Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten, männlichen Sidekicks aus Serien

Willkommen zu den 5 Besten am Donnerstag. Heute fragt uns Gina nach den 5 besten, männlichen Sidekicks aus Serien. Und wie immer bei Serienthemen sind meine Antworten nicht sonderlich aktuell. Aber deswegen (hoffentlich) dennoch nicht schlecht.

  1. Martin Rohde aus ‚Die Brücke‘

Naja gut, eigentlich ist dieser dänische Polizist, gespielt vom immer sehenswerten Kim Bodnia, nicht wirklich der „Sidekick“ der schwedischen Saga Noren. Aber da er nach einigen Staffeln aufgrund gewisser (hier aus spoilertechnischen Gründen nicht näher benannten) Umstände nicht mehr zur Verfügung stand und Saga einen neuen Partner bekommen hat, war er halt doch so ne Art Sidekick. Und zwar ein guter.

  1. Mike Watt aus ‚Spaced‘

Haben wir nicht alle diesen Freund, dessen größter Wunsch es ist zum Militär zu gehen, der letztlich aber nur der „Territorial Army“ beitreten darf und aus dieser wieder gefeuert wird, weil er bei einem Manöver in Frankreich einen Panzer geklaut hat, um damit Paris einzunehmen (aber zum Glück bei Euro Disney haltmachte)? Nein? Na, ein Glück!

  1. Reginald Jeeves aus ‚Jeeves & Wooster‘

Wer hätte nicht gern seinen eigenen „Gentlemans Gentleman“, der quasi alles für einen erledigt? Insbesondere, wenn man ein derart gigantischer Vollidiot ist, wie Jeeves „Chef“ Bertie Wooster. Ziemlich ideal besetzt mit Stephen Fry und Hugh Laurie.

  1. Paulie Walnuts Gualtieri aus ‚Die Sopranos‘

Er ist paranoid, impulsiv, brutal, dümmer als ein Sack voll feuchtem Toast, geizig und undankbar. Aber er bringt eine Qualität mit, die ihn als Mafioso ziemlich brauchbar macht: er ist absolut loyal zu Tony Soprano. Und damit wohl ein guter Sidekick. Für uns Zuschauer wichtiger ist eher, dass all seine Charakterfehler ihn ziemlich unterhaltsam machen.

  1. Bender Bending Rodriguez aus ‚Futurama‘

Er ist ein sarkastischer Roboter, der säuft und Metall verbiegt. Und wenn die Dinge hart auf hart kommen, kann man sich in seiner Torsoklappe verstecken. Was will man mehr von einem Sidekick?

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 besten Momente an Halloween

Heute möchte Gina von uns unsere 5 liebsten Momente an Halloween wissen. Nun mag ich Halloween als solches durchaus, vor allem deswegen weil es eine gute Ausrede zum Horrorfilme schauen ist. Doch als typisches Nordlicht, dem auch Karneval schon eher fern liegt, habe ich es nicht so mit dem Verkleiden. Das von Tür zu Tür ziehen war hier in Deutschland eh noch kein Ding als ich in dem Alter war, deshalb verbinde ich damit auch nicht sonderlich viel. Was bleibt? Wieder über Filme schreiben? Nö, lieber ein paar gruuuselige Geschichten aus meinem Leben erzählen. Chronologisch sortiert. Eine spielt sogar halbwegs an Halloween…

 

  1. Mysteriöse Begegnung im Wald

Die erste Geschichte habe ich nicht selbst erlebt, aber ausführlich berichtet bekommen. So um die Zeit meiner Geburt herum ging mein Vater regelmäßig nach der Arbeit in einem nahegelegenen Wald joggen. Dort traf er selten Leute, doch mit gewisser Regelmäßigkeit einen Mann, der stets sehr freundlich grüßte. Eines Abends schaute mein Vater die Nachrichten und war nicht wenig überrascht dort plötzlich Aufnahmen von seiner Laufstrecke zu sehen. Es stellte sich heraus, dass er in nächster Nähe an einem Depot der RAF vorbeigejoggt ist, voller Waffen, gefälschter Ausweise etc.. Und der so freundlich grüßende Mann war ein gesuchter Terrorist, der an dem Tag festgenommen wurde. Gruselig!

