‚Thelma‘ (2017)

Manchmal sind die Gefühle, die ein Film auslöst recht schwer in Worte zu fassen. Für die meisten Leute ist das kein großes Problem, wenn man sich aber in den Kopf gesetzt hat, über den Film zu schreiben, dann wird es kompliziert. Zum Glück habe ich das leise Gefühl, dass es bei dem Film ‚Thelma‘ des Norwegers Joachim Trier nicht nur mir so geht. Das Cover des Films zitiert eine Vice-Rezension, die den Film als „‚Blau ist eine warme Farbe‘ trifft ‚Carrie‘“ beschreibt. Genauso treffend (nämlich nicht besonders) könnte ich den Film als „‚Requiem‘ trifft ‚X-Men‘“ beschreiben. Aber okay, statt über spekulative Treffen, lasst uns lieber über den Film selbst sprechen.

Thelma (Eili Harboe) verlässt ihre streng christliche Familie auf dem norwegischen Land, um in Oslo zu studieren. Sie tut sich anfangs recht schwer damit Freunde zu finden und beginnt an epileptischen Anfällen zu leiden, die sie vor ihren Eltern geheim hält. Sie verliebt sich in ihre Kommilitonin Anja (Kaya Wilkins), die ihre Gefühle auch erwidert. Allerdings erzeugt diese Liebe tiefe Schuldgefühle in der zutiefst konservativ-christlich aufgewachsenen Thelma, die sich bald wünscht sie wäre nicht in Anja verliebt. Damit verbunden entsteht in ihr bald der Verdacht, dass ihre „Anfälle“ mit mysteriösen, übersinnlichen Fähigkeiten einhergehen. Fähigkeiten, die für Menschen, die ihr nahestehen gefährlich sein könnten. Womöglich finden sich Antworten auf dieses Mysterium in Thelmas verdrängten Kindheitserinnerungen.

Immerhin, mein Vergleich zu Hans-Christian Schmids ‚Requiem‘ sollte mit dieser Zusammenfassung nachvollziehbar werden. Tatsächlich steckt einige Verwandtschaft zu dem in diesem Film. Doch während Schmids Film ein vollkommen bodenständiger war (was mit Blick auf seine Anlehnung an eine reale Tragödie auch der einzig richtige Weg war), liegt Triers Kunst gerade darin, dass er zwischen dem Realen und dem Mysteriösen äußerst elegant hin- und herzuwechseln weiß. Und damit meine ich nicht nur, dass wir länger im Unklaren bleiben, ob Thelmas epileptische Anfälle tatsächlich nur das sind, oder etwas Übernatürliches dahintersteckt. Ein recht deutlicher Fingerzeig auf ‚Der Exorzist‘. Auch scheint hinter dem Plattenbau des Osloer Studentenwohnheims direkt ein undurchdringlicher Wald zu beginnen, was ihm die märchenhafte Verlorenheit der Schule in Julia Ducournaus ‚Raw‘ oder der Hochhaussiedlung in ‚So finster die Nacht‘ gibt.

Hier soll die Nennung aller möglichen anderen Titel gar nicht den Eindruck erwecken, Triers Film sei eine Zitatesammlung, ein reiner Epigone. Denn das stimmt nämlich überhaupt nicht. Mit derselben Eleganz mit der Trier zwischen  Realismus und Fantastik wechselt, schaltet er auch zwischen Genres um. Coming-of-age/Selbstfindungsfilm, Mysterythriller, whydunnit (kein Vertipper, sondern ein Genre, das ich mir gerade ausgedacht habe) und eben ganz leichte Verweise in Richtung bekannter Superhelden-Thematik, was Thelmas nicht klar definierte Fähigkeiten angeht. Was er allerdings wirklich hervorragend macht, ist in mir als Zuschauer ein geradezu dauerhaftes Gefühl des Unbehagens zu erwecken. Der Film eröffnet mit einer äußerst kaltblütigen Szene, die ich hier gar nicht beschreiben möchte. Wenn Trier dann jedoch folgende Szenen zwischen Thelma und ihren Eltern warm und liebevoll (wenn auch etwas kontrollierend von Seiten der Eltern) inszeniert, als wäre nichts passiert, dann zieht wenigstens mir das den Teppich unter den Füßen weg und ich wusste lange nicht, was ich von gewissen Szenen zu halten habe.

Dasselbe tut er bei der anderen wichtigen Beziehung Thelmas, der zu Anja. Die inszeniert er intim und schön (wenn auch Thelmas christliche Schuldgefühle eine wirkliche Beziehung verghindern), allerdings baut al dies auf einer recht verstörenden Szene im Park vor Thelmas Studentenwohnheim auf, die auch alle Szenen hier mit einem großen Fragezeichen versieht.

Wer aufgrund eingehender Vergleiche hier allerdings einen Gruselschocker mit Schweineblut, Telekinese und spontan in Flammen ausbrechenden Menschen erwartet wird enttäuscht werden (jedenfalls in zwei von drei der genannten Fälle). ‚Thelma‘ ist was man wohl einen „slow burn“ nennen würde. Einen langsam und methodisch erzählten Film, der vor allem von seinen Charakteren lebt. Diese Charaktere sind allerdings sehr stark geschrieben, und die oben beschriebene Inszenierung hält die Aufmerksamkeit die gesamte Laufzeit über gefangen. Und der Film stellt sicher, dass er diese Aufmerksamkeit auch verdient.

