Magie und Kino

Am 17. März des Jahres 1904 hatte Erich Weiss ein Problem. Er hatte eine Herausforderung angenommen, die er womöglich nicht würde gewinnen können. Weiss war ein Illusionist, Entfesselungskünstler und Selbstdarsteller, besser bekannt unter seinem Bühnennamen Harry Houdini. Sein Ego schien es ihm nicht zu erlauben, Herausforderungen aus dem Weg zu gehen. Das würde dafür sorgen, dass er im Laufe seiner Karriere gefesselt in einer Kiste auf den Grund eines Flusses versenkt würde, oder sich von einem Kran hängend aus einer Zwangsjacke befreien müsste. Doch an diesem Tag hatte er eine Herausforderung der britischen Zeitung London Daily Mirror angenommen. Diese hatte von einem Schlossermeister aus Birmingham ein paar Handschellen erhalten, die ihr Macher als unentrinnbar bezeichnete. Die Redaktion legte das Fesselwerkzeug Schlossern und Ingenieuren vor, die diesen Eindruck bestätigten. Eine Herausforderung an Houdini wurde ausgesprochen und der nahm an. Weiterlesen

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Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten Kunstwerke

Neuer Donnerstag, neue Beste! Und, wow, Gina von Passion of Arts macht es uns nicht gerade leicht diese Woche. Welches sind die 5 besten Kunstwerke lautet die Frage diese Woche. Damit ich darüber nicht bis nächsten Donnerstag nachgrüble, habe ich die Frage für mich persönlich mal auf die bildende Kunst eingeschränkt. Und selbst hier gelten die Antworten natürlich nur in genau dem Moment, in dem ich diese Antwort gebe.

 

  1. Diego Rivera – Traum eines Sonntagnachmittags im Alameda Park

https://es.wikipedia.org/wiki/Sue%C3%B1o_de_una_tarde_dominical_en_la_Alameda_Central

Ein Wandbild, das ich gern einmal selbst „erleben“ würde. Denn Abbildungen können dem 4,8 m x 15 m großen Mammutwerk nicht gerecht werden. Allerlei Persönlichkeiten aus der mexikanischen Geschichte, von Conquistadoren über Diktatoren bis zu Freiheitskämpfern begegnen sich hier im Park und lupfen höflich die Hüte. Aber auch Familienmitglieder und Künstlerkollegen (oder beides, wie im Falle seiner Ehefrau Frida Kahlo) lässt Rivera auf dem Bild in satten, leuchtenden Farben auftauchen. Doch inmitten von allem steht Nuestra Señora de la Santa Muerte, mit Quetzalcoatl, der gefiederten Schlange als Boa um den Hals, um uns daran zu erinnern, das, gerade in Mexiko, der Tod nie fern ist.

  1. Chauvet Höhle

https://de.wikipedia.org/wiki/Chauvet-H%C3%B6hle

Und hier noch ein paar ganz andere Wandmalereien: die frühesten Höhlenmalereien überhaupt. Bilder und Träume aus einer unvorstellbar weit entfernten Zeit. Und doch einer Zeit, als unsere Vorfahren das kreative Bedürfnis hatten etwas zu schaffen, das sie womöglich überdauern würde. Wer mehr darüber wissen will, dem sei ‚Die Höhle der vergessenen Träume‘ von Werner Herzog empfohlen.

  1. Hiroshige – Fuchsfeuer in der Neujahrsnacht

https://www.metmuseum.org/art/collection/search/55553

Mich fasziniert Kunst, die nicht dafür gedacht ist, im Hinterzimmer irgendeines überreichen Mäzens zu versauern, sondern die von Menschen gesehen werden soll. Der japanische Farbholzschnitt, der im späten 18. Jhdt. Aufkam war ein Beispiel dafür. Die Drucke waren günstig zu erwerben und so konnten sich auch Leute Kunst ins Haus holen, die sonst nie davon hätten träumen können. Ich mag fast das gesamte Werk von Hiroshige, habe mich hier aber für das wunderbar mysteriöse Fuchsfeuer-Werk entschieden.