  1. Der Schrecken lauert im Weihnachtsprogramm

Einmal, als ich noch recht klein war, haben mich meine Eltern, während sie ein Zimmer für die weihnachtliche Bescherung vorbereiteten, vor dem Fernseher geparkt. Ich schaltete durch die (damals wenigen) Kanäle mit dem üblichen Weihnachtsprogramm und blieb bei einem hängen. Ein einsamer verschneiter Dorfplatz war dort zu sehen. Plötzlich brachen aus Gassen und Hauseingängen scheußliche, groteske, pelzige Gestalten hervor und ergossen sich unter lautem Geschrei in das friedliche Dorfbild. Ich schrie auf, schaltete den Fernseher auf und rannte schnurstracks genau in den Raum, in den ich nicht sollte. Natürlich wurde meine Geschichte als vorweihnachtliche Überreiztheit abgetan und als wir den Fernseher wieder einschalteten war von Monstern nichts mehr zu sehen. In der Rückschau nehme ich an, es war eine Doku über ein Krampustreiben oder Perchtenlauf. Oder womöglich waren doch Gespenster im Fernseher!!! (aber vermutlich nicht)

  1. Horror in der Bettenzentrale

Meinen Zivildienst versah ich auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Die Frühschicht begann um 5 Uhr morgens. Einmal wurde ich direkt nach Dienstantritt in die Bettenzentrale geschickt, ich weiß nicht mehr warum. Die Bettenzentrale ist, wenn man todmüde ist, ein seltsamer Ort, weil man von vielen wunderbar frisch überzogenen Betten umgeben ist und nichts lieber täte als sich dort hinzulegen. Doch an diesem Morgen sah ich etwas in den schmutzigen Betten! Aus einem erhob sich, für alle Welt sichtbar, ein Gespenst! Ein Gespenst, das genau so aussah, wie man sich Gespenster vorstellt! Stellte sich raus, es war nur die Bettdecke, die durch nachrückende Betten zusammengedrückt und nach oben geschoben wurde und die Tatsache, dass ich sehr, sehr müde war. Aber womöglich war es doch ein Gespenst!!! (aber vermutlich nicht)

  1. Der verschwundene Mann

Hier ganz in der Nähe ist ein Teich, den man über einen auf beiden Seiten bewachsenen Pfad erreicht. Über den Teich führt eine Brücke. Eines Abends bei Sonnenuntergang sah ich aus der Entfernung auf dieser Brücke einen alten Mann stehen. Als ich sie erreichte war er verschwunden und nirgendwo zu sehen. Das war aber eigentlich nicht möglich, die Wege sind gut einsehbar und das Wasser nicht tief. Ich war so verwirrt, dass ich auf dem Pfad ein wenig zurückging und plötzlich tauchte der alte Mann wieder auf! Stellte sich heraus, dass Äste und die im perfekten Winkel stehende Sonne die Illusion der Silhouette eines alten Mannes schufen. Ging man dann weiter, verschwand diese Illusion. Mir ist es allerdings nie gelungen diesen Effekt zu replizieren. Von daher war es womöglich doch ein Gespenst!!! (aber vermutlich nicht)

  1. Ich bin aaaalt!

Einmal, es muss noch vor dem Remake des Films ‚Ghostbusters‘ gewesen sein, traf ich am Halloween-Nachmittag auf eine Mutter mit ihren drei Kindern. Die Kinder waren als Gespenster verkleidet und liefen laut „Buuuh“ rufend um mich herum. „Oha“, bemerkte ich, „da muss ich wohl die Ghostbusters rufen!“ und lachte. Ich konnte die verständnislosen Blicke der Kinder durch ihre Kostüme fühlen. „Das kennen sie nicht“, sagte die Mutter freundlich, „das ist zu alt für sie“. Offenbar war ihr nicht klar, dass sie soeben die Last von Jahrzehnten auf meine Schultern geladen hatte. Doch waren es wirklich Kinder, die mich mit dem linearen Ablauf von Zeit konfrontiert haben, oder waren es doch… GESPENSTER??!! (vermutlich nicht)

Seltsam? Aber so steht es geschrieben…

Happy Halloween!