Doch die vielleicht größte Stärke des Films könnte Hautdarstellerin Eili Harboe sein. Sie schafft es ihre Thelma einerseits zu einer Getriebenen der Ereignisse zu machen. Ihre Verlorenheit, ihre Einsamkeit, ihre Schwierigkeiten sich zurecht zu finden, die ihr ihr eigenes Elternhaus mit auf den Weg gegeben hat. Aber sie ist auch zugleich, wenn auch zunächst unbewusst, die absolute Triebkraft hinter allen Ereignissen des Films. Wie der Film mühelos Brücken zwischen Genres baut, vereint Harboe ein ganzes Spektrum an Qualitäten in ihrem Charakter. Demgegenüber steht Kaya Wilkins Anja, die über lange Zeit des Films als diejenige Person erscheint, die ihr Leben und ihre mögliche Beziehung zu Thelma weit besser unter Kontrolle hat, letztlich aber zur beinahe tragischen Figur wird.

‚Thelma‘ ist ein absolut stilsicherer, effektiver Thriller. Er ist ein Selbstfindungsfilm wie Selbstfindung an sich: langsam, oft schmerzhaft und verwirrend. Er ist, wenn man denn so will, ein ganz eigener, sehr norwegischer, Blick auf die Idee der Superheldin. Was er jedoch nicht ist, was die zahlreichen Vergleiche zu anderen Filmen aber vielleicht annehmen lassen könnten ist ein Horrorfilm. Trotz, oder vielleicht sogar wegen der Schwierigkeit den Film adäquat zu beschreiben, würde ich ihn jedoch unbedingt empfehlen. Gerade wenn man mit einem Film wie ‚So finster die Nacht‘ etwas anfangen konnte, wird man hier vermutlich ebenfalls glücklich werden.

Mit wirklichen Horrorfilmen geht es nächste Woche los, wenn der Oktober ausbricht! UUUUUhuuuuhhhh!!!

Top 10 Filme von damals 1990 Platz 5 bis 1

Und weiter geht es mit der oberen Hälfte der deutschen Kinocharts von 1990. Einleitende Worte und die untere Hälfte findet Ihr im ersten Teil.

5. ‚Der Rosenkrieg‘

Hollywood in den 80ern (und durch einen guten Teil der 90er) war der Kernfamilie verhaftet. Mutter, Vater, Tochter, Sohn und Katze/Hund. So war die Familie von der Sitcom bis zum Blockbuster aufgestellt. Als in den 80ern „Scheidung“ ein Thema wurde, über das man laut in der Öffentlichkeit sprechen konnte, ohne gesellschaftlichen Ausschluss fürchten zu müssen, war das für Hollywood lange ein schwieriges Thema. Scheidung war im Film allzu oft ein moralisches Versagen, meist aus der Sicht von Kindern geschildert, für die es, natürlich, den absoluten Alptraum darstellte. Kurz, es war ein Thema, das man höchstens mit ausgestreckten Fingerspitzen anrührte. Und dann kam Danny DeVito mit einer seiner seltenen Regie-Arbeiten und blutgrätschte mittenrein. Sein Rosenkrieg zwischen Kathleen Turners und Michael Douglas‘ Charakteren ist derart überzogen, derart schwarzhumorig augenzwinkernd, dass DeVito sich gar selbst als Scheidungsanwalt besetzt, der seine Mandanten mit eben dieser Geschichte von der Scheidung abhalten will. Gerade in Deutschland war der Film derart einflussreich, dass sein Titel, der sich auf die Kriege zwischen den britischen Adelshäusern York und Lancaster (beide mit Rosen im Wappen) bezieht, hier zum geflügelten Wort für eine hässliche Scheidung wurde. Das sorgte zwar nicht dafür, dass Hollywood mit dem Thema besser umgehen lernte, es sorgt aber wenigstens bei mir dafür, dass ich mir mehr Regiearbeiten von DeVito gewünscht hätte.

