Kino oder Wohnzimmer? Die ewige Frage

Ich weiß, ich weiß, einfallsreiches Thema. Wohl jeder der gelegentlich über Filme kolumniert landet früher oder später bei dieser Frage. Seit über dreißig Jahren gibt es Artikel, die Heimmedien als das Damoklesschwert über dem Haupt des Kinos betrachten und die der über 100 Jahre alten Institution ein baldiges Ende voraussagen. Dafür halten sie sich eigentlich noch ganz gut, die Kinos. Das mag auch daran liegen, dass ein Kinobesuch mehr ist als „nur“ den Film zu sehen. Oftmals ist es ein gemeinschaftliches Erlebnis verbunden mit Essengehen oder sonstigen Unternehmungen. Ich könnte die Frage stellen, was die größere Gefahr für die Kinos ist, ein Ausbleiben von Besuchern oder der Disney-Konzern, der mit ‚Die Letzten Jedi‘ die Abgaben für Kinos auf brutale zwei Drittel des Kartenpreises erhöht hat und… hey, hey kommt zurück! Nein, das ist keine getarnte, weitere Disney-Bedenkenträgerei, auch wenn die angemessen wäre. Ich möchte für mich darlegen, warum ich nur noch sehr wenig ins Kino gehe und vieles lieber daheim schaue. Und natürlich Eure Meinung dazu wissen.

Also, nehmen wir an ich möchte Film X sehen. jetzt muss ich mich entscheiden, Kino oder Fernseher. Fangen wir ganz vorne an: ich schaue Filme gerne im Original. Selbst wenn ich Untertitel dafür brauche. Ich will gar keine Diskussion über Synchronisationen vom Zaun brechen, ich denke einfach nur, Regisseure besetzen Schauspieler für mehr als nur ihr Gesicht. Für solche Spezis gibt es hier in Hamburg zwar Kinos, die das anbieten aber alles gibt es da nicht zu sehen und mit Fahrerei ist es auch verbunden. Das macht schonmal einen ordentlichen Punkt für das Heimkino bevor wir überhaupt im Film angekommen sind.

Kommen wir also im Foyer des Kinos an. Ich will den Film nicht in 3D sehen, ich will überhaupt keinen Film in 3D sehen, Dankeschön. Den Film gibt es aber nur in 3D, also Pech gehabt. Dafür wird ein Zuschlag fällig. Zuschlag für Überlänge auch. Zuschlag für Bezahlung mit Kreditkarte. Oh, es gibt nur noch Logenplätze: Zuschlag! Außerdem ein Zuschlag für die übermäßige Beanspruchung von Zuschlägen. Soll heißen: Kino ist ganz schön teuer. Und im Zweifel muss ich für Dinge blechen, die ich gar nicht möchte. Im Stream zahle ich, bei einem Service, den ich eh nutze „gar nichts“, außer eben den Gebühren. Für die BluRay kann ich mir eine preisliche Obergrenze setzen, die der Film früher oder später unterschreitet. Dann muss ich halt länger warten, stört mich nicht, ich habe genug Filme, die ich bis dahin schauen kann. Pünktchen fürs Heimkino.

Kommen wir in den Kinosaal selbst, wo ich mich für manche wohl als unsozialer Griesgram outen werde, dafür entschuldige ich mich jetzt schon. Problem: ich habe keine Kontrolle darüber mit wem ich den Film schaue, wenn ich nicht das ganze Kino miete (utopisch). Ich bin sicher jeder Kinogänger hat die eine oder andere Geschichte zu erzählen, wenn es um die lieben Mitzuschauer geht. Die Standards sind Dauerquatscher (oder noch schlimmer: Filmkommentierer), Handynutzer (ganz schlimm: „Social Media Influencer“, die den Filmfortgang tweeten und gelegentlich Selfies von sich mit der Leinwand im Rücken aufnehmen!!!) und Leute die persönlicher Hygiene gegenüber skeptisch eingestellt sind. Dann sind da die „viel-zu-junge-Kinder-Mitbringer“. Die Kinder langweilen sich dann verständlicherweise, laufen durch die Gänge und klettern auf den Sitzen. Oder treten in den Rücken von meinem. Manchmal geben Mutti oder Vati ihnen dann das Handy, damit sie Candy Crush Saga spielen können. Sound runterdrehen? Ach, wozu das denn? Irgendwer in meiner Sitznähe schafft es auch immer sich im stillsten Moment des Films eine ordentliche Portion Snack reinzuschieben. Und statt eines pointierten Moments der Ruhe, lausche ich dann seiner feucht-sabschigen Mastikation von Popcorn oder sonstwas.