 

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 schaurigsten Momente in Horrorfilmen

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag. Heute fragt uns Gina nach den 5 schaurigsten Momenten aus Horrorfilmen. Meine Auswahl hier mag erstaunen. Das hat zwei Gründe. Zum einen sind es tatsächlich häufig nicht unbedingt besonders blutige oder monströse Momente, die mir im Gedächtnis bleiben, sondern eher stille. Zum anderen habe ich bemerkt, dass sich gewisse Filme in den letzten Wochen hier sehr wiederholt haben. Daher waren die heute mal außen vor.

 

  1. der „Mystery Man“ aus ‚Lost Highway‘

‚Lost Highway‘ mag nicht wirklich ein Horrorfilm sein, doch enthält beinahe alles von David Lynch zumindest Momente des Horrors. So auch diese eigentlich recht harmlose Szene, in der unser Protagonist auf einer Party auf den „MYstery Man“ trifft. Was macht diese Szene so unheimlich? Vielleicht, dass David Lynch exakt den Ablauf einer unangenehmen Partybegegnung einfängt. Vom „oh Mist, der kommt hierher“ Moment, bis zu der Tatsache, dass das Gegenüber viel näher steht als angenehm ist. Natürlich wird es dann erst wirklich seltsam. Aber das wirklich Gruselige: das gigantische 90er Jahre Handy! Da könnte man einen wütenden Bullen mit stoppen!

  1. das Grinsen aus ‚A Field In England‘

In Ben Wheatleys merkwürdigem schwarz-weiß Film sucht eine Gruppe Soldaten von verschiedenen Seiten des englischen Bürgerkriegs etwas in einem Feld (in England). Der unheimliche Alchimist O’Neill holt den Charakter Whitehead in sein Zelt und den Schreien nach, stellt er dort etwas Furchtbares mit ihm an. Doch der wirklich unheimliche Moment kommt, wenn Whitehead das Zelt wieder verlässt und dieses Grinsen im Gesicht trägt, das jedem klarmacht, dass hier irgendwas furchtbar falsch ist.

  1. das Finale von ‚Wenn die Gondeln Trauer tragen‘

In Nicolas Roegs Film muss ein Ehepaar mit dem Tod ihres Kindes umgehen. Bestimmte Elemente wiederholt er Film dabei immer wieder, allen voran die Farbe Rot und Wasser. Das Finale ist dann eine merkwürdige Montage aller möglichen Elemente, die gesehen werden muss und schwer zu beschreiben ist. Zentral ist, dass Donald Sutherlands Charakter die Wahrheit über eine kleine Gestalt, die einen roten Mantel, wie seine doch scheinbar tote Tochter, lernt. Ich verlinke das hier nicht, weil es das Finale ist.

  1. die Strandszene aus ‚Under The Skin‘

Ich merke immer wieder, dass nicht viele diesen Film so sehr gemocht haben wie ich. Scarlett Johanssons Alien versucht Männer in ihr Haus irgendwo in Schottland zu bringen um dort irgendetwas mit ihnen anzustellen. In dieser Szene spielt sich eine ganze Tragödie ab, die an ihr vollständig vorbeigeht, weil sie so auf ihr Ziel fixiert ist. Dann endet die Szene mit einem wahren Nierenschlag. Oder sie ist überlang und öde, wie ahnungslose Kritiker sagen würden.

  1. der Mann hinter „Winkie‘s“ aus ‚Mulholland Drive‘

Ein Jumpscare, der kein Jumpscare ist, weil uns Lynch exakt erzählt was passieren wird. Für ausführlichere Gedanken dazu, klickt Euch auf meinen Jumpscare-Artikel.

Die 5 Besten am Donnerstag: die 5 schaurigsten Figuren aus Horrorfilmen

Willkommen zu den 5 Besten am Donnerstag. Auch diese Woche wird es wieder gruselig, wenn uns Gina nach den 5 schaurigsten Figuren aus Horrorfilmen fragt. Das ist bei mir, wie so häufig bei diesen 5er-Listen, natürlich nur eine Momentaufnahme. Das kann sich alles sehr schnell wieder ändern, doch zumindest die Plätze 1 und 2 dürften dauerhaft gesetzt sein.