  1. Alfons Mucha – Jahreszeiten

http://www.muchafoundation.org/gallery/browse-works/object/80

Und nochmal Kunst für jedermann. Alfons Mucha gilt als der Plakatkünstler des Jugendstils. Seine Plakate für die Schauspielerin Sarah Bernhardt galten als die meistgestohlenen in ganz Paris, was sie als große Ehre auffasste. Mucha hat Werbeplakate für alles, von Fahrrädern bis Seife angefertigt, aber auch Serien, wie die Jahreszeiten als wunderschöne Frauen, die ich hier gewählt habe, die als Drucke direkt verkauft wurden.

  1. Vincent Van Gogh – Sternennacht

https://de.wikipedia.org/wiki/Sternennacht

Irgendein Van Gogh musste auf die Liste. Ich habe mich für die Sternennacht von 1889 entschieden, die während Vincents Aufenthalt im Sanatorium entstanden ist. Manche sehen das Bild als apokalyptisch, ich sehe aber der wirbelnden Unruhe des Himmels ein stilles Dorf gegenüberstehen. Irgendwo ist da also auch Hoffnung.

 

Newslichter Ausgabe 26: unmögliche Missionen, ungewisse Holzpuppen und späte Avatare

Willkommen zum Newslichter. Auch diese Woche wird es wieder brandheißer als brandheiß! Neuigkeiten, so frisch, dass Ihr sie womöglich schon kennt, umhüllt von genau den besserwisserischen Kommentaren, die Euch auch morgen noch mit den Augen rollen lassen werden! Nur an der Selbstdarstellung muss wohl noch gearbeitet werden…

 

‚Mission Impossible‘ im Doppelpack

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18522976.html

Christopher McQuarrie, der zuletzt mit ‚Fallout‘ den erfolgreichsten Teil der Serie ablieferte und bereits zuvor mit ‚Rogue Nation‘ den dritterfolgreichsten, dreht nun Teil 7 und 8 der Reihe direkt im Doppelpack. Die Veröffentlichungen der Filme sind allerdings erst für 2021 und 22 angepeilt. Erstens um ‚Top Gun 2‘ nächstes Jahr keine Paramount-hauseigene Cruise-Konkurrenz zu machen und zweitens um einen Zeitpuffer aufgrund möglicher Verletzungen bei allerlei Stunts zu haben. McQuarrie wurden nach seinem Erfolg mit ‚Fallout‘ allerlei Regie-Angebote gemacht, sogar für die Bond-Fortsetzung war er im Gespräch, hatte aber auch die Möglichkeit ein ganz eigenes Franchise aufzuziehen, entschied sich letztlich aber Ethan Hunt treu zu bleiben. Wer meine Meinungen zu ‚Mision Impossible‘ wissen will, hat dazu derzeit im „Impossible-athon“ übrigens die Möglichkeit.

 

Kein neuer ‚Alien‘ Film zum Jubiläum

https://screenrant.com/alien-new-movie-not-happening-cancelled-fox/

Dieses Jahr wird der sympathische Xenomorph bereits vierzig Lenze alt. Doch eine große Chestburster-Party wird es nicht geben. Ein echter neuer Film ist nicht geplant. Allerdings eine neue Dokumentation über die Entstehung des Originals. Und Fox plant sechs Fanfilme zu enthüllen. Wenn die von Fox selbst gezeigt werden, sind das dann noch Fanfilme? Oder einfach Filme von Fans? Wie auch immer, der Grund warum das Jubiläum nicht größer begangen wird, dürfte in der anstehenden Übernahme durch Disney zu finden sein, vor der man bei Fox hier, ähnlich wie beim X-Men Franchise, keine allzu großen Entscheidungen mehr treffen möchte. Der Film erschien auf jeden Fall am 25. Oktober 1979 in den deutschen Kinos. Das wäre also ein gutes Datum, um Euer Frühstücksei grün zu streichen.