In einem Kino, in dem ich früher häufig war, sah ich öfters Udo Lindenberg. Und hatte immer die stille Sorge, er könnte mal vor mir sitzen. Was mach ich dann? Ihm auf die Schulter tippen und sagen: „Äh Udo, kannse vielleicht den Hut abnehmen?“ Wohl kaum. Ich hätte mich wohl in den Gedanken gefügt, dass mein Filmerlebnis ein Lindenberg-Hut-förmiges Loch innehat.

Bei manchen extremen Störern (und damit meine ich natürlich ganz explizit nicht den Udo!) fragt man sich, wo denn eigentlich das Kinopersonal ist. Das einzige Mal, dass mir bekannt ist, wo jemand tatsächlich aus dem Kino entfernt wurde, habe ich nicht selbst erlebt, sondern eine Freundin. Ein extrem angetrunkener Mann gröhlte sich durch einen der ‚Hobbit‘-Filme. Als er schließlich hinausbegleitet wurde, verabschiedete er sich mit einem heldenhaften „FÜR DAS AUENLAAAAAAAAND!!!“, der von ihm offenbar erwartete Publikumsjubel blieb jedoch aus.

Wo ist das Kinopersonal also normalerweise? Die Antwort darauf erhält man, wenn man sich beim Verlassen des Saals noch einmal umschaut und das veritable Schlachtfeld aus Papier- und Pappmüll, Flaschen, Eisstäbchen, verstreutem Popcorn und verschütteter Cola schaut. Die Mitarbeiter sind während der Vorstellung in einem der anderen Kinosäle und versuchen den wieder in einen habitablen Zustand zu bringen.

Sicher, auch daheim mampft mal jemand an der falschen Stelle Chipse (herrje, vermutlich bin sogar ich der Schuldige…) oder hat einen Schwank aus dem Büro zu erzählen, der aber auch keine Sekunde warten kann. Dann macht man eben Pause oder spult zurück, ist ja kein Problem. Im Kino geht das nicht. Auch ein korrektes Bildformat kann ich daheim garantieren. Andererseits besteht in meinem Heimkino eine 0%ige Chance auf Udo Lindenberg zu treffen. So kann ich wohl nur einen halben Punkt geben. Oder ich spare mir diesen Punkteblödsinn, ich hab doch eh eingangs gesagt, dass mir Heimkino lieber ist, wo kommen diese Punkte eigentlich her?

Natürlich hat es aber auch sein Gutes, einen Film mit Publikum und in Überlebensgröße zu sehen. Manche Filme funktionieren womöglich nur genau so. Wenn der Film die Leute dann gefangen nimmt und sich langsam aber sicher alle auf dieselbe Wellenlänge begeben, an denselben Stellen lachen, die Luft anhalten oder hörbare Erleichterung durch die Reihen geht, dann kann das schon toll sein. Aber dann steigt mir dieser tränentreibende Nachokäsegeruch in die Nase, während meine eigene Brille einen formidablen, letztlich für alle Seiten aber in der Niederlage endenden Zweikampf mit der 3D Brille austrägt und mich das Handydisplay des Sitznachbarn blendet. Dann denke ich mir, dass es zu Hause doch auch ganz nett wäre.

Ich bin also, bei allem Meckern, sehr froh, dass ich die Option habe ins Kino zu gehen, wenn mir danach ist, bin aber umso glücklicher, dass ich nicht auf das Kino angewiesen bin, wenn ich einen Film sehen möchte. Wie seht Ihr das? Geht Ihr viel ins Kino? Schaut Ihr mehr zu Hause? Habt Ihr wundervolle Horrorgeschichten vom Fehlverhalten anderer Kinobesucher, die Ihr schon immer mal loswerden wolltet? Nur her damit, ich verspreche Anteil zu nehmen oder zu lachen, je nachdem… Oder wart Ihr etwa mal der Störfaktor im Kino und fühlt Euch nun ganz furchtbar? Dann kann ich Euch die Beichte abnehmen!