 

  1. Freddy Krueger – A Nightmare on Elm Street

Oh, sicherlich die Michael Myers und Jason Voorheeses der Horrorfilmwelt mögen physisch beeindruckender sein. Doch Freddy ist ein perfider Mistkerl. Er geht nicht nur auf Dich los, wenn Du am verwundbarsten bist, im Schlaf, nein, er quält Dich auch noch mit allerlei psychologischen Tricks, bevor er Dich umlegt. Zumindest im ersten Teil der Nightmare Reihe. Danach verwandelt er sich mehr oder weniger schnell in eine Oneliner-reissende Witzfigur.

  1. Der bleiche Mann – Pans Labyrinth

Ein scheinbar augenloser Kinderfresser, der eine übervoll beladene Essenstafel eifersüchtig bewacht. Seltsam, furchteinflößend, fühlt er sich irgendwie auch merkwürdig vertraut an. Wie eine Sagen- oder Märchengestalt, oder ein halb erinnerter Alptraum.

  1. Brundlefly – Die Fliege

Seth Brundles Metamorphose zur bizarren Fliegenkreatur in David Cronenbergs Film ist nicht einfach nur eklig. Sicher, die Kreatur ist abstoßend, bösartig und gefährlich. Doch können wir nicht anders als auch eine gewisse Sympathie für sie zu empfinden, schließlich haben wir Brundles tragischen Weg den ganzen Film über bis hierher verfolgt. Das Tragische und das Grausige an der Kreatur ist, dass sie einmal ein Mensch war. Ein Mensch, der nur eine winzige Kleinigkeit übersehen hat.

  1. Das Ding aus einer anderen Welt – Das Ding aus einer anderen Welt

Es kann aussehen wie Du, es kann aussehen wie ich. Und plötzlich ganze Zahnreihen, tentakel, Pseudopodien, Augenstiele, oder allerlei andere Gliedmaßen ausbilden. Wie sieht es wirklich aus? Wer weiß, ist auch relativ wurscht, wenn es denn ein Kopf sein kann, der auf Spinnenbeinen unter einen Tisch stakst.

  1. Xenomorph – Alien

Parasitäre Infektionen sind für sich genommen schon ziemlich gruselig. Wenn diese Infektion dann aber auch noch aus Deinem Brustkorb platzen kann und sich zu einer Kreatur entwickelt, die das Schlimmste von Schaben, Spinnen, Haien und allem was man sonst nicht leiden kann in sich verbindet und dazu noch Säure blutet, tja, dann ist das wohl mal wirklich gruselig.

Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten Tode in Horrorfilmen

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag! Nun beginnt der Grusel auch hier Einzug zu halten, der Oktober ist im vollen Gange! Gina möchte von uns die 5 besten Tode in Horrorfilmen wissen. Schauen wir mal, welche mir im Gedächtnis geblieben sind!

  1. ‚Deep Blue Sea‘ – „Mampf“

Über die allgemeine Qualität des Films um superintelligente Haie kann man sich sicherlich vortrefflich streiten. Doch der Moment, wenn alle Charaktere an ihrem Tiefpunkt angekommen sind und Samuel L. Jacksons Charakter eine motivierende Rede (in der Kannibalismus eine größere Rolle spielt als man ahnen würde) hält und ihn, völlig überraschend, ein Hai wegmampft, ist ein wahrhaftig großer.

  1. ‚Texas Cainsaw Massacre‘ – Hammer

Im völligen Gegensatz dazu steht dieser erste Tod aus Tobe Hoopers Debutfilm. Es ist die Beiläufigkeit der Inszenierung, Leatherface schlägt einem jungen Mann irgendwo im hinteren Teil des Bildes den Schädel ein, die ihn wirksam macht. Und die Tatsache, dass das Opfer nicht sofort stirbt, sondern wortlos zuckt.

