-schleifen… Zeitschleifen… Zeit-

Am 02. Februar war Murmeltiertag! Ich weiß nicht, ob Ihr den gebührend mit einer Sichtung von ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘ begangen habt aber dieses Jahr wäre dafür besonders geeignet gewesen, wird der Film doch allen Ernstes bereits 25 Jahre alt! Sagt man das Wort Zeitschleife im Zusammenhang mit Film, dürfte wohl jeder ein Murmeltier, wenn nicht direkt Bill Murray vor Augen haben. Aber war der populäre Klassiker wirklich die Stunde 0 der Zeitschleife? Oder gibt es frühere Beispiele im Film? Und wie sieht es mit literarischen Vorlagen aus? Schauen wir doch mal, ob die Idee wirklich nur ein Vierteljahrhundert alt ist! Weiterlesen

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Was heißt eigentlich „unverfilmbar“?

„Unverfilmbar“ ist ein merkwürdiges Wort. Eines, das man oftmals erst dann liest wenn es bereits widerlegt ist. „‚Der Herr der Ringe‘ galt lange als unverfilmbar“ konnte man in nicht wenigen Artikeln lesen, als Peter Jacksons Filmtrilogie in die Kinos kam. Thomas Pynchons ‚Inherent Vice‘ galt ebenso als unverfilmbar. David Mitchells ‚Cloud Atlas‘? Unverfilmbar! Und auch Comics sind nicht sicher. Alan Moores ‚Watchmen‘ galt auch über Jahre als unverfilmbar. Was also soll man von diesem Wort halten, dass so häufig in Zusammenhang mit bestehenden Filmen auftaucht? Ist es ein reiner Marketingtrick der Filmstudios, um ihren Werken ein wenig mehr Prestige zu verleihen? „Das Werk galt als unverfilmbar aber wir haben es geschafft! Danke, danke, bewundern sie uns später, nachdem Sie Ihre Karte gekauft haben!“ Ist es so ernst zu nehmen wie der Hinweis der Film „basiere auf wahren Gegebenheiten“, der alles bedeuten kann, von realistischer Wiedergabe von historischen Ereignissen bis zu „etwas zumindest ansatzweise Ähnliches, soll angeblich schon mal irgendwo passiert sein, hat der Schwippschwager vom Beleuchter vermutlich letztens in der Kantine gehört!“. Oder haben manche Bücher wirklich quantifizierbare Qualitäten, die eine filmische Adaption schwer bis unmöglich machen? Weiterlesen

Coming to trademark your (Pop-)Cultura: The Walt Disney Company

Wir müssen über Disney reden. Ob man sich nun für Filme oder irgendeinen anderen Aspekt der Popkultur interessiert, das ist etwas, das sich nicht mehr vermeiden lässt. Denn Disney gehört jetzt die Popkultur. Nach der Akquise von 20th Century Fox mehr denn je. Zum einen kommen damit natürlich die Fantastic Four und das X-Men-Universum (vermutlich, denn eigentlich gehören die Rechte der Constantin Film und Fox hat nur Vertriebsrechte aber da wird es mir zu komplex) ins Marvel Cinematic Universe. Aber ob das nun gut oder schlecht ist, darüber möchte ich heute gar nicht reden. Viel wichtiger ist, was Disney nun noch so alles gehört. Weiterlesen

Reaktion auf die Reaktion – wenn Filmemacher Kritiker kritisieren

A film critic need not be a theoretician, but it is necessary that he know how to use words.
– Pauline Kael

Seien wir ehrlich, niemand mag es besonders gern, wenn die eigene Arbeit ungebeten kritisiert wird. Sicher, vernünftig ist es die konstruktiven Elemente der Kritik zu nehmen und die eigene Arbeit darauf abzuklopfen. Doch, wenn die Kritik nun auch noch teilweise von Leuten kommt, die sich in schmerzhaft eleganter Wortakrobatik versteigen, um deutlich zu machen wie schrecklich sie das abgelieferte Werk finden, dann kann das schon schmerzen. Im Filmbereich ist das sicherlich ein Schmerz, dessen Stechen oft genug von dem erheblichen Geldbetrag abgemildert wird, den die Arbeit auf das eigene Konto geschafft hat. Und so ist der übliche Umgang von Filmemachern mit Filmkritikern das weitgehende Ignorieren. Und das ist auch gut so, sind doch beide Bereiche unabhängig voneinander weit besser dran. Filmemacher machen ihre Filme nicht für Kritiker und Kritiker schreiben nicht für Filmemacher. Doch manchmal tut die Kritik wohl so weh, dass das elegante Ignorieren nicht mehr möglich ist. Schauen wir mal, was passiert wenn Filmemacher auf Kritiker reagieren. Weiterlesen