 

Pinocchio verliert (mal wieder) seinen Regisseur

https://screenrant.com/pinocchio-live-action-movie-director-paul-king/

Dass man bei Disney den hauseigenen Zeichentrick-Schatz derzeit neu mit mehr oder weniger realen Darstellern verfilmt ist nichts Neues. Auf der Liste der umzusetzenden Titel steht selbstverständlich auch Pinocchio. Allerdings gestaltet sich der mögliche neue Film um die Holzpuppe, die gerne ein richtiger Junge wäre schwieriger als gedacht. Zwar hätte man mit Tom Hanks als Gepetto bereits echte Starpower an Bord, doch ist bereits 2017 mit ‚Skyfall‘ Macher Sam Mendes der erste Regisseur abgesprungen. Und nun hat sich sein Nachfolger, ‚Paddington‘ Regisseur Paul King aus dem Projekt verabschiedet. Dazu wird sich der Film einiger Konkurrenz stellen müssen. Guillermo del Torro arbeitet an einer düsteren Stop-Motion Variante des Stoffes für Netflix und Warner Bros. hat ebenfalls eine eigene Version in der Pipeline. Dennoch, Disneys Katalog ist tief genug, um von Schwierigkeiten bei einem Projekt nicht aus der Bahn geworfen zu werden. Ich wäre ja für ein Remake von ‚Taran und der Zauberkessel‘, aber auf mich hört ja wieder keiner.

 

Avatar 2- 5

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18522916.html

Manchmal erinnern mich die Filmnews daran, dass James Cameron 4 Fortsetzungen zu seinem Film ‚Avatar‘ von 2009 plant. Das sind ehrlich gesagt auch die einzigen Momente, in denen ich mich an die Existenz des Films ‚Avatar‘ erinnere. Auf dem Papier machen Fortsetzungen zu dem Film, der mit seinen fast 2,8 Milliarden Einspielergebnis nachwievor der erfolgreichste aller Zeiten ist, natürlich allen Sinn. Aber ist der Film wirklich noch kulturell bedeutsam? Haben die meisten Leute nicht im Angesicht der beeindruckenden 3D Effekte „ah“ und „oh“ gesagt und ihn dann relativ schnell vergessen? Oder geht das nur mir so? Andererseits hat letztes Jahr auch ‚Die Unglaublichen‘ eine arg späte Fortsetzung bekommen, die ein voller Erfolg wurde. Also gilt mal wieder: was weiß ich schon! Allerdings war man auch bei Fox so vorsichtig Cameron erst einmal nur zwei Fortsetzungen drehen zu lassen. Die erste kommt vermutlich Ende 2020 ins Kino. Deren Erfolg entscheidet dann wohl über die Teile 4 und 5.

 

Impossible-athon 1: ‚Mission: Impossible‘ (1996) + ‚Mission: Impossible 2‘ (2000)

Die Mission für die restlichen Montage im Januar, solltet Ihr sie akzeptieren, lautet „Impossible-athon“. Bevor ich mit ‚Fallout‘ den überschwänglich gelobten, sechsten Teil der Reihe schaue, wollte ich mir noch einmal alle bisherigen Filme ins Gedächtnis rufen, die ich zum größten Teil seit ihrem Erscheinen nicht mehr gesehen habe. Heute werde ich meine Meinung zu den ersten beiden Filmen beschreiben, nächsten Montag dann Teil 3 bis ‚Rogue Nation‘, bevor ‚Fallout‘ in der Woche darauf einen eigenen Artikel bekommt. Aufgrund der Kürze der einzelnen Besprechungen werde ich hier ausnahmsweise mit numerischen Wertungen arbeiten, denn die Filme einer Serie kann man schon direkt untereinander vergleichen. Ich war wirklich gespannt, wie sich die Reihe, die inzwischen beinahe synonym mit Hauptdarsteller und Produzent Tom Cruise ist, sich aus heutiger Sicht schlägt. Diese Nachricht wird sich nicht in 5 Sekunden selbst zerstören, es besteht also kein Grund zu übermäßiger Hektik.