  1. ‚Das Ding aus einer anderen Welt‘ – Defibrillator

Wenn ein Alien, das jede Gestalt annehmen kann, in einer antarktischen Forschungsbasis umgeht, dann erreicht die Paranoia schnell ungeahnte Höhen. Das kann schon mal aufs Herz gehen, gut wenn dann jemand da ist, der mit einem Defibrillator umzugehen weiß. Okay, vielleicht nicht gut für diese Person. Oder irgendeinen anderen Anwesenden…

  1. ‚Suspiria‘ – Stich ins Herz

In den ersten Minuten des originalen Films von Dario Argento attackiert ein unbekannter Mörder die Schülerin einer Tanzschule derart heftig mit einem Messer, dass er ein wahres Loch in ihren Brustkorb schlägt, um ihr dann direkt in ihr noch schlagendes Herz zu stechen. Und als ob das noch nicht genug wäre, wickelt er ihr ein Kabel um den Hals und wirft sie durch ein Dachfenster, so dass eine Mitschülerin noch von herabfallenden Splittern und Trümmern getötet wird. Man kann‘s aber auch übertreiben…

  1. ‚Alien‘ – Chestburster

Das übelste Sodbrennen aller Zeiten…

 

Die 5 Besten am Donnerstag: Die 5 besten, weiblichen Schurken aus Filmen

Willkommen bei den 5 Besten am Donnerstag! Nach den männlichen Schurken der letzten Woche, möchte Gina diese Woche von uns die 5 besten, weiblichen Schurkinnen aus Filmen wissen. Legen wir ohne lange Vorrede los!

 

  1. LaVona Golden aus ‚I, Tonya‘

Es fühlt sich etwas merkwürdig an, einen Charakter auf diese Liste zu setzen, der auf einer realen Person basiert. Aber Allison Janney schafft hier eine Figur, die ebenso furchtbar wie unvergesslich ist. Und sollte ich jemals für eine Dokumentation interviewt werden, werde ich darauf bestehen, mein Interview mit einem Papageien auf der Schulter zu führen!

  1. May Dove Canady aus ‚May‘

Ein Fall von Schurkin als Protagonistin. Sicherlich greift es zu kurz May als reine Schurkin zu bezeichnen, aber am Ende des Films wird es schwer sie als irgendetwas anderes zu bezeichnen. Dabei beginnt alles wie eine typische romantische Komödie. Angela Bettis war nie wieder so gut wie hier, wo sie mit einem leichten Augenzucken ganze Abgründe auftun konnte.

  1. Norma Desmond aus ‚Sunset Boulevard‘

Auch bei Norma ist es schwer sie als pure „Schurkin“ zu sehen. Gloria Swanson gibt den vergessenen Stummfilmstar, die in ihrer eigenen Welt des unsterblichen Ruhmes lebt mit einigem Pathos. Dass es kein gutes Ende nehmen würde, dass der junge Drehbuchautor Joe Gillis gerade in ihr Haus gerät, verrät bereits die allererste Szene, in der wir Gillis mit dem Gesicht nach unten in einem Pool treiben sehen. Es ist aber die letzte Szene des Films, die Desmond wahrlich ikonisch macht. Sie wäre bereit für ihre Nahaufnahme, Mr. DeMille!

  1. Schwester Ratched aus ‚Einer flog über das Kuckucksnest‘

Schwester Ratched ist nun ein Charakter, bei dem absolut niemand ein Problem hätte sie als Schurkin einzuordnen. Mit eiserner Hand herrscht sie über ihre Abteilung der Nervenheilanstalt, bis sie vom Neuankömmling McMurphy herausgefordert wird. Dabei ist sie nur das Gesicht eines Systems, das psychisch Kranke mit eisiger Grausamkeit behandelt. Ein verdienter Oscar-Gewinn für Darstellerin Louise Fletcher.

  1. Alien Königin aus ‚Aliens‘

Letzte Woche mussten die Xenomorphs zurückstehen, weil ich mir ihres Geschlechts nicht wirklich sicher war. Diese Frage stellt sich bei der Alien Königin offensichtlich nicht (obwohl „Königin“ natürlich eine menschliche Interpretation anhand irdischer Vorbilder ist. Ob es bei den Aliens überhaupt Geschlechter gibt und wenn ja wie viele, müsste in umfangreichen Untersuchungen herausgefunden werden… und das kann eigentlich nur so richtig schiefgehen!). Letztlich will sie auch nur ihre Brut schützen, so wie Ripley Newt, aber ihre Abkömmlinge sind unsympathisch genug, dass sie das allein schon zur Schurkin macht…