4. ‚Arielle – Die Meerjungfrau‘

Der letztlich recht bescheidene vierte Platz in den deutschen Charts lässt es kaum ahnen (wir haben in früheren Jahren gesehen, dass Disney selbst mit Wiederaufführungen hier Platz 1 erreicht), doch ‚Arielle‘ ist die Wende für Disneys dunkelste Jahre. Man besinnt sich auf alte Werte, ein disneyfiziertes Märchen (und wenn man das finstere Andersen-Original kennt ist das hier ordentlich disneyfiziert), eine Prinzessin im Mittelpunkt und vor allem die Rückkehr zum klassischen Musical-Stil. Der letzte Punkt geht auf Komponist/Produzent Howard Ashman zurück. Sieben Songs komponierte er gemeinsam mit Alan Menken. Letzterer war danach an allen großen Disney-Zeichentrick-Erfolgen der 90er beteiligt. Ashman machte zwei Tage nachdem er den Oscar für „Under The Sea“/“Unten im Meer“ als bestem Song erhielt öffentlich, dass er an AIDS erkrankt sei. Er starb 1991. Neben den gelungenen Rückgriffen auf Bewährtes gab es aber auch einen ordentlichen Schritt in die Moderne, insoweit digitale Fotografie und vor allem digitale Kolorierung Einzug in den Produktionsprozess hielten. Auch wurden Kleinarbeiten, etwa aufsteigende Luftblasen (und davon gibt’s viele), an ein chinesisches Studio ausgelagert. Tatsächlich waren die Produktionskosten letztendlich so hoch, dass ein erneuter Fehlschlag möglicherweise endgültig die Lichter bei Disney hätte ausgehen lassen. Ich brauche wohl niemandem zu erzählen, dass es anders kam. Mist, jetzt hab ich gar nichts zum Film gesagt: ich mag ihn, finde jedoch, dass er sowohl von klassischem Disney und einigen späteren 90er-Arbeiten übertroffen wird. ‚Arielle‘ ist jedoch exakt die benötigte Brücke zwischen dem klassischen Disney und dem der 90er. Insofern ein wichtiger Film.

3. ‚Werner – Beinhart!‘

Kann man sich ein besseres Anti-Disney-Programm für den nächst höheren Platz ausdenken als Werner? Vermutlich nicht. Seit den späten 70ern veröffentlichte Rötger „Brösel“ Feldmann Comics rund um Werner. Eine autobiografisch gefärbte Figur, die wie Brösel oft Ärger mit TÜV und Polizei wegen unerlaubter Schrauberei am Motorrad hat und wie Brösels Bruder Andi, eine Lehre in „Gas – Wasser – Scheiße“ absolviert. Im Film nun taucht in Realfilmsequenzen Brösel selbst auf, der für Produzent Geldhai einen Trickfilm produzieren muss. Dafür sehen wir zwischendurch immer wieder Zeichentricksequenzen um Werner, seinen entspannten Arbeitskollegen Eckat und ihren Chef, Herrn Röhrich. Die Trickfilmsequenzen sind dabei technisch absolut sauber gemacht. Elegante Animation und gelungene Hintergründe. Diese werden genutzt um Fäkalhumor und andere meist reichlich primitive Witze zu inszenieren. Das und die Tatsache, dass Klaus Büchner (Werner), Andi Felmann (Röhrich) und Kulle Westphal (Eckat) allesamt so sabbeln wie ihnen die norddeutsche Schnauze gewachsen ist und von professionellen Sprechern weit entfernt sind, macht genau den anarchischen Charme dieser Sequenzen aus. Nach diesem Film hat mich Werner schnell verloren, doch ich kann nicht anders als die Zeichentricksequenzen dieses Films fast großartig zu finden. Leider hat der Film mit den mäßigen Realfilmsequenzen einen ordentlichen Klotz am Bein, bei dem man nur fragen kann „Tut das Not?“. Was mich natürlich dazu bringt, dass man über Jahre Werner-Sprüche auf dem Schulhof hören konnte. Aber genuch davon, ich geh jetz ma im Keller gucken, ob die Russen da sind und wenn nich, denn kümmer ich mich umme Leckage am Heizkörper!

2. ‚Kuck mal, wer da spricht!‘

Amy Heckerlings Film war ein Überraschungserfolg. John Travolta gibt einen Taxifahrer (und späterer Babysitter), der die alleinerziehende Mutter Mollie, gespielt von Kirstie Alley ins Krankenhaus fährt, wo sie Baby Mikey zur Welt bringt. Mikey spricht in Gedanken mit der Stimme von Bruce Willis und kommentiert die Welt und das Verhalten der Erwachsenen. Im Deutschen wurde er von Thomas Gottschalk synchronisiert. Eine Tatsache, die dem Film hier vermutlich zusätzlichen Auftrieb verlieh. Thomas Gottschalk war beliebt und einen Film konnte er nicht um zwei Stunden überziehen. Es ist merkwürdig, aber ich kann nichts Sinnvolles zu dem Film sagen. Der lief damals im Fernsehen rauf und runter und war gefühlt jede Woche irgendwo zu sehen. Das hat ihn, wenigstens für mich, irgendwie zu Hintergrundgeräusch gemacht, das ich kaum sinnig kommentieren kann. Auch hab ich ihn seit über 20 Jahren nicht gesehen. Ganz schlecht wird er schon nicht gewesen sein!

1. ‚Pretty Woman‘

Zwei Schauspielerinnen waren in den 90ern die Königinnen Hollywoods. Sandra Bullock und Julia Roberts. Und während Bullock ein paar Jahre Anlauf brauchte, war Roberts pünktlich zum neuen Jahrzehnt zur Stelle. Nicht zuletzt, weil Sandra Bullock die Rolle ablehnte. „Die Rolle“ ist die von Sexarbeiterin Vivian, die Richard Geres Unternehmensplünderer Edward für ein Wochenende als Begleiterin anheuert. Dazu muss sie natürlich lernen, in der hohen Gesellschaft umzugehen und währenddessen kommen sich beide auch romantisch näher. Auch den Film habe ich ewig nicht gesehen. Und das Setup lässt fürchten, dass da einiges drin ist, was mit heutigen Augen „problematisch mit großem P“ sein könnte. Ich habe den Film jedoch als sehr charmant in Erinnerung, vor allem die Chemie zwischen Roberts und Gere.