„Nein danke, ich hab‘ was Besseres vor!“ Abgelehnte Rollen

Manchmal lehnen Schauspieler eine Rolle ab, die dann von einem anderen Darsteller zu einem großen Erfolg oder sogar „ikonisch“ gemacht wird. Manche dieser Situationen sind recht bekannt, wie die Tatsache, dass Sean Connery die Rolle des Gandalf in ‚Herr der Ringe‘ ablehnte, weil er das Drehbuch, laut eigener Aussage, nicht verstanden habe. Auch wenn es schwer fällt sich jemand anderen als Ian McKellen in der Rolle vorzustellen, so ist ein Connery-Gandalf doch durchaus nicht undenkbar. Oder Hugh Jackman, der die Rolle des James Bond ablehnen musste, wegen seiner Verpflichtungen für das ‚X-Men‘ Franchise als Wolverine und dann durch Daniel Craig ersetzt wurde. Jackman kann ich mir problemlos in der Agentenrolle vorstellen (auch heute noch). Für eine andere Ablehnung, die für mich hingegen beinahe unglaublich klingt, müssen wir uns in den Bereich der Fernsehserie begeben. Nennt man heute einem beliebigen Menschen, der den 30 zumindest nahe ist, den Namen Gillian Anderson, dann kommt als erste Assoziation sicher „Agent Scully“ zurück. Durch diese langjährige Rolle in der Serie ‚Akte X‘ hat Anderson ihren Einzug in den Olymp der Popkultur gehalten. 1993, als die Serie begann, sah das aber noch ganz anders aus. Damals war sie vollkommen unbekannt und die Produzenten der Serie wollten eine ganz andere Anderson für die Rolle. ‚Baywatch‘-Star Pamela Anderson nämlich… Kann sich das irgendjemand vorstellen? ‚Akte X‘ mit mehr Laufen-in-Zeitlupe? Dann aber auch bitte David Hasselhoff als Mulder! Schauen wir mal, was es an weniger bekannten aber mehr oder weniger bizarren Beinahe-Besetzungen noch so gibt. Weiterlesen

Sind Vorwissen und Erwartung die Feinde der Freude? Die Last des „Spoilers“

In meiner Besprechung zu ‚I Am Not A Serial Killer‘ vor ein paar Wochen habe ich mich sehr darüber gefreut, den Film ohne großes Vorwissen und damit ohne große Erwartungen gesehen zu haben. Das ist eine Empfindung, die keinesfalls nur ich empfinde. Die Angst vor zu viel Vorwissen treibt viele Filmfreunde um. Und das verwundert nicht, Blockbuster veröffentlichen lange Trailer und ganze Filmsequenzen schon vor der Veröffentlichung, um Appetit auf mehr zu machen. Zahllose Filmseiten und Filmblogs berichten über absichtlich oder unabsichtlich erschienene Neuigkeiten zu allen möglichen Filmen und dann gibt es da noch die Informationssturzflut (die stets auch einiges an Desinformationsschlamm mit sich bringt) der Sozialen Medien. Auf Twitter konnte ich anlässlich des derzeitigen Erscheinens von ‚Star Wars: Die Letzten Jedi‘ sehen, wie sich Nutzer lange Blocklisten zu allen möglichen Begriffen, die mit den Sternenkriegen in Zusammenhang stehen erstellten, nur um bloß keine unerwünschte Information und damit verbundene Erwartungen zu erhalten. Aber in wie weit kann man Vorwissen eigentlich entgehen und welchen Einfluss hat es auf die Erwartung und letztlich den Genuss des Films? Weiterlesen