen, als die erste Staffel, während laufender Produktion, von 13 plötzlich auf 10 Folgen reduziert wurde. Es herrschten Unstimmigkeiten, zwischen den Machern der Serie und den Geldgebern von Warner, die plötzlich mit der Ausrichtung auf Horror gar nicht mehr so glücklich gewesen sein sollen. Wirklich merkwürdig wurde es aber erst vor ein paar Tagen. Am 31. Mai war die erste Folge der Serie bei DC Universe zu sehen. Sie erhielt wohlwollende bis begeisterte Kritiken und schien schnell ein Publikum zu finden. Doch nur einige Tage nach der Ausstrahlung verkündete Warner die Serie sei gecancelt. Alle 10 Folgen werden zwar wohl noch veröffentlicht, aber eine zweite Staffel wird es nicht geben. Eine merkwürdige Reaktion, die mit reinen kreativen Differenzen vermutlich nur schwer zu erklären ist.

Tatsächlich scheint der Grund für das Aus in einem üblen Rechenfehler zu liegen. Die Serie wurde in North Carolina gedreht. Der Staat tut einiges für die Förderung von Film. Unter anderem bietet er dort produzierenden Studios wohl äußerst großzügige Steuernachlässe an. Verschiedene Quellen im Internet behaupten Verschiedenes, aber für ‚Swamp Thing‘ sollen es zwischen 30 und 40 Millionen Dollar gewesen sein, was fast der Hälfte des Produktionbudgets der ersten Staffel von 85 Millionen Dollar entspricht. Das Problem war offenbar, dass man sich in North Carolina verrechnet hatte und als man Warner die korrigierte Zahl von nur ca. 13 Millionen Nachlass mitteilte hat man dort wohl 1. sofort die Staffel verkürzt und 2. die Reißleine für jegliche Fortsetzung gezogen. 85 Millionen sind eine ordentliche Investition für ein ziemliches Nischenprodukt. Eine Investition, die Warner nicht allein tragen wollte.

Schade um eine ambitioniert wirkende Serie, die zumindest für ihren Anfang hervorragende Kritiken erhielt und ohne jegliches Verschulden in den Sumpf geworfen wurde. Denn wer will eine verkürzte Staffel mit vermutlich offenem Ende sehen, wenn man weiß, dass es nie eine Fortsetzung geben wird? In Zukunft werden Studios Angebote aus North Carolina wohl mit einem scharfen „seid ihr wirklich sicher?“ beantworten.