Und da haben wir die Top Ten. Mit ‚Werner‘ und ‚Die Unendliche Geschichte II‘ sind zwei deutsche Produktionen vertreten, der Rest stammt aus den USA. Werner war allerdings der Film mit der stärksten Startwoche. Mit ‚Die Unendliche Geschichte II‘ und ‚Gremlins 2‘ sind zwei Fortsetzungen vertreten, der Rest sind originelle Ideen. Tatsächlich haben es eine ganze Reihe Fortsetzungen, ‚Ghostbusters II‘, Zurück in die Zukunft III‘ und ‚Stirb Langsam 2‘ nicht in die Top Ten geschafft. Überraschend war für mich die ‚Turtles‘ nur auf Platz 24 zu sehen. Ich hätte gedacht, die waren hier beliebter. Warren Beattys seltsamer Comicfilm ‚Dick Tracy‘ landet gar auf der 40 und Sam Raimis wunderbar irrsinniger ‚Darkman‘ auf Platz 89. Immerhin noch weit vor ‚Tremors‘ auf Platz 97. Deutschland war definitiv nicht „Land der Raketenwürmer“. Insgesamt eine überraschend und originelle Top Ten. Ich bin mir sicher, ich hätte sie falsch zusammengesetzt, wenn man mir eine Liste der Filme des Jahres gegeben hätte.


1991 wird das Jahr von Kevin. Egal, ob er allein zu Haus ist, oder Costner heißt. Ansonsten verhalten sich junge Wiederkäuer ruhig, Pappa steht vor der Tür und eine Maschine rechnet ab. All das und mehr! Bei den nächsten Top 10 von damals.

Newslichter Ausgabe 156: Wettlauf, Verspätung und Studiowechsel

Willkommen bei Ausgabe 156 des Newslichters. Hm, ich versteh es ehrlich gesagt selbst nicht so ganz. Mal schreibt sich die Einleitung quasi von selbst, dann wieder sind diese paar Zeilen, die vermutlich eh nur überflogen werden, wieder schwieriger als der ganze Rest. Heute ist einer dieser letzteren Tage, wie man vermutlich zwischen diesen subtilen Worten herauslesen kann. Aber, hey, ein paar Zeilen habe ich ja schon geschunden, prima. Und sonst so? Das Wetter, was? Und ab nächste Woche kein Wahlkampf mehr. Ist auch schön. Okay, Ihr habt Recht, legen wir einfach los!

Wettlauf ins All

Man kennt es noch aus Zeiten des Kalten Krieges, als sich Sowjetunion und USA einen Wettlauf ins All geliefert haben. Hier hatten die Sowjets lange die Nase vorn mit dem ersten Satelliten, Yuri Gagarin, dem ersten Menschen im All und den Lunochods auf dem Mond. Doch dann erwischten die USA den Prestige-trächtigsten Sieg mit den ersten Menschen auf dem Mond. Für das Filmen im Weltall gaben sich Russland und USA zuletzt nun aber, wenigstens scheinbar, friedlich und einträchtig. Tom Cruise wollte den ersten Film im Weltall drehen. Dorthin bringen sollte ihn Technologie von Elon Musk. Gedreht würde auf der ISS. Die russische Weltraumbehörde gab daraufhin schnell bekannt, dass man parallel mit den Amerikanern ebenfalls auf der ISS drehen würde. Stattfinden sollten diese parallelen Arbeiten letzten Oktober. Dem hat Covid natürlich einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und nun stand doch plötzlich wieder ein Wettlauf ins Haus. Ein Wettlauf, den Russland zu gewinnen scheint. Denn während Cruise noch für ‚Mission: Impossible 7‘ vor der Kamera steht, hat man in Russland Darstellerin (und dort definitiv ein Star) Yuliya Peresild im Crashkurs zur Kosmonautin ausgebildet und für die Regie steht der in Russland äußerst erfolgreiche Klim Shipenko (‚Der Knecht‘) bereit. Wann genau die Dreharbeiten beginnen sollen ist bislang unklar. Wohl aber, dass der Film ‚The Challenge“, also „Die Herausforderung“ heißen wird. Ein Schelm, wer meta dabei denkt. Wie werden Cruise und Musk, zwei Persönlichkeiten, die sicher wunderbar damit umgehen können nicht die ersten zu sein, das aufnehmen? Werden wir Raketen um die Wette Richtung ISS fliegen sehen? Das könnte interessanter als potentielle Filme werden…