52 Gedanken zu “Kino oder Wohnzimmer? Die ewige Frage

  1. Ich gehe auch nicht mehr ins Kino, was ich gerade bei Landschaftsaufnahmen sehr bedauere. Mir ist es zu teuer, das Benzin muss man ehrlichweise dazurechnen, und ich sehe im Dunklen (beim Autofahren) sehr schlecht.

    Eigentlich habe ich nur schlechte Erinnerungen ans Kino (chronologisch ungeordnet)

    1.) Chipstütenraschler
    2.) Ein Zweimetermann setzt sich vor mich, und ich muss die nächsten Stunden seinen Hinterkopf bewundern.
    3.) 1 und 2 geschehen
    4.) *Der Pferdepflüsterer* lief schon, als eine ganze Horde reinkam, die Sicht versperrte und im Dunkeln Sitze suchte.
    5.) *Matrix* – Irgendwelche Jugendlichen brüllten in ihren Handys und kamen sich cool vor, ein Handy zu haben.
    6.) Irgendein Film – jemand nötigte mich mit der Begründung *WC* 5-6mal während des Films aufzustehen, und kam mit Essen zurück.
    7.) Die Musik in *Der große Gatsby* war so laut, dass sich alle Zuschauer die Ohren zuhielten, der Vorführer merkte nicht, dass der Film viel zu laut eingestellt war.
    8.) *Mitternachtsvorstellung* bedeutet, dass man um 23 Uhr im Kino zu sitzen hatte, eine Stunde Werbung lief, bevor der Film startete.

    Es gibt sicherlich noch andere Vorfälle, welche ich gnädigerweise vergessen habe. Auf jeden Fall tue ich mir Kinos nicht mehr an.

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    • Zu 7. Stimmt, auf technische Probleme im kino bn ich gar nicht eingegangen. Falscher Bildausschnitt, verwaschenes Bild und – wie Du sagst – furchtbare Tonabmischung, alles schon erlebt.

      Zu 8.: Mitternachtsvorstellung geht bei mir eh nicht mehr, da schlaf ich ein… Noch ein Vorteil des Sofas: wenn ich da einschlafe sind meine Wertsachen hinterher definitiv noch da! 🙂

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  2. Beinahe alles, was hier bisher geschildert wurde, musste ich auch schon am eigenen Leib erfahren. Offenbar hat der Großteill der Kinogänger eine andere Vorstellung davon, wie man sich in der Öffentlichkeit und im Umgang mit seinen Mitmenschen zu verhalten hat. Rücksichtnahme scheint für viele ein Fremdwort zu sein. Zuspätkommender, Falschsitzer, Handyjünger, Nachogourmets, Sabbeltaschen jedes Alters und Geschlechts…und, und, und. Furchtbar
    Ein Kinobesuch hat für mich inzwischen einen oftmals blutdruckerhöhenden Effekt. Um meine Cardiowerte nicht unnötig in Höhe zu treiben, weiche ich inzwischen oftmals auf die frühen Vorstellung, zwischen 14 und 15 Uhr, aus. Das bringt oftmals zwar nicht das Kinofeeling, das ich früher so genossen habe, aber zumindest verläuft das Ganze meist für mich etwas stressfrei.

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    • Ja, das mit den frühen Vorstellungen haben mir schon mehrere Leute ziemlich genau so gesagt. Man hat doe schönen Vorteile des Kinos und meist angenehmes (oder kaum) Publikum aber deswegen eben auch nicht das Gemeinschaftserlebnis.

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  3. Alsooooo, ich versuche hier mal die Lanze für das Kino zu brechen. Allgemein hast du natürlich recht und die Handy-Gucker, Sitz-Treter und Dauer-Laber gehen mir auch gehörig auf die Nerven. Der einzige Grund warum ich nicht so häufig ins Kino gehe, ist aber tatsächlich der Preis (Der Kultur-Anteil vom Bafög fällt leider nicht so hoch aus 😀 ).

    Warum ich trotz der lieben Mitmenschen ins Kino gehe? Weil ich da meine besten Filmerlebnisse ever gesammelt habe. Um 2 Uhr morgens bei „Interstellar“, mit einem komplett ruhigen Kinosaal oder letztens bei „Three Billboards“. Ein Drittel lacht, ein Drittel weiß nicht ob sie lachen dürfen und ein Drittel fragt sich, warum jetzt manche lachen. Die Athmosphäre war wirklich sehr interessant. Von „Dunkirk“ im IMAX will ich gar nicht erst anfangen.