‚Mission: Impossible‘ (1996)

Der Film wirkt mit seinen Videokassetten, Floppydisks und Münztelefonen inzwischen ähnlich wie aus einer anderen Zeit, wie die originale 60er Jahre Serie selbst. Das soll aber keineswegs heißen, der Film sei schlecht, ganz im Gegenteil. Verglichen mit der folgenden Reihe ist es sicher mehr ein Brian De Palma Film, als ein ‚Mission: Impossible‘ Franchise-Element aber auch das ist nichts Schlechtes. Denn De Palma ist in Höchstform bei diesem Film.

Nachdem sein gesamtes Team bei einem Routine-Einsatz in Prag ums Leben kommt und er selbst verdächtigt wird ein Verräter zu sein, zeigt nicht nur Cruise seinen Ethan Hunt verletzlich wie nie, auch De Palma zeigt mit seinen schrägen Kameraperspektiven, den „Dutch Angles“, einen Mann, dessen Leben völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist. Den Rest des Films verbringt Hunt damit zu versuchen seine Loyalität zu beweisen. Dafür muss er mit der Waffenschieberin Max (Vanessa Redgrave) zusammenarbeiten und gar ins Hauptgebäude des CIA einbrechen, um eine Agentenliste zu stehlen. Wenn ihm dann, im letzten Drittel des Films, jemand erzählt, wer der Maulwurf sei, während der Film uns zeigt wie es wirklich war, dann gelingt es De Palma sogar Suspense im besten hitchcockschen Sinne zu schaffen. Den zentralen, damals vielzitierten und noch öfter parodierten Stunt, das Abseilen zum CIA Server, inszeniert De Palma dabei nicht etwa als krachenden Höhepunkt, sondern stattdessen in beinahe vollständiger Ruhe, was exakt das Element ist, das ihn unvergesslich macht.

Am Anfang führt der Film sehr geschickt das Team um Ethan Hunt ein, darunter John Voigt als gealterte Version der Serienhauptfigur Jim Phelps ein. Schnell hat man Sympathien für die Charaktere entwickelt, um so mehr schockiert es, wenn De Palma sie bereits nach einigen Minuten ziemlich brutal ins Jenseits befördert. Die neue Crew, die Hunt um sich sammelt ist aber ähnlich charismatisch, allen voran mein heimlicher Favorit der Serie Ving Rhames als Hacker Luther Stickell, der übrigens der einzige neben Cruise ist, der in allen Teilen auftaucht (glaube ich zumindest).

Was man jedoch erst aus der Rückschau sagen kann, ist wie sehr sich der Film wie ein Übergang anfühlt. Der wunderschön gefilmte Anfang in Prag mit seinen nebligen Gassen und Brücken und den Agenten in Trenchcoats könnte genauso gut in den 50ern oder 60ern spielen, es ist die „gute alte Zeit“ des Agentenfilms. Die dann abrupt erschossen, erstochen und in die Luft gejagt wird. Und am Ende des Films jagt Hunt den Schurken über einen Hochgeschwindigkeitszug, verfolgt von einem Helikopter. Eine ansehnliche (und nur durch Mitt-90er Computereffekte leicht getrübte) Vorschau auf das was in den folgenden Filmen noch kommen wird. Und genau dazwischen, beim Abseilen zum Server, zittert ein Schweißtropfen am äußersten Rand von Hunts Brille, direkt über dem berührungssensitiven Boden. Ein Moment der mit traumwandlerischer Sicherheit den sehr schmalen Grat zwischen Hochspannung und Albernheit beschreitet. Ein Balanceakt, den die Reihe noch häufiger vollführen wird.