 Nolan dreht für Universal

Letzte Woche deutete es sich an, jetzt ist es klar: Christoper Nolan und Warner sind geschiedene Leute. Also ein Leut und ein internationales Medienunternehmen. Grund für die Trennung dürfte Warners Strategie der gleichzeitigen Veröffentlichung in Kino und Stream sein. Denn Nolans Mindestforderungen für seinen Oppenheimer-Film umfassten angeblich nicht nur mindestens 100 Millionen Dollar Budget und 20% Gewinnbeteiligungen am „first gross“ für Nolan, sondern eben auch mindestens 100 Tage Kinofenster. Für einen potentiellen Folgefilm dann mehr von allem. Zu diesen Bedingungen (oder noch höheren, um Mitbieter auszustechen) hat Universal eingeschlagen. Hier dürfte man sehr glücklich sein, einen weiteren, sicheren Blockbusterkandidaten neben der ‚Fast & Furious‘ Reihe im Portfolio zu haben. Vor allem einen Kandidaten, der Teile der Zuschauerschaft erreicht, die der Vin Diesel-Reihe eher fernbleiben. So viel also zu meinem, in der ‚Tenet‘ Besprechung geäußerten Wunsch, Nolan möge mal wieder einen kleineren Film drehen. Bleibt die Frage, ob Realismusfanatiker Nolan für einen Film über Oppenheimer eine Atombombe zünden wird. Ich hoffe natürlich nicht, aber ich habe gerade eine News über Filme im Weltall geschrieben, also wer weiß? Ich jedenfalls nicht.

‚Furiosa‘ fährt später los

George Millers ‚Mad Max: Fury Road‘ Prequel ‚Furiosa‘ wird sich auf 2024 verschieben. Eine Begründung gibt es von Seiten Warners dafür bislang nicht, es dürfte aber an Corona-bedingten Verzögerungen liegen. So wird Millers aktueller Film ‚Three Thousand Years Of Longing‘ auch erst nächstes Jahr (wenn nicht später) in die Kinos kommen. Für das Prequel übernimmt Anya Taylor-Joy die Rolle von Charlize Theron. Miller wird bei Drehbeginn hoch in den 70ern sein, für einen vermutlich äußerst fordernden Dreh. Allerdings bin ich der Letzte, der noch an Miller zweifeln würde. Nicht nachdem er dreißig Jahre nach der Donnerkuppel mit einem weiteren Mad Max zurückkehrte. Und dann noch mit einem derart, Verzeihung, furiosen. 

Wir allerdings sehen uns pünktlich, nächste Woche!

‚Tenet‘ (2020)

2020 war ein an Kinoblockbustern eher armes Jahr. Aus offensichtlichen Gründen. Eine Ausnahme war Christopher Nolans ‚Tenet‘. Der verweigerte sich sogar erfolgreich Warners gleichzeitiger Veröffentlichungspolitik in Kino und Stream. Dabei wäre ‚Tenet‘ geradezu prädestiniert für eine doppelte Veröffentlichung: im Kino vorwärts, im Stream rückwärts. Denn, der palindromische Titel lässt es bereits ahnen, Nolan treibt seine Faszination mit der filmischen Darstellung des Ablaufs von Zeit hier auf den absoluten Höhepunkt. Mit einiger visueller Wucht.

Ein CIA Agent (John David Washington), der Protagonist, versucht während einer Geiselnahme in der Kiewer Oper einen Informanten zu extrahieren. Dies schlägt fehl und endet damit, dass der Agent eine vermeintliche Selbstmordkapsel schluckt. Doch sein angeblicher „Tod“ dient nur dazu ihn der Geheimorganisation Tenet zuzuweisen. Diese beschäftigt sich mit temporalen Anomalitäten. In der Zukunft ist es gelungen die Entropie von Gegenständen umzukehren und sie so in der Zeit zurückzuschicken. Hierbei handelt es sich vor allem um Waffen und Munition, die der russische Oligarch Sator (Kenneth Branagh) verkauft. Mit der Hilfe von Agent Neil (Robert Pattinson) schleicht sich der Protagonist über Sators Ehefrau Kat (Elizabeth Debicki) in das Umfeld des Waffenhändlers ein, wo schnell klar wird, dass Sator und die Menschen der Zukunft weitaus bedrohlicheres Planen, als ein paar Waffen zu schmuggeln.

Wenn man diese vorsichtige Zusammenfassung liest, ist ein Gedanke vielleicht unausweichlich: das ist Nolans James Bond. Und nicht ganz zufällig bedient er sich allerlei typischer Versatzstücke des Bond-Mythos. Da sind die Actionszene vor dem Titel, die maßgeschneiderten Anzüge, die internationalen Settings, der böse Russe (gespielt von einem Briten), die Frau, die der brutal kontrolliert, seine Yacht in blauen Gewässern und sogar ein unterirdisches Hauptquartier. Wilde Autoverfolgungen, gewagte Einbrüche und bombastische Actionszenen sind nun zwar nicht so pur Bond, aber dennoch bekannte Actionversatzstücke. Und selbstverständlich gilt es auch hier nichts weniger als das Ende der Welt zu verhindern.