    Auf jeden fantastischen Kinobesuch fallen meistens 2-3 eher schlechte. Der zweite Besuch bei „Star Wars 8“ zum Beispiel. Da war von jeder nervenden Gruppe mindestens einer im Kinosaal. Der netten Dame neben mir (mit Handy und so tollen Fragen wie „Ist der Gut oder Böse?“) musste ich dann aber doch irgendwann deutlich machen, dass wir alle hier viel Geld bezahlt haben. Heißt: In den meißten Fällen kann man auch was sagen, wenn einzelne Personen extrem nerven.

    Kino kann es schaffen, Emotionen zu verstärken. Man lacht mehr bei Komödien und man fühlt bei Dramen mehr mit, wenn der halbe Saal anfängt zu schniefen. So ein Kinoerlebnis hat man dann zwar nur ein paar Mal, aber das entschädigt dann für fast alles. Deshalb: Make Kino great a…. Ach ne, das wird eh nix 😀

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    • Na endlich sagt mal einer was pro Kino… hatee schon Sorge. 😉

      Du hast völlig Recht, es gibt Filme die „muss“ man im Kino sehen. Letztes Jahr hätte ich mir bei Dunkirk und BR 2049 definitiv in den Hintern getreten, wenn ich das nicht gemacht hätte. Das beste Kinoerlebnis wird auch immer besser sein als das beste Heimkinoerlebnis. Aber das schlechteste Heimkinoerlebnis ist soooo viel besser als das schlechteste Kinoerlebnis.

      Wie gesagt, aufs Kino verzichten möchte ich auf keinen Fall aber wenn ich die Wahl habe werde ich mich bei Vielem für zu hause entscheiden.

      Ich glaube eh die Zukunft wird eine parallele Veröffentlichung im Kino, im Stream und auf Medien sein, dass sich jeder sein bevorzugtes Erlebnis zusammenbauen kann. Würde mir zumindest sinnvoll erscheinen.

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      • Stimmt, Blade Runner 2049 hatte ich in meiner Aufzählung vergessen. Da gabs auch ein paar nervende Jugendliche. Die haben aber nach spätestens einer Stunde das Kino verlassen 😀 (Waaas? Blade Runner ist kein Action-Film?!?!)

        Genau DAS ist meine größte Sorge. Habe bei einem meiner letzten Beiträge über „The Irishman“ geschrieben. Neuer Scorsese mit de Niro, Al Pacino usw. Dieser Film wird nur bei Netflix erscheinen (aller Voraussicht nach). So ein Mafia-Epos gehört für mich aber ins Kino, besonders weil ich zu Pate und Good Fellas Zeiten noch nicht die Möglichkeit hatte ein Kinobesuch zu erleben. Es wird mir also die Möglichkeit genommen und das ist leider eher die Zukunft. Die wenigen Programmkinos werden noch weiter aussterben, die großen Kinoketten müssen noch mehr Gewinne machen und lassen „kleinere“ Filme dann vielleicht ganz weg. Die kann man dann nur noch streamen.
        Für mich heißt das „worst case“.

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        • Dieser „Streit“ zwischen Kinos und Stream ist das Dümmste was passieren kann. Da haben wir einen Alex Garland, der in jedem Interview betont, dass er Annihilation für die Leinwand gedreht hat aber da bringt Netflix den Film in Europa nicht (oder kaum) hin. Auf der anderen Seite die Cannes Filmfestspiele, die keine Preise an Netflix-produzierte Filme geben, weil Mon Dieu, c’est la Stream, ne pas le cinema!

          Sind wir wieder in den 50ern, wo sich Kino und Fernsehen geprügelt haben? Der Film sollte doch gelernt haben, dass man neue Medien nicht wegignoriert, sondern, gewinnbringend nutzen sollte.

          Du magst Recht haben, was die kleinen Programmkinos angeht und ich finde das ähnlich schade wie Du. Andererseits muss man auch die unglaublichen Möglichkeiten für neue Filmemacher heute sehen. Man kann einen professionell aussehenden Film auf dem IPhone drehen (selbst Soderberg hat das schon gemacht), ihn auf Vimeo oder so stellen und gratis oder pay what you want vertreiben. Eine niedrigere Hürde gab es wohl noch nie…. Dann müssen ihn die Leute aber natürlich immer noch im Gewust der tausend anderen finden.