Fazit: Ein toller Agentenfilm, der beweist, dass es kein „Weltende“-Szenario für Hochspannung braucht und ein Brian De Palma in Höchstform.

8,5 von 10 Noc-Listen

 

‚Mission: Impossible 2‘ (2000)

Dieser Film hat mir vor dem Wiederansehen Sorgen bereitet. Damals im Kino habe ich ihn gehasst und war mehrfach kurz davor zu gehen. Seitdem hatte ich ihn nicht wiedergesehen. Diese Meinung kann ich aus heutiger Sicht nicht mehr ganz nachvollziehen. Es ist kein toller Film, aber zum „hassen“ habe ich hier nicht viel gefunden. Wenn der erste Film ganz klar die Fingerabdrücke De Palmas aufwies, ist das hier eindeutig ein John Woo Film. Leider einer aus der schwächsten Phase seiner Karriere, seinem Ausflug nach Hollywood (Woos bester westlicher Film ist ‚Hard Targets‘, so jetzt isses raus).

Während sich bei De Palma alle Action aus der Handlung ergab, nutzt Woo einen gänzlich anderen Ansatz: er charakterisiert via Action. Es mag für die wilde Verfolgungsjagd zwischen Hunt und der Diebin Nyah Nordoff-Hall (Thandie Newton) zu Flamencomusik einen Berg hinauf zwar keinen guten Grund geben, aber sie verrät uns alles, was wir über die Beziehung der Charaktere wissen müssen, bis hin zum Ende, das sie beinahe in den Abgrund wirbelt. Das führt mich aber auch direkt zu einem Problem des Films: Cruise spielt seinen Ethan Hunt überzeugend wie immer. Wo er im letzten Film noch alles getan hat, um der IMF seine Loyalität zu beweisen, scheint er sich in diesem Film zu fragen, ob die Organisation diese wert ist. Verantwortlich dafür ist Nyah, die Newton durchaus pointiert spielt und die nicht nur ein „Bondgirl“ ist, sondern ein selbstständiger für die Handlung wesentlicher Charakter. Nur verspüre ich keinerlei Chemie zwischen beiden. Es soll Hunt beinahe zerstören, wenn er Nyah dem Bösewicht des Film, eine Ex-Beziehung von ihr, als reuig zurückkehrende Freundin zuspielen muss, um ihn auszuspionieren (ja, ‚M:I 2‘ ist quasi ein Remake von Hitchcocks ‚Notorious‘ mit mehr Zeitlupen und Explosionen). Aber das kaufe ich ihm einfach nicht ab. Ein noch größeres Problem ist der Bösewicht selbst. Sean Ambrose (Dougray Scott) ist ein Ex-Kollege von Hunt der ein tödliches Virus gestohlen hat. Ohne Herrn Scott zu nahe treten zu wollen, Ambrose hat das Charisma eines Streifens Raufasertapete. Ein Schurke so öde, dass er sogar kurz vor Ende noch die Action stoppt, für ein Gespräch über Aktienoptionen! Seine Handlanger, „der mit dem Fingernagel“ und „der Andere“ sind ähnlich interessant.

Aber beinahe all das ist vergessen, wenn im letzten Drittel die Action ordentlich anzieht und selbst Rhames‘ modebewusster Computerexperte Stickell mit einem Granatwerfer um sich schießen darf („Oh, I’m MAD now!“). Das ist zwar alles wahnsinnig albern und übertrieben (und ich glaube Hunt beherrscht nie wieder so gut Kung Fu wie hier), hat alle Woo-typischen Elemente, von Zeitlupen zu gigantischen Explosionen und selbstverständlich Tauben, aber was soll ich sagen? Es hat mir ein großes, doofes Grinsen ins Gesicht gezaubert und das ist doch durchaus was wert.