Aber das ist natürlich nicht alles. Denn ein ganz wesentliches Element ist das der Zeitumkehr. Das funktioniert nicht nur mit Gegenständen, insofern dann etwa die Kugeln zurück in die Waffe fliegen, sondern auch Menschen können in ihrer Entropie umgekehrt werden und bewegen sich sodann rückwärts durch die Zeit. Das wird zunächst einmal natürlich weidlich in den von Nolan und Kameramann Hoyte van Hoytema perfekt durchgestylten Actionszenen genutzt. Die laufen hier nicht, wie üblich, einmal durch, sondern gerne auch zwei bis dreimal in jeweils umgekehrter Laufrichtung. Es ist kein Zufall, dass eine Wissenschaftlerin dem Protagonisten die temporale Umkehr anhand eines Videorekorders mit Vor- und Rückspulfunktion erklärt. Es ist ein erzählerisches Element, das mit diesem Effekt einzig im Film möglich ist und im Nachhinein geradezu offensichtlich erscheint.

Doch ist es nicht nur ein gelungener Effekt, es wird auch deutlich, dass sich Nolan über die Mechanik dieses Effektes einige Gedanken gemacht hat. Wichtiger aber noch, seine Erzählung erhält dadurch einige Brisanz. Denn er verwandelt einen derzeitigen Generationenkonflikt zwischen jung um alt rund um das Thema Klima hier in einen temporalen, kalten Krieg, der in seiner heißen Phase das Ende aller Existenz bedeuten könnte. Wenn eben die Zukunft mit derselben Gleichgültigkeit auf die Vergangenheit schaut, wie die derzeitige Gegenwart auf die Zukunft. Allerdings ist Nolans Erzählung hier zum Glück keine fatalistische, sondern eine, die immer wieder den freien Willen, die Möglichkeit der Veränderung betont. Wenigstens der Zukunft, weniger der Vergangenheit. Wobei die Unterschiede hier durchaus fließend werden. Verwirrt? Gut.

‚Tenet‘ ist fraglos ein Film, der wiederholtes Ansehen belohnt. Ohne Untertitel ist das wohl auch schon nötig, um sämtliche Dialoge mitzubekommen. Ich weiß nicht, ob sich in den Anspielungen auf das Sator-Quadrat (Waffenhändler Sator, seine Firma Rotas, Überfall auf die Oper (opera), Kunstfälscher Arepo), dessen zentrales „Drehkreuz“ (vgl. die Portale zur Zeitumkehr) das Wort tenet bildet nun noch ein weit größeres Rätsel in sich bergen, das ich im Moment nicht sehe. Ich glaube es aber nicht. Ich habe den Eindruck es handelt sich vor allem um Anspielungen auf palindromische Handlungen. Etwa, dass man sich selbst beobachtet, wenn man ein Zeit-Drehkreuz betritt. Oder das Konstrukt des temporalen Zangenangriffs.

Problem eines Wiederansehens ist für mich, dass alle Fragen die ich noch habe eher mit den Zeitmechaniken zu tun haben als mit philosophischen Ideen oder gar den Charakteren. Sicher, die entscheidende Frage am Ende von meinen vermutlich liebsten Nolan ‚The Prestige‘ ist auch eine mechanische. Doch hier ist die Mechanik der Bühnenzauberei so eng verzahnt mit den Charakteren, dass das quasi eins wird. ‚Tenets‘ Charaktere hingegen werden, für mich wenigstens, nie viel mehr als Abziehbilder.

John David Washington überzeugt durchaus als Action-Protagonist, aber als Charakter bleibt er, in diesem Fall sicher beabsichtigt, eine ziemliche Chiffre. Pattinson liefert seinen Neil, der hinter einem jovialen Äußeren durchaus Geheimnisse verbirgt, routiniert und gekonnt ab. Die Beziehung zwischen den beiden ist vermutlich die interessanteste des Films, aber eine auf die kaum Zeit (heh) investiert wird. Elizabeth Debicki müht sich nach Kräften in einer Rolle ab, mit der das Drehbuch nicht sonderlich gut umzugehen weiß. Und dann ist da Ken Branagh. Der erhält den Wanderpreis „schlechtester, russischer Akzent von einem Darsteller, der es bestimmt besser könnte“ aus den Händen von Cate Blanchetts ‚Indy 4‘ Charakter. Und auch ansonsten ist die Figur eine reine Checkliste vom Charakterbogen „Gangsterboss, russisch“.

Und so muss ich ganz ehrlich zugeben, dass der Film für mich im dritten Akt langsam aber sicher nicht mehr so recht funktionieren wollte. Die große Actionszene konnte mich kaum fesseln, weil mir die involvierten Charaktere zu einem guten Teil wumpe waren. Das hat den Film jetzt sicher nicht zerstört, Nolan und Hoytema schaffen hier absolut beeindruckende Bilder, aber es sind eben auch nur Bilder.

Vielleicht mache ich mich unbeliebt damit, aber ich würde von Nolan sehr gerne mal wieder einen kleineren Film sehen. Auch ein ‚Memento‘ lebte sein erzählerisches Zeitgimmick, hat aber seinen Charakteren mehr Raum gegeben. Zugegeben, daran scheint Nolan selbst so gar kein Interesse zu haben und sein Erfolg gibt ihm Recht, aber ich würd es gerne sehen.