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          • Den Streit halte ich auch für sinnfrei, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. Dass die Jury in Cannes noch in den 50ern lebt, wundert mich aber nicht wirklich 😀

            Perfekt wäre, wenn der Zuschauer selber entscheiden kann. Aber das scheint ja gerade nicht zu funktionieren. Kino und Fernsehen haben sich ja irgendwann geeinigt. Kinofilme kommen Monate später ins Fernsehen und zusätzlich produziert das Fernsehen eigene Filme. Bis jetzt war das auch die Marchrichtung von Netflix und Co. Jetzt fangen die aber an, große Produktionen einfach einzukaufen. Bei allen Respekt vor Annihialtion und Alex Garland, aber „The Irishman“ ist nochmal eine ganz andere Hausnummer. Am Ende sehen wir den neuen Tarantino bei Amazon, den neuen Star Wars beim Disney-Streaming-Dienst und Netflix kauft den „Dune“-Film von Denis Villeneuve.

            Im Kino bleibt dann noch der absolute Blockbuster-Rest und das wäre furchtbar schade. Die Auswahl wird dem Zuschauer gerade leider genommen. Die einzige Hoffnung: Netflix will bestimmt Oscars für ihre Filme und die bekommen sie nur mit (zumindest kleinen) Kinostart 😀

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          • Ich weiß nicht, wie es mit Blockbustern wäre aber bei kleineren Filmen gab es Versuchsballons, Ben Wheatleys A Field In England z.B. kam in UK gleichzeitig als Stream, im Kino, auf DVD/BR und sogar im freeTV raus und es hat seiner ewarteten Performance wohl auf keinem der Gebiete geschadet.

            Aber wer weiß schon genau, was die Zukunft bringt. Vielleicht gibt es bald auch reine Disney, Amazon etc. Kinos. Oder sie bekommen Kulturförderung, wie Theater.

            Und der fraglos kommende Disney Streming Service dürfet eh nen Rasenmäher Effekt haben…

            Ich weiß schon warum ich mich von der Business Seite des Films immer fernhalte: das wird schnell deprimierend… 😉

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          • Da muss ich wohl auch eingestehen, dass ich mir bei kleineren Filmen oftmals auch das Kino spare. Man weiß halt, dass diese Filme ein paar Monate später bei irgendeinen Streamingdienst landen. Bei großen Filmen redet natürlich das Internet darüber und damit: Spoilergefahr! (Sowas macht mir den Film meistens noch mehr kaputt als die Mitmenschen im Kino).

            Im Kino sieht man die Filme als erstes (oder in der meistens zivilisierteren Sneak Preview sogar noch davor) und damit umgeht man Leuten, die durch die Kneipe „Han Solo is Dead!“ brüllen – Ein Tag nach Kinostart 😀

            Für mich ist es so ne Mischung aus Interesse und Depression 😀 Außer bei Disney. Über diese Firma könnte man ein Drama schreiben, da würde „Requiem for a Dream“ wie ein Ponyhof dagegen wirken 😀

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          • „Han Solo is Dead!“

            Warten wir SOLO doch mal ab, danach könnte das durchaus den Tatsachen entsprechen… Vielleicht floppt der Film so, dass Han aus allen alten Filmen herausgeschnitten wird und durch Wedge Antilles ersetzt. Obwohl, Lucas ist ja nicht mehr am Ruder. 😉

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          • Ach, nun sei mal nicht so optimistisch 😀 Die aktuell Beteiligten haben bewießen, dass sie „Star Wars“ auch ohne Lucas gegen die Wand fahren können.
            Warum laufen Diskussionen über Kino und Kommerz eigentlich immer auf das Thema „Star Wars“ hinaus? 😀

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          • Woran kann das liegen?
            Weichblende 40 jahre in die Zukunft, Opa Filmlichter erzählt:
            „Ja, Kinder es gab mal eine Zeit, da gab es nicht in jedem Jahr einen neuen Star Wars Film. Doch doch, das stimmt! Damals trugen wir alle Zwiebeln am Gürtel, das war so Mode und…“

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          • „jaja, früher war alles besser“

            Solche Sätze wird man in 40 jahren als falsch erkennen. Schließlich war Disneyland schon immer im Krieg mit Amazonia! Und wenn das jemand nicht glaubt, dann klopfen die Gooftrooper der Maus an die Tür!