Fazit: Eine ziemliche 180° Wende zum weitgehend bodenständigen ersten Film. Ein typischer Vertreter von Woos Hollywood-Zeit. Man sieht alle Elemente, die seine Hong Kong-Bullet-Ballads funktionieren lassen, aber irgendwie läuft es nicht rund mit den Elementen des Hollywood-Actioners.

5 von 10 Aktienoptionen

PS: wow, Anthony Hopkins hatte erkennbar keinerlei Bock auf diesen Film

PPS: Dougray Scott sollte Wolverine in ‚X-Men‘ spielen, aber die Dreharbeiten zu ‚M:I 2‘ verzögerten sich und so bekam Hugh Jackman die Rolle. Upgrade!

Wir sehen uns nächste Woche, wenn Ethan Hunt heiratet!

Film & Verbot Teil 1: Der Bushranger und der längste Film der Welt – ‚The Story of the Kelly Gang‘

Hallo zusammen. Dies könnte der erste Teil einer neuen (sehr losen) Reihe über Filme, die aus dem einen oder anderen Grund verboten wurden, werden. Dabei muss der Film oder das Verbot natürlich ein wenig über das Alltägliche hinausgehen. Und auf den heutigen Film trifft beides zu. Es war der erste Spielfilm mit einer Länge von über einer Stunde, wurde in Teilen seiner Heimat verboten, inspirierte zu Gesetzen, die ein Genre abtöteten, noch bevor es wirklich entstehen konnte und war zumindest Teil der Begründung für Jahrzehnte drakonischer Vorgaben, was den Inhalt von Filmen angeht. Wir sprechen heute über den australischen Film ‚The Story of the Kelly Gang‘ von 1906. Weiterlesen

Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten Neujahrsmomente

Nachdem sich Gorana leider entschieden hat mit dem Bloggen aufzuhören, endete vor zwei Wochen eine Ära der 5 Besten am Donnerstag mit Folge 116. Das bedeutet aber nicht, dass die 5 Besten zu Ende sind. Denn Gina von Passion of Arts hat sich bereiterklärt die Tradition aufrecht zu halten. Dafür herzlichen Dank! Heute fragt sie uns nach den 5 besten Momenten dieses Neujahrs. Einleitend muss ich sagen: ich war da krank. Deswegen ist Platz 5 ein wenig gnatzig. Sorry dafür.

  1. Wind und Regen ab 1 Uhr nachts

Normalerweise bin ich ja niemand der anderen ihren Spaß verderben will. Aber in der Neujahrsnacht bekam ich Fieber und Schüttelfrost und wollte einfach nur schlafen. Da kam mir ein schnelles Ende des Geböllers ehrlich gesagt sehr entgegen.

  1. Vollständig ungebrochene gute Vorsätze

Tja, noch ist keiner der guten Vorsätze gebrochen. Wie lange kann dieser Zustand halten? Wer weiß, das werden die nächsten Monate zeigen müssen. Aber im Moment fühlt es sich gut an.

  1. Frohe Neujahrswünsche mit der Familie

Das ging auch noch etwas heiser. Und ein frohes neues Jahr voller ungeahnter Möglichkeiten ist doch immer ein guter Moment.

  1. Der erste Film des Jahres

Bei mir war das der erste ‚Mission Impossible‘ Film von 1996, der tatsächlich noch besser war als ich ihn in Erinnerung hatte. Doch dazu an dieser Stelle demnächst mehr.

  1. Remote Bierbrauen

Kurz nach Neujahr war ich mit Freunden zum Bierbrauen verabredet. Wie schon mehrfach erwähnt war ich aber krank. Dank Skype und Webcam konnte ich aber dennoch bei den entscheidenden Momenten (dem Zusammenbringen von Würze und Hefe) zusehen und die desinfizierende Wirkung hochprozentigen Wodkas kommentieren. Richtiges Desinfektionsmittel wäre vermutlich besser gewesen, aber so bekommt das Bier immerhin Charakter!