Und ‚Tenet‘? Ist der nun empfehlenswert? Trotz meiner Kritikpunkte finde ich, ja, auf jeden Fall. Wir sind heute von CGI gewohnt, dass man uns alles zeigen kann was nur vorstellbar ist. Was Nolan hier sehr clever gemacht hat ist auf CGI weitgehend zu verzichten. Was er zeigt ist (mehr oder weniger) echt. Das lässt die Zeitumkehr nur umso eindrucksvoller wirken und ich bin mir sicher, das ist ein Element, das wir zukünftig häufiger sehen werden. Eben weil es so ein simples, aber effektives, filmisches Werkzeug ist.

Top 10 Filme von damals 1990 Platz 10 bis 6

Ist denn das die Möglichkeit? Die (immer noch reichlich mäßig) benannten „Top 10 Filme von damals“ sind zurück! Falls sich jemand nicht mehr an das Konzept erinnert, oder erst danach zur Leserschaft gestoßen ist: hier schaue ich mir die deutschen Top 10 Kino-Charts eines weit zurückliegenden Jahres an und gebe mehr oder weniger schlaue Kommentare zu den jeweiligen Filmen ab. Wir sind inzwischen im Jahr 1990 angekommen. Grundlage ist die entsprechende Liste von insidekino.com.

Was sich geändert hat ist, dass ich auf die Zusammenfassung der Geschehnisse des Jahres weitgehend verzichten werde. Die artete mehr und mehr in nicht sonderlich spaßige Arbeit aus und hat, wenigstens meiner Meinung nach, keinen wirklich großen Mehrwert geboten. Hier also wirklich nur die allerwichtigsten Fakten des Jahres 1990:

Im Sommer fertigt Thomas Goletz erste Skizzen von „Diddl“ an. Damals noch als Känguru und nicht als Springmaus. Noch konnte er nicht ahnen, was er auf die Menschheit loslassen würde. Im Herbst wird eine erste Version der Internet Movie Database in der Newsgroup rec.arts.movies verfügbar. Nicht, dass 99,9% der Bevölkerung davon etwas mitbekommen würden. Ebenfalls im Herbst erreicht Nintendos Game Boy Deutschland und beginnt unverzüglich Batterien und Zeit zu verschlingen.

Japp, damit ist das Jahr perfekt zusammengefasst. Auf ins Kino!

10. ‚Scott & Huutsch‘

Irgendwas muss Ende der 80er im Wasser gewesen sein, was eine typische Buddy-Cop-Komödie aber mit Hund wie eine wirklich gute Idee erschienen ließ. Neben ‚Mein Partner mit der kalten Schnauze‘ eben auch ‚Scott & Huutsch‘. Tom Hanks als sauberkeitsfanatischem Ordnungshüter, dem Sabbermaschine und Bordeaux Dogge Huutsch aufs Auge gedrückt wird, ist dabei durchaus unterhaltsam, wenn auch der Hundedarsteller hier vollends die Show stiehlt. Ich persönlich mochte immer ‚Mein Partner mit der kalten Schnauze‘ lieber. Das lag aber vermutlich vor allem daran, dass ich den im Kino gesehen habe. ‚Scott & Huutsch‘ läuft nach einem naiv-liebenswerten Film dann allerdings in ein doch etwas finstereres Ende.

9. ‚Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster‘

Joe Dante wollte nach dem ersten ‚Gremlins‘ keine Fortsetzung drehen. Der Film hatte ein gutes Ende, meinte er, jede Fortsetzung wäre pure Geldschneiderei. Warner wollten aber wirklich gerne Geld schneidern. Allerdings gelang es ihnen über Jahre nicht ein Sequel ohne Dante auf die Beine zu stellen und so beknieten sie ihn schließlich geradezu. Er erklärte sich bereit – wenn er ein deutlich höheres Budget und volle kreative Kontrolle bekäme. Beides nutzte er um quasi eine wild-anarchische Realfilmfortsetzung der Looney Tunes zu schaffen. Diesmal sind die kleinen Monster nicht in einem verschneiten Vorort los, sondern im New Yorker „Clamp Tower“ von Multimillionär Daniel Clamp (der aber sympathischer rüberkommt als sein realweltliches Vorbild). Hier liegen Fernsehstudios direkt neben Genlaboren und bieten einen weiten, fruchtbaren Nährboden für allerlei Chaos, das die Gremlins anrichten. Die menschlichen Figuren sind dabei überzogene Karikaturen, die sich in das wilde Geschehen einfügen. Die zerstörerische Entropie geht gar so weit, dass der Film desintegriert und Wrestling Star Hulk Hogan eingreifen muss. Bei der Kritik fiel das damals weitgehend durch, das Publikumsinteresse war auch eher mäßig, aber ich habe jedes Mal grandiosen Spaß mit diesem wilden Ritt. Auch wenn der erste Film fraglos der deutlich bessere ist.

8. ‚Die unendliche Geschichte II – Auf der Suche nach Phantásien‘

Tja, und wenn wir schon über Filme reden, bei denen der Erstling deutlich besser ist, dann ist ‚Die unendliche Geschichte II‘ sicher ein guter Kandidat. Auch wenn ich den hier nicht als „grandiosen Spaß“ bezeichnen würde. Eher als müde, vom Buch weit entfernte Fortsetzung. Autor Michael Ende hatte nach dem ersten Film, den er furchtbar fand, gegen die Produzenten geklagt, um weitere Filme zu verhindern. Nach sechs Jahren konnten sie doch weiter drehen. Sämtliche Rollen wurden neu besetzt, bei den Spezialeffekten wurden kleinere Brötchen gebacken und der Roman war bestenfalls noch lose Vorlage. Kann man sich sparen, ist aber immer noch besser als der dritte.

7. ‚Der Club der toten Dichter‘

Robin Williams als unkonventioneller Englischlehrer an einem erzkonservativem Internat in einem Film aus dieser Zeit lässt als erstes natürlich eine wilde Komödie erwarten. Davon könnte Peter Weirs Film kaum weiter entfernt sein. Williams Keating ruft seine Schüler zu selbstständigem Handeln und Denken auf, fordert von ihnen sie sollten Poesie nicht rezitieren, sondern nachvollziehen und erleben. Williams reiht sich dabei wunderbar in das junge Ensemble ein, Peter Weir erzählt, wie eigentlich immer, in wunderbar inszeniert und großzügig ausgestatteten Bildern. Nicht unbedingt ein überraschendes Drama, aber ein durchaus gelungenes.

6. ‚Ghost – Nachricht von Sam‘

Ein romantischer Fantasy Thriller, erzählt aus der Sicht eines Geistes. Patrick Swayze, der die Gabe hatte zwischen romantischen Film und Actionrollen hin- und herzuwechseln scheint geradezu ideale Besetzung als Sam, der bei einem scheinbar zufälligen Raubüberfall ums Leben kommt, jedoch als Geist zurückbleibt. Schnell stellt sich heraus, dass der Überfall nicht zufällig war und sich Freundin Molly (Demi Moore) in großer Gefahr befindet. Doch kann Sam mit ihr nur über Oda Mae (Whoopi Goldberg) kommunizieren, die selbst überrascht ist, dass sie wirklich ein Medium und keine Betrügerin ist. Das ist alles durchaus interessant, wenn auch vielleicht von Jerry Zucker gelegentlich etwas arg kitschig inszeniert. Und dann ist da natürlich die Töpferscheibenszene, die aus dem Stand zur vermutlich meistparodierten Szene der 90er wurde. Jede Komödie und jede Sitcom die was auf sich hielt hatte ihre eigene Version dieses Moments. Darunter natürlich auch der von Jerry Zucker ein Jahr später produzierte ‚Die nackte Kanone 2½‘. Schon allein deshalb ist der Film natürlich Pflichtprogramm, wenn man das Kino der 90er verstehen möchte.

Nächste Woche steht uns dann die große Disney-Renaissance ins Haus. Jedenfalls international, hier in Deutschland kesselt ein beinharter Rocker ersma gnadenlos an Disney vorbei. Könnt man mein, die Russen wärn da. Ansonsten hat eine Königin der 90er natürlich in diesem Jahr ihren Durchbruch und wir gucken mal, wer da spricht (es ist Thomas Gottschalk).

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Serien, die im Schnee spielen

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag! Heute fragt uns Gina nach den 5 besten Serien, die im Schnee spielen. Okay, ich sehe schon, diese Woche zieht der Schwierigkeitsgrad wieder kräftig an. Werde ich es schaffen auf 5 Titel zu kommen? Lassen wir uns überraschen!

5. ‚Simpsons‘ Ep. ‚Mr. Plow‘

Okay, ich schummel schon wieder, indem ich eine einzige Folge nenne. Aber hierbei handelt es sich um eine meiner allerliebsten Simpsons-Folgen und Schnee steht im Mittelpunkt. „Mr. Plow, that’s my name, that name, again, is Mr. Plow.“

4. ‚Die Brücke‘

Ich glaube hier hat es gelegentlich geschneit… und selbst wenn nicht war es düster und ungemütlich und skandinavisch. Das ist quasi so gut wie Schnee.

3. ‚Kommissarin Lund – Das Verbrechen‘

Hier bin ich mir deutlich sicherer, dass es immer wieder mal geschneit hat. Und wenn nicht, naja, dann siehe eine Nummer weiter oben. Das Gleiche gilt auch hier, sogar noch mehr.

2. ‚The Sopranos‘

Hier lag, zugegeben, nicht oft Schnee, aber wenn dann wurde er effektvoll eingesetzt. Sei es in der von mir letztens erwähnten grandiosen Folge ‚Pine Barrens‘, oder aber in dieser einen Folge, wo sich Tony mit mit Johnny Sack trifft und dann kommen durch den Schnee FBI Agenten und Johnny Sack [Spoiler], während Tony durch den Schnee [Spoiler]. Das war schon ziemlich cool und [Spoiler].

1. ‚Fargo‘

Jede Staffel spielt zu einer anderen Zeit und an einem anderen Ort, aber Schnee taucht eigentlich immer, mal mehr, mal weniger auf. Und die Serie ist wirklich gut.