            So, genug Korporatismus-Schelte für heute. Mal gucken, ob Dr. Strange auf Prime ist… 😉

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  4. Ich war früher fast jede Woche mindestens einmal im Kino und hätte mir niemals vorstellen können, dass es weniger wird. Inzwischen genieße ich die Ruhe und Flexibilität inklusive Originalton in den heimischen vier Wänden. Ins Kino schaffe ich es nur noch vielleicht 2-3 mal im Jahr. Vermutlich werde ich einfach alt…

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  5. Interessant was die Leute so schreiben. Ich habe ja in meinem letzten Jahresrückblick ähnliches berichtet. Von daher kennst du ja meine Einstellung zum Thema. Dieses Jahr war ich bis jetzt vier mal im Kino. Bei allen vieren dachte ich mir, dass ich den Film genauso gut auch zuhause hätte schauen können.

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  6. Ist doch sehr schade, dass die, die Kino lieben und Filme geniessen können, von ein paar wenigen Vollpfosten, davon abgehalten – oder zumindest darin eingeschränkt – werden, ihrer Leidenschaft nachgehen zu können.. Auch wenn das Heimkino heutzutage technisch durchaus mithalten kann, lässt sich die besondere Kinoathmosphäre eben nicht voll umfänglich im heimischen Wohnzimmer herstellen.

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    • Da könnte man jetzt aber auch die Frage stellen, ob die Kinos nicht mehr tun müssten, um ihren Gästen ein angenehmes Erlebnis zu garantieren. Weniger Süßwaren verkaufen und mehr Mitarbeiter in den Vorstellungen, um es mal ganz plump zu sagen.

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      • Tja, die Kinos wollen, kann man ja auch kaum verdenken, Geld verdienen. Denen ist der wirkliche „Genuss“ des Einzelnen wohl egal, Hauptsache es werden Tickets, Getränke und Fressalien gekauft. Sicher etwas über den groben Kamm geschoren, auf die meisten Kinobetreiber wohl zutreffend

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        • Ja klar wollen Kinos Geld verdienen (wobei mit nem Kino wohl niemand reich wird). Und sicher tut es weh, wenn Ticketabgaben auf 2/3 klettern. Da verstehe ich aus Geschäftssicht sogar warum viele Kinos mehr Süßwarentheke mit angeschlossenen Projektionsräumen sind als alles andere. Aber, wenn Kinos der Genuß des Einzelnen egal wird, haben sie ein Problem. Denn daraus besteht letztlich ihr Publikum: jeder Menge Einzelnen. Aber vermutlich wirds Untersuchungen geben, dass Schreihälse mehr Popcorn kaufen, oder so. 😉

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  7. Also was ich hier manchmal an Geschichten über furchtbares Kinopublikum lese, schockiert mich wirklich. Gehe mittlerweile sehr oft ins Kino (1 bis 2 mal pro Woche) und erlebe solche Störenfriede nur ganz selten. Mag daran liegen, dass ich mich immer weit vorn hinsetze. Und wenn jemand in meiner Nähe quatscht, dann genügt ein kurzer, böse klingender Hinweis und Ruhe is

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  8. Als Bewohner einer Großstadt hat man natürlich genug Auswahl zwischen kleinen Programmkinos und riesigen Multiplexanlagen. Das weiss ich als Hamburger sehr zu schätzen. Schlechter sieht es da dann schon etwas außerhalb der Metropolen aus. Da gibt es dann meist nur ein Kino (wenn überhaupt) und es kommt natürlich dort auch längst nicht jeder Film an. Das dürfte sich dann wohl auf das gängige Mainstream-Programm beschränken.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man oftmals mit bösen Blicken und „ermahnenden“ Worten nicht recht weiterkommt. Schon schlimm, dass man sich überhaupt mit solchen Störern auseinandersetzen muss. Ist ja auch irgendwie uncool, da so oberlehrerhaft auftreten zu müssen. Ich zumindest fühle mich in solchen Situationen immer total unwohl. Und dafür habe ich dann auch noch Geld bezahlt. Da stimmt doch was nicht….

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  10. Bei Lars von Triers „Der Antichrist“ saßen wir mit wenigen anderen Zuschauern in einem kleinen Aachener Kino. Alle waren vollkommen von der Atmosphäre des Films gefangen, als ein Päarchen plötzlich die Chips, Nachos oder was weiß ich was auspackte. Die konnten gar nicht verstehen, was sie damit für einen (vollkommen berechtigten) „shitstorm“ auslösten 